Kündigung zwecks Eigenbedarf - Wie lange muss die Eigennutzung mindestens sein?

Diskutiere Kündigung zwecks Eigenbedarf - Wie lange muss die Eigennutzung mindestens sein? im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo an alle, mich würde mal interessieren wie es sich verhält wenn ich Eigenbedarf anmelde und dann auch einziehe und nach einer Zeit wieder...

Root777

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Hallo an alle,

mich würde mal interessieren wie es sich verhält wenn ich Eigenbedarf anmelde und dann auch einziehe und nach einer Zeit wieder ausziehen möchte.
Wie lange muss ich drin gewohnt haben damit mir keiner nachsagen kann ich hätte nur Zwecks Mieterrauswurf den Eigenbedarf angemeldet.
Es kann ja nicht sein das ich dann über Jahre darin leben muss und nicht mehr etwas verändern kann, nur weil ich irgendwann mal wegen EB die Wohnung gekündigt habe.
Thanx
 

Pharao

Hi,

also ganz so einfach ist die Kündigung wegen Eigenbedarf auch nicht. Und nein, es gibt keine Fristen in dem Sinne, es kommt ggf auf das Ereignis drauf an.

Zb wenn du in die Stadt wo du die Wohnung hast ziehen musst wegen einen Jobwechel, dann wäre Eigenbedarf sicherlich ein Grund zum Kündigen (Ob du damit durch kommst steht aber noch auf einen anderem Blatt). Wenn du dann zB in der Probezeit deinen Job aber wieder verlierst und deswegen du wieder in eine andere Stadt ziehst, weil du dort wieder einen neuen Job gefunden hast, dann ist es also ok wenn du theoretisch nur ein paar Monate dort gewohnt hättest.

Wenn du aber jetzt nur Eigenbedarf anmeldest um einen Grund zum kündigen zu haben, dann kann das ganze auch ein Schuß nach hinten werden.
 
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Root777

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Okay - ganz konkret:
1.Fall
Ich habe Frau und zwei Kinder. Jetzt kündige einem kinderlosen Ehepaar ihre 4 Zimmerwohnung wegen Eigenbedarf. (Sollte gehen)
Nun spare ich ein paar Kröten an und baue mir nach ein, zwei , drei vier, X Jahren eine neue Hütte für die Familie. Da will ich dann einziehen und die alte Wohnung wieder vermieten.

2. Fall
Meine pensionierte Mutter möchte ich gerne - vorrübergehend - in meinem Haus in der Dachwohnung unterbringen. Wie lange sie da wohnt bis sie wieder wo anders wohnen will weiss ich / sie nicht. In der Dachwohnung wohnt ein Singel.
Gibts da nen Problem wenn sie nach 1/2 Jahren wieder ausziehen würde?
 

Pharao

Hi,

Probleme gibt es eigentlich nur, wenn der Mieter die Kündigung erstmal nicht akzeptiert wegen Eigenbedarf oder/und wenn später der Mieter feststellt, das der Eigenbedarf nur ein vorgeschobener Gurnd war.

Eigenbedarf bedeutet nicht, das man immer deswegen kündigen kann. Ggf stellt sich die Frage welche Interessen höheren Wert haben und im schlimmsten Fall muss das ein Gericht entscheiden.

Gibts da nen Problem wenn sie nach 1/2 Jahren wieder ausziehen würde?
Sobald du hier glaubhaft darlegen kannst, das sich später was geändert hat an der Situation die evtl vorab nicht vorhersehbar war, kann eigentlich dann keiner Behaupten das die Eigenkündigung nur vorgeschoben war.

Wobei: Wo kein Kläger ..... oder wie war das ?

Ich habe Frau und zwei Kinder. Jetzt kündige einem kinderlosen Ehepaar ihre 4 Zimmerwohnung wegen Eigenbedarf. (Sollte gehen)
Naja, wohnst du in der gleichen Stadt ? Du brächstest evtl vielleicht noch Gründe, warum du deswegen genau dort hinziehen willst. Zb dir wurde deine Wohnung gekündigt oder diese kannst du dir nicht mehr leisten oder deine jetzige Wohung wird mit 2 Kindern zu klein oder keine Ahnung.

Meine pensionierte Mutter möchte ich gerne - vorrübergehend - in meinem Haus in der Dachwohnung unterbringen
Mal unanhändig vom Eigenbedarf: für eine evtl ältere Frau ist eine Dachwohnung vielleicht nicht umbedingt das richtige ..... Ich mein, im Alter hat man`s nicht mehr so mit vielen Treppen.
 
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Root777

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Okay - danke -

Glaub ich habs verstanden - wenn man gute / nachvollziebare Gründe hast ist es grundsätzlich alles machbar...
 

Pharao

Das größere Problem sehe ich in der Kündigung. Evtl würde ich mich da nochmal fachlich Beraten lassen, wie man da am besten Vorgeht um keinen Fehler zu machen.

Das der Mieter hinterher einem evtl unterstellt das der Eigenbedarf nur vorgeschoben war, kann natürlich passieren, muss aber nicht.

Hier mal noch was zum Thema Eigenbedarf:
Der bloße Wunsch des Vermieters in seinem Eigentum zu wohnen, reicht nicht aus. Eigenbedarf liegt erst dann vor, wenn der Vermieter vernünftige, nachvollziehbare Gründe nennen kann. Die Betonung liegt auf "vernünftig" und "nachvollziehbar". ....

Sofern der Wohnbedarf des Vermieters befriedigt werden kann ohne dass dem jetztigen Mieter wegen Eigenbedarfs gekündigt wird, hat diese Betrachtung Vorrang. Beispiel: Eine andere (vergleichbare) Wohnung im Eigentum des Vermieters ist frei und der Vermieter könnte dort einziehen.


Beispiele für zulässigen Eigenbedarf:
•Nutzung als Altersruhesitz
•aus gesundheitlichen Gründen Umzug in eine kleinere Wohnung bzw. Erdgeschosswohnung
•Familienzuwachs führt zu größeren Platzbedarf
•Gründung einer nichtehelichen aber auf Dauer ausgerichteten Lebensgemeinschaft ("Lebenspartner") oder Heirat
•Aufnahme von Pflegepersonal

(...)

Schon in der Erklärung des Eigenbedarfs begehen viele Vermieter entscheidende Fehler. Der Vermieter muss im Kündigungsschreiben schriftlich begründen, für welche Person er die Wohnung benötigt und er muss einen konkreten Sachverhalt beschreiben, auf den er das Interesse dieser Person an der Wohnung stützt....

(...)

Keine ausreichende Kündigungsbegründung liegt vor, wenn der Vermieter als Kündigungsgrund lediglich angibt, er benötige die Wohnung dringend für eigene Wohnzwecke oder wegen der besseren Wohnverhältnisse ...

Sofern die notwendigen Angaben fehlen ist die Kündigung unwirksam, d.h. die Kündigung des Mietvertrages wegen Eigenbedarf wird auch nicht durch das Nachschieben von (neuen) Gründen wirksam
Quelle Internet
 
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