Kündigung wegen angeblichem "nicht richtig Lüften" und weil Mieter zu wenig "draußen"

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Julche, 28.03.2014.

  1. Julche

    Julche Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    durch Recherche bin ich auf dieses Forum aufmerksam geworden, und hoffe das es in Ordnung ist, wenn ich als Mieter meine Fragen hier stelle.

    Wir, mein Lebensgefährte und ich, haben am Mittwoch den 26.03.14 die Kündigung unseres Vermieters zum 30.06.14 bekommen.

    Und nun weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll.
    Ich hoffe ich vergesse nichts relevantes (bin seitdem ziemlich durch den Wind) ansonsten bitte nachfragen.

    Gut, also Gründe sind in der Kündigung selbst keine genannt, auf nachfragen meines Partners (er nahm die Kündigung entgegen, ich habe oben an der Treppe gestanden) hieß es das wir falsch lüften (dazu gleich mehr) und das die Vermieter sich das alles anders Vorgestellt hatten.
    Sie sagen sie hatten es sich freundschaftlicher vorgestellt, aber wir seien ja nicht oft genug draußen, man würde uns kaum sehen und man habe uns ja noch nie spazieren gehen sehen.

    Im Laufe dieses Gespräch kamen noch weitere Äußerungen des Vermieters, die sich aber alle um diese beiden Themen drehten.

    Gut, Erklärung zur Wohnsituation.
    Wir bewohnen ein Haus, welches aus dem ebenerdigem Keller und dann zwei Etagen besteht. Nur eine "Wohneinheit".
    Die Besitzer und Vermieter wohnen im zweitem haus gleich gegenüber.
    Beide Häuser liegen inmitten von Feldern und sich nur über einen Privatweg zu erreichen. Sonst ist dort nichts (naja im Sommer Kühe *g*).

    Soweit so gut.
    - Zum angeblich falschem Lüften:
    wir haben den Mietvertrag am 26.11.2012 unterschrieben, den Dezember 2012 komplett das Haus renoviert und sind seit dem 01.01.2013 dort gemeldet.
    Die ersten Monate (auch den ersten Winter) war die Heizungsanlage (Öl) defekt, die Leitungen vom Brennofen waren undicht und es tropfte viel Wasser raus welches wir mit einer Schüssel aufgefangen hatten und täglich neues Wasser zugeben mußten.
    Da zur Reperatur die Heizung abgestellt werden müßte, sollte dies im Frühjahr geschehen, damit wir während der reperatur nicht frieren.
    War für uns soweit kein Problem und wir hatten dafür natürlich Verständniss.
    Im Frühjahr und Anfang Sommer haben wir mehrfach darum gebeten das die Anlage endlich Repariert wird, was aber letztendlich erst im Spätsommer passierte.

    Nun gut..in dieser Zeit waren nur die üblichen "Nörgeleien" weil wir nicht zur gleichen Zeit wie die Vermieter Rasen gemäht hatten, oder nicht täglich soviel Geputzt haben wie die beiden Vermieterfrauen (Mutter und Ehefrau des Vermieters) die beide nicht arbeiten im Gegensatz zu uns.
    Im herbst letztes Jahr kamen dann immer mal wieder Sachen zur Sprache, wo wir uns gewundert haben, aber um des Friedenswillen nichts gesagt haben.

    Im Februar nun, wurde mir das erste Mal gesagt, ich würde ja nicht lüften, was ich jedoch zurückwies und erklärte das ich dies Morgens nach dem Aufstehen per Stoßlüftung und meist am frühen Abend per "Durchzug"...ganz so wie ich das von meiner Oma gelernt hatte.
    Man unterstellte mir dies könne nicht stimmen, schließlich sehe man nie die das die Fenster offen sind.
    Ich erwiderte das dies daran liegen könnte das sie (die Vermieter) meistens noch schlafen (Haus ist dunkel) wenn ich aufstehe.
    Da ich selbstständig bin und daheim arbeite (ist auch im Mietvertrag so festgehalten und außdrücklich erlaubt) stehe ich dann auf wenn ich wach werde, was meist zwischen zwischen 4:30 und 5:30 ist.

    Dann war zwei Tage Ruhe, und ich bekam wieder gesagt ich lüfte nicht richtig, ich müßte wenn die Sonne jetzt wieder scheint die Fenster mehr geöffnet haben.
    Wieder betonte ich das ich sehr wohl lüfte, dies aber bei Stoflüftung von 5-10 Minuten ja nicht immer gesehen werden kann bzw einige Fenster auch auf der Seite liegen die vom Haus der Vermieter aus nicht gesehen werden können.
    Ca 10 Minuten hörte ich immer wieder nur, nein ich lüfte nicht...egal was ich sagte.

    Ich hatte daraufhin noch eine Disskusion mit meinem Partner, der meinte ich solle doch um des Friedens Willen immer die Fenster aufmachen, die die vermieter sehen können wenn sie draußen sind.
    *seufz*
    Zum Teil habe ich dies dann auch gemacht, aber jedoch die morgendliche Routine nach dem Aufstehen beibehalten.

    Dann kam irgendwann nochmal die Mutter des Vermieters (Sie hat einen Vorratsraum bei uns im Keller) und versuchte mich erneut zu belehren ich muß doch wenn die Sonne scheint das Fenster lange Zeit auf Kipp lassen, das sei doch ein altes Haus und ich muß doch Lüften.
    Wieder hörte man mir nicht zu und die ältere Dame meinte ich muß zu den Zeiten Lüften wo sie es auch machen, weil nur das auch richtig wäre.
    Darauf sagte ich dann etwas bestimmter (aber immer noch höflich) das es doch auch irgendwann mal gut sei und mir man doch nicht auch noch die Uhrzeit vorschreiben könne wann ich lüften muß.

    Ok, Sorry fürs weite ausholen, aber ich versuche ja selber zu reflektieren ob ich mir etwas zu schulden habe kommen lassen.

    Am Mittwoch also, kurz bevor mein Partner zur Arbeit mußte, stand dann der Vermieter unten an der Treppe und meinem Partner wurde die Kündigung überreicht.
    Als die Sprache wieder darauf kam das ich nicht lüfte, sagte mein Partner ebenfalls das dies nicht stimmt und ich das morgen tue. Darauf meinte der Vermieter das sei gelogen, er war zwischen 4 und 5 ums Haus rum und da war kein Fenster offen.

    Ich weiß nicht an welchem Tag und zu welcher Zeit genau, aber wie gesagt ich stehe auf wenn ich wach bin und wenn er genau dann nicht jedes Fenster anschaut, kann er es eben nicht sehen...

    Auf den Vorwurf wir würden uns ja einigeln und nicht genug draußen sein, sagte mein Partner das er ja nune einmal auch arbeiten gehe (Schicht von 10-18 oder 14-22 mit einigen Überstunden meistens) und ich ja auch den anzen Tag zu tun habe mit Selbstständigkeit und Haushalt.
    Da sagte der Vermieter doch allen ernstes, sie können sich das nicht vorstellen das ich den ganzen Tag arbeite!
    Ich kann gerne meine Auftragbücher usw. vorlegen und finde solche Unterstellungen wirklich unschön.

    *durchatme*..Endschuldigt den vielen Text bis hierher...mir geht es nun um folgende Dinge:

    - Wie kann ich mich dagegen wehren das mein Wort angezweifelt wird und der Kündigungsgrund somit nicht der wahrheit entspricht? Ich kann doch nicht jedesmal dem Vermieter bescheid sagen wenn die Fenster zum lüften offen stehen...

    - Kann es wirklichs ein, das wir, weil wir etwas ruhiger sind nun einfach gekündigt werden, obwohl wir immer pünktlich alles zahlen, Freundlich sind und ansonsten einfach nur sehr unauffällig und selber die Nachteile (Schimmel im Kellerarum, kaputte Heizung, vermieter der den Schlüssel hat und oft im Keller ist etc) in Kauf nehmen weil wir da nicht "so sind"?

    - Das Kündigungsschreiben ist ein klassicher Dreizeiler, (kann ich gerne abtippen) und laut meiner Recherche dürfte er meiner Meinung nach gar nicht rechtlich wirksam sein.
    Muß ich meinen Vermieter darauf hinweisen?
    Ich würde aufgrund der falschen Aussagen zu meinem Lüftverhalten der Kündigun g gerne widersprechen..aber das geht ja nicht wenn etwas rechtlich gar nicht wirksam ist oder?

    Dazu kommt, das es uns unmöglich ist bis 30.06 etwas vergleichbares zu finden und ich jetzt gerade in die Phase komme, wo ich beruflich komplett eingespannt bin.
    Unter anderem habe ich Veträge unterschrieben um Märkte zu beschicken (Mittelaltermärkte) also wo ich als Händler Ware anbiete die ich auch noch "produzieren" muß.
    Wenn ich jetzt wieder umziehen muß, weiß ich nicht wie ich das alles schaffen soll und mir drohen u.a Vertragsstrafen.

    Ich bin grad echt neben der Spur, die letzten Tage arbeiten war schon schwer weil ich mich nicht konzentrieren kann und tatsächlich leichte Panik bis Existenzängste bekomme.

    Wie verhalte ich mich nun also richtig?
    Kann ich widersprechen wenn ich nur mich darauf berufe kann, das die Behauptungen des Vermieters nicht der wahrheit entsprechen?
    habe ich irgendwie die möglichkeit eine Art Fristverlängerung zu bekommen?
    Und ist es tatsächlich so einfach uns zu kündigen weil die Vermieter "was anderes erwartet haben" und eben falsche Dinge behaupten?

    Nochmal endschuldigung wenn ich so durcheinander und viel Schreibe, wenn etwas unklar ist bitte fragen.

    Schon mal vielen Dank für eventuelle Ratschläge.

    Liebe Grüße
    Julche
     
  2. AdMan

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  3. #2 kranseier71, 28.03.2014
    kranseier71

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  4. Andres

    Andres
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    Ok, ein paar Zeilen weniger hätten's vielleicht auch getan ;) Andererseits ergibt sich so ein relativ umfangreiches Bild. Also, los:

    Die Kündigung ist unwirksam, falls die Wohnung nicht möbliert vermietet wurde. Eine erleichterte Kündigung nach § 573a BGB scheidet aus, da die Voraussetzungen nicht vorliegen:

    (Nebenbei: Bei einer solchen Kündigung wäre die Frist auch länger als 3 Monate.)

    Gründe für eine ordentliche Kündigung sehe ich nicht. Ohne solche Gründe darf der Vermieter aber nicht kündigen. Vielleicht tippst du den Dreizeiler doch mal ab - die Gründe müssten nämlich dort auch genannt sein. Neben inhaltlichen Gründen besteht also auch die Möglichkeit, dass die Kündigung schon aus formalen Gründen unwirksam ist.

    Auf die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung möchte ich im Moment nicht eingehen - die Sachlage ist ähnlich der ordentlichen Kündigung und aktuell wohl nicht relevant.


    Zulässige Kündigungsgründe könnten z.B. in einer Vernachlässigung oder Schädigung der Mietsache liegen. Über falsches Lüftungsverhalten ist das praktisch nicht durchsetzbar (wohl aber über den Schimmel, der sich deshalb gebildet hat - aber davon lese ich in deinem Beitrag nichts) und wenn man das Mähen des Rasens vor einem Richter in diese Kategorie einordnen würde, müsste man wohl mit einer Anzeige wegen Körperverletzung rechnen, wenn sich der Richter beim nachfolgenden Lachanfall verletzt. ;)

    Auch dass sich die Vemieter den "sozialen Umgang" anders vorgestellt haben, ist weder euer Problem noch ein Kündigungsgrund.


    Ob dein Lüftungsverhalten ausreichend ist, kann ich nicht aus der Ferne beurteilen. Die Vermieterin hat jedenfalls keine Ahnung davon, Beweis:

    Das ist unglaublicher Schwachsinn.


    Die Beweispflicht ist umgekehrt: Der Vermieter behauptet etwas und daher muss der Vermieter das beweisen. Das wird beinahe unmöglich werden.


    Nein, musst du nicht. Aus rein praktischen Gründen bietet sich das aber an - frühestens in einem Monat. Dabei sollte man sich auf die reine Mitteilung, dass man die Kündigung für unwirksam hält, beschränken. Man muss der anderen Seite ja nicht auch noch eine Anleitung liefern ...

    Auch in der Sache würde ich nicht diskutieren. Der Vermieterhaufen scheint ausreichend ahnungslos zu sein, dass das verschwendete Lebenszeit sein dürfte. Eine Klärung ist sowieso nicht zu erwarten.


    Trotzdem würde ich mich in naher Zukunft nach einem anderen Zuhause umsehen. Auf Dauer kosten die nervenden Vermieter zu viel Lebensqualität. Und wenn ihr sowieso "auf dem Land" leben wollt oder dazu zumindest bereit seid, ist die Wohnungssituation auch bei weitem nicht so angespannt, wie dir das die Medien gerne vermitteln wollen ...
     
  5. #4 kranseier71, 28.03.2014
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    Hallo Andres,

    grundsätzlich äusserst du dich dankenswerter WQeise ja sehr kompetent und nachvollziehbar - aber ich bin mir in diesem speziellen Fall nicht ganz so sicher - deshalb meine Aufforderung an den TE auch diesen § zu lesen:
    Der Sinn und Zweck von § 573a ist es, dem Vermieter bei besonderer räumlicher Nähe zum Mieter und den entsprechenden möglichen Schwierigkeiten die sich daraus ergeben eine erleichterte Kündigung zu ermöglichen.
    Zwar liegen die Wohnungen scheinbar nicht in einem Gebäude - aber möglicherweise (das wird im Ursprungsposting nicht klar) in einem Gebäudekomplex.
    Da das/die Gebäude auf dem Land liegen ist die Möglichkeit, das es sich z.B. um einen Bauernhof (oder auch ehemaligen) handelt nicht ganz unwahrscheinlich.
    Wenn es sich z.B. um einen Dreiseitenhof handelt könnte man den (mehr oder weniger kleinen) Innenhof durchaus als Begegnungspunkt in Bezug auf die räumliche Nähe werten.
    Desweiteren ergibt sich eine besondere räumliche Nähe aus der Tatsache, das der Vermieter einen Teil des vermieteten Hauses als Vorratskeller/Lager benutzt.

    Es gibt zwar eine Grundsatzentscheidung des BGH, das z.B. eine vermietete Doppelhaushälfte nicht dem §573a unterliegt - aber bei einer Doppelhaushälfte sind die Grundstücke auch getrennt. Ob das hier in unserem Fall zutrifft wissen wir nicht.
    Also ich bin da wie gesagt nicht ganz so sicher ob der § nicht vielleicht doch anwendbar wäre.

    Jupp das seh ich auch so.

    LG, Karl
     
  6. #5 einhorn, 29.03.2014
    einhorn

    einhorn Gast

    ruf doch mal um 4.30 nach dem Aufstehen drüben an....

    "Guten Morgen, ich bin grade aufgestanden und lüfte jetzt für die nächsten 10 Minuten"

    Einhorn
     
  7. Julche

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    Vielen lieben Dank für die bisherigen Antworten.

    Dann versuch ich mal die offenen Fragen zu puzzeln..hoffe ich vergesse nichts.

    Also zunächst dann der § 573a BGB..
    Rein von Gesetzestext her, würde ich sagen nein, eben weil es zwei getrennte Häuser sind.
    Die Ausführungen Kranseier 71 beunrihigen mich aber nun vollkommen. Ich meinte speziell dies:
    Die "entsprechend möglichen Schwierigkeiten"..mhm..ist so gesehen verständlich, wenn die Mieter wirklich stören oder Dinge tun die einfach nicht schön sind.
    In unserem Fall wäre daß, das wir nicht oft genug draußen sind nach Vermieter Meinung und zu zurückhaltend sind.
    Das macht mich tatsächlich sprachlos...ich meine es kann doch nicht sein das man weil man zu unauffällig ist Nachteile hat.

    Das einzig positive wenn der § 573a BGB zutreffen sollte, wäre das es dann wenigstens 6 Monate Kündigungsfrist wäre..*seufz*

    Also nochmal genau zur Wohnsituation: Zwei einzelne Häuser inmitten von Feldern, Abstand zueinander an der nahesten Stelle..ca 30 Meter.
    Dazwischen asphaltierter (bzw Rollsplitt) Bereich.
    Der Vorratskeller der Mutter liegt hinter meiner Waschküche und laut Mietvertrag muß ich den zugang jederzeit freihalten und ermöglichen.
    Zugang ist vorne durch die Haustüre, der Weg zu den Wohnräumen führt über eine Treppe in den ersten Stock..jedoch kann man mit dem Haustürschlüssel dann komplett in alle anderen bereiche des Hauses.
    Den Schlüssel nutzen nicht nur die Mutter, sondern auch Sohn und dessen Ehefrau.
    Wenn "etwas ist" dann steht der Vermieter immer schon unten im Haus an der Treppe.

    Ok..also Bezogen auf die erleichterte Kündigung, habe ich es doch aber richtig verstanden, das der Vermieter sich in der Kündigung genau darauf hätte beziehen müßen und dann die Kpndigungsfrist anstatt bis 30.06 bis 30.09 gehen müßte oder?
    Kann er das nachträglich noch ändern wenn er merkt das seine Gründe für eine normale ordentliche Kündigung eventuell nicht ausreichend sein könnten?

    Zwei hatten um den genauen Wortlaut der Kündigung gebeten..also hier ist er:

    - Oben links sterht unter "Mieter" der Name meines Partner (alleinmieter, ich bin nur als 2. Person im Vertrag mit aufgeführt und eben die erlaubniss das mein Partner mir für gewerbliche Zwekce untervermieten darf) sowie seine Anschrift.
    - Oben recht dann unter "Vermieter" namentliche Aufführung aller drei Personen (Mutter, Sohn, Ehefrau).

    Ich tippe wortwörtlich ab, ohne irgendwelche Rechtsschreibfehler zu korregieren!

    Betr. Kündigung des Mietvertrags

    Sehr geehrter Herr "Partner von Julche"
    Hiermit kündigen wir den mit ihnen am 25.11.2012 abgeschlossenden Mietvertrag fristgerecht zum 30.06.2014. Wir bitten um Bestätigung der Kündigung und hoffen auf ihr Verständniss.

    Mit freundlcihen Grüßen
    "Name der Mutter" (getippt)


    dann weiter unten am rechten Rand die Unterschriften aller drei untereinander.

    Mehr ist auf dem Blatt nicht drauf.
    Nun ist mir beim Abtippen des genauen Wortlautes heiß und kalt geworden, denn mein Partner hat ein Schreiben das er die Kündigung erhalten hat, unterzeichnet (wir haben davon keine Kopie) und sagte mir dort hätte nur draufgestanden das er die Kündigung erhalten habe.
    Nun les ich aber im Kündigungsschreiben das er die Kündigung bestätigen soll...nicht den erhalt derselben.
    Hat er also nun die Kündigung zum 30.06 schon akzeptiert?*panik*


    Zum "Lüften"
    Nein, in den Wohnräumen haben wir keinen Schimmel soweit ich das Oberflächlich sehen kann.
    Auch sind die Fenster morgens oder zu einer anderen zeit nicht beschlagen, oder fühlen sich feucht an.
    Schimmel ist nur unten den den ebenerdigen Kellerräumen.
    Gleich 10m hinter dem Haus ist der Mühlbach und zum Haus hin ein Gefälle des Erdbodens (hinterer Bereich des Hauses liegt ca bis Fensterhöhe im Erdboden) und teilweise sind die Böden der Kellerräume Lehm und Plastersteine wo es immer naß ist, gerade wenn der Bach viel Wasser hat.
    Das haben wir aber auch erst nach dem Einzug gesehen mit dem Schimmel, aber der ist weißlich und nicht schwarz, weswegen ich mir da keine Gedanken mache. Sowas ist halt bei alten Häusern so.
    Dort im bereich wo mal Ziegen drin waren und nun der Öltank ist, ist noch eine alte Stalltür aus Holz, diese sollen wir im Sommer wenn es warm ist wegen der Feutigkeit den ganzen Tag weit offen stehen lassen, was wir auch immer machen wie es gesagt wurde!

    Seit Mittwoch habe ich mir auch eine Tabelle gemacht wo ich jetzt eintrage wann, wielange und welche Fenster (habe sie durchnummeriert) ich zm Lüften öffne. Ich möchte eben nicht auf mir sitzen lassen das ich nicht lüfte.
    - Wie kann ich aber tatsächlich beweisen das meine Entragungen stimmen? Soll ich Photos davon machen? Ich mein, es kann ja behauptet werden ich würde auch die Einträge fälschen..*seufz*
    Das macht mich noch ganz kirre das Ganze...

    Da es auch schon angesprochen wurde, natürlich schaue ich seit Mittwoch auch schon nach "was anderem" auch wenn wir sehr gerne hier wohnen bleiben würden weil das Haus ansich eigentlich perfekt für unsere Zwecke ist und wir die Lage total lieben.
    Aber unter diesen Umständen, also nicht gewollt zu sein, würde ich natürlich keine ruhige Minute mehr haben.

    Nur ist der Zeitpunkt unmöglich für uns zu schaffen.
    Wie gesagt habe ich jetzt bis zum Herbst beruflich den absoluten Streß und diese Jahreszeit ist auch meine Haupteinnahmezeit. Ich muß Termine einhalten etc und bei einem Umzug zieht ja mein Atelier logischerweise mit um, wodurch ich dann auch mindestens zwei Wochen einen total "Ausfall" habe indem ich nicht arbeiten kann.

    Wir haben vor 15 Monaten als wir eingezogen sind das ganze Haus renoviert und viel Geld und Arbeit reingesteckt.
    Zusätzlich war mein Partner von Oktober´13 bis Februar´14 arbeitslos (Miete und Nebenkosten wurden aber immer punktlich bezahlt!!), sodaß unsere Reserven und Rücklagen grade ziemlich erschöpft sind und erst wieder aufgefüllt werden müssen.
    Dafür brauche ich aber die Einnahmen jetzt vom Sommer..*seufz*

    Etwas neues zu finden ist trotz ländlicher Lage schwierig, da ich eben daheim arbeite und dies nicht jeder Vermieter zuläßt. Dazu kommt, das dies Haus hier mit 400,- Kalt auch schön günstig ist.
    Momentan ist Mietraum hier auch schwer zu bekommen, alle Häuser stehen eher zum Verkauf.
    Daran haben wir auch schon gedacht, damit wir uns nicht wieder so in einem Vermieter täuschen udn wir nicht wieder die Angst haben müssen einfach gekündigt zu werden.
    Doch der Arbeitsvertrag meines Mannes ist erstmal auf ein Jahr befristet (die Firma hat aber einen sehr guten Ruf und es ist so üblich. Wobei dort immer nach einem Jahr die Verträge in unbefristete Umgewandelt wurden und die Firma auch den Ruf hat das man dort nicht gekündigt wird...)..da bekommen wir doch nix finanziert und auch zur Miete wirds schwer.

    - Was können wir nun also tun?
    Diese Härtefallklausel trifft ja nicht zu weil ich ja nicht vor einem Examen stehe oder sowas und die kann doch auch nur greifen, wenn die Kündigung gerechtfertigt ist oder?

    - Wenn §573a BGB tatsächlich anwendbar ist für den Vermieter, ist es dann tatsächlich egal das wir uns korrekt verhalten haben?


    Ich drehe noch noch .. :-(

    PS: Sollte ich im Laufe des Tages nicht antworten, ich habe einen Anprobetermin für ein Braukleid..bin also Arbeiten...
     
  8. #7 Bürokrat, 29.03.2014
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    Also die Kündigung ist sicher unwirksam und die Bestätigung einer unwirksamen Kündigung folglich auch. Bin allerdings kein Rechtsexperte, Andres kann hier sicher mehr beitragen.

    Mir geht es eher um folgendes: Wenn ihr ein Wohnhaus (nehme mal an deutlich über 100qm für 400 kalt mietet dann ist das natürlich extrem billig. Der Vermieter hat dies unter der stillschweigenden Vereinbarung so billig vermietet weil er mit euch Umgang habe will, d.h. Ansprache, ein freundschaftliches Verhältnis, gute Nachbarschaft, einen Schwatz über den nicht vorhandenen Zaun hinweg etc. Freilich ist das Nichtvorhandensein dessen kein Kündigungsgrund, dürfte auch vertraglich nicht vereinbar sein. Auch ist das Verhalten des Vermieters (Mähen zur selben Tageszeit) natürlich lächerlich. Nichtsdestotrotz wird denke ich deutlich dass wirtschaftliche Aspekte bei der Vermietung nicht im Vordergrund stehen. Wenn man also ein so billiges Objekt mietet sollte man sich doch auch ein wenig auf die Forderungen des VM einlassen (Ein Schwatz hier und da, freundschaftliches Verhältnis, dann ist auch das Mähen und Lüften wahrscheinlich vom Tisch - denn ich glaube dass das nur vorgeschobene Gründe sind).

    Jetzt musst eben du enscheiden ob du die Vermieter darauf hinweist dass die Kündigung unwirksam ist und mit ihnen sprichst was sie denn eigentlich stört und ob ihr euch darüber mal vernünftig unterhalten wollt oder ob dir das alles zu viel stress ist, dann lässt du den VM eine neue Kündigung (im für dich schlechtesten Fall zum nächsten möglichen Zeitpunkt mit 6 monatiger Frist) erstellen und ziehst dann im Oktober aus.

    Mit dem vielen Renovieren bitte nicht anfangen, denn was Mieter und Vermieter unter 1 Monat renoviert verstehen ist etwas ganz anderes.
     
  9. Julche

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    Wir haben uns doch auch immer normal mit Ihnen unterhalten, hatten sie zum Grillen im Sommer eingeladen und sowas.
    Uns geht es ja auch um ein friedliches und freundschaftliches Miteinander.
    Nur, wenn wir eben beruflich bedingt nicht soviel Zeit haben, was sollen wir denn dann amchen?
    Das hatten wir auch gesagt, das wir eher ruhig sind.

    Wirtschaftliche Interessen sind es schon, denn uns wurde erzählt das sie die Miete des Hauses zu "Aufbesserung der Rente der Mutter" brauchen, und es deswegen so günstig ist, weil sie über die Stromkosten auch noch Einnahmen haben.
    Sie haben Solar und Wasserenegie die sie einspeisen und wir rechnen aber die normalen Strompreise mit ihnen ab.

    Außerdem sagten sie, als wir bei der Besichtigung noch scherzhaft meinten: "So schön gelegen und so günstig...wo ist denn der Haken?"
    das man ja für so ein altes Haus mit einigen Mängeln auch nicht mehr verlangen könnte.

    Ich finde es halt grad wirklich schrecklich, das wir nichts gemacht haben und nun in wirkliche Schwierigkeiten dadurch kommen.:-(
     
  10. #9 kranseier71, 29.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 29.03.2014
    kranseier71

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    Hallo Julche,

    Mach dir keine Sorgen.
    Zum einen hat sich der Vermieter nicht auf den Paragraphen berufen - spielt also erstmal gar keine Rolle.
    Zum anderen wenn er sich auf den Paragraphen berufen sollte müsste er klagen wenn du nicht freiwillig ausziehst - und seine Chancen stünden eher schlecht denke ich.

    Richtig.

    Ändern nicht. Aber er kann (und wird vermutlich) eine neue Kündigung aussprechen wenn er merkt das seine Kündigung unwirksam ist.

    Diese 'Kündigung' wird wohl jeden Richter zum schmunzeln anregen :)
    Laienhaft behaupte ich die Kündigung ist unwirksam weil jegliche Begründung und jegliche Bezugnahme auf irgendeinen Paragraphen fehlt - also sowohl sachlich als auch formal unwirksam.

    Nun das zeigt das eure Vermieter wissen das ein in den Briefkasten eingeworfener Brief auch als Einschreiben u.U. nie angekommen sein kann (oder sie wollten einfach nur Porto sparen)

    Er hat den erhalt der Kündigung bestätigt - nichts weiter. Kein Grund für Panik.
    Der Vermieter möchte natürlich gerne das ihr ihm schriftlich gebt das ihr zum30.06. auszieht - aber was er möchte und was ihr tun werdet dürfen völlig verschiedene Dinge sein.

    Was ihr jetzt tun oder nicht tun werdet ist eure Sache - der Spielraum reicht von 'überhaupt nichts' bis 'zum Anwalt gehen'.
    Ich an eurer Stelle würde dem Vermieter freundlich mitteilen das ich seine Kündigung für unwirksam halte und selbstverständlich nicht ausziehen werde.
    Dann würde ich ganz ruhig weiterleben und abwarten was dann kommt.

    Wahrscheinlich wird sich euer Vermieter dann anwaltlichen Rat holen. Der Anwalt wird ihm dann wohl sagen das der Vermieter es auf rechtlichem Wege schwer bis unmöglich hat euch aus dem Haus herauszubekommen.

    Vielleicht lohnt es sich ja nachdem euer Vermieter über die Rechtslage aufgeklärt wurde (nicht von euch) ihn zu einem Kaffee einzuladen und mal zu bereden wie es denn nun weitergehen soll.
    Ich sehe Möglichkeiten von 'alles wird wieder gut' bis Aufhebungsvertrag.

    Ich persönlich würde gar nichts tun - ausser mich ganz entspannt und in aller Ruhe nach etwas neuem umzusehen.

    Wenn der § anwendbar wäre (was ich grundsätzlich nicht zu 100% ausschliessen würde aber was wohl für den Vermieter einen teuren Instanzenweg bis zum BGH erfordern würde) wäre es tatsächlich völlig egal wie ihr euch verhalten habt.

    HTH, Karl
     
  11. #10 Martens, 29.03.2014
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    moinsen,

    nur weil ich bei Aldi einkaufe (billig miete), muß ich dem Filialleiter (Vermieter) nicht zum Gefallen sein, das ist einfach abwegig. Ein Vertrag ist zu erfüllen, darüber hinausgehende Erwartungen kann man berücksichtigen, muß man aber nicht.

    Die vorliegende Kündigung ist unwirksam da unbegründet, Gründe für eine erleichterte Kündigung sind nicht zu ersehen und lassen sich bei dieser Konstruktion (zwei durch eine Weg getrennte Häuser) auch nicht mehr finden.

    Amen.

    Es ist zu klären, was der Mieter wirklich unterschrieben hat.
    Man sollte vielleicht ein Gespräch suchen und den Vermietern erklären, daß sie einen nicht kündigen können. Sobald die Rede auf die schriftliche "Bestätigung" kommt, diese anzweifeln, zeigen lassen, das Telefon zücken und das Schreiben fotografieren. :D

    Ansonsten: Nerven bewahren und dringend eine neue Bleibe suchen, denn dort werdet Ihr nicht mehr entspannt wohnen, leben und arbeiten können.

    Christian Martens
     
  12. #11 Bürokrat, 29.03.2014
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    Da bin ich etwas anderer Meinung. Viele unbedarfte Vermieter vermieten billig weil sie hoffen dadurch künftige Probleme zu reduzieren, sie wolen damit darauf hinaus dass der Mieter dann im Gegenzug auch etwas Verantwortung übernimmt und ggf. mal sachen selbst repariert etc. Dies wird oft stilschweigend vorausgesetzt. Mir ist klar dass man sich hierauf nicht berufen kann und dass solche Regelungen oft auch nicht wirksam vereinbart werden können. Nichtsdestotrotz sehe ich dennoch eine moralische Pflicht des Mieters in einer solchen Situation dem VM etwas entgegenzukommen...

    Aber mir ist schon klar was du dazu denkst: :109::31:
     
  13. #12 kranseier71, 29.03.2014
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    Hallo,

    Ja und Nein - das ist etwas, was zu einem harmonischen Zusammenleben gehört und durchaus wünschenswert ist.
    Was das finanzielle angeht stimme ich dir eher weniger zu - der Vermieter nimmt das an Miete was er bekommen kann. Ich habe noch niemanden getroffen, der bewusst und absichtlich weniger Miete genommen hat als der Markt hergibt - mal davon abgesehen das manche Vermieter (dazu gehöre ich selbst auch) bei einem guten Mieter auch auf potentiell mögliche Mieterhöhungen verzichten; aber wenn das ein guter Mieter ist gibt es da auch solche Probleme nicht.

    Was das hier zu diesem Thread angeht (unter der Vorraussetzung das alles so stimmt wie es von Julchen geschrieben wurde - wir kennen ja nur eine Seite):
    Wie weit soll ich als Mieter 'um des lieben Friedens Willen' denn gehen?
    Soll ich mein Leben be- bzw. einschränken um meinem Vermieter zu gefallen?
    Da muss ich ganz klar sagen: Nein und niemals.
    Zu einem harmonischen Zusammenleben gehört für mich ganz klar das man sein Gegenüber so behandelt wie man selbst behandelt werden möchte und das ich ihn so nehme wie er ist - das nennt man Toleranz.

    Das was du meinst ist wohl eher etwas für 'Wohnen für Hilfe' - aber das sind dann auch keine 'normalen' Mietverhältnisse.

    Wenn man mit seinem Mieter auf rel. engem Raum miteinander lebt gibt es einem weder das Recht noch dem Mieter eine 'moralische Pflicht' Einfluss auf das Leben des anderen zu nehmen. Wenn man das nicht kann oder will soll man nicht vermieten.

    LG, Karl
     
  14. #13 Bürokrat, 29.03.2014
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    Ich kenne durchaus ein paar v.a. ältere VM die deutlich unter ihren Möglichkeiten vermieten, mit ebendieser Prämisse. Die machen aber auch nicht weniger schlechte Erfahrungen als ich...

    Ansonsten bin ich schon auch der Meinung dass man das Verhalten des VM nicht hinnehmen sollte, gleiche Mähzeiten zu verordnen ist schlicht unverschämt, ich sagte lediglich dass der VM sich wohl ein anderes Mietverhältnis erhofft hat und nun kündigt weil er es nicht bekommt.
    Nun kommt es eben darauf an wie wichtig der Mieterin das Mietverhältnis ist. Denn wenn es erst mal zu Klagen kommt dürfte auf so engem Raum kaum mehr ein Zusammenleben möglich sein, jedenfalls danach zu urteilen wie der VM bisher beschrieben wurde...
     
  15. Duncan

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    Bei dem derzeitigen Frühlingswetter kann man es aus politischen Gründen durchaus in Erwägung ziehen bei anstehender Arbeit von daheim aus, auch mal Mittags das Fenster aufzureißen.
    Ansonsten würde ich mich um einen neue Whg./Haus bemühen, was wie die dargestellten persönlichen Verhältnisse aussehen nicht so ganz einfach wird. So im Mai oder Anfang Juni würde ich dem Vermieter dann mitteilen, dass ich seine Kündigung für nicht rechtmäßig und nicht erfolgversprechend ansehe. Diese daher zu ignorieren gedenke.
    Wenn es gut läuft ist bis dahin neuer Wohnraum gefunden, man kann ihm einen einfachen unkomplizierten Aufhebungsvertrag anbieten. Wenn kein neuer Wohnraum gefunden wurde wird's nun eilig. Das Mietverhältnis dürfte fortan von Gift und Galle geprägt sein. Mitternächtliches Rasenmähen mit Taschenlampe und ähnliche Scherze nicht auszuschließen. Aber zur Not sind ein paar Monate Unterkunft gesichert, wenn auch in der Frontzone eines mittelprächtigen Kriegsgebiets. So schließe ich zumindest aus der Beschreibung des vermietenden Dreigestirns. Bäuerlich handfeste Riten sollte man nicht unterschätzen.
     
  16. #15 kranseier71, 29.03.2014
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    Das könnte man zu verhindern versuchen indem man dem Vermieter zu verstehen gibt: 'Ihr wollt uns loswerden - OK. Wir werden uns in aller Ruhe aber trotzdem so schnell wie möglich etwas neues suchen'.

    Dann weiss Vermieter dass das kein teures endlos-Drama mit Gerichtsprozessen werden muss und unnötige (für beide Seiten belastende) Kinderaktionen unterbleiben können. Ich denke nicht, das der VM hier verrückt spielen würde wenn er weiss das es sich um ein paar Monate mehr handelt.

    :) Wo du das schreibst fällt mir ein (anders gelagerter) Fall ein. :)
    Mieter auf Bauernhof zahlten keine Miete mehr und machten auch nicht die geringsten Anstalten zu verschwinden sondern zogen alle möglichen und unmöglichen juristischen Register..
    Irgendwann wurde es dem VM und Bauern zuviel und er pumpte kurzerhand den Inhalt eines gefüllten Güllewagens durchs Wohnzimmerfenster ins Haus...

    LG, Karl
     
  17. #16 Julche, 31.03.2014
    Zuletzt bearbeitet: 31.03.2014
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    Endschuldigt das ich mich nicht früher gemeldet habe, aber wie gesagt bin ich derzeit beruflich sehr eingespannt und war das WE auch fast komplett unterwegs.

    Danke für Eure zahlreichen Gedankengänge, ich versuche mal auf die einzelnen Sachen einzugehen.

    Also was die günstige Miete angeht und das dafür dann mehr Hilfe oder sozialer Kontakt erbracht werden soll...mhm..
    Wie gesagt, wir bieten unsere Hilfe an, haben auch bei vieln Dingen wo wir Zeit hatten und es gesehen haben geholfen usw.
    Die 400,- Kaltmiete (+ 50,- Wasser und Müll, ca 140,- Heizung und 80-100 Strom) liegen bei uns in der Gegend zwar am unteren Ende des Mietspiegels (110qm, Mietspiegel sagt 3,51 - 5,01 pro qm bei Miethäusern) aber eben noch durchaus Ortsüblich.
    Momentan gibt es hier aber kaum Häuser zur Miete, fast alle stehen zum Verkauf.

    Natürlich schauen wir schon jetzt nach anderen Möglichkeiten, haben nächste Woche auch zwei Termine, allerdings für Häuser die zum Verkauf stehen.
    Während ich bei einer Umkreissuche von 15km gerade einmal 3 Miethäuser finde, sind es hingegen bei Häusern zum Kauf 7 Seiten!

    Ok, nochmals zum "Lüften".
    Also Schimmel in den Wohnräumen haben wir nicht, lediglich im Heizungskeller und in der Waschküche, wie ich oben schon beschrieben habe.
    Ich habe mir in den vergangenen Tagen in den Kaffeepausen nochmal sämtliche Information zu dem Thema durchgelesen, und führe ja auch seit Mittwoch Protokoll. Ich muß sagen, wir lüften wirklich komplett ausreichend.
    Dabei ist mir aber auch aufgefallen, das die "Tipps" bzw "Anweisungen" der Vermieter zu dem Thema, ziemlich falsch sind und eigentlich das genaue Gegenteil bewirken.
    Wie zb das Gelüftet werden muss wenn es draußen warm ist, das der Kellerraum mit dem Lehmboden sobald die Sonne scheint die Tür den ganzen Tag geöffnet haben muß usw.
    Auch unsere Heizungseinstellungen habe ich nochmal überprüft...die einzelnen Räume sind wie empfohlen beheizt, neben den beiden Schlafzimmern haben wir noch ein Gästezimmer welches auf 18° beheizt wird, dort ist aber auch die Tür zu, da gleich daneben ein wärmer geheizter Raum ist.
    Diese Tür ist meist nur dann offen, wenn abwechselnd die Fenster für den "Durchzug" öffne.
    In dem Raum ist aber auch niemand sodaß dort nicht so viel Feuchtigkeit entstehen dürfte.
    Das wir genug heizen, zeigt mir unsere Ölrechnung...im Schnitt verbrauchen wir 200l im Monat.

    Nun gut, also wir haben uns natürlich viele Gedanken auch zum zukünftigem Vorgehen gemacht.
    Da ich wie gesagt momentan sehr viel zu tun habe und Ende April auch zwei Märkte beschicken muß, wollen wir zunächst noch einmal abwarten, ob die Vermieter von sich aus zu einem Gespräch bereit sind.
    Mein Partner hatte bei entgegennahme der Kündigung darum gebeten, da wußten wir noch nicht das diese Unwirksam ist.
    Wenn ich den extrem Arbeitsbelasteten April geschafft habe, wollen wir im Mai dann von uns aus das Gespräch suchen und dort die Vermieter darum bitten, uns mehr Zeit einzuräumen und ihnen die ganze Lage von uns darlegen.
    Auch werden wir ihnen dann mitteilen, das ihre Kündigung formal nicht rechtswirksam ist und eben versuchen eine Lösung zu finden.

    Sollten sie dann wieder anfangen mir Lügen zu unterstellen, oder darauf beharren das ihr Kündigung wirksam ist und wir zum 30.06 raus sein müssen, werden wir ihnen sagen das sie sich bitte Anwaltlichen Rat nehmen sollen.

    Ist das Vorgehen so in Ordnung? Oder müssen wir schon vorher noch irgendwas beachten?
    Und wäre es sinnvoll den vermietern einmal so eine "Lüftungsbroschüre" zu überreichen damit sie sehen können das sie selber einige Irrtümer bei dem Thema für richtig halten?:unsicher005:

    Ich gebe es ehrlich zu, das wir, wenn die Vermieter nach oder bei dem Gespräch unfair werden sollten, unsere Rechte auch in Anspruch nehmen werden.
    Denn so leid es mir tut und so sehr auch wir für "Frieden" und eine gütliche Einigung sind, weitere Nachteile als einen erneuten Umzug ansich, möchten wir nicht hinnehmen ohne uns etwas zu Schulden haben kommen zu lassen.

    NACHTRAG: Ein falsches Lüftungsverhalten, also wirkliches, nicht gedachtes, muß der vermieter mir doch nachweisen oder?
    Und ein Kündigungsgrund gemäß schuldhaft nicht unerhebliche Pflichtverletzung ist es doch dann erst, wenn die Mietsache geschädigt ist oder wird..richtig?
     
  18. Duncan

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    Frag auch ruhig bei den "Verkäufern" von Häusern an, der eine oder andere wird auch nur verkaufen wollen, weil er sich nicht denken kann, dass er auch vermieten könnte bzw. das jemand "so etwas" mieten möchte.

    Dein hier umschriebenes Lüftungsverhalten sehe ich sehr selten. Ich bin eher in der "Schimmelsache" unterwegs... Tu dir und deinen (zukünftigen) Vermietern einen Gefallen und ändere es nicht grundlegend. Deinen Vermietern eine "Richtig Heizen und Lüften"-Broschüre zukommen zu lassen, würde ich mir für die Ablehnung der Kündigung bzw. den Auszug aufheben. So von wegen Öl ins Feuer.
     
  19. #18 kranseier71, 02.04.2014
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    Hallo,

    Selbstverständlich ist das so in Ordnung. Beachten solltet ihr die 'normalen' und 'gesunden' allgemeinen zwischenmenschlichen Umgangsformen.

    Eher nicht würde ich sagen.
    Es ist nicht eure Aufgabe euren Vermieter 'zu belehren' - und die Gefahr, das es so ankommen könnte ist wohl da; wahrscheinlich ist das Lüftungsverhalten von euch ja auch nur vorgeschoben - wirklich stören tun eure Vermieter wohl andere Dinge.
    Wenn der VM belehrungen benötigt (was ich durchaus so sehe) ist es nicht an euch ihm diese zu geben.

    Das ist euer gutes Recht und auch eine gesunde Einstellung IMHO.
    Ich an eurer Stelle würde mir eine gesunde und möglichst wenig provozierende 'Scheiss-Egal-Einstellung' zulegen.
    Vielleicht bewegen sich eure VM ja gedanklich noch und wenn nicht könnt ihr in aller Ruhe ohne Hektik und ohne zu 'müssen' euch etwas neues suchen.

    Jeder der etwas behauptet muss die Behauptung belegen und nachweisen können - also: Ja.

    Eher nein. Es muss nicht unbedingt erst ein Schaden auftreten um eine Pflichtverletzung zu beweisen - aber da ihr euch lüftungsmässig völlig richtig verhaltet braucht ihr euch da keine Sorgen machen :)

    HTH LG,
    Karl
     
  20. #19 Papabär, 07.04.2014
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    Ruhe bewahren und ein Schluck aus dem Nähkästchen trinken (oder so ...)


    Dass man Kellerräume anders lüften muss als "normale" Wohnräume ist hier durchaus bekannt. Du schriebst aber Eingangs von einem "ebenerdigen Keller" - und zumindest ich kann mir darunter nicht wirklich etwas vorstellen.

    Möglicherweise-eventuell-vielleicht spielt das Vermieterdreigestirn ja auf den darin befindlichen Schimmel an. Immerhin befindet sich dort die Waschküche - ein IMHO gefährdeter Bereich. Ob es sinnvoll ist hier zu lüften, wenn die Außenluft warm (und damit feucht) ist, kann von hier aus nicht beurteilt werden.

    Gab es im Vorfeld eine diesbezügliche Abmahnung?


    Einen m.E. wichtigen Punkt hat Andres schon ganz zu Anfang genannt: Den Vermietern ihren Fehler nicht zu früh aufzeigen. Je später die (mit ´ner neuen Kündigung) reagieren können (wenn überhaupt), desto mehr Zeit bleibt Euch.



    A: Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wollte der Vermieter den Mietvertrag vom 25.11.2012 kündigen, gell? Kann als Schreibfehler ausgelegt werden - muss natürlich nicht.

    B: Wegen der Renovierungsarbeiten/Aufwendungen auf die Mietsache bitte auch mal den §539 BGB durchlesen (und bestenfalls verst... ach das hatten wir ja schon) und artig die Rechnungen aufheben.
    Um des lieben Friedens willen, sollte man die Vermieter da nicht mit der Nase drauf stoßen ... aber wenn der Wegzug irgendwann einmal unvermeidlich werden sollte, hätte man ggf. noch ein kleines As im Ärmel.



    Was ist das denn? Wird es nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516 genäht?
     
  21. Julche

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    Hallo Ihr Lieben,

    endschuldigt das ich nicht früher reagiert habe, aber die Arbeit hatte mich komplett imBeschlag und auch der erste Markt (eine Woche über Ostern) ist soweit schonmal gut gelaufen.

    Bisher hat sich in der "Vermietersache" nichts weiter ergeben, kein Gespräch, kein Irgendwas.
    Wir grüßen freundlich etc aber die Vermieter gehen uns (gefühlt) eher derzeit aus dem Weg.

    Etwas seltsam geschaut haben sie, als ich den gemieteten Anhänger dann Ostermontag wieder vollbeladen mitbebracht, und die Sachen alle ausgeladen habe.
    Vielleicht dachten sie das wäre schon die erste Umzugstour *schulterzuck*

    Nun gut, währenddessen hat sich aber unsere Suche nach einer neuen Bleibe als erfolgreich herraus gestellt, und wir haben von einer Bank (die das Objekt betreut) die Zusage für eine Hauskauf-Finanzierung:037sonst:

    Da wir zeitgleich auch bei unserer Hausbank angefragt haben, warten wir deren Ergebniss noch ab und aber egal wie diese dann ausfällt...werden wir das Häusle kaufen!

    Natürlich wird das Ganze nun noch etwas dauern, auch werden einige Renovierungsarbeiten anstehen etc sodaß wir den vom Vermiter gewünschten termin zum 30.06 wahrscheinlich nicht schaffen werden.

    Da das Haus vier eigenständige Wohneinheiten hat, werden wir zwei im Erdgeschoß vermieten. Dazu habe ich nun natürlich einige Fragen, aber ich denke diese sollte ich in gesonderten Threads in den jeweiligen Bereichen stellen oder?

    Eine Frage aber auch noch hier:
    Wenn wir bis 30.06 es doch schaffen sollten, wäre ja die letzte Mietzahlung von uns die für Juni.
    Wie verhällt sich das, wenn wir es erst später schaffen?
    Müßen wir nun die dreimonats-Frist bei Kündigung unsererseits einhalten, oder könnten wir aufgrund der ungerechtfertigten Kündigung des Vermieters auch außerordentlich fristlos kündigen?
    Möchte ungern nun auch noch eine Doppelbelastung tragen müssen...

    Die besten Grüße
    Julche

    PS: Genau..auch für Braukleider gibts ein Reinheitsgebot^^
    Hopfenstoff gibts zwar nicht, aber ich kann ja stattdessen Hanf nehmen ;-) (ein toller Stoff)^^
     
Thema: Kündigung wegen angeblichem "nicht richtig Lüften" und weil Mieter zu wenig "draußen"
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