Kündigungfrist

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Goat82, 29.03.2014.

  1. Goat82

    Goat82 Gast

    Hallo zusammen,

    bin neu hier und in der "Vermieterbranche" und habe da mal ne Frage.

    Hier die Situation:

    Ich habe heute ein Übergabeprotokoll meines Wohnungsverwalters erhalten, darin wurde die Wohnung ordnungsgemäß übergeben. Der Mietvertrag besteht seit 1980 und es wurde eine Kündigungsfrist bei über 10 Jahren Überlassung des Wohnraumes von 12 Monaten angegeben. Gekündigt wurde zum 31.03.2014 Übergabe am 25.03.2014.

    Meine Fragen:
    a) Hätte mir mein Mietverwalter bescheid geben müssen?
    b) Gilt die Kündigungsfrist von 12 Monaten?
    c) Zur Wohnung gehören 2 Garagen davon wird nur eine zurückgegeben, (mysteriöserweise zieht mein Mieter nur in eine andere Wohneinheit) darf er das? Bezogen auf nur eine Garage zurückgeben :)

    Ich bin gespannt wer mir helfen kann
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Was ist den mit dem Verwalter dazu vereinbart? Bei einem "rundum sorglos Paket", in dem also u.a. die Suche nach neuen Mietern, Abschluss von Verträgen und die Planung sämtlicher baulicher Maßnahmen enthalten sind, sehe ich da keine zwingende Verpflichtung. Sollte das aber nicht so sein, d.h. solltest du an der Neuvermietung beteiligt sein, wäre das für mich ein Grund, den Vertrag über die Mietverwaltung bei nächster Gelegenheit zu kündigen und das von einem anderen Verwalter erledigen zu lassen - das ist einfach nur unprofessionell.


    Nicht für den Mieter. Diese Frist würde gelten, wenn du das Mietverhältnis ordentlich kündigst, z.B. wegen Eigenbedarfs. Der Mieter dürfte wie gewohnt mit einer Frist von 3 Monaten kündigen.


    Wie sieht die vertragliche Gestaltung aus? Sind die Garagen separat vermietet? Oder handelt es sich um ein einheitliches Mietverhältnis?
     
  4. Goat82

    Goat82 Neuer Benutzer

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    Hallo Andres vielen Dank für deine Infos,

    also der Mietverwalter hat mir mal nen Vertrag zugeschickt den ich aber meines wissens nicht unterzeichnet habe da mir da zuviele Klauseln drin standen die ich um Nachbesserung gebeten habe, also blöd gesagt hat er nix unterschriebenes von mir. Da ich bisher auch keinen nachgebesserten Vertrag bekommen habe, habe ich nur sein "Gehalt" gezahlt und Infos über Reparaturen bekommen die ich sofort angewiesen habe und die zeitnah erledigt wurden.

    Also Kommunikation zwischen uns hat stattgefunden.

    Nochmal zur Kündigungsfrist: 3 Monate gelten? Obwohl der Vertrag von 81 ist? (Bestandsschutz?) Habe damals als ich die Wohnung gekauft habe darum gebeten einen neuen Vertrag aufzusetzen, dies wurde jedoch abgelehnt wegen genau diesem Bestandsschutz.

    Gelten die Fristen nicht für beide Seiten?

    Nochmals zum rundum-sorglos-paket. Müsste ich prüfen....
    Trotzdem sollte ich doch über einen evtl. leerstand informiert werden oder??? Allein um evtl. bauliche Maßnahmen planen zu können.

    Danke für die Zeit und Mühe :)
     
  5. Andres

    Andres
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    Wenn du den Vertrag kündigst (wofür du einen zulässigen Grund brauchst): Kündigungsfrist zuerst 3, dann 6, dann 9 und inzwischen 12 Monate.
    Wenn der Mieter kündigt: immer 3 Monate.

    (Zu Gunsten des Mieters abweichende Klauseln im Vertrag außen vor gelassen.)


    Völlig anderes Thema. Als Erwerber trittst du in den bestehenden Mietvertrag ein. Ein zulässiger Kündigungsgrund liegt dabei nicht vor, also muss der Mieter auch keinen neuen Vertrag unterschreiben.

    Für die Frage der Kündigungsfrist wäre das aber auch egal: Entscheidend ist der Zeitpunkt der Überlassung des Wohnraums. Du kannst also auch jährlich neue Verträge abschließen und die Kündigungsfrist verlängert sich trotzdem.


    Nein, nicht die gleichen.


    Da hier mal wirklich gar nichts vereinbart ist, wird es ganz schwer, irgendwelche Pflichten klar festzulegen. Man darf sich dann also streiten, was bei Verwalterverträgen genau "Verkehrssitte" (§ 157 BGB) ist. Der Verwalter scheint sich aber in der Vergangenheit tatsächlich um "alles" gekümmert zu haben und du hast nur bezahlt. Das spricht nicht gerade für umfassende Informationspflichten.

    Dich holt gerade das Versäumnis ein, dich um diese Frage in der Vergangenheit nicht richtig gekümmert zu haben. Wenn du nicht willens bist, einen riskanten Rechtsstreit zu führen, wirst du einen evtl. Leerstand als Lehrgeld abhaken müssen. Bedenke auch, dass du dich der Person des Verwalters nicht so einfach entziehen kannst, falls er gleichzeitig auch der Verwalter der WEG sein sollte.

    Das Rechtsverhältnis mit dem (nicht notwendig: diesem) Verwalter gehört dringend auf eine solide Basis gestellt, damit solche Geschichten in Zukunft nicht mehr vorkommen. Der aktuelle Mieterwechsel wäre eine gute Gelegenheit dafür.
     
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