KW und WW Abrechnung - Zähler

Diskutiere KW und WW Abrechnung - Zähler im Kaltwasserversorgung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, wir besitzen ein MFH (4WE), wovon 1 Wohnung seit 01.02.11 vermietet ist (3 WE sind Familie). Im Haus existiert 1KW-Hauptzähler von der...

  1. Fam.TM

    Fam.TM Neuer Benutzer

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    Hallo,

    wir besitzen ein MFH (4WE), wovon 1 Wohnung seit 01.02.11 vermietet ist (3 WE sind Familie). Im Haus existiert 1KW-Hauptzähler von der Trinkwasserversorgung xy.

    Für die Mietwohnung haben wir schon sehr lange 2 Zähler, einen fürs Kaltwasser und einen fürs Warmwasser. Diese sind selbst eingebaut wurden.
    Die Anfangsbestände wurden am 01.02.2011 im Übergabeprotokoll der Whg vermerkt.

    Nun sind diese Zähler nicht geeicht und auch schon sehr alt. >Und wir möchten ungern neue einbauen!

    Wie können wir nun trotzdem das Wasser richtig abrechnen???
    Wir sind gerade an der 1. BKA, wo man feststellen muss, dass kalte BK, wie Grundsteuer, Versicherung, Müll einfach zu berechnen sind.
    Wasser dagegen wissen wir absolut nicht, wie wir es anstellen sollen.

    Eine Antwort wäre super!!!

    Liebe Grüße
    aus Sachsen
     
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  3. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wer auch immer mit "selbst" gemeint sein könnte...
    Es gibt keine (vollständige) Verbrauchserfassung. Soweit es keine anderweitige Vereinbarung gibt, sind die Wasserkosten gem. § 556a Abs. 1 BGB nach Wohnfläche zu verteilen.
     
  4. Dekron

    Dekron Neuer Benutzer

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    Kommentar zur vorherigen Antwort:
    Stimmt, so will es das Gesetz, wenn es keine anderslautende Vereinbarung zwischen Vermieter und Mieter gibt.

    Sie können mit Ihrem Mieter aber auch die Umlage nach Personenzahl vereinbaren. Das ist zwar auch pauschal, kommt dem Verbrauch bei Wasser aber ein wenig näher ohne wirklich gut zu sein.

    Am besten ist immer noch, den Verbrauch zu messen.
    Dann müssen aber eigentlich alle Nutzer gemessen werden. Eine Teilmessung nur einer Wohnung ist rechtlich nicht wirksam.

    In Ihrem Fall würde ich aber eine Teilmessung der pauschalen Verteilung vorziehen. Aufgrund der sich addierenden Toleranzen der Zähler, fällt die Differenzbildung zum Hauptwasserzähler des Gebäudes bei Ihnen zugunsten des Mieters aus. Er wäre damit auf der sicheren Seite.

    Das setzt allerdings voraus, dass die Wohnungszähler erneuert werden. Warum wollen sie das nicht machen? Der Austausch gegen beglaubigte, neue Zähler kostet incl. Einbau allenfalls 200,- € und Sie sind eine Sorge los.

    Gruß Dekron
     
  5. #4 Soontir, 07.03.2011
    Soontir

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    Man sollte hier vorallem beachten, dass Warmwasser nach Verbrauch abgerechnet werden muss.

    Also führt hier kein Weg an der Erneuerung der Wasserzähler vorbei, denn Messergebnisse von ungeeichten Zählern sind anfechtbar.
     
  6. #5 Mieter1962, 07.03.2011
    Mieter1962

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    Versteh ich nicht.
    Der TE hat doch angegeben, dass zu der Wohnung Zähler vorhanden sind.
    Warum kann der Zählerstand dann nicht für die Abbrechnung genommen werden?

    EDIT:
    Wenn es daran liegt, woran erkennt man denn, ob ein Zähler geeicht wurde oder nicht?
    Insbesondere wenn der Mieter vielleicht selbst gar keinen Zugang zum Zähler hat.
     
  7. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Alle Wasserzähler, die in Verkehr gebracht werden, müssen geeicht sein.

    Die Frage ist nur ob die Eichfrist abgelaufen ist.

    Bei Kaltwasser gilt diese 6 Jahre bei Warm 5 Jahre.

    Die Ersteichung ist meist direkt auf das "Ziffernblatt" gedruckt. Oder es befindet sich irgendwo sichtbar am Zähler ein kleiner gelber Aufkleber mit einer Jahreszahl der Eichung. Zähler mit Eichjahr 05 dürfen dieses Jahr letztmalig zu Abrechnungszwecken verwendet werden, wenn es sich um Kaltwasserzähler handelt. Warme hätten schon 2010 getauscht werden müssen, da ab 1.1.2011 die Eichfrist abgelaufen ist.
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Ist so nicht ganz richtig. Falls wie hier keine verwertbaren Zähler bzw. Individualvereinbarungen vorhanden sind, ist der Gesamtwasserverbrauch, wie bereits von RMHV erwähnt, gem. § 556a Abs. 1 BGB nach Wohnflächenanteilen zu verteilen.
    Die Wassererwärmungskosten betragen 18% der Gesamtheizkosten gem. § 9 HKVO, falls keine separaten geeichten Wärmemengenzähler vorhanden sind.
     
  9. #8 Soontir, 08.03.2011
    Soontir

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    Tja immer wieder schön, wie sich ein Gestz bzw. Verordnung selbst widersprechen kann.

    § 4 Pflicht zur Verbrauchserfassung
     
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  11. Dekron

    Dekron Neuer Benutzer

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    18 % gibt es seit der Novelle der Verordnung zum 01.01.2009 nicht mehr. Das war ohnehin seit Jahren nicht mehr zeitgemäß.

    Nun rechnet man sich das mit der neuen Formel anhand der Wohn- bzw. Nutzfläche aus.

    Gruß Dekron
     
  12. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    In der Tat, Du hast recht, die wirklichkeitsfremden 18% sind passée.
    In meinem Vermietobjekt wurden vergangenes Jahr zwei Wärmemengenzähler eingebaut, und das Ergebnis waren 72,98% für Heizung und 27,02% für Warmwasserbereitung.
    Die WMZ werden sowieso ab 1.1.14 Vorschrift.
     
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