Kündigung wegen angeblichen Untermieter?

Diskutiere Kündigung wegen angeblichen Untermieter? im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, Ich wohne mit zwei Mitbewohner/innen in einer Wohngemeinschaft. Zwei von uns haben feste Partner, die regelmäßig (2-3x Woche) hier...

  1. #1 Andronika, 08.04.2014
    Andronika

    Andronika Gast

    Hallo,

    Ich wohne mit zwei Mitbewohner/innen in einer Wohngemeinschaft. Zwei von uns haben feste Partner, die regelmäßig (2-3x Woche) hier übernachten. Jeder unserer Partner wohnt in einer eigenen Wohnung in der direkten Nachbarschaft und ist dort auch bei der Stadt gemeldet. Sie haben weder Möbel noch private Sachen (außer vielleicht der Zahnbürste und einer Wechselunterhose) hier. Zudem übernachten wir auch oft in der Wohnung unserer Partner.

    Nun haben uns unsere Vermieter einen sehr förmlichen Brief geschickt, in dem sie uns unterstellen weitere Untermieter in der Wohnung zu haben, da sich der Wasserbrauch im Vergleich zu unseren Vormietern (Singlewohnung bzw. anfangs Pärchenwohung) erhöht habe und sie diese Personen täglich bei uns ein- und ausgehen sehen. Unsere Vermieter mahnen uns, sämtliche nicht gemeldete Personen binnen zwei Wochen zu entfernen, ansonsten werden sie den Mietvertrag kündigen.

    Was tun? Es handelt sich doch bei unseren Freunden nur um Besuch und nicht um Untermieter, oder?
     
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  3. #2 Leipziger82, 08.04.2014
    Leipziger82

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    Unterstellen kann der Vermieter viel. Er muss es aber auch nachweisen können.

    Teilt ihm einfach mit, dass es sich um Besuch handelt (was ja nicht verboten ist).
    Den entsprechenden erhöhten Wasserverbrauch zahlt Ihr, also kann ihm das egal sein.

    Kündigen geht ohne weiteres auch nicht. Da bedarf es erst einmal einer Abmahnung.
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    naja, wenn der Besuch so regelmässig & oft dort übernachtet, da stellt sich schon die Frage, ob das noch ein Besucher dann ist :?
     
  5. Duncan

    Duncan
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    man könnte sich eventl. über die Anzahl und Status der dort wohnenden Personen unterhalten. Feste Freunde, in Richtung eheähnlicher Lebensform, dürfte man nicht so ohne weiteres rausbekommen. Eine Anpassung der Nebenkostenvorauszahlung könnte nach Ermittlung des zwischenzeitlichen Verbrauchs überlegt werden. Durchaus in beiderseitigem Interesse um böse Überraschungen zu vermeiden.
     
  6. #5 Andronika, 08.04.2014
    Andronika

    Andronika Gast

    #Leipziger82:

    Handelt es sich bei dem Brief nicht schon um eine Abmahnung?
    Weil unsere Vermieter in etwa so formuliert haben:

    "diese nicht angemeldeten Untermieter müssen binnen zwei Wochen aus der Wohnung entfert werden, ansonsten folgt die Kündigung."


    Danke schonmal für die Antworten.
     
  7. Andres

    Andres
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    Das ist eine Abmahnung. Allerdings gibt es da noch ein klitzekleines zusätzliches Erfordernis für eine Kündigung: einen zulässigen Grund. Da eine unzulässige Untervermietung aber nun mal nicht vorliegt, besteht auch kein Grund zu kündigen.
     
  8. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    auch wenn man i.d.R. den Partner nicht ablehnen kann, so bedeutet das nicht automatisch, das das immer so seinen muss. Meines Wissen kann der Vermieter zB bei Überbelegung auch einen Partner ablehnen und somit wäre dann ein gültiger Kündigungsgrund vorhanden.
     
  9. #8 Leipziger82, 09.04.2014
    Leipziger82

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    Nicht direkt. Selbst eine Überbelegung ist nicht zwingend ein Kündigungsgrund, denn dafür müssen erst einmal - laut BGH - die Vermieterinteressen dadurch beeinträchtigt sein (Lärmbelästigung, Auswirkungen auf Bausubstanz, etc.).

    Ich kenne noch die Faustregel 10m² pro Person. Da wir hier von einer WG von 3 Personen sprechen, müsste die Wohnung aufgrund des Besuches dann mindestens 50m² groß sein. Ich würde einfach mal vermuten, dass das hier der Fall ist.
     
  10. #9 Pharao, 10.04.2014
    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2014
    Pharao

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    Hi,

    sorry, ist so m.E. nicht richtig. Überbelegung hat m.E. überhaupt nix mit Lärmbelästigung, ect zu tun, sondern einfach mit "Überbelegung der Wohnung".

    Mal angesehen davon, deine Faustregel kenn ich so auch nicht und starr nach Wohnungs-m2 macht meines Erachtens auch keinen wirklichen Sinn, denn einige Räume die zwar zu den m2 dazu gezählt werden, können unmöglich als Schlafraum benutzt werden, trotzdem können diese Räume aber die Wohnungs-m2 ganz schön nach oben treiben. U.a. wären das ja so Sachen wie Flur, Küche, Bad, Balkon, Einbauschränke, Speisekammer, ect.
     
  11. Andres

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    @Pharao: Der (aktuelle) Vorwurf lautet "Untervermietung". Das hat mit der Frage, ob dort auch Partner (vielleicht unzulässig) wohnen, nichts zu tun - das wäre dann ein anderer Vorwurf. Statt sich in komplizierte Grundsatzfragen zu verstricken, könnte man dem Vermieter also ganz profan mitteilen, dass keine Untervermietung vorliegt. Sofern die Besucher/Partner/... keine Miete zahlen, ist das schon einmal garantiert richtig.
     
  12. Pharao

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    Hi Andres,

    i.d.R. wird man einen Lebenspartner nicht ablehnen können als Vermieter, aber das bedeutet nicht, das es unmöglich wäre einen Lebenspartner des Mieters abzulehnen bzw die Zustimmung zu verweigern. Und hierbei ist es unerheblich, ob der Lebenspartner des Mieters dann Miete zahlt würde oder nicht.
     
  13. Andres

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    Und wenn das passiert und entsprechende Fragen kommen, können wir das gerne diskutieren. Dieses Problem besteht aber nicht.
     
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