Leitungsrecht

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Skygirl237, 21.05.2007.

  1. #1 Skygirl237, 21.05.2007
    Skygirl237

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    Hallo :wink ,
    also bei meiner Frage handelt es sich um 3 Wohnunsgeigentumsobjekte.
    Die Regenwasserbeseitigung dieser 3 Objekte ist verbunden, also das Regenwasser aller 3 Häuser wird durch eine einzige Leitung entsorgt.
    Das Problem: Der Anfang der Leitung besteht aus 200er Rohren und auch beim nächsten Haus, sind da noch die Rohre mit dem vorgenannten Durchmesser.
    Nur ab dem 3 Grundstück ist da nur noch eine 150iger Leitung und nun bei sehr starkem Regen kann dieses kleinere Rohr die Wassermassen nicht erfassen und das Grundstück steht regelmäßig unter Wasser.
    Nun soll auch dieser Abschnitt auf 200er Rohre umgerüstet werden und nun ist die Frage, ob für diese Kosten alle 3 Grundstücke "herangezogen" werden können? Momntan klären wir gerade ab, ob die 2 Ojekte ( die mit den 200er Rohren) ein Leitungsrecht haben.
    Nun meine 2. Frage, sollte hier ein Leitungsrecht bestehen, haben die 2 Eigentumsobjekte dann die Kosten für die Umrüstung auf die größeren Rohre mit zu tragen?? Denn deren Regenwasser wird ja über dieses eine Grundstück auch beseitigt!
    Und wie verhält es sich, wenn hier kein Leitungsrecht besteht?
    Es ist halt für das eine Grundstück echt eine Belastung, weil ja nicht nur Wasser, sondern auch genügend Dreck mitgeliefert wird.
    Also vielen Danke für Eure Antworten schonmal im Voraus....skygirl237 :banana
     
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  3. Beluga

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    Den 2 andere Grundstückseigentümer erklären, dass die Umrüstung auf größere Rohrdimension erst wegen ihrer Regenwasserrohranschlüsse notwendig ist, sodass sie an Kosten zu beteiligen haben.

    Wieso wurde zu klein dimensioniert ?
    Besteht noch Gewährleistungsanspruch gegen Handwerker ?
     
  4. #3 Skygirl237, 22.05.2007
    Skygirl237

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    Hallo,
    vielen Dank für deine Antwort :top!
    Aus welchen Gründen die Rohrleitung dann ab dem 3. Grundstück kleiner verlegt wurde, weiß ich nicht und auch Gewährleistungsansprüche sind keine mehr möglich.
    Verstehe ich deine Aussage richtig, dass es gar nicht relevant ist, ob da ein Leitungsrecht besteht.......sondern das einfach die Tatsache ausreicht, dass das Regenwasser von den 2 Objekten auch durch diese Rohre abgeleitet wird und die sich somit an den Kosten zu beteiligen haben??? Unabhängig von Leitungsrechten?
    Welche Möglichkeiten gibt es bei einer Verweigerung an der Kostenbeteiligung? Bzw. wo finde ich einen dazugehörigen § oder Rechtssprechung, um dies zu begründen?
    Danke schonmal im voraus....skygirl237 :wink
     
  5. Beluga

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    Mitbenutzer haben Kosten mitzutragen.
    Anders wäre Übervorteilung / Bereicherung.

    In Deinem Fall ist die Vergrößerung der Dimension wegen wiederholten Schäden zwingend notwendig.
    Das Regenwasser, das zur Überschwemmung führt, kommt ja überwiegend
    (2/3) von den 2 anderen Häusern. Ohne diese 2 würde die 150-er Rohr für 1 Haus ausreichen. Also die 2 Häuser sind die eigentliche Schadenverursacher.

    Wenn die 2 Häuser nicht mitmachen wollen, können sie ihre Leitungen
    anderswo anschließen, oder unangeschlossen das Regenwasser freilaufen lassen. Dann haben sie die Überschwemmung.

    Zuerst die 2 Häuser zu Vernunft bringen.
    Rohraustausch kann nicht allzu viel kosten. Geteilt an 3 Häuser, also tragbar.

    Anstatt aus einer Mücke einen Elefanten zu machen ! Das würde sehr viel
    mehr kosten und die Sache bleibt unerledigt ! Da reiben sich die Anwälte
    schon die Hände. :lol :loll
     
  6. #5 Skygirl237, 23.05.2007
    Skygirl237

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    Hallo Beluga,
    also nochmal vielen Dank für deine hilfreiche Antwort. Ich sehe dies genauso und habe auch nicht vor, daraus einen Elefanten werden zu lassen :zwinker!
    Könntet Du mir eventuell noch sagen, wo ich rechtlich hierzu was finden kann? Einen Pragraphen oder Rechtssprechung der sich darauf bezieht, dass Mitbenutzer diese Kosten auch mit zu tragen haben??? Dies wäre echt prima!!!!
    Vielen Dank und viele sonnige Grüßels....skygirl237 :banana
     
  7. Beluga

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    Bin kein Jurist, traue mich nicht §§ zu nennen.
    Es hängt ja auch davon ab, was man geltend machen, welchen Weg man gehen will.

    Als drohende Gefahr, als Mitwirkungspflicht, als Aufwendungsersatz, als Schadenersatz für Vorteilnahme, als Nutzungsentschädigung ...


    Wenn alle 3 Häuser zu einem Grundstück gehören, also eine Gemeinschaft,
    so sind die Reparaturkosten des Gemeinschaftseigentums ohnehin von allen
    Eigentümern zu tragen.
    Und die Frage des Leitungsrechts ist auch hinfällig.
     
  8. #7 Vermieterheini1, 16.06.2007
    Vermieterheini1

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    Hallo Beluga,

    beim Lesen deines ersten Satzes kam mir unwillkührlich in den Sinn:
    Wenn wirklich die Wassermassen aus den ersten beiden Häusern mit den 200er Rohren den Abwasserrückstau verursachen, so könnte man doch deren Abflussmenge an unauffälliger Stelle dezent "eindrosseln".
    Jedes Haus bekommt maximal 1/3 vom 150iger Rohr. Wenn sich die ersten beiden Häuser an den Bau- UND Unterhaltskosten mit weniger als 1/3 beteiligt haben, dann entsprechend weniger.
    Wenn den Nutznießern (Schmarotzer habe ich nur gedacht!) laufend "das Wasser bis zum Halse steht", dann sind die womöglich irgendwann bereit sich an Kosten für eine Verbesserung der GEMEINSCHAFTLICHEN PRIVATEN Entwässerungskanäle zu beteiligen.
    (Wie der Name sagt kommt Gemeinschaft von GEMEIN!)

    Was bin ich doch für ein bööser Bube!
     
  9. Beluga

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    Kappen meinst Du ?
    Ist zwar effektiv, aber wohl nicht ohne Folgen.
    Bei Gemeinschaftseigentum geht hier sowieso (oder leider !) nicht.
     
  10. #9 Vermieterheini1, 19.06.2007
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    Hallo Beluga,

    gibt bei bei dir zwischen "Kappen"und "eindrosseln" keinen Unterschied?
     
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