Kündigungsgrund? Kündigungspflicht?

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von kassandra, 29.06.2012.

  1. #1 kassandra, 29.06.2012
    kassandra

    kassandra Benutzer

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    Heute ruft mich eine Mieterin an und erzählt mir, dass der andere Mieter des hauses über das Hoftor geklettert ist und dann ein gekipptes Fenster ihrer Wohnung geöffnet hat und in ihre Wohnung eingestiegen ist. Angeblich hatte er den Schlüssel vergessen und wollte so ins Haus kommen. Aber er wäre ja auch nicht vom Treppenhaus in die wohnung gekommen. andererseits hätte er ja nicht übers tor klettern brauchen, wenn er hätte einbrechen wollen.
    Die Mieterin ist stinksauer und meiner Meinung nach zu Recht.
    Nun stellt sich die Frage ob das ein Kündigungsgrund ist bzw. wir im Interesse der Mieterin kündigen müssen.

    Anzumerken ist vielleicht noch, dass die von nachbarn alarmierte Polizei den Mieter in handschellen abgeführt hat, nachdem sie in seiner Wohnung waren.
     
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  3. kathi

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    Hier hat doch ein Hausbewohner eine Straftat gegenüber einem anderen Hausbewohner begangen. Eine Kündigung sollte hier gerechtfertigt sein.
    Du MUSST aber nicht kündigen.
     
  4. Berny

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    Nöö - sehen wir erst mal weiter, wenn er rechtskräftig verurteilt ist...
     
  5. kathi

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    Da wär ich mir nicht so sicher. Wenn ein Vermieter bei einem Mieter Hausfriedensbruch begeht und der Mieter das nachweisen kann, dann ist der Mieter zur fristlosen Kündigung berechtigt. Soweit ich weiss muss hier kein Mieter warten bis der Vermieter verurteilt wurde. Wäre dann auch ein Witz die Sache mit der fristlosen Kündigung.
     
  6. #5 Christian, 01.07.2012
    Christian

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    Hatter denn ein Verbrechen oder was verbotenes getan? Oder behauptet die eine Nachbarin das nur? Was sagt denn der Beschuldigte dazu, sieht er die Sache vielleicht ganz anders?

    Wär ja noch schöner, wenn ich nur jemanden dazu anstiften müsste, meinem Mieter ein Verbrechen vorzuwerfen, um meinen Mieter loszuwerden ...
     
  7. kathi

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    Aus dem Eingangsbeitrag ist doch zu erkennen, dass er wohl über die Nachbarwohnung in seine Wohnung wollte. Ich geh davon aus, dass er das selber so gesagt hat, sonst könnte man ja auch noch weitaus Schlimmeres vermuten.
    Aber der reine Hausfriedensbruch ist ja auch ne Straftat.


    Na, da müsste sich die Polizei dann aber auch ganz schön was einfallen lassen, warum sie einen komplett Unschuldigen in Handschellen abführt. Ist dem eigenen Ruf in der Nachbarschaft ja nicht unbedingt förderlich.
     
  8. #7 lostcontrol, 01.07.2012
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    ???
    also hier hat doch ein mieter bei einem anderen mieter hausfriedensbruch begangen - und nicht ein vermieter.
    und warum sollte jetzt hier eigentlich der vermieter verurteilt werden? häh? der vermieter hat doch garnichts angestellt und wurde auch nicht angezeigt?
    übrigens ist kriminalität kein kündigungsgrund.
     
  9. #8 lostcontrol, 01.07.2012
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    würde eh nicht reichen - selbst wenn jemand rechtskräftig wegen einer straftat verurteilt wurde ist das kein kündigungsgrund.
    was hier aber zum tragen kommen könnte als kündigungsgrund ist die nachhaltige störung des hausfriedens.
     
  10. #9 lostcontrol, 01.07.2012
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    wieso "auch"? das ist doch das einzige was hier vorgefallen ist oder hab ich was überlesen?
     
  11. kathi

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    Hey lost mal im Zusammenhang lesen? Hier gehts nicht um den Vermieter. Nur hat Berny behauptet, dass der Vermieter mit einer Kündigung warten müsste ob und bis der sündige Mieter verurteilt wird.
    Meine Frage war nur warum ein Mieter im Falle eines Hausfriedensbruchs durch den Vermieter sofort fristlos kündigen dürfte, aber ein Vermieter nicht einem Mieter wenn der einen Hausfriedensbruch bei einem seiner anderen Mieter begeht.

    "Auch" war im Vergleich gemeint zu noch wesentlich schlimmeren Straftaten, die man jemand unterstellen könnte begehen zu wollen, der in anderer Leute Wohnungen einsteigt.

    Kriminalität nicht, aber wenn sie den Hausfrieden stört und die anderen Mitmieter betrifft, dann schon. Oder wenn man die Mietwohnung zur Verübung von Straftaten nutzt.
     
  12. #11 lostcontrol, 01.07.2012
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    da hat er doch auch völlig recht, wo ist das problem?
    in deutschland gilt zum glück "im zweifel für den angeklagten" - und da wir ja jetzt nicht wissen ob das wirklich so war, wie die nachbarin erzählt hat (und der vermieter ja wohl auch nicht) gibt das halt keinen kündigungsgrund ab.

    ist doch ganz einfach: weil im ersteren fall die sachlage klar ist und das einen massiven vertrauensbruch darstellt. im letzteren fall aber geht das den vermieter erstmal garnichts an und er darf sich nicht auf hörensagen verlassen sondern muss abwarten, bis geklärt ist was wirklich passiert ist.

    also ich gehe da völlig konform mit Berny.
     
  13. kathi

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    Und warum würde das "im Zweifel für den Angeklagten" nicht auch für einen Vermieter gelten, dem ein Mieter Hausfriedensbruch vorwirft?

    Naja für mich klingt das so als hätte der Mieter den Hausfriedensbruch längst zugegeben.
     
  14. #13 Christian, 01.07.2012
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    Alle Beteiligten meinen, daß das bestimmt Hausfriedensbruch gewesen sein müsste.

    Das heißt noch lange nicht daß der Beschuldigte wirklich Hausfriedensbruch begangen hat.
     
  15. #14 lostcontrol, 01.07.2012
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    na in deinem beispiel weiss es der mieter ja wohl - sonst könnte er auch nicht fristlos kündigen.
     
  16. kathi

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    Er ist über das Fenster einer Mieterin in deren Wohnung eingedrungen und das offenbar ohne ihr Einverständnis. Was soll das sonst sein?

    Ach und der muss es nicht beweisen mit Gericht, Zeugen, Verurteilung und so um dem Vermieter Schaden zufügen zu dürfen?
     
  17. #16 lostcontrol, 01.07.2012
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    ja wenn's denn so war - und genau das muss erst noch rausgefunden werden. der vermieter jedenfalls war nicht dabei, wenn man dem TE glauben darf.

    doch, muss er auch. aber wir reden hier ja über einen vermieter, der den sachverhalt nur vom hörensagen her kennt. das langt halt nicht als kündigungsgrund.
     
  18. #17 Christian, 01.07.2012
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    Hier steht der Vorwurf im Raum, daß er in seine Wohnung WOLLTE bzw. durch die Nachbarwohnung ins Treppenhaus WOLLTE. Der, der das hier berichtet hat, hat das telefonisch von der "Geschädigten" erfahren - ein (verständlicherweise) NICHT neutraler Zeuge. Natürlich kann die Aussage trotzdem stimmen, ich persönlich wäre da aber eher vorsichtig.
     
  19. kathi

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    Ok, ich glaub wir reden hier ein bisschen aneinander vorbei.
    Ein Mieter hätte einen Grund zur fristlosen Kündigung, wenn der Vermieter Hausfriedensbruch begeht. Ein Vermieter hätte aber auch Grund zur Kündigung wenn ein Mieter bei einem anderen Mieter Hausfriedensbruch begeht.
    Beide müssten es aber beweisen, wenn die Gegenseite die Kündigung nicht anerkennt.


    Ich wär da auch vorsichtig. Ich seh auch nicht unbedingt einen Grund dazu hier als Vermieter überhaupt tätig zu werden. Es sei denn ich will die geschädigte Mieterin unbedingt behalten und den Störenfried unbedingt loswerden. Wenn beides nicht der Fall ist warum sollte ein Vermieter dann einen evtl. teuren Rechtsstreit austragen? Es droht ja noch nichtmal ne Mietminderung seitens der Geschädigten.
     
  20. Berny

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    "Ein Mieter hätte einen Grund zur fristlosen Kündigung, wenn der Vermieter Hausfriedensbruch [bei ihm] begeht."
    Ja.

    "Ein Vermieter hätte aber auch Grund zur Kündigung wenn ein Mieter bei einem anderen Mieter Hausfriedensbruch begeht."
    Da bin ich überhaupt nicht sicher, denn der woanders eine Straftat begehende Mieter verstösst ja nicht gegen vertragliche Pflichten aus seinem MV.
     
  21. kathi

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    Er begeht die Straftat ja nicht woanders, sonders im Objekt des Vermieters. Und natürlich stört er massiv den Hausfrieden, wenn er eine Straftat begeht, die offiziell sogar HAUSFRIEDENSBRUCH heisst.
     
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