Leitungswasserversicherung für Sondereigentum

Dieses Thema im Forum "Wohngebäudeversicherung" wurde erstellt von Gast 2, 10.02.2014.

  1. Gast 2

    Gast 2 Gast

    Hallo Forengemeinde,

    In einer eher überschaulichen WEG (10 WE, insgesamt 6 Eigentümer, 8 WE vermietet)
    besteht keine Leitungswasserversicherung.

    Lt. TE zählen die Leitungen ab Zähler zum SE,
    somit müsste der Eigentümer verantwortlich sein.

    Ein Eigentümer hätte gern für seine 3 WE eine LW-Versicherung,
    in der Eigentümerversammlung wird dieser vermutlich keine Mehrheit erzielen.
    (Kopfprinzip)

    Jetzt die Fragen:
    1.) Ist es möglich eine LW-Versicherung nur fürs SE abzuschließen? (im Internet habe ich noch nichts passendes gefunden)

    2.) Gibt es Alternativen zur LW-Versicherung?

    3.) Kann man die Kosten schätzen die entstehen wenn z.B. der Duschabfluss defekt ist,
    und es in der darunterliegenden Wohnung von der Decke tropft?

    4.) Sind ggf. auch ohne LW-Versicherung Zahlungen der Wohngebäudeversicherung zu erwarten?


    Vielen Dank fürs Lesen und im Voraus für eure Hilfe
    Patrick
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Einfach mal den Versicherungsvertreter des geringsten Misstrauens fragen - ich sehe keinen triftigen Grund, warum das nicht gehen soll. Man muss sich eben im Klaren darüber sein, dass die Versicherung des ganzen Gebäudes eine umfassendere Wirkung hätte: Wenn ein Schaden durch eine Leitung in fremdem SE entsteht, leistet die eigene Versicherung eher nicht.


    Ja. Viele Schäden sind durch die Hausratversicherung abgedeckt. Das hilft aber nur, falls man selbst in der Wohnung wohnt oder der Mieter eine solche Versicherung hat (sinnvoll, aber nicht erzwingbar). Außerdem kann sie Bestandteil einer allgemeinen Gebäudeversicherung sein. In dieser Form ist sich auch billiger.


    Nein, und deshalb möchte man dagegen versichert sein ;)

    Wasserschäden können auch in kleinen Gebäuden schnell fünfstellige Summen kosten.


    S.o., das ist möglich.
     
  4. Gast 2

    Gast 2 Gast

    Hallo Andres

    Das ist mir bewusst.
    Aber dann müsste doch eigentlich der SE-Eigentümer dafür haften,
    oder verstehe ich etwas falsch?


    Angenommen der "Rohrbruch" ist bei Eigentümer X aufgetreten,
    und bei Mieter Y tropft aus der Decke.
    Dann würde der Schaden bei Y u.U. auch von dessen HausratVers. abgedeckt?


    Puh das beruhigt (Ironie aus)
    genau das sind eben meine Überlegungen.
    Es wäre halt auch die Frage in wie fern die WEG selbst auch haftet,
    oder ob dies nur der SE-Eigentümer tut.

    Problematisch sehe ich den Passus der TE "ab Zähler ist SE"
    wobei das bei Frischwasser noch gut abzugrenzen ist.
    Wie ist das aber bei Abwasserleitungen ab wo ist da denn wieder Gemeinschaftseigentum?


    Welche Versicherung meinst du, die LW-Versicherung?
    Das ist definitiv im konkreten Fall leider nicht der Fall.


    Viele Grüße
    Patrick
     
  5. #4 Martens, 11.02.2014
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    moinsen,

    die Versicherungen haben eine andere Aufteilung der Zuständigkeiten als Gemeinschafts- / Sondereigentum nach WEG.

    Die Gebäudeversicherung versichert das Gebäude, also Wände und Decken inkl. Putz, Tapete und Farbe, Böden inkl. fest verlegtem Bodenbelag wie Parkett (als Gebäudebestandteil).
    Die Hausratversicherung versichert den Hausrat, also alles Bewegliche in der Wohnung wie Einrichtungsgegenstände, Klamotten, losen Teppichboden und alle Einbauten des Mieters / Bewohners.

    Wenn man im Falle eines Feuers oder eben eines Wasserschadens die komplette Absicherung haben will, benötigt man als Geschädigter beide Versicherungen.

    Ich würde zwei Dinge tun.
    1. einen Versicherungsmakler fragen, ob man eine LW-Versicherung für nur drei von zehn Wohnungen bekommen kann und
    2. den Beschluß der WEG, daß keine LW-Versicherung abgeschlossen werden soll, gerichtlich anfechten.

    Ich gehe davon aus, daß 1. negativ beschieden wird und 2. durchgeht, da keine LW-Versicherung zu unterhalten mMn ordnungsgemäßer Verwaltung widerspricht. Das ist aber aus dem Bauch und ohne Gerichtsurteil... :)

    Christian Martens
     
  6. Gast 2

    Gast 2 Gast

    Hallo Martens

    auch dir danke für deine Antwort.


    Das ist mir die Tage schlagartig bewusst geworden,
    als ich nach einem Wasserschaden in einer anderen WEG,
    den Versicherungsschutz der betreffenden WEG überprüft habe.


    steht auf der To-Do-List


    wird wahrscheinlich nicht klappen da der Beschluss schon vor Jahren so gefasst wurde,
    und ich damals noch kein Mitglied der WEG war.

    Ein neuer Beschluss in der nächsten EV wird vermutlich aufgrund von Mehrheitsverhältnissen negativ ausfallen.
    Diesen dann anzufechten macht doch auch keinen wirklichen Sinn oder?


    Ich hoffe jetzt mal auf meinen Versicherungsmakler.
    Patrick
     
  7. #6 Martens, 11.02.2014
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    Doch, genau das ist der Weg, sofern man davon ausgeht, eine WEG bräuchte eine Leitungswasserversicherung.
    Man führt eine Beschlußfassung herbei, ist sie positiv, freut man sich, ist sie negativ, wie hier zu erwarten, ficht man an.

    Wie sollte man ansonsten einen Zustand verändern, der seit Jahren zwar im mehrheitlichen Einvernehmen besteht, aber ordnungsgemäßer Verwaltung widerspricht?

    Christian Martens
     
  8. #7 mayer, 30.03.2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31.03.2014
    mayer

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    Hallo,

    ich hätte eine Frage zum 2. - lohnt es sich überhaupt, wenn der Beschluss wirklich sehr alt ist? Meine Schwester hat momentan ein ähnliches Problem und wie Patrick schon erwähnt hat, haben wir ebenso das Gefühl es wird nicht klappen..

    LG
    Dominik
     
  9. Andres

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    Eine wirklich brilliante Idee, im zitierten Beitrag eines Moderators seinen Werbe-Link zu platzieren. :sauer030:
     
  10. #9 Martens, 31.03.2014
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    In der Tat, der poster erhält neben einer Verwarnung ein lila Sternchen für Kreativität. :)

    Christian Martens
     
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