Kuschelcall

Diskutiere Kuschelcall im Kantine Forum im Bereich Off-Topic; Vor einiger Zeit war ich in einem Seminar gewesen, bei dem es um Marketing ging. Dort sagte der Dozent, daß man sich auch ruhig mal an die Kunden,...

  1. #1 Besorgnisverregnet, 13.04.2017
    Besorgnisverregnet

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    Vor einiger Zeit war ich in einem Seminar gewesen, bei dem es um Marketing ging. Dort sagte der Dozent, daß man sich auch ruhig mal an die Kunden, das sind in unserem Fall die Mieter, wenden kann um sie zu fragen, wie es ihnen geht und ob alles für sie in Ordnung sei.

    Ich bin bei dieser Idee zwiegespalten und ich habe es bisher noch nicht getan. Wenn mich mein Vermieter anrufen und fragen würde, ob alles okay sei, würde bei mir das Problembewußtsein erst entstehen. Vorher hätte ich mich auf alles andere konzentriert, aber nachdem der Vermieter fragte, ob alles in Ordnung sei, fallen mir jetzt doch kleine Dinge auf, mit denen ich nicht zufrieden bin. Ich fange an, darüber mehr nachzudenken und stelle fest, daß ich sogar aus der Wohnung ausziehen möchte. Und das alles nur, weil mein Vermieter mit guten Absichten fragte, ob alles in Ordnung sei.

    Wie seht ihr das?
     
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  3. AJ1900

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    Ganz einfach: "Wer viel fragt, bekommt viel Antwort".
     
  4. #3 Besorgnisverregnet, 13.04.2017
    Besorgnisverregnet

    Besorgnisverregnet Benutzer

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    Wie würdest du fragen, um brauchbare Antworten zu bekommen und welche Art Antworten sind in deinen Augen hilfreich?
     
  5. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Ich würde gar nicht fragen. Davon abgesehen das es auch eine schlichte Frage der Masse und Erreichbarkeit ist, habe ich bislang nicht die Erfahrung gemacht, das der normale Mieter mit Mängeln hinter dem Berg hält.
    Solltest du abhängig beschäftigt sein ist auch sehr die Frage ob den Boss es so genial findet dich dafür zu bezahlen rumzutelefonieren und die Mieter wuschig zu machen?
    Ich wage mal die Prognose das es in dem von dir erwähnten Seminar sicher nicht um Mietwohnungen ging.
     
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  6. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Gar nicht fragen, sofern man nur um des Fragens willen fragt. Dann gibt es auch keine nicht hilfreichen Antworten.

    Was willst du denn jetzt genau wissen?
    Ob du deine(n) Mieter anrufen sollst?
    Ob dein Vermieter dich anrufen soll?
    Entscheide doch einfach für dich selbst, und lass andere für sich selbst entscheiden. Du erfährst spätestens dann, wie sie sich entscheiden haben, wenn dein Telefon klingelt.
     
  7. #6 BHShuber, 13.04.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    ich finde es Besorgniserregend über was für seltsame Themen dein Besorgnis erregt wird.

    Merke, ist es stille um den Mieter, scheint alles in Ordnung, der Vermieter merkt früh genug wann der Mieter unzufrieden wird, es ist keineswegs nötig bei einem Mieter liebkind zu machen, du erreichst nur das Gegenteil.

    Gruß
    BHShuber
     
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  8. #7 anitari, 13.04.2017
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    Ich meine das dies im Bereich Wohnraumvermietung Blödsinn ist.

    Das ist so ungefähr wie wenn die Polizei vor der Tür steht. Man weiß das man nichts ausgefressen hat, trotzdem beginnt man zu grübeln.
     
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  9. #8 immodream, 13.04.2017
    immodream

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    Hallo Besorgniserregend,
    diese Frage würde ich freiwillig niemals meinen Mietern stellen.
    Dann fallen denen alle großen und kleinen Probleme oder Wünsche aus den letzten Wochen und Monaten ein und du hast einen schönen Aufgabenzettel.
    Wenn mich meine Mieter beim Arbeiten im Objekt sehen, haben die es meistens eilig und keine Zeit über irgendwelche unwichtigen Probleme nachzudenken.
    Ich hab als erstes damals von meinem Chef gelernt " gehe nie zu deinem Fürsten , wenn du nicht gerufen wirst ".
    Auf gut Deutsch, wenn man nichts zu tun hat mal eben zum Chef ( oder Mieter ) gehen und fragen wie es ihm geht oder was es neues gibt.
    Grüße
    Immodream
     
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  10. Andres

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    Ist der Transfer zur Wohnungsvermietung wirklich eine sinnvolle Anwendung dieser Idee? Welche Vorteile könnte der Vermieter denn möglicherweise aus einem solchen Gespräch ziehen? Anders gefragt: Hat der Vermieter überhaupt ein Interesse an einer langfristigen "Kundenbindung"? Auch wenn ich langen Mietverhältnissen gegenüber nicht prinzipiell negativ eingestellt bin, scheint hier im Forum immer wieder Konsens zu bestehen, dass eine gewisse Fluktuation eine gute Sache ist, z.B. für Erhaltungsmaßnahmen, die den Mieter zwangsläufig stark belästigen würden, oder für Mietanpassungen ohne Scherereien.

    Nachteile wurden schon genannt: So mancher Mieter wird immer etwas finden.


    Aus der Sicht des "Kunden": Mir geht solche Anrufe unabhängig von der Branche furchtbar auf den S... . Das mag daran liegen, dass man meistens das "Vergnügen" mit prekär beschäftigten Callcenter-Mitarbeitern hat, die neben dem Verkauf irgendwelcher dubioser Lotterie-Abos eben auch die Kundenzufriedenheit der örtlichen Kfz-Werkstatt ermitteln sollen. Vielleicht ist es auch der Gedanke im Hinterkopf, dass die Dinge, die mich wirklich stören, ohnehin nicht zu beheben sind, was den Sinn des ganzen Gesprächs ziemlich stark in Frage stellt.

    Da ich persönlich der Ansicht bin, dass der Mieter insbesondere in seinen vier Wänden ein Recht auf seine Ruhe hat, lasse ich meine Mieter in Ruhe, solange es nicht gute Gründe gibt, mit dem Mieter Kontakt aufzunehmen. Das gilt nicht nur für Telefonanrufe (und noch viel mehr für persönliche Besuche), sondern auch für Schriftverkehr (mit und ohne Papier) und Aushänge. Gelegentlich kam das Thema auch schon mit dem einen oder anderen Mieter zur Sprache und ich habe das Gefühl, dass ich mit diesem Vorgehen die Vorlieben der Mieter ziemlich gut treffe.
     
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  11. Berny

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    Gab es denn hier schon mal eine vergleichbare Umfrage?
     
  12. Duncan

    Duncan
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    Mich persönlich stören solche Telefonspammer. Übliche Reaktion darauf: auflegen, zweithäufigste Reaktion: Kündigung des Vertragsverhältnisses. Hm - sollte ich vielleicht mal ein Callcenter auf die Nervmieter ansetzen?
     
  13. #12 immodream, 14.04.2017
    immodream

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    Hallo Duncan,
    da stimme ich dir zu.
    Vielleicht wäre das eine neue Geschäftsidee " Mietermobbing " , freundliche Nachfragen zum Wohlbefinden des Mieters so in der Zeit zwischen 23 Uhr bis 4 Uhr morgens .
    Grüße
    Immodream
     
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  14. #13 Besorgnisverregnet, 23.04.2017
    Besorgnisverregnet

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    Es könnte auch besser ausgehen: Vermieter V schaut eher selten im Haus vorbei, in dem sich seine Wohnung W befindet, die an Mieter M vermietet ist. V ruft bei M an. M sagt V, daß Nachbar N regelmäßig Abfall ins Treppenhaus stellt und das M stört. V ruft bei V2, dem Vermieter der Wohnung von N an und bittet ihn, seinen Mieter darauf hinzuweisen, keinen Abfall mehr im Treppenhaus abzustellen. N leistet dem Folge. M ist zufrieden und stellt sich bei der nächsten Mieterhöhung nicht quer.

    Alternative: M stört der Abfall des Nachbarn. Auch stört ihn einiges am Haus. Da sich die Probleme anhäufen, beschließt M zu kündigen. M teilt V natürlich nicht seine Gründe mit. Das Mietverhältnis ist beendet und V hat Probleme, die Wohnung erneut zu vermieten, da Interessenten nicht einmal ins Haus kommen.

    Das könnte V lösen, indem er immer wieder im Haus ist, was mit höheren Kosten verbunden ist, da V nicht im Ort der Wohnung lebt. So kann V Interna über die Situation im Haus erfahren, ohne hinfahren zu müssen.

    Auch geringfügige Rauchbelästigung oder Lärmbelästigung, die man nur erfahren kann, wenn man dort wohnt, kann M dem V mitteilen. So läßt sich das Objekt in Zukunft noch besser vermieten, sollte M ausziehen.
     
  15. Berny

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    Besorgnisverregnet,
    es könnte aber noch viel besser ausgehen:
    "Vermieter V schaut eher selten im Haus H vorbei, in dem sich seine Wohnung W befindet, die an Mieter M vermietet ist. V ruft bei M an. M sagt V, daß Nachbar N regelmäßig Abfall A ins Treppenhaus T stellt und das M stört. V ruft bei V2, dem Vermieter V der Wohnung W von N an und bittet ihn, seinen Mieter M darauf hinzuweisen, keinen Abfall A mehr im Treppenhaus T abzustellen. N leistet dem Folge F. M ist zufrieden und stellt sich bei der nächsten Mieterhöhung MEH nicht quer.

    Alternative A: M stört der Abfall A des Nachbarn N. Auch stört ihn einiges am Haus H. Da sich die Probleme P anhäufen, beschließt M zu kündigen. M teilt V natürlich nicht seine Gründe G mit. Das Mietverhältnis MV ist beendet und V hat Probleme P."...,

    Sag' mal, wofür hältst Du uns eigentlich...? Oh Verzeihung,:002sonst: hätte ich bald gesagt.
     
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  16. dots

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    Ihr seht doch alle, dass erholte benötigt! So hilf' ihm doch mal bitte jemand, der es kann!
     
  17. Berny

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    Meinste etwa, dass er Erholung benötigt...? Aber auch hier sehe ich (fast) schwarz...
     
  18. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Nein, ich denke nicht, dass es an Erholung mangelt. Es mangelt m.E. an professioneller Hilfe, die ein Forum nicht bieten und leisten kann.

    :edit:
    Ahh, jetzt erst gesehen ... die Autokorrektur am Handy ist natürlich (;-)) Schuld. "Ihr seht doch alle, dass er Hilfe benötigt!" sollte da stehen.

    Dann pass auf, dass die GEZ das nicht mitkriegt! ;-)
     
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  19. #18 Papabär, 24.04.2017
    Papabär

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    Ahso? Aus welcher Perspektive?
    Der Kunde der Hausverwaltung ist jedenfalls eher der Eigentümer ... zumindest solange die Verwaltungskosten nicht auf Mieter umgelegt werden. Mit unseren Eigentümern kommunizieren wir ohnehin mehr oder weniger regelmäßig. Und ja, da schnaggelt man auch schon mal über die Kinder oder das neue Auto oder ...
     
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