Legionellen-Analyse - Umlegung auf Mieter

Diskutiere Legionellen-Analyse - Umlegung auf Mieter im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, mein Schwiegervater hat in 02/2020 ein kleines MFH (3 Parteien) gekauft und in 07/2020 eine Trinkwasseranalyse (auf Legionellen)...

stud_thomas

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Hallo zusammen,

mein Schwiegervater hat in 02/2020 ein kleines MFH (3 Parteien) gekauft und in 07/2020 eine Trinkwasseranalyse (auf Legionellen) durchführen lassen. Die Kosten beliefen sich auf ca. 200,- € und nun stellt sich die Frage, wie diese 200,- € umgelegt werden sollen.

1. Idee:
die 200,- € werden in einer Summe umgelegt auf die drei Wohneinheiten (also jede Partei bezahlt 66,67 €)

2. Idee:
die 200,- € werden auf drei Jahre umgelegt (==> alle drei Jahre besteht ja die gesetzliche Verpflichtung zur Analyse des Trinkwassers); insofern müssten für 2020 jede Partei nur 22,22 € bezahlen.

Zusatzfrage:
Eine Mieterin ist Ende November ausgezogen (Nachvermietung erst in 02/2021) ==> können die 66,67 € bzw. 22,22 € auf die ehemalige Mieterin umgelegt werden?

Besten Gruß
Thomas
 

immobiliensammler

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Ich unterstelle mal dass die Kosten laut Mietvertrag umlagefähig sind. Dann würde ich nach Idee 1 vorgehen (also nach dem Abflussprinzip, was in 2020 gezahlt wurde gehört auch in die Abrechnung 2020, ich bin hier kein Freund von Abgrenzungen). Die Mieterin welche zum 30.11. ausgezogen ist zahlt dann halt nur für 335 Tage, den Dezember (31 Tage) trägt der Vermieter da Leerstand.
 

Andres

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Dann würde ich nach Idee 1 vorgehen (also nach dem Abflussprinzip, was in 2020 gezahlt wurde gehört auch in die Abrechnung 2020, ich bin hier kein Freund von Abgrenzungen).
Ich auch, aber mit dem Umlagemaßstab ...
die 200,- € werden in einer Summe umgelegt auf die drei Wohneinheiten (also jede Partei bezahlt 66,67 €)
... werde ich nicht warm. Es wird ja wohl kaum ein expliziter Umlagemaßstab in den Verträgen genannt sein (sonst hätte @stud_thomas nicht gefragt ...), im Regelfall erfolgt die Umlage nach Wohnfläche.

Hinter der Problematik steckt eine ungeklärte Rechtsfrage: Sind die Aufzählungen in der BetrKV und insbesondere in der HeizkostenV abschließend, beispielhaft oder etwas dazwischen? Von dieser Frage ist abhängig, wie die Kosten zuzuordnen sind: Zu den Warmwasserkosten (dann Abrechnung nach Verbrauch zwingend!) oder zu den sonstigen Betriebskosten (dann wohl Abrechnung nach Wohnfläche, sofern nichts anderes vereinbart ist). Vielleicht erbarmt sich der Bund auch mal und spendiert uns eine neue BetrKV, die das ausdrücklich regelt.

Bis dahin lege ich diese Kosten in den sonstigen Betriebskosten um.
 

immobiliensammler

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Ich auch, aber mit dem Umlagemaßstab ...
... werde ich nicht warm. Es wird ja wohl kaum ein expliziter Umlagemaßstab in den Verträgen genannt sein (sonst hätte @stud_thomas nicht gefragt ...), im Regelfall erfolgt die Umlage nach Wohnfläche.

Stimmt, ich bin jetzt nach dem Post davon ausgegangen dass alle Wohnungen gleich groß sind aber natürlich stimmt Deine Aussage: Umlagemaßstab Wohnfläche.
 

FMBerlin

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Die Legionellenanalyse betrifft ausschließlich die Warmwasserbereitung (Speicher+Warmwasserleitungen) weshalb ich sie der Heizkostenabrechnung zuordne und wie den Warmwasserverbrauch (zu 100% nach Verbrauch) umlege.
 

Olbi

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Die Kosten beliefen sich auf ca. 200,- € und nun stellt sich die Frage, wie diese 200,- € umgelegt werden sollen.

Zunächst stellt sich die Frage, ob überhaupt eine Pflicht zur Legionellen-Analyse besteht. Wenn diese nicht besteht, ist die Frage nach der Umlegbarkeit obsolet.
 

set

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Es gibt noch ein paar andere Gründe, aber unter anderem bei mehr als zwei vermieteten Wohn/ Nutzeinheiten an einem zentralen WW Speicher besteht die Pflicht zu Legionellenprüfung. Da hier von 3 Wohnungen die Rede war wird es wohl so sein.
 

Benni.G

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Es gibt noch ein paar andere Gründe, aber unter anderem bei mehr als zwei vermieteten Wohn/ Nutzeinheiten an einem zentralen WW Speicher besteht die Pflicht zu Legionellenprüfung. Da hier von 3 Wohnungen die Rede war wird es wohl so sein.
Kommt es da nicht auch auf die Länge der Leitung, bzw. auf die Menge an stehenden Wasser in der Leitung und ggf. auf die Warmwasserspeichergröße drauf an?
 

Olbi

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Es gibt noch ein paar andere Gründe, aber unter anderem bei mehr als zwei vermieteten Wohn/ Nutzeinheiten an einem zentralen WW Speicher besteht die Pflicht zu Legionellenprüfung. Da hier von 3 Wohnungen die Rede war wird es wohl so sein.

Nö. Es könnten Durchlauferhitzer in den Wohnungen installiert sein, dann entfällt diese Pflicht auch. Und die Parameter die @Benni.G nennt, spielen auch noch eine Rolle.
 

set

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Nö. Es könnten Durchlauferhitzer in den Wohnungen installiert sein, dann entfällt diese Pflicht auch. Und die Parameter die @Benni.G nennt, spielen auch noch eine Rolle.

wer lesen kann ist klar im Vorteil. ;-)

mich schrieb extra: an einem zentraler WW Speicher
 

Olbi

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Da hier von 3 Wohnungen die Rede war wird es wohl so sein.
Oder auch nicht. Man weiß es nicht, der SV gibt das nicht her.
Nur weil mehr als zwei Wohnungen bestehen, muss nicht automatische eine Pflicht zur Untersuchung begründet sein.


Zunächst stellt sich die Frage, ob überhaupt eine Pflicht zur Legionellen-Analyse besteht.

Ob eine Pflicht zur Untersuchung besteht, kann nur der TE beantworten. Wenig hilfreich ist es, Vermutungen anzustellen, oder Sachverhaltsquetsche zu betreiben.
Dabei ist insbesondere darauf abzustellen, ob das Warmwasser zentral oder dezentral bereitgestellt wird. Das kannst weder Du noch ich seriös beantworten.
 

stud_thomas

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Hallo zusammen,

besten Dank für die hilfreichen Antworten!

Ja, es besteht eine Pflicht zur Trinkwasseranalyse alle drei Jahre (in Baden-Württemberg zumindest).

Viele Grüße und ein schönes / verlängertes Wochenende
Thomas
 
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