Lärm durch Mieter, Rechnung von Hausverwalter rechtens???

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Unregistriert, 20.07.2011.

  1. #1 Unregistriert, 20.07.2011
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    Unregistriert Gast

    Mein Mieter hat wohl öfter laut gefeiert. Sogar die polizei war da. Der Hausverwalter wurde eingeschaltet durch die anderen Eigentümer. Nun hat der Hausverwalter eine Rechnung für seinen Aufwand ausgestellt. Zahlen soll ich nun(Vermieter) ist das Rechtens.
    Ich habe ihn nicht beauftragt, der Lärm ging auch von mir nicht aus.

    Angeblich wollten andere Mieter die Miete mindern und deren Vermieter mir das in Rechnung stellen....
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 20.07.2011
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    Welcher Aufwand ist denn entstanden ... was hat der Hausverwalter gemacht? Was steht dazu im Verwaltervertrag?


    Das macht nichts ... wenn die Forderung des Verwalters vertraglich gedeckt ist, dann kannst Du Dir den entstandenen Schaden (den Du jetzt ja beziffern kannst) vom Verursacher einfordern.


    Auch hier geht es um Schadensersatzansprüche, die weitergereicht werden ... und die Du letztlich ggü. dem Verursacher geltend machen kannst.
     
  4. #3 Mieter1962, 20.07.2011
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    "der Lärm ging auch von mir nicht aus."

    Aber von deinem Mieter. Und -sorry- aber für den bist du verantwortlich.

    Ob der Hausverwalter jetzt natürlich tatsächlich irgendwelche Kosten auf dich umlegen darf, vermag ich ohne Einsicht in die entsprechende Rechnung nicht weißzusagen.
    Aber sollte das alles seine Richtigkeit haben, kannst du deinen Mieter sicher abmahnen und ggf. beim nächsten Mal diese Kosten widerum bei ihm geltend machen (?)
     
  5. #4 Unregistriert, 20.07.2011
    Unregistriert

    Unregistriert Gast

    Der Mieter ist Auszubildender, der die Wohnung vom Staat bezahlt bekommt. Der Hausverwalter hat pauschal für seine Aufwendungen 85€ festgesetzt, in der zweiten Mahnung steht, das er 6 Stunden telefoniert hat. Im Verwaltervertrag war bis dato nichts geregelt. Bei der Eigentümerveranstaltung nach dem Vorfall hat er sich das okay geben lassen... für seine Aufwendungen eine Rechnung zu stellen.
     
  6. #5 Papabär, 20.07.2011
    Papabär

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    Auch das berechtigt ihn nicht, die anderen Mitbewohner zu belästigen.


    Und? ... was hat er erreicht? Mit wem hat er eigentlich so lange telefoniert? Ansprechpartner für Deinen Mieter bist ausschließlich Du. Wenn er mit dem Mieter, dem Jobcenter oder der Polizei gesprochen hat, hat er m. E. nicht nur seine Kompetenzen überschritten, sondern womöglich einen Versuch unternommen, widerrechtlich an Informationen zu gelangen, die dem Datenschutz unterliegen. Dafür will er auch noch bezahlt werden??


    Nachträglich?! ... Also ohne daß meine Aussage jetzt von übermäßiger WEG-Sachkenntnis getrübt ist, würde ich so einen Entschluss doch für nicht zulässig erachten.

    Mal schauen, was die anderen User dazu meinen ... und ggf. einen Fachanwalt einschalten (Nicht wegen der paar Kröten ... wegen des Prinzips. Wenn es einmal funktioniert wird beim nächsten Mal einfach beschlossen, daß der Verwalter z.B. für die Überwachung der Inst.-RL auch ein zusätzliches Salaire erhält).
     
  7. peewee

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    mit wem oder was telefoniert man denn 6 std?
     
  8. #7 Papabär, 21.07.2011
    Papabär

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    Och, naja ... mit dem bekannten Kabelnetzbetreiber hab´ ich das auch schon geschafft - versuch´ da mal einen kompetenten Ansprechpartner zu finden, der für Dein Problem obendrein auch noch zuständig ist ... :sauer030:

    ... aber hier handelt es sich ja offenbar um einen WEG-Verwalter. Die 6 Stunden hätte er mit dem Fragesteller telefonieren müssen ... nur könnte er dafür wohl schwerlich eine separate Rechnung stellen.
     
  9. peewee

    peewee Erfahrener Benutzer

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    6 std zu telefonieren schafft man schon, das ist mir klar ;-)

    aber wieso hier der verwalter angeblich 6 std telefonieren muss??

    naja und wenn, würde ich sowas mal unter berufsrisiko stellen (wer als verwalter glaubt, dass man nur abrechnungen macht und ne eigentümerversammlung abhält, hat sich sicherlich im beruf vertan). man kann ja auch jeden scheiss in rechnung stellen

    und wie setzen sich denn die 85 €*zusammen - telefonkosten ? (schonmal was von einer flat gehört?) , stundensatz? (naja bei dem stundensatz könnte man ja wieder verstehen, dass der das abrechnet ..)
     
  10. RMHV

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    Fragt sich nur noch, warum die Eigentümer daran gehindert sein sollten, für erbrachte Leistungen auch eine Vergütung zu zahlen.
    Dass es sich dabei um eine Leistung handelt, die bisher vermutlich mit einer Pauschale abgegolten war, kann doch wohl nicht bedeuten, dass die Vertragsparteien die Vergütungsvereinbarung nie mehr ändern dürften.

    Wenn es denn so beschlossen werden sollte... Auch für die WEG gilt der Grundsatz der Vertragsfreiheit. Möglicherweise "ordnungsgemäße Verwaltung" etwas enger auszulegen. Die Grenze wird sicher nicht erst bei Sittenwidrigkeit liegen. Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Zulässigkeit eines Beschlusses.
     
  11. #10 Papabär, 21.07.2011
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    Hallo RMHV,

    danke für Deinen Einwand ... ich war mir nicht sicher, bin hier eher nach Bauchgefühl gegangen. :guru

    Gilt das auch, wenn die Leistung (6 Stunden telefonieren) von vorneherein zu Erfolglosigkeit verdammt war? Es wurde zwar nicht genannt, mit wem der Verwalter telefoniert haben will ... aber allzu viel Möglichkeiten fallen mir da nicht ein (siehe #5) ... :unsicher001:
     
  12. #11 Martens, 21.07.2011
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    Rechnungen werden meist NACH erbrachter Leistung gestellt, geprüft, freigegeben und bezahlt - oder ist das bei Dir anders?

    Interessant, daß andere hinterher immer wissen, welche Maßnahme "von vornherein" nutzlos war. Wenn doch diese hellsichtigen Menschen uns anderen helfen würden, im voraus(!) die Maßnahmen zu erkennen, die garantiert erfolgreich sein werden. Wieviel unnützer Aufwand könnte eingespart werden...

    Zur Sache selbst: man kann bei schwierigen Mietern z.B. mit den Eltern, den Kindern, dem (Ex-) Lebensgefährten, dem Jugendamt, den anderen Mietern, der Polizei, sogar mit dem betroffenen Mieter und seinem Anwalt telefonieren, dies auch wiederholt.

    Dies alles wird der Verwalter nicht aus Langeweile tun, sondern weil man ihn gebeten hat, das Problem (das aus dem Sondereigentum stammt und für das der WEG-Verwalter ersteinmal nicht zuständig ist) doch bitte zu lösen.

    Wir haben in unseren WEG-Verträgen auch die Klausel, daß bei Bearbeitung von Schäden o.ä. im Sondereigentum unser Aufwand gesondert abgerechnet werden darf.

    Christian Martens
     
  13. #12 Papabär, 21.07.2011
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    Ha-Ha ... es ging um den Beschluss, daß eine Leistung nicht zur bereits vertraglich vereinbarten Verwaltertätigkeit gehört, sondern separat in Rechnung gestellt werden kann.

    In meinen Augen ist das so, als ob ein Stromanbieter seine Preiserhöhung erst mit der Jahresendabrechnung - also im Nachhinein - mitteilt. Aber ich hatte mich ja auch bereits als WEG-unerfahren geoutet.


    Ich konnte dem Threat bislang noch nicht entnehmen, welchen Erfolg die Telefoniererei gebracht hatte ... daher hatte ich auch eine entsprechende Frage hierzu gestellt.

    Wenn Du hierzu Monopolwissen hast, dann lass uns doch bitte daran teilhaben.


    Dazu braucht es keinen Propheten ... Etwas nachdenken genügt da zuweilen schon.


    Stimmt, kann man ... und als Wohnungseigentümer kann man sich doch sicher auch Kopien der Gesprächsnotizen des WEG-Verwalters aushändigen lassen, oder? Schließlich soll man ja dafür bezahlen.


    QUOTE=Martens;69561]Dies alles wird der Verwalter nicht aus Langeweile tun, sondern weil man ihn gebeten hat, das Problem (das aus dem Sondereigentum stammt und für das der WEG-Verwalter ersteinmal nicht zuständig ist) doch bitte zu lösen.[/QUOTE]
    Sischer Dat?? Also mir fehlen hier einfach noch Informationen um nicht evtl. in Spekulationen abzugleiten. Es ist tatsächlich nicht auszuschließen, daß der WEG-Verwalter den Fragesteller erfolglos zur Wiederherstellung der Ordnung aufgefordert hat ... ebensowenig, daß er dieses nicht getan hat.


    QUOTE=Martens;69561]Wir haben in unseren WEG-Verträgen auch die Klausel, daß bei Bearbeitung von Schäden o.ä. im Sondereigentum unser Aufwand gesondert abgerechnet werden darf. [/QUOTE]
    Liegt die Betonung hier auf dem "Wir" oder auf dem "auch"? Lt. Fragesteller war im Verwaltervertrag bis dato nichts dazu geregelt.
     
  14. RMHV

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    Übertragen auf den Stromanbieter wäre die WEG der Stromkunde und der Verwalter der Anbieter. Es wäre also nicht der Anbieter, der nachträglich - einseitig - den Preis erhöht. Es wäre vielmehr der Kunde, der - ich weiß, bei einem Stromanbieter kaum vorstellbar - nachträglich eine Erhöhung zugesteht. Das ist schlicht und einfach die andere Seite.

    Nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich.
     
  15. #14 Papabär, 21.07.2011
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    Hmm ... aus dieser Perspektive heraus will ich natürlich nicht widersprechen ... ich hatte hier halt eher den Fragesteller in der Rolle des Kunden gesehen ... der soll´s ja schließlich bezahlen.

    Stellt sich mir immer noch die Frage, ob der Fragesteller einen Nachweis über die erbrachte Leistung verlangen kann, und ob der Fragesteller vom Verwalter vorab selber zur Abhilfe aufgefordert wurde.

    Da bin ich nur froh, daß ich als Sondereigentumsverwalter gegenüber meiner WEG schlappe 90% der Miteigentumsanteile vertrete ... da gelangen solche Anträge erst gar nicht zur Beschlussreife. :61:
     
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