Lademöglichkeit mit Erstinstallation für einen Eigentümer

Diskutiere Lademöglichkeit mit Erstinstallation für einen Eigentümer im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, ich bin ET einer Wohnung und einer Einzelgarage in eher ländlicher Gegend. In den Garagen gibt es bis heute nicht einmal...

Fabana

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Hallo zusammen,
ich bin ET einer Wohnung und einer Einzelgarage in eher ländlicher Gegend. In den Garagen gibt es bis heute nicht einmal Stromanschluss.

Nun werde ich mir im nächsten Jahr ein Hybrid-Auto zulegen und möchte daher eine WallBox in meiner Garage installieren lassen. Nach aktuellen Recherchen steht mir das laut WEMoG vom 01.12.2020 auch zu bzw. kann ich dies verlangen (ist in der WEG nicht gern gehört, weil könnte ja Geld kosten....).

Leider wird in meiner Hausgemeinschaft daher niemand dafür stimmen, da sonst auch keiner die Notwendigkeit sieht. Zudem habe ich das WEMoG so aufgefasst, dass jeder ET der hier ebenso zustimmt, auch an den Kosten beteiligt wird.

Die große Frage ist nun, ob dem tatsächlich so ist - denn wenn niemand dafür stimmen wird und ich die Kosten eh allein tragen muss - müsste ich es ja auch erst gar nicht zur Abstimmung geben? Dann könnte ich es ja einfach machen lassen? Die Garage gehört ja mir, die Stromleitung wird wohl von der Straße her eingezogen.
Die nächste Frage wäre dann jedoch, ob dieser Stromanschluss zukünftig einfach von allen angezapft werden kann? Denn ich sehe nicht ein die Kosten dafür allein zu tragen, damit dann in den nächsten Jahren die anderen ET nachziehen.... denn da meine Garage die letzte in der Reihe ist, muss ich an allen anderen vorbei.

Die genauen Kosten muss noch ein Fachmann einschätzen, da die Anschlussmöglichkeit nicht ganz klar ist (ob von der Straße her oder ggf. von unten rauf).

Hat hier jemand Erfahrung bzw. kann mir weiter helfen? Danke!
 

Kunibert

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Die genauen Kosten muss noch ein Fachmann einschätzen, da die Anschlussmöglichkeit nicht ganz klar ist (ob von der Straße her oder ggf. von unten rauf.

Gibt es schon den Termin mit dem Fachmann? Den würde ich auf jeden Fall abwarten, bevor die Hühner scheu gemacht werden.

Denn das liefert mitunter ganz neue Erkenntnisse. Derartige Ideen wurden auch bei uns der Vergangenheit ventiliert.
Problem ist die gesamte (bereits vorhandene) Installation und nicht nur die neue (möglichst "dicke") Leitung.
An der Stelle würde man eventuell (je nach gewählter Lösung) auch Bestandschutz verlieren.
Bei uns geht es nur um eine Tiefgarage. Leitungen "über den Hof" zu verlegen ist nochmal was anderes.

Technisch machbar ist das alles schon. Ist nur nicht für Zwo Fuffzig zu haben.
 

immobiliensammler

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Die große Frage ist nun, ob dem tatsächlich so ist - denn wenn niemand dafür stimmen wird und ich die Kosten eh allein tragen muss - müsste ich es ja auch erst gar nicht zur Abstimmung geben?

Die WEG muss dem Einbau zustimmen (eigenmächtig hat kein Eigentümer etwas im Gemeinschaftseigentum zu bauen), nur hast Du halt einen - ggfs- einklagbaren - Rechtsanspruch auf die Zustimmung. Dass Du die Kosten alleine tragen musst ist ausdrücklich so im Gesetz geregelt.
 

Jobo45

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Es gibt auch Gegenden, da kann man mit einem Gestattungsvertrag durch die WEG einen Stromlieferanten dazu bewegen, dass dieser Versorger auch ein Lastmanagement mit dem Hausanschluss legt und mit pauschalen Einzelgebühren die Kosten versucht rein zu holen.
 

Fremdling

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Empfehle WEG §§ 20 u. 21 nochmals genau zu lesen, denn einiger Deiner Annahmen scheinen m.E. dort nicht gedeckt.

E-Mobilität und Wallboxen in WEGs haben sich als sehr komplexes Thema entwickelt, das i.d.R. nicht ohne kompetente Unterstützung in die Praxis umgesetzt werden kann.

Die Klärung der Machbarkeit (ob? und wie?) mit einem Elektrofachmann vor Ort, der sich mit derartigen Installationen auskennt, wäre mein erster Schritt.

Gleichermaßen hilft ein Kontakt mit dem lokalen Stromnetzbetreiber sicherlich auch weiter. Dort ist ein Ladepunkt bis 11kW eh anzumelden und ab 12kW zu beantragen. Der Netzbetreiber kann Auskunft erteilen, ob die aktuelle Energieversorgung des Immobils noch die gewünschten zusätzlichen Leistungen verkraftet und was zu tun ist, um die Kapazitäten zu schaffen.

Erst wenn diese technischen Fragen grundsätzlich geklärt sind, wären m.E. Verwaltung und Gemeinschaft an der Reihe. Im Rahmen einer Versammlung ist ein Beschluss über das Investment zu fassen. Dieser kann als nackte "Gestattung" (ggf. mit Auflagen) daherkommen oder (z.B. bei mehreren Interessenten) auch als Beschluss über die Art der Ausführung (z.B. Lade- und Lastmanagement), die Kostentragung, etc.

Viel Glück!
 

Kunibert

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Die Klärung der Machbarkeit (ob? und wie?) mit einem Elektrofachmann vor Ort, der sich mit derartigen Installationen auskennt, wäre mein erster Schritt.

Da viele fragen und wenige dann kaufen, kann das auch durchaus etwas kosten. Unsere WEG hat ca. 80 Euro bezahlt.
Dafür hat man dann eine belastbare Aussage.
 

Fabana

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Danke für die Antworten!

Also mittlerweile bin ich etwas schlauer: meine Einzelgarage ist die letzte in der Reihe und könnte über eine Leitung außerhalb angeschlossen werden (sind ca. 7 Meter vom Trafohaus weg). Was ich dann im Inneren verbauen lasse, ist der HV egal - dies müsste ich laut deren Aussage auch nicht genehmigen lassen, die Kosten trage ich ja auch allein dafür. Allerdings müssten diese 7 Meter draußen dann über Gemeindeeigentum gehen, denn der dortige Grünstreifen, gehört der Gemeinde.....
Ergo muss auch hier geklärt werden, wer das dann genehmigt und wie lange das dauert.

Die HV stellt nun einen Gutachter für die gesamten Kosten und möchte das erst einmal bewerten lassen. Dies erfolgt in den nächsten Wochen (hoffentlich). Ob vorher dann eine Versammlung stattfindet oder nicht, kann ich leider nicht sagen. Der Punkt wird wohl auch verschoben werden, also zieht sich das dann eh endlos raus.

Die Wallbox zahle ich ja allein - mich interessiert eher, wie es denn mit dem Anschluss aussieht. Soweit bisher einzuschätzen ist, wird kein anderer Eigentümer sich beteiligen.
Aber wenn ich zB. meine 8 Meter legen lasse und nächstes Jahr kommt dann der Herr neben mir und möchte sich mit anschließen lassen - sehe ich nicht, warum ich dann der Vorreiter mit allen Kosten sein sollte?

Wenn sich hier noch weiteres ergeben hat, erstatte ich gern einen aktuellen Bericht dazu.
 

Fremdling

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"... meine Einzelgarage ist die letzte in der Reihe und könnte über eine Leitung außerhalb angeschlossen werden (sind ca. 7 Meter vom Trafohaus weg ..."
Falls ich das jetzt korrekt verstanden habe, siehst Du die Möglichkeit, Deine Wallbox direkt von einer Trafo-Verteilstation versorgen zu lassen; also ohne Umweg über Hauszuleitung für Eure WEG und ohne dortigen Hausanschlusskasten des Netzbetreibers. Falls das tatsächlich ein Weg ist, wäre ich neugierig, dazu mehr zu erfahren. Sage schon mal DANKE!
 
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