Leerung Klärgrube wie gerecht umlegen?

Diskutiere Leerung Klärgrube wie gerecht umlegen? im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo Kollegen, ich bräuchte mal eine Diskussion bzw. Vorschläge zu folgendem Problem: Folgende Situation: 6-Familienhaus, nicht an die...

  1. #1 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Hallo Kollegen,

    ich bräuchte mal eine Diskussion bzw. Vorschläge zu folgendem Problem:

    Folgende Situation:
    6-Familienhaus, nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen, die Klärgrube muss so ca. alle 3 bis 4 Jahre entleert werden. Gebühren entstehen dafür in Form einer Grundgebühr (soll wohl die Kosten des Lkw abdecken) und dann pro Kubikmeter die Gebühr für die Kläranlage, beides in einer Rechnung von einem Zweckverband berechnet.

    1 Mieter im Objekt hat einen alten DDR-Mietvertrag, da trägt der Vermieter alle Nebenkosten (Inklusivmiete, Heizkosten gibt es wegen Ofenheizung nicht), bei den 5 irgendwann nach der Wende abgeschlossenen Verträge wurde eine Umlage der Wasser-/Abwasserkosten nach Personen vereinbart (würde ich so nicht machen, ich habe das System aber vom Vorbesitzer übernommen und dann auch in meinen seitdem neu abgeschlossenen Verträgen beibehalten).

    Bisher war es so, dass im Jahr der Leerung die Kosten entsprechend in der Betriebskostenabrechnung umgelegt wurden. Die Mieter waren damit einverstanden (bei 3 zahlt das Jobcenter, denen ist das sowieso egal, 2 wohnen schon lange im Objekt und kapieren, dass sich das dann entsprechend über die Jahre wieder ausgleicht). Im November kam es zu einem Mieterwechsel, jetzt stand die Leerung an und der Mieter hat wohl die anderen im Haus gefragt wie das abgerechnet wird. Dann hat er gestern mich angerufen, er akzeptiert das nicht, er zahlt nicht die Leerung für eine Zeit, in der er nicht im Haus gewohnt hat. Dem Einwand, dass sich das doch ausgleicht war er nicht zugänglich. Er könnte ja z.B. in 4 Jahren kurz nach der nächsten Leerung ausziehen und würde dann in 4 Jahren 2 Leerungen (eigentlich für ca. 6 - 7 Jahre Klärschlamm) bezahlen. Gut, das Argument hat was.

    Alternative wäre für mich die Klärgrube einmal jährlich leeren zu lassen, dann wäre aber die Grundgebühr für den Lkw ungefähr gleich hoch wie die Gebühr für die 1 oder 2 Kubikmeter Abwasser. Ich denke die anderen Mieter würden sich bedanken.

    Hat jemand irgendwelche Ideen oder Vorschläge dazu?

    Wünsche Euch ein schönes Wochenende, hoffentlich genau so sonnig wie hier kurz vor Nürnberg.

    Stefan
     
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  3. #2 keksdose, 06.05.2017
    keksdose

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    Zurecht meckert der Mieter wenn er nur kurz in der Wohnung wohnt. Eventuell lässt sich mit einer Art Wartung ähnlich den Wasserzählern das Thema lösen. Du bezahlst an das Entsorgungsunternehmen einen jährlichen Betrag und sobald die Klärgrube voll ist wird abgeholt. Dann kann man alles aufs Jahr runter brechen.
     
  4. #3 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Gute Idee, geht nur faktisch nicht, da - wie oben geschrieben - nicht das Entsorgungsunternehmen mit mir abrechnet sondern der Zweckverband und ich glaube nicht, dass die für mich die Gebührensatzung ändern!
     
  5. #4 keksdose, 06.05.2017
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    Die Rechnung des Zweckverbands würde dann ganz normal gestellt werden, halt nur an das Entsorgungsunternehmen.
     
  6. #5 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Und Du glaubst dass die die Satzung ändern, nur weil ich bitte bitte machen - kann man wohl unter "geht nicht" ablegen.
     
  7. GSR600

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    Und wenn du die Gebühren durch 4 teilst und jedes Jahr ein Viertel in die Abrechnung packst?
     
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  8. Duncan

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    Wird das Frischwasser gezählt? Wenn ja, überlege ich gerade wie man die Entsorgung auf den m³ runterbricht und nach dem abrechnet, macht bei uns der Eigenbetrieb Abwasser (Kanalisation) ja auch. Menge Frischwasser (ggf. - Gartenzähler) = Menge Abwasser.
    Problem: der Abwasseranteil bleibt eigentlich eine Vorauszahlung und richtig abgerechnet werden kann erst nach den 3 bzw. 4 Jahren. Inkl. Verjährungsfalle.
     
  9. #8 anitari, 06.05.2017
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    Das war auch mein Gedanke.
     
  10. #9 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Nee, leider nicht, Zwischenzähler gibt es im ganzen Haus nicht, deshalb eben die Vereinbarung der Personenzahl. Oder meintest Du über den Hauptzähler den Wasserverbrauch, aber dann könnte ich das ja auch erst rückwirkend bei der Leerung machen und müsste dann die Abrechnungen der letzten drei oder vier Jahre ändern, frage mich ob das bezüglich Verjährung überhaupt möglich wäre (wie Du ja selbst schon geschrieben hast).

    Rechtlich ist es denke ich einwandfrei wie ich es mache, es ist ja eine regelmäßig wiederkehrende Position, analog z.B. der Legionellenprüfung oder der Schornsteinfeger, der zwar regelmäßig kehrt, aber die Prüfung der Heizung auch nur alle zwei oder drei Jahre zusätzlich macht (nicht in diesem Haus aber generell). Das rechne ich dann ja auch im entsprechenden Jahr zusätzlich ab und breche das nicht auf die drei Jahre runter.

    Ich will eigentlich nur Ruhe im Haus haben, nachdem jetzt der Quertreiber da eingezogen ist, mir fällt aber auch nichts ein was "gerecht" und dann noch rechtssicher ist.
     
  11. #10 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Wobei die Leerung ja je nach Anfall alle drei oder vier Jahre erfolgt (gut könnte man alle drei Jahre machen, egal ob randvoll oder dreiviertelvoll, ändert sich dann ja nur die m³-Gebühr), aber dann würde ich den Verbrauch der letzten drei Jahre ja auf die Zukunft umlegen, gut würde wohl nicht auffallen, zweifle aber ob das rechtssicher wäre.
     
  12. #11 Fremdling, 06.05.2017
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    Rein mathematisch auf vielerlei Weise lösbar. Setzt allerdings teilweise eine Stundung durch den Vermieter (goodwill) und eine Verteilung über die Zeit bis zur nächsten Leerung voraus, die m.E. zwar pragmatisch bis sachgerecht ist, jedoch nicht gerichtsfest sein dürfte. Bleibt, von allen Mietern unter Darlegung derer Vorteile das Einverständnis zur Umlegungsmethode einzuholen. - Viel Erfolg!

    Nur so eine Idee: hilft womöglich eine Anfrage beim Zweckverband zu dort bekannter "best practise"?
     
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  13. #12 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, danke, werde ich am Montag machen. Im gleichen Ort gibt es noch Blöcke einer Wohnungsgesellschaft, werde mal fragen ob ich von denen eine Info erhalte, wie die das handhaben.

    Im Zweifel fahre ich da an einen Wochenende mal vorbei und schaue, dass ich möglichst viele antreffen, evtl. auch mit der Drohung, wenn die den Quertreiber nicht einfangen dann lasse ich eben jährlich leeren, dann sind es eben nicht alle vier Jahre 48 € Pauschale + normalerweise 6 m³ á 17,20 €, sondern jedes Jahr 48 € Pauschale + 1,5 m³ á 17,20 €..
     
  14. #13 Fremdling, 06.05.2017
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    Hallooo!!?? Ich schrieb "Darlegung derer Vorteile" nicht "Drohung". Aaaber, recht haste, manchmal klappt's je nach Hirnvolumen ja auf Deine Weise besser. :148: Und "80% der Deutschen ..."

    BTW: Mieter dürften sich glücklich schätzen, derart engagierte Vermieter im Vertrag zu haben. Meine Meinung (Zitat Nanne ;)).
     
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  15. Berny

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    Bei mir hat sich noch nie ein Mieter beschwert, wenn ich Zähler-Eichtausche, Baumfällarbeiten o.ä. in Bruchteilen alljährlich anteilig umlege.
     
  16. #15 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Hallo Berny, das wäre ein gangbarer Weg wenn ich die Kosten für die Zukunft umlege oder diese immer in gleicher Höhe anfallen, hier ist aber ein Problem, dass die Kosten unterschiedlich (je nach Menge der produzierten S******) sind und dann ja nachträglich auf die vergangenen drei bis vier Jahre verteilt werden müssen.
     
  17. GSR600

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    Ich meinte es so, du bekommst ne Rechnung für die Leerung 2016 und verteilst die Kosten auf die Abrechnung 2016+2017+2018. Dann lässt du 2019 wieder leeren. Und dem neu eingezogenen Mieter würde ich eben nur den Anteil für 1 Jahr und dann für die Anteiligen Monate berechnen.
     
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  18. #17 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Das hat aber wieder den Pferdefuß, dass dies nur geht unter der Annahme, dass der Verbrauch 2016 - 2018 dem weitestgehend entspricht, der für dem eigentlich der Leerung zugrundeliegenden Zeitraum (also z.B. 2014 - 2016) angefallen ist. Wenn der sich geändert hat (z.B. weniger Leute in den Wohnungen etc.), dann kann die Rechnung auch ungerechet werden.

    Zum Verständnis z.B. 2014 - 2016 300 m³ Wasser entsprechen dann 6 m³ Klärschlamm, wenn nun in 2017 - 2019 nur noch 200 m³ Wasser verbraucht werden???

    Am gerechtesten wäre wohl der von Duncan angedachte Weg, für 300 m³ Wasser fallen 6 m³ Klärschlamm an, dann fallen also pro m³ Wasser 0,05 m³ Klärschlamm an, dann könnte man jedes Jahr den entsprechenden Teilbetrag der Entsorgungsrechnung ansetzen, aber ob das am Ende jeder kapiert (und dann auch noch ein Richter) ......
     
  19. #18 anitari, 06.05.2017
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    Einer der kein "Insiderwissen" hat ganz sicher nicht.

    Was kostet denn eigentlich so eine Leerung?

    Mal so zum Vergleich, 6 m³ Abwasser kosten bei mir knapp 30 €.
     
  20. #19 immobiliensammler, 06.05.2017
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    Das klingt dort nach ziemlich viel, aber es ist Klärschlamm, die Leerung kostet 48 € Grundgebühr und dann pro m³ aktuell 17,20 €.

    Zum Vergleich: Für die 6 m³ werden rund 250 - 300 m² Wasser verbraucht
     
  21. #20 anitari, 06.05.2017
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    Brandenburg ist, wie auch Berlin, "Teuer-Wasser-Abwasser-Region".

    Also Pi x Fensterkreuz 151 € alle 3 - 4 Jahre. Das sind Pinuts.

    300 m³ Abwasser würden bei mir ca. 1365 € kosten.

    Gut das ist nur ein Vergleich. Aber vielleicht kapiert der Mieter das damit.

    Du schreibst das ein Mieter noch einen DDR-Mietvertrag hat. Also muß die Immo hier im Osten der bunten Republik sein. Wo denn?
     
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