Leidiges Thema "Streichen der Wohnung" bei Auszug

Diskutiere Leidiges Thema "Streichen der Wohnung" bei Auszug im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Nun, ich kann schon. Die neuen Mieter haben ja keinerlei Ansprüche, sondern haben lediglich eine freundliche Bitte geäußert. Eigentlich hätte es...

Triple-J

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Rein theoretisch müsstest du dem alten Mieter ab dem Zeitpunkt, wo du die Wohnung nicht mehr zum vertragsgemäßen Gebrauch überlassen kannst (weil die neuen ja schon drin sind), die Miete zurückzahlen.

Nun, ich kann schon. Die neuen Mieter haben ja keinerlei Ansprüche, sondern haben lediglich eine freundliche Bitte geäußert. Eigentlich hätte es mir ja auch ziemlich egal sein können. Vielleicht nehme ich für die Zukunft mit, dass ich mich in solchen Fällen einfach mehr raushalte und solche Wünsche von Nachmietern ignoriere bzw. mit irgendwelchen erfundenen Begründungen als "geht nicht" zurückweise. Hätte mir wahrscheinlich Ärger erspart.

Bin auch verärgert, schließlich hatte ich mit der Tochter bisher null Probleme (sie hatte sich auch zu Lebzeiten des Vaters um die Mietangelegenheiten des Vaters gekümmert) und ich hatte sie wunschgemäß zwei Monate früher aus dem Mietvertrag herausgelassen. Daher finde ich diese Nummer jetzt wirklich seltsam.


Ansonsten, danke, ich werde es dann nunmehr so machen.

Es ist keine 100%-ige Lösung, aber wahrscheinlich unter den vorhandenen Umständen so am besten.

Blieben abschließend noch folgende Punkte zu klären:

1. Verfasse ich jetzt diese zusätzliche Vertragsvereinbarung, wie @taxpert es vorgeschlagen hatte, oder füge ich lediglich einen Passus in das Übergabeprotokoll ein (wie @Dschei2) oder lasse ich es komplett unkommentiert? Da bin ich jetzt unsicher, insbesondere, wenn man argumentiert, dass gemäß dem von @Ino75 angegebenen Urteil es ja eigentlich sowieso nichts bringt (zumindest rechtlich, es sei dann, man hat doch mal Glück auf hoher See...)

2. Was die Email der Tochter betrifft:

Ich möchte der Tochter jetzt folgende Dinge zurückschreiben:
a) Dass ich die Angelegenheit bezüglich dem Streichen der Wände rechtlich anders einschätze (sofern Ihr mir da zustimmt) und hierzu auch auf die Regelungen in §12 des Vertrages hinweise. Aus praktischen Gründen werde ich ihr aber gleichzeitig mitteilen, dass ich mit den neuen Mietern vereinbart habe, dass diese die Wohnung streichen werden, da diese im Gegenzug zwei Wochen früher "mietfrei" die Wohnung übergeben bekommen.
b) Ggfls. weise ich auch darauf hin, dass die Wohnung gemäß §23 des MV eigentlich gereinigt zurückgegeben werden muss (nix mit "besenrein")
c) Bezüglich der Mietkaution "in voller Höhe", weil "keine Mängel", möchte ich diplomatisch, aber bestimmt, darauf hinweisen, dass die Mängel erst bei der Wohnungsübergabe geprüft werden und die Kautionsabrechnung anschließend in angemessener Frist erfolgen wird (in der Regel mache ich dies ca. 4-6 Wochen nach Rückgabe der Wohnung). Außerdem ist "in voller Höhe" ohnehin nicht drin, wegen einem Einbehalt für die NK-Abrechnung 2021, siehe d).
d) Dass ich die Nebenkostenabrechnung 2020 ebenfalls in angemessener Frist vornehmen werde (ich habe die Abrechnungsunterlagen der Hausverwaltung für 2020 erst Ende Juli erhalten). Bezüglich der NK-Abrechnung 2021 werde ich darauf hinweisen, dass ich diese voraussichtlich erst im Herbst 2022 durchführen kann, sobald ich auch dafür die Abrechnungsunterlagen der Hausverwaltung erhalten habe.

Wie würdet Ihr hier, bei der Beantwortung der Email, vorgehen?

Ich könnte die Formulierungen etwas anpassen:
a+b) Ich würde mitteilen, dass ich die Angelegenheit bezüglich dem Streichen der Wände "teilweise" rechtlich anders einschätze und hierzu auch auf die Regelungen in § 12 des Mietvertrages hinweise. Auch würde ich auf die Reinigung nach §23 des Mietvertrages hinweisen. Gleichzeitig würde ich mitteilen, dass die neuen Mieter von sich aus vorgeschlagen haben, die Wohnung selbst zu streichen und diese im Gegenzug zwei Wochen früher die Wohnung und außerdem die Küche übergeben bekommen.
c+d) Hierauf gar nicht eingehen, wie @FMBerlin in Post 2 meinte?

Würdet Ihr dementsprechend antworten und die Punkte c+d unkommentiert lassen?
 

Ino75

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Ich würde die Vereinbarung ruhig ins Übergabeprotokoll mit aufnehmen. Soweit ich weiß, sind im Protokoll von allen Beteiligten unterschriebene Vereinbarungen zumindest ziemlich häufig tatsächlich verbindlich. Erhöht also wahrscheinlich deine Chancen, daß es auch rechtssicher ist.

Und ich würde auf die Mail der Tochter so knapp wie möglich antworten. Mit jedem Wort zu viel kann man sich mit Pech ins eigene Knie schießen.

Also vielleicht tatsächlich nur den Entwurf für die Vereinbarung, den Hinweis, daß du das so ins Protokoll mit aufnehmen würdest und über die Kaution selbstverständlich so schnell wie möglich abrechnest. Außerdem der Hinweis, daß laut Mietvertrag die Wohnung nicht nur besenrein sondern gereinigt übergeben werden soll und du dich sehr freuen würdest, wenn sie das erledigt. Ggf das ganze auch telefonisch und gar nicht schriftlich, wenn möglich?

Nix dazu, wie du die rechtliche Lage einschätzt und mindestens einen Teil der Kaution bis zur Nebenkostenabrechnung einbehalten wirst. Das wird sie dann schon sehen.

Ich finde das Verhalten der Tochter jetzt auch nicht so dolle, daß sie den Mietvertrag zwei Monate früher beenden konnte, war von dir ja nun wirklich schon ein Entgegenkommen. Andererseits ist ihr Vater gerade gestorben, das ist für sie bestimmt nicht leicht. Als mein Vater damals gestorben ist, wusste ich über Monate kaum noch, wie ich eigentlich heiße und war bestimmt auch in vielen Punkten mehr als nur sonderbar. Habe also vielleicht ein wenig Nachsicht mit ihr.
 

Triple-J

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Heute hat die Übergabe stattgefunden.

Wenn eine Lehrerin und eine Juristin miteinander verheiratet sind... ;) Das die Tochter Lehrerin ist, wusste ich. Auch, dass sie mit einer Frau verheiratet ist. Dass die Ehefrau allerdings Juristin ist, wusste ich bisher nicht, hat sie heute erwähnt. Zumindest erklärt das Einiges. :D

Sie hat mich zu Beginn nochmal kurz auf das Thema angesprochen und meinte, dass man angeblich erst dann streichen müsse, wenn das Mietverhältnis mindestens vier Jahre angedauert habe. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass das vorliegend der Fall ist :D (Mietbeginn war 01.09.2017). Woher auch immer sie jetzt wieder die vier Jahre genommen hat. Häufig war ja zuletzt von drei oder fünf Jahren die Rede, je nach Raumart.

Sie meinte dann noch, selbst, wenn im Mietvertrag von Reinigung bei Auszug die Rede ist, bedeute dies lediglich besenrein. Stimmt das? Meine Google-Recherche tendiert eher zum Gegenteil.

Wir haben aber nicht lange diskutiert, es war alles friedlich. Da die neuen Mieter selbst alles streichen wollen, ist es ohnehin nicht schlimm. Sie hat auch den von mir in das Übergabeprotokoll geschriebenen Passus ohne Kommentar akzeptiert und unterschrieben.
 

ehrenwertes Haus

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Was wird/wurde aus der großzügig dem VM gespendeten Küche?
 

ehrenwertes Haus

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Sie meinte dann noch, selbst, wenn im Mietvertrag von Reinigung bei Auszug die Rede ist, bedeute dies lediglich besenrein. Stimmt das? Meine Google-Recherche tendiert eher zum Gegenteil.

Diskussion um besenrein vor Gericht:
Mieter: selbstverständlich wurde die Wohnung gefegt, sogar gewischt
Richter daraufhin: ich glaube wir reden von verschiedenen Wohnungen...

In diesem Fall wurde der Mieter verdonnert die Reinigungsfirma zu bezahlen, da die gesamte Wohnung Wasser für Reinigungszwecke, wenn überhaupt während der Mietdauer von rund 15 Jahren, nur in homöopathischer Dosis genossen hatte.

Unter "besenrein" fiel in diesem Fall neben Boden fegen inkl. auffegen und Spinnweben mit 2,5 cm Staubschicht beseitigen auch die teilweise 1cm dicken Krusten der Fingerpatscher an Türen auf und um Lichtschalter entfernen, die ca. 2mm Fettschicht auf dem Küchenboden, sowie das WC zu reinigen, dessen ursprüngliche Farbe nur noch auf der Rückseite zu erahnen war und Parkettboden von einem ca 1qm großen Fleck Kerzenwachs zu befreien.


Mit besenrein ist groben Schmutz beseitigen, den man i.d.R. mit einem Besen entfernen kann. Spinnweben über Bodenniveau eingeschlossen.
Gereinigt bedeutet wirklich feucht geputzt, ohne deutliche Reste der Vormieter oder Handwerker.
 
immodream

immodream

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Hallo,
ich habe auch immer wieder Wohnungsübergaben gehabt, da hatte man wirklich das Gefühl, das die Fenster, Fliesen , Heizkörper , Sanitärgegenstände grob mit dem Besen gereinigt wurden.
Muß aber meine letzten Mieter loben .
Die haben wirklich die Wohnungen gereinigt hinterlassen .
Habe am Wochenende eine Wohnungsrückgabe, bei der ich nicht einschätzen kann, wie die Wohnung wirklich aussieht.
Mieterin war in den letzten 6 Jahren sehr angenehm, Wohnung wurde damals frisch gestrichen übergeben.
Leider hat die Mieterin auf mein schriftliches Merkblatt " Infos zum Auszug " mit dem Angebot einer Vorababnahme nicht reagiert.
Werde nächste Woche mal Neues mitteilen .
Grüße
Immodream
 

Triple-J

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Gag des Tages:

Gerade rief die Mutter bei mir an (die neuen Mieter sind Sohn & Mutter, Letztere nur als Sicherheit).

Man habe heute völlig überraschend die kurzfristige Rückmeldung seitens der Firma des Sohnes erhalten, dass die Weiterbildung des Sohnes im Raum Aachen nun doch nicht stattfinden werde. Daher brauche man die Wohnung jetzt gar nicht mehr...

Man hat mir hierzu auch eine Email dieser Firma vom heutigen Tag weitergeleitet.

Oh man. Erst gestern Abend war die Übergabe, alles war super. Der junge Mann freute sich auf seine erste eigene Wohnung. Beim Besichtigungstermin vor etwa vier Wochen erzählte man mir noch, wie dringend man auf der Suche nach einer Wohnung sei, weil es hier ab dem 01.10. los gehen würde (und das Elternhaus ist etwas weiter weg).

Die Mutter klang auch ziemlich fertig. So einen Fall hatte ich bisher auch noch nicht. Normalerweise springen mir die Leute bereits vor Vertragsunterzeichnung aus den kuriosesten Gründen wieder ab, aber nicht nach Vertragsunterzeichnung und weniger als einen Tag nach Wohnungsübergabe.

Laut Mietvertrag beträgt die Mindestlaufzeit 1 Jahr. Ich habe ihr gesagt, dass ich mich nach dem Wochenende bei ihr zurückmelde, inwiefern ich ihr entgegenkommen kann. Die beiden sind wirklich supernett, ich will sie jetzt auch nicht ein Jahr lang zahlen lassen. Sie meinte noch, wir könnten die Wohnungsrückgabe gerne bereits nächste Woche durchführen...

Bei den Wohnungsbesichtigungen gab es noch eine andere Kandidatin, die ich in die engere Auswahl genommen hatte. Ob die jetzt noch will? Ist immerhin vier Wochen her. Werde wohl wieder von vorne anfangen müssen.

Streichen wird die Wohnung natürlich jetzt auch keiner... :wand: Wozu macht man sich eigentlich immer diese ganzen Gedanken? Gut, ich kann es jetzt auf Kosten der "neuen" (bald schon alten) Mieter durch eine Firma machen lassen...
 
immodream

immodream

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Hallo Triple-J,
du bist nicht der Einzige, dem so etwas passiert.
Mieter schließt Mietvertrag ab und erfährt am nächsten Tag aus der Zeitung, das die Filiale , in der er arbeitet, demnächst geschlossen wird.
Er hat natürlich Angst vor drohender Arbeitslosigkeit, also Rückgabe des Mietvertrages .
Mieter schließt Mietvertrag ab, weil er glaubt, das die Oma oder die Tante ihm die Kaution geben werden.
Tante und Oma geben ihm nicht die Kaution, also Mietvertrag zurück .
Mieter schließt im November Mietvertrag zum 1. Januar des nächsten Jahres ab.
Zahlt auch die Kaution von 2 Nettomieten .
Versöhnt sich über die Feiertage wieder mit seiner Frau und braucht für Frau und Sohn größere Wohnung.
Rückabwicklung des Mietvertrages, Mieter verzichtet auf die 2 Monatsmieten Kaution und ich darf wieder auf Mietersuche gehen.
Auch wenn es dir nicht hilft.
Du bist mit deinem Problem nicht allein.
Halt durch
Immodream
 

Hutchinson Hatch

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Nächste Woche Wohnungsrückgabe? Nie und nimmer würde ich das in dieser Konstellation durchführen lassen. Sobald du die Wohnung zurücknimmst, entfällt nach meinem Rechtsverständnis die Mietzahlung. Denkbar wäre bspw. eine vorzeitige, schriftliche Vertragsauflösung gegen Zahlung von 1-2 Monatsmieten für den Aufwand, und danach die Wohungsrückgabe. Zu hoch pokern würde ich dabei nicht, es gibt für den Mieter noch die Möglichkeit, die Wohnung wegen Unzumutbarkeit zu kündigen. Eine Weiterbildung dürfte hierbei ein triftiger Grund sein.
In diesem Szenario hättest du aber immerhin den September und Oktober bezahlt und müßtest erst ab November einen neuen Geldgeber suchen.
 

Triple-J

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Nächste Woche Wohnungsrückgabe? Nie und nimmer würde ich das in dieser Konstellation durchführen lassen. Sobald du die Wohnung zurücknimmst, entfällt nach meinem Rechtsverständnis die Mietzahlung.

Naja, die beiden wohnen aber derzeit relativ weit weg. Laut eigenen Angaben brauchen sie, auch aufgrund der derzeitigen flutbedingten Straßensperrung der A61, bis zu drei Stunden Fahrtzeit zum Objekt. Mit anderen Worten: Ich werde die für Besichtigungstermine mit Interessenten nicht jedes Mal herbestellen können, sondern benötige den Wohnungsschlüssel.

Denkbar wäre bspw. eine vorzeitige, schriftliche Vertragsauflösung gegen Zahlung von 1-2 Monatsmieten für den Aufwand, und danach die Wohungsrückgabe. Zu hoch pokern würde ich dabei nicht, es gibt für den Mieter noch die Möglichkeit, die Wohnung wegen Unzumutbarkeit zu kündigen. Eine Weiterbildung dürfte hierbei ein triftiger Grund sein.

An sowas Ähnliches hatte ich auch gedacht. Unter die Kaution von 3 Kaltmieten will ich dabei aber nicht gehen.

Vorliegend kommt ja auch das Streichen der Wohnung hinzu. Dies hatte ich ja extra wunschgemäß von Alt-Mieterin auf Neu-Mieter "übertragen", wird von Letzteren jetzt aber natürlich doch nicht durchgeführt. Wenn ich dafür jetzt eine Firma kommen lasse, kann die bereits vorliegende Kaution (3 Kaltmieten für die 34m²-Wohnung) zu einem Großteil bereits verpulvert sein.

Ich müsste mir die Räume aber nochmal selbst angucken, ich habe bei der Wohnungsübergabe am Mittwoch nicht so sehr auf die "Streichbedürftigkeit" der Wände geachtet. Das Wohnzimmer hat es auf jeden Fall nötig, bei Schlafzimmer und Flur (sowie die kleinen tapezierten Bereiche in Küche und Bad) kann man eventuell darauf verzichten. Aber ob es Sinn macht, eine Malerfirma nur für einen Raum herzubestellen?

Auch in punkto Sauberkeit werde ich bei einigen Stellen jetzt wohl selbst ran müssen, insbesondere die Fenster & Rahmen/Falze waren ziemlich verdreckt.

Der Aufwand für die erneute Mietersuche käme dann hinzu.
 

Triple-J

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Bei den Wohnungsbesichtigungen gab es noch eine andere Kandidatin, die ich in die engere Auswahl genommen hatte. Ob die jetzt noch will? Ist immerhin vier Wochen her. Werde wohl wieder von vorne anfangen müssen.

Hat natürlich bereits eine Wohnung gefunden. Wie zu erwarten.

Dann gehe ich nächste Woche wieder auf die Suche. ;)
 

Triple-J

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Nächste Woche Wohnungsrückgabe? Nie und nimmer würde ich das in dieser Konstellation durchführen lassen. Sobald du die Wohnung zurücknimmst, entfällt nach meinem Rechtsverständnis die Mietzahlung. Denkbar wäre bspw. eine vorzeitige, schriftliche Vertragsauflösung gegen Zahlung von 1-2 Monatsmieten für den Aufwand, und danach die Wohungsrückgabe. Zu hoch pokern würde ich dabei nicht, es gibt für den Mieter noch die Möglichkeit, die Wohnung wegen Unzumutbarkeit zu kündigen. Eine Weiterbildung dürfte hierbei ein triftiger Grund sein. In diesem Szenario hättest du aber immerhin den September und Oktober bezahlt und müßtest erst ab November einen neuen Geldgeber suchen.

Woher nimmst Du eigentlich die Information, dass der Wegfall einer solchen Weiterbildung eine Wohnungskündigung durch die Mieter aufgrund von "Unzumutbarkeit" begründen würde? Ich kann dazu absolut nichts finden.

Ich hatte mir nun folgende Möglichkeiten überlegt:

Entweder a) Den "neuen" Mietern vorschlagen, dass das Mietverhältnis, welches zum 01.10. offiziell beginnen sollte, gegen Einbehalt der Kaution (3 Kaltmieten, die in etwa 2 Warmmieten entsprechen; knapp 900€) beendet wird. Die Kaution würde ich dann dazu verwenden, um den voraussichtlichen Mietausfall im Oktober gegenzufinanzieren (in der Erwartung, zum 01.11. einen neuen Mieter zu finden), den Aufwand für die erneute Mietersuche auszugleichen und um eine Malerfirma mit dem Streichen der Wohnung zu beauftragen (über zwei Internet-Anbieter habe ich verschiedene Angebote für das Streichen der Wohnung bekommen, zwischen 250€ und über 1.000€. Ich beabsichtige, einen Anbieter, der 270€ angeboten hat, zu beauftragen. Es ist allerdings bisher noch nicht klar ersichtlich, ob der Preis nun netto oder brutto ist).
--> Vorteil für die Mieter: Ende mit Schrecken.
--> Nachteil für mich: Finde ich zum 01.11. keinen neuen Mieter, mache ich Verluste.

Oder b) Mich mit den "neuen" Mietern im Objekt treffen, ein Protokoll anfertigen, welches ich "Protokoll über gemeinsame Begehung der Wohnung" nenne (statt Wohnungsübergabeprotokoll) und wo darauf vermerkt wird, dass die Wohnung noch bis zum 31.08.2022 (1 Jahr ab Vertragsunterzeichnung im August 2021) an Herrn & Frau M vermietet ist und M wünschen, bereits zum nächst mögiichen Zeitpunkt aus dem Mietvertrag entlassen zu werden, sobald ein geeigneter Nachmieter gefunden wird. Hierfür wird dem Vermieter zum Zweck der Durchführung von Besichtigungsterminen mit Mietinteressenten folgende Schlüssel bereits vor Mietvertragsende
übergeben, blabla.
--> Vorteil für mich: kein finanzielles Risiko.
--> Nachteil für die Mieter: Schrecken ohne Ende, falls ich zum 01.11. keinen geigneten Nachmieter finde.

Was meint Ihr?

Ich bin ab Dienstag wieder zurück im Raum Aachen und würde dann mit der Mietersuche beginnen. Grundsätzlich bin ich optimistisch, zum 01.11. einen geeigneten Nachmieter zu finden. Aber garantieren kann mir das natürlich keiner.
 
immobiliensammler

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Woher nimmst Du eigentlich die Information, dass der Wegfall einer solchen Weiterbildung eine Wohnungskündigung durch die Mieter aufgrund von "Unzumutbarkeit" begründen würde? Ich kann dazu absolut nichts finden.

Wenn dann nur in der Rechtsprechung, ich finde dazu aber auf die Schnelle auch nichts. Ein Sonderkündigungsrecht gab es im Gesetz nur für Beamte, (§ 570 BGB a.F. (MietR) - dejure.org) aber selbst da ist es inzwischen abgeschafft worden. Das war übrigens wieder mal so ein Beispiel, dass der Staat die Gesetze vor allem so strickt dass er profitiert. Wenn ein Lehrer von sagen wir München nach Nürnberg versetzt wird müsste der Staat die doppelte Miete bezahlen, halt blöd wenn der Lehrer dann z.B. gerade einen (alten) Zeitmietvertrag abgeschlossen hat. Also schafft man sich schnell eine Ausnahmeregelung .....
 

Gast26420

Ich halte im MV nur einen einzigen Satz fest: Wie übergeben (renoviert) - so zurückgegeben.
Wenn nicht - laut Abnahmeprotokoll - lasse ich machen und ziehe es von der Kaution ab.
 

Triple-J

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@Gast26420: Danke, aber damit sind wir an dieser Stelle soweit durch.

Aktuell geht es noch um die folgende Frage gemäß Post #33:
Ich hatte mir nun folgende Möglichkeiten überlegt:

Entweder a) Den "neuen" Mietern vorschlagen, dass das Mietverhältnis, welches zum 01.10. offiziell beginnen sollte, gegen Einbehalt der Kaution (3 Kaltmieten, die in etwa 2 Warmmieten entsprechen; knapp 900€) beendet wird. Die Kaution würde ich dann dazu verwenden, um den voraussichtlichen Mietausfall im Oktober gegenzufinanzieren (in der Erwartung, zum 01.11. einen neuen Mieter zu finden), den Aufwand für die erneute Mietersuche auszugleichen und um eine Malerfirma mit dem Streichen der Wohnung zu beauftragen (über zwei Internet-Anbieter habe ich verschiedene Angebote für das Streichen der Wohnung bekommen, zwischen 250€ und über 1.000€. Ich beabsichtige, einen Anbieter, der 270€ angeboten hat, zu beauftragen. Es ist allerdings bisher noch nicht klar ersichtlich, ob der Preis nun netto oder brutto ist).
--> Vorteil für die Mieter: Ende mit Schrecken.
--> Nachteil für mich: Finde ich zum 01.11. keinen neuen Mieter, mache ich Verluste.

Oder b) Mich mit den "neuen" Mietern im Objekt treffen, ein Protokoll anfertigen, welches ich "Protokoll über gemeinsame Begehung der Wohnung" nenne (statt Wohnungsübergabeprotokoll) und wo darauf vermerkt wird, dass die Wohnung noch bis zum 31.08.2022 (1 Jahr ab Vertragsunterzeichnung im August 2021) an Herrn & Frau M vermietet ist und M wünschen, bereits zum nächst mögiichen Zeitpunkt aus dem Mietvertrag entlassen zu werden, sobald ein geeigneter Nachmieter gefunden wird. Hierfür wird dem Vermieter zum Zweck der Durchführung von Besichtigungsterminen mit Mietinteressenten folgende Schlüssel bereits vor Mietvertragsende
übergeben, blabla.
--> Vorteil für mich: kein finanzielles Risiko.
--> Nachteil für die Mieter: Schrecken ohne Ende, falls ich zum 01.11. keinen geigneten Nachmieter finde.

Was meint Ihr?

Ich bin ab Dienstag wieder zurück im Raum Aachen und würde dann mit der Mietersuche beginnen. Grundsätzlich bin ich optimistisch, zum 01.11. einen geeigneten Nachmieter zu finden. Aber garantieren kann mir das natürlich keiner.
 

Gast26420

Danke, ist schon gut. Ich sehe es trotzdem anders.
Ich halte mich nur an denjenigen, der mir gegenüber in der Pflicht war/ist. Damit bin ich bisher gut gefahren.
 

Hutchinson Hatch

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@Triple-J Mist, ich hatte es irgendwo mal gelesen und dann im Kopf abgespeichert, finde ich es aber leider nicht wieder. Ich suche aber noch weiter. Wenn ich Unsinn geschrieben habe, tut mir das leid.

Ungeachtet der Rechtssituation würde ich Lösung A bevorzugen, wenn die Gegenseite zustimmt.



EDIT:

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Beruflicher Umzug​


Grundsätzlich kann eine neue Arbeitsstelle solch einen wichtigen Grund darstellen. Ist die Arbeitsstelle zu weit von der aktuellen Wohnung entfernt, ist es in der Regel unzumutbar für den Mieter, zu pendeln. Allerdings könnte es zu Problemen führen, wenn der Mieter seinen Arbeitgeber freiwillig wechselt. In diesem Fall muss ein Gericht die Interessen der beiden Parteien gegeneinander abwägen.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Ich weiß, ist nur eine Beratungsseite, aber will man einen solchen Rechtsstreit riskieren? Darüberhinaus könnte der Mieter auf die Idee kommen, die Wohnung unterzuvermieten, um den finanziellen Schaden zu reduzieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Triple-J

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Ich weiß, ist nur eine Beratungsseite, aber will man einen solchen Rechtsstreit riskieren?

Scheint auch eher eine Einzelmeinung zu sein, denn wie gesagt, ich habe dazu sonst nirgendwo was gefunden.

Arbeitsplatzwechsel, Studiumsplatzwechsel, Nachwuchs: Das sind ja schon recht viele Gründe, weshalb man als Mieter die Mindestmietdauer laut dieser Website angeblich außer Kraft setzen kann. Da fragt man sich schon, warum man solche Vereinbarungen überhaupt trifft.

Ich möchte den (sympathischen) beiden Mietern ja auch gerne entgegen kommen. Nur will ich nicht selbst Verluste dadurch machen.

Die Kautionslösung (also A) ist ja schon recht entgegen kommend. Sofern ich die Wohnung nicht völlig überraschend bereits vor dem 01.11. neu vermieten sollte, gehe ich mit plus/minus null aus dieser Lösung raus.

Allerdings könnte es zu Problemen führen, wenn der Mieter seinen Arbeitgeber freiwillig wechselt.

Der Satz ist natürlich auch wieder geil. Wie soll der Vermieter denn überprüfen können, ob der Arbeitsplatzwechsel freiwillig erfolgt oder nicht? Damit kann man dann wieder die Gerichte beschäftigen. Zum Glück in diesem Fall weniger relevant (vorliegend liegt wohl keine Freiwilligkeit vor, man kann aber natürlich trefflich darüber streiten, inwiefern die Mieter die Situation mit verschuldet haben, wenn eine Wohnung angemietet wird, obwohl es noch nichts Schriftliches gibt).

Ich denke nicht, dass es vorliegend einen Rechtsstreit geben wird: Nichtsdestotrotz: Sowohl Lösung A und erst Recht B ist für die Mieter schmerzhaft.
 

Hutchinson Hatch

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Ich versuche mal das ganze aus meiner persönlichen Sicht zu sehen:
Da ich keinen Vermieterrechtsschutz habe, bin ich fast zwangsläufig auf der Verliererseite, sobald die Mieterseite einen Rechtsanwalt hinzuzieht. Bei einem Vergleich vor Gericht würde ich dann immer draufzahlen, da ich meine Gerichtskosten selber zahlen muss. Da es hier um eine komplette Jahresmiete geht, dürfte das Prozesskostenrisiko nicht gering sein.

Es liegt jetzt an Deiner Einschätzung, den positiven Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Bei einer Maximalforderung könnten sich die Mieter dazu genötigt fühlen, dem Mieterbund einen Besuch abzustatten, der die Mieter dann in eine juristische Auseinandersetzung reinquatscht.

Die gleiche Klausel benutze ich übrigens auch in meinen Mietverträgen, würde aber niemals diese auch konsequent durchsetzen wollen, wenn berufliche Gründe eine Rolle spielen. Reisende soll man nicht aufhalten, solange der Reisende eine kleine Kompensation zahlt :)

Es geht mir bei der Klausel hauptsächlich um Abschreckung bei Mietern, die sich im laufenden Mietverhältnis immer nach besseren Wohnungen umschauen. Vor der Wohnungskrise (in größeren Städten) ab ca, 2015 gab es durchaus Leute, die das Umziehen zu einer Art Hobby gemacht haben.
 
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