Ladestationen e-Auto WEG / Mietwohnungen / Mehrparteienhäuser

Diskutiere Ladestationen e-Auto WEG / Mietwohnungen / Mehrparteienhäuser im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo, ich möchte diesen Thread starten, um mal Erfahrungen, technisches Wissen, Hürden und praktische Probleme in der Durchführbarkeit usw....

  1. Bovary

    Bovary Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    ich möchte diesen Thread starten, um mal Erfahrungen, technisches Wissen, Hürden und praktische Probleme in der Durchführbarkeit usw. zusammen zu tragen.

    Es geht ausdrücklich nicht um die Sinnhaftigkeit / Gebrauchstauglichkeit / Marktreife des Elektroantriebes für Autos an sich. Letztlich wird es wohl über kurz oder lang darauf hinaus laufen, dass solche Fahrzeuge angeschafft werden oder zumindest die Absicht dazu besteht und damit irgendwie ja auch die Notwendigkeit verbunden sein wird, das Ding im Alltag im privaten Bereich zu laden.

    Meines Wissens haben Bayern und Sachsen ja eine Gesetzesinitiative gestartet, um den Einbau in WEGen leichter durchsetzen zu können (Stichwort: bauliche Veränderung). Weiter ist es ja kein Geheimnis, dass die Bundesregierung, diese Antriebstechnologie derzeit für den heiligen Gral zur Problemlösung im Zusammenhang mit dem individuellen motorisierten Verkehr hält. Ich befürchte, es ist nicht abwegig, dass Mieter zukünftig verlangen dürfen, dass eine entsprechende Lademöglichkeit zur Verfügung gestellt wird.

    Für Besitzer von Eigenheimen ist die Installation nach individuellen Wünschen und Geldbeutel ja realisierbar.
    Nur, wie sieht es im Mehrparteienhaus / Tiefgarage aus?
    Gesetzt dem Fall, die WEG stimmt einem Bauvorhaben eines Einzelnen zu, so kann es doch nicht Sinn der Sache sein, dass jeder Eigentümer dann sein eigenes Süppchen kocht und munter die Kabelage an der TG verändert / erweitert und seine Dose anschraubt. Sinnvoller wäre sicher, einen einheitlichen Beschluss zur Ausrüstung herbei zu führen. (Sicher schwierig.)

    (Wie) wäre das bei großen Tiefgaragen (z. B. 50 - 100 Stellplätze) baulich / technisch realisierbar? Die WEG kümmert sich um den Anschluss, die Ladestation ist dann Sache der Sondereigentümer? Die Nachrüstung wird technisch sicher möglich sein, nur lässt sich das wirtschaftlich auch irgendwie abbilden? Ich könnte mir vorstellen, dass die Einrichtung von 50 oder mehr Starkstromanschlüssen, dann wohl doch einiges an finanziellem Aufwand erfordert.

    Hat sich jemand schon mal mit der Thematik beschäftigt / beschäftigen müssen?
     
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  3. #2 immobiliensammler, 07.04.2018
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Unabhängig von der Thematik MFH/WEG: Einer unserer Nachbarn ist Ingenieur beim örtlichen Energieversorger und hat schon vor geraumer Zeit bei einem Grillabend gesagt, dass das Thema E-Mobilität überhaupt nicht machbar ist, ohne alle Straßen aufzugraben. Wenn bei uns (EFH-Siedlung) nur jeder 5te eine Ladestation wolle müsse die gesamte Verkabelung zu den Häusern hin erneuert werden. Ich bin wieder Ingenieur noch Elektriker, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das wohl so sein könnte!
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 07.04.2018
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Ich denke nicht, das es kurz bis mittelfristig eine gesetzliche Vorgabe geben wird diese Ladestationen bei Mietshäusern umzusetzen.

    Daher halte ich es noch für zu früh sich mit dem Thema Nachrüstung ernsthaft zu beschäftigen, solange die technischen Mindestanforderungen und Rahmenbedingungen wie z. B. Form der Stecker noch nicht einheitlich vorgegeben sind und die erforderliche Infrastruktur der Energieversorger noch nicht bereit gestellt ist.

    Bis dahin tippe ich auf mehr Hybridfahrzeuge, das Stromtanken wird dann Dank mangelnder Infrastruktur vergessen. Fördergelder gibt es trotzdem für diese Fahrzeuge.

    Momentan habe ich auch Zweifel, das diese E-Mobil-Propaganda über Steckdose wirklich die Mobilität der Zukunft ist. Ich glaube das wird eher eine Solarladegeschichte evtl. auch in Kombi mit Windkraft als Hauptenergiequelle und diese Steckdosenvariante nur eine vorrübergehende Erscheinung ist, wie (ich glaube das war in den 1980 / 1990ger) mal Salatöl als nachwachsender Kraftstoff der Zukunft hoch bejubelt wurde.
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ich finde, dass der, der gerne eine Lademöglichkeit hätte, sich eine Lademglichkeit kaufen oder (mit-)mieten sollte.
    Ich hätte gerne einen Kamin - darf ich sowas verlangen? An wen muss ich mich da wenden, um nicht einen Kamin kaufen oder eine Wohnung mit Kamin mieten zu müssen?
    Haben Mieter von Wohnungen ohne Klo / mit Klo im Treppenhaus auch Anspruch auf ein Bad in der Wohnung? Oder haben sie halt einfach nur eine für sie nicht passende Wohnung gemietet?
    ;-)
    Dann führe doch so einen Beschluss herbei, wenn du das sinnvoller findest. Wundere dich aber nicht, wenn dein Verständnis von dem, was sinnvoll ist, nicht von allen anderen mitgetragen wird.
    Das kommt zum einen auf die Kosten der Nachrüstung an (gibt es dazu Hausnummern?) und zum anderen kommt es auf die finanziellen Möglichkeiten und den Willen desjenigen an, welcher die Nachrüstung zu bezahlen hat.
    Ob die Nachrüstung technisch sicher möglich ist, wie du großspurig behauptest, wage ich zu bezweifeln. Es sei denn, die Erneuerung/Änderung der Stromversorgung ganzer Straßenzüge fällt auch unter "wird technisch sicher möglich sein"
     
  6. #5 Bovary, 07.04.2018
    Zuletzt bearbeitet: 07.04.2018
    Bovary

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    Im Wesentlichen ging ich erst einmal von dieser Meldung
    https://www.haufe.de/immobilien/wir...o-ladestation-am-stellplatz_84342_376068.html
    aus, die meines Wissens auf einer Initiative Bayerns und Sachsens beruht.

    Wenn für das (einfache) Installieren solcher Ladestationen - genau das wird ja wohl mit der Initiative bezweckt - ganze Straßenzüge elektrotechnisch neu ausgerüstet werden müssen, dann stünden die Kommunen mit ihrer Daseinsvorsorge ja bald dumm da...und wenn das wirklich so ist (sein sollte), sollte es gleich so gebaut werden, dass die Fahrzeuge sich berührungslos während des Fahrens aufladen.

    @dots Dein Ton klingt irgendwie nach Angriff.
    Wenn in einer WEG jeder Mieter / Eigentümer angewackelt kommen kann, um zu verkünden, er baue sich nächste Woche so eine Ladestation ein, hielte ich es schon für sinnvoll, sich als WEG damit zu beschäftigen. Ich weiß, dass nicht jeder andere das auch sinnvoll finden muss.

    Und ja, bisher ging ich davon aus, wenn die Politik auf diese Technologie drängt ("Vorfahrt für Elektroautos"), muss es technisch irgend eine Lösung geben, das auch praxistauglich zu nutzen. Vielleicht ist diese Annahme falsch.
    Welche Kosten damit verbunden sein werden, weiss ich nicht. Wie konkret technische Lösungen aussehen könnten auch nicht.
    Deshalb habe ich diesen Thread gestartet.

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir keine langsame, kontinuierliche Veränderung sehen werden. Sondern es wird vermutlich so sein wie z.B. beim Smartphone. Als Steve Jobs das vorgestellt hat, wusste keiner, was er damit überhaupt soll und auf einmal hatten es alle. Ich vermute, bei der Mobilität wird es so ähnlich sein / werden.
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 08.04.2018
    ehrenwertes Haus

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    Genau das ist ja das Problem der E-Fahrzeuge.

    Es gibt viele in der Theorie, und teilweise auch als Experiment, interessante Ansätze zur Lösung des Mobilitätsproblems.
    Es gibt serienreife Fahrzeuge für den privaten Bereich für Kurzstreckenfahrer... aber zu wenig Ladestationen
    Alle Ideen scheitern derzeit aber an der praktischen Umsetzbarkeit im großen Maßstab.
    Daran kann auch keine Gesetzesinitiative etwas ändern.

    Ich denke auch, das es irgendwann den "Windows-Effekt" (PC wurde massentauglich) für alternative Fahrzeuge geben wird.

    Nur weiß leider Niemand wann und aus welcher alternativen Antriebs- oder Kraftstoffecke dieser "Windows-Effekt" kommen wird, oder ob bis dahin private Fahrzeuge verboten sind (auch solche Visionen gibt es für unsere Mobilitätszukunft).
     
  8. Duncan

    Duncan
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    wir sind bei unseren Planungen zu 2 Stellplätzen mit Ladestation derzeit bei 20-25.000€, je nach detaillierter Ausstattung. Größter Bremser derzeit ist der örtliche Energieversorger, auch wenn seine Webseite gegenteiliges verspricht. Die beim Laden abgerufenen Lasen sind halt nicht trivial und halt auch nicht nur für wenige Minuten. Wenn ich den Aufwand auf das WEG-Parkhaus hochrechne mit rund 150 Stellplätzen...

    und genau da liegt der Hase im Pfeffer! Genau dies ist das Problem. Die Energieversorger leisten derzeit schon echt jeden Tag ein kleines Heldenstück ab nur um die unkontrollierbare und unzuverlässige "Öko"-Stromeinspeisung zu händeln, da jetzt auch noch ähnlich chaotische Großabnehmer zu haben ist schlicht ein Alptraum. Wenn du dich mal mit den Ingenieuren in der Steuerungstechnik der Energieversorger unterhältst ist das nahezu täglich ein haarscharfes vorbei-schrammen am Blackout in der Größenordnung von Landkreisen bis Bundesländern.

    Mein Vorhaben ist derzeit nur eine kleine Wärmepumpe für ein kleines Geschäftsgebäude (Laden) und auf den dazugehörigen Stellflächen 2 Stellplätze mit einer Ladesäule. Schon bei dem extra "Hausanschluss" (100A) für die Ladesäule tut sich der Energieversorger schwer.
     
  9. #8 immobiliensammler, 08.04.2018
    immobiliensammler

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    Noch mal von mir Off-Topic zum eigentlichen Thema (WEG/MFH):

    An der Uni Erlangen läuft (lief?) ein Forschungsprojekt mit der Idee, die zu erwartende E-Auto-Flotte als virtuelles Kraftwerk zu nutzen. Das Projekt startete im Rahmen des Atomenergieausstiegs. Grundidee klingt erst mal relativ simpel: Du hast ein E-Auto, schließt das sobald Du zu Hause bist ans Stromnetz an und das Auto wird geladen, so weit so normal. Jetzt gibst Du irgendwo ein, wieviel Kilometer Du morgen zwingend brauchst (also sagen wir mal 30 km bei 100 km Reichweite des vollgeladenen Autos).

    Wenn dann im Netz Strombedarf entsteht kann aus Deinem Auto-Akku soviel Strom "abgesaugt" werden bis nur noch die 30 km übrig sind. Bei entsprechend viel Autos könnte man damit rechnerisch was weiß ich wieviel "Reservekraftwerke" ersetzen.

    Ich weiß jetzt nicht, was bei diesen Denkansatz rausgekommen ist, aber so ganz unplausibel klang das für mich nicht. Ich hatte halt nur Bedenken (als ich es gehört habe) ob nicht jeder die maximale Reichweite eingibt (was weiß ich wofür ich morgen das Auto brauche) und damit kein Strom zum "Abzapfen" zur Verfügung steht.

    Wobei das Hauptproblem halt immer noch die Leitungen sind!
     
  10. Bovary

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    Gegen OT ist doch gar nichts einzuwenden. Soll ja eine eher allgemeine Diskussion sein.

    @Duncan Doch so teuer? :erschreckt011: Das ist natürlich privat nur schwer abzubilden. Darf man fragen, was Eure / Deine Beweggründe für diese Investition sind?

    Zu den Leitungen / Stromlasten habe ich mal eine allgemeine (naive) Frage. Also letztlich es doch so, dass die üblichen Haushaltsverbraucher sehr viel weniger Energie benötigen, als noch vor 20, 30 oder 40 Jahren. Sicher man hat wohl deutlich mehr Verbraucher, die dafür aber insgesamt weniger Strom ziehen? Zumindest bei uns ist der Stromverbrauch über die Jahrzente kontinuierlich gesunken. „Stromsparen“ ist ja auch ein mehr oder weniger erzieherischer Prozess vergangener Dekaden. Trotzdem soll das Netz vor dem Kollaps stehen? (Also zumindest die Wasserwerke jammern, sie haben zu wenig Durchsatz für ihre Leitungen.)
    Das mit der unplanbaren Zufuhr der Öko-Energie ist ja nachvollziehbar. Aber ansonsten? Auch in der Industrie (permanent laufende Anlagen) wird man doch aus eigenem Interesse die laufenden Betriebskosten in der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte nicht vernachlässigt haben?

    Früher in der DDR hatten eigentlich alle mir bekannten Immobilien (zumindest EFH zur privaten Nutzung) einen sogenannten Kraftstromanschluss. Wäre so etwas in der Art nicht adaptierbar auf die E-Auto-Situation?

    @immobiliensammler Dieser von Dir beschriebene Ansatz könnte am menschlichen Bestreben, nur ja nicht zu kurz kommen zu wollen, scheitern. :100:
     
  11. Duncan

    Duncan
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    Die Anregung kam von einem (Gewerbe-)Mieter der sich ein Elektroauto kaufen möchte. Da ein Ladenmieter an dem Objekt aufgrund der 6monatigen Verzögerung des Straßenneubaus aufgeben musste und in dem Laden eh erhebliche Investitionen anstehen u.a. die gesamte E-Anlage und Umstellung der Heizung von Nachtspeicher auf Wärmepumpe haben wir einfach mal nach gehorcht wie es sich damit verhält und was es kostet. Nun sind wir erst mal am rechnen ob, wann und wie sich das rechnet...

    Wenn du Privat nur eine Kleinladestation dir in die Garage hängen willst geht das schon erheblich günstiger. Thema sind dann auch die unterschiedlichen Abrechnungssysteme und die Art der Kupplungen der einzelnen Hersteller usw. und halt die nötige Infrastruktur vor Ort. Für das reine Ladegerät ohne Infrastruktur stehen die Preise zwischen anderthalb und 30.000 €(Schnellladestation). Für einen halböffentlichen Zugang und den nötigem Infrastrukturanpassungen werden wir in dem Bereich landen. Für WEG-Garagen sehe ich da ähnliche Größenordnungen, da du den Mietern darüber schwer die Auswahl des Autos wirst "vorschreiben" dürfen. Für den Privaten in seiner EFH-Garage kein Thema.
     
    Bovary gefällt das.
  12. Jobo45

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    Das Problem bei einer WEG ist, dass die verlegten Leitungen, auch wenn sie von einem Nutzer bezahlt wurden, durch Gemeinschaftsräume laufen dadurch automatisch Gemeinschaftseigentum werden und somit diese Kabel mit allen Nachteilen (erhöhte Gefahr und dadurch höherer Versicherung, defekte und Wartungskosten, etc) die Ausgaben der WEG negativ beeinflusst.
     
  13. Bovary

    Bovary Erfahrener Benutzer

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    @Jobo45 Ja, das sehe ich eben grundsätzlich auch so. Und wenn es tatsächlich so kommt, dass diese bauliche Veränderung keiner Zustimmung mehr bedürfen soll, sehe ich da am Horizont ganz viel Stoff, mit dem sich Gerichte wieder beschäftigen dürfen....
     
  14. #13 Akkarin, 11.04.2018
    Akkarin

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    Ich finde das Thema auch sehr spannend. Aber nach meiner Theorie kann sich der gemeine Reihenendhaus/Doppelhaus/freistehendes EFH Eigentümer eine solanranlage auf Dach pappen, eine Ladestation in den Keller und von da aus in die Garage zur induktiven Ladestation für den neuen 5er.

    Reihenmittelhäuser sind schon raus, von MFHs mit Tiefgaragen oder Garagenhof auf dem Nachbargrundstück mag ich gar nicht reden.

    Richtig cool fände ich aber den Aufstand der Sensiblen und Umweltbewußten beim flächendeckenden Rollout von induktiven Ladestationen auf den Straßen!
     
  15. #14 ehrenwertes Haus, 11.04.2018
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    Hehe... die neue Schlagzeile:
    Reh an Induktionsschleife Herzinfakrt erlegen... Tierschützer schlagen Alarm!


    Aber ohne Scherz.
    Die Induktionsladegeschichte in den Straßen ist wirklich mit viel Vorsicht zu genießen.
    Unsere Bevölkerung wird ja immer älter.
    Während dem Fahren ist diese Ladetechnik für den Menschen ungefährlich, aber Wehe man steigt mal aus wegen einer Panne und steht dann am Straßenrand. Für Leute mit Herzschrittmacher, Hörgeräten, bestimmten Implantaten usw. könnte das wirklich gefährlich sein (werden).

    Inzwischen ist man zwar weiter mit den Erkenntnissen, aber mit Entwicklung der Hochfrequenztechnik (Radar, Richtfunk und Zielerfassungssystemen nach de, 2. WK) gab es wirklich massenhaft totes Wild in den Versuchsarealen. Bis man irgendwann zufällig die Ursache im hochfrequenten Elektromagnetismus fand.

    Ähnliche Probleme halte ich bei dieser Idee für durchaus wahrscheinlich.
     
  16. #15 Petra_44, 20.04.2018
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    Ach, "cool" fändet ihr das? Ich GAR NICHT! Denn die Anwohner bezahlen doch für solche Arbeiten an der Straße. https://www.focus.de/immobilien/bau...anierung-ihrer-strasse-zahlen_id_7715117.html

    Und nachdem ja immer noch viel zu viele Leute diese E-Autos (betrieben mit Atomstrom aus Frankreich und Tschechien) für umweltfreundlich halten, glaube ich eher nicht, dass sich die Vernunft (aka Brennstoffzelle) durchsetzen wird, sondern dass es wegen diesem Blödsinn zu noch gar nicht abschätzbaren Kosten kommen wird.
     
  17. #16 immobiliensammler, 20.04.2018
    immobiliensammler

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    Dann kommt nach Bayern, da wird gerade die STRABS (Straßenausbaubeitragssatzung) abgeschafft. Jetzt zahlen eben nicht mehr die Anlieger, sondern alle Einwohner. Im übrigen hat eine Trassenverlegung (Stromkabel) ja nichts mit einem Straßenausbau zu tun, hier trägt die Kosten wohl der Netzbetreiber!
     
  18. #17 mietmii, 24.06.2019
    mietmii

    mietmii Neuer Benutzer

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    man muss hier unterscheiden zwischen Schnellladestationen (üblich 22 kW) und Normalladung (üblich 2,4 bis 3,0 kW). Bei Ersterem muss eine 5-adriges Kabel verlegt werden, zusätzlich wird eine (neudeutsch) Wallbox benötigt. Sicherlich ein hoher Aufwand und nur mit Zustimmung der anderen Miteigentümer möglich. Bei Zweiterem wird nur eine Haushaltssteckdose am TG-Platz benötigt, die extra mit 16 Ampere abgesichert ist und eine Zähleinrichtung für die kWh. Entweder sind alle Steckdosen schon einzeln mit Automaten gesichert, dann kann es mit einem elektronischen Hutschienenzähler für 50 Euro sofort losgehen oder es muss eben erst ein Sicherungsautomat eingebaut werden. Einfach, solange noch ein Steckplatz im Verteiler frei ist.

    Die Aufladung (Beispiel von 30% auf 100%) dauert bei 22 kW rund 1 bis 2 Stunden (je nach Akkugröße im Auto) und bei 2,4 kW rund 6 bis 12 Stunden.

    Fazit: für eine Aufladung über Nacht reicht i.d.R. die normale Steckdose.
     
  19. Duncan

    Duncan
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    wenn man ignoriert, dass das Fahrzeug irgendwo stehen muss. Ok, rüstet man halt jeden Stellplatz mit einer entsprechenden Ladestation aus, also inklusive Zuordnung zum Mieter. Sind bei so einer mittelgroßen WEG auch nur 150 Stk. oder auch mal 1240 Stk. und der Energieversorger sieht dich schon mal für den Lastabwurf vor. Nix da mit laden...
    Der Hutschienenzähler ist da regelmäßig nicht ausreichend, die Abrechnungsfrage (geeichte Zähler) sollte man also vorher mit berücksichtigen.
    Der Umbau kostet nicht nur Geld, auch die Versorgung durch entsprechende Energielieferanten ist alles andere als trivial. Auch wenn die auf ihren Webseiten gerne was anderes verkünden, wenn man die mal konkret anspricht und da mehr als nur 1-2 Stationen haben möchte wird's traurig. EFH oder Zweifamilienhaus ist also noch realistisch, darüber wird's langsam tricky, ab 10 Einheiten ...
     
  20. #19 immobiliensammler, 24.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 24.06.2019
    immobiliensammler

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    Hatte ich in einem anderen Post auch schon so geschrieben: Nachbar hier in der Siedlung ist Ingenieur beim örtlichen EVU, der hat mal an einem Grillabend gemeint, wenn bei uns nur jeder Fünfte in der Siedlung eine Wallbox will dann müsste wohl die komplette Straße aufgegraben werden um die Leitungen anzupassen.

    EDIT: Gerade gelesen, war in diesem Post weiter oben!
     
  21. SaMaa

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    Das setzt aber auch voraus, das jeder Eigentumer auch damit einverstanden ist, seine Mieter mit "Strom" für das Auto zu versorgen.
    Ansonsten steht man als Mieter ganz schön dumm da und immer zum Aldi zu fahren um das Auto zu laden, ist bestimmt auch nicht immer toll ;)
     
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