Mahnverfahren beim online-Anbieter

Diskutiere Mahnverfahren beim online-Anbieter im Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, da uns ausgezogene Mieter die NK-Nachzahlungen nicht bezahlen, wollte ich ein Mahnverfahren einleiten. Wir haben ein Zahlungsziel von 4...

  1. #1 Fabelwesen, 15.11.2020
    Fabelwesen

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    Hallo, da uns ausgezogene Mieter die NK-Nachzahlungen nicht bezahlen, wollte ich ein Mahnverfahren einleiten.
    Wir haben ein Zahlungsziel von 4 Wochen eingeräumt und bei der 1. Mahnung wieder 14 Tage Zahlungsziel.
    Beide Schreiben (Abrechnung und Mahnung) habe ich per Einschreiben mit Rückschein geschickt.
    Da keine Zahlung geleistet wird, wollte ich das Mahnverfahren einleiten. Nach Internetrecherche habe ich festgestellt, dass sich da so einige Anbieter im Netz tummeln. Könnt Ihr mir hier einen Anbieter empfehlen oder würdet Ihr sogar das Mahnverfahren allein anstoßen?
    Vielen Dank schon mal
    VG
    Uli
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Toll! Jetzt kannst du wenigstens nachweisen, dass ein Briefumschlag zugestellt wurde. Was war im Briefumschlag? Eine Geburtstags-Glückwunschkarte? Jetzt beweise du doch erst mal das Gegenteil, falls der Mieter das (mit der Glückwunschkarte) behauptet.
     
  4. Andres

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    Die Deutsche Post AG dankt für Ihre edle Spende. :hut009:

    Ok, mal ernsthaft: Die Beweiskraft eines Einschreiben/Rückschein ist sehr mäßig. Der Rückschein erbringt bestenfalls den Nachweis darüber, dass der Umschlag zugegangen ist. Was in diesem Umschlag (nicht) war, beweist der Rückschein nicht. Wenn man beweiskräftig zustellen will, macht man das über den Gerichtsvollzieher oder man stellt das Vorgehen des Gerichtsvollziehers mit einem eigenen Zeugen nach. Vor allem wenn hier die 12-Monats-Frist schon näherrückt und der Mieter sich bisher komplett tot stellt, würde ich eine solche Zustellung unbedingt nachholen.


    Letzteres. Alles andere halte für die pure Abzocke. Du kannst den Antrag selbst online vorbereiten und je nach Bundesland und eigenen technischen Voraussetzungen (Kartenleser und neuer Perso, De-Mail, ...) sogar komplett online stellen. Das kann sonst niemand günstiger und schneller leisten. Bundesweites Portal der deutschen Mahngerichte: https://www.online-mahnantrag.de
     
  5. #4 immobiliensammler, 15.11.2020
    Zuletzt bearbeitet: 15.11.2020
    immobiliensammler

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    Selbst wenn Du ihn altmodisch per Post zum Mahngericht schickst sind die Portokosten erstattungsfähig (im Mahnbescheid mit angeben, gibt ein Feld dafür). Die diversen Anbieter berechnen Dir zusätzliche Gebühren, es wird zwar meist herausgestellt, dass diese dann ja auch tituliert werden und vom Schuldner zu zahlen sind, das Problem ist halt ob der Schuldner dann auch bezahlt. Das bleibt Dein Risiko. Genausogut kannst Du auch den Anwalt vor Ort beauftragen ,der beantragt den Mahnbescheid (technisch gesehen) genausoschnell.
     
  6. #5 Fabelwesen, 16.11.2020
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    Na klar, der Mieter wird dem Richter erzählen wollen, dass ich ihm eine Glückwunschkarte ( vlt. ja sogar für die neue Wohnung?) geschickt habe...das halte ich für den totalen Quatsch! Man sollte auch wirklich mal die Kirche im Dorf lassen. Wenn mein ehemaliger Mieter nach Neuseeland gezogen ist, werfe ich ihm selbstverständlich ( mit Zeugen), die Rechnung persönlich in den Briefkastenkasten. Für den Zeugen setze ich dem ehem. Mieter dann natürlich auch die Flugkosten in Rechnung...
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 16.11.2020
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    Es ist deine Entscheidung wie du Schreiben zustellst bzw. zustellen läßt.
    Für rechtssicher, nicht als Aberglauben im Volksmund, gelten bestimmte Vorgaben. Dazu gehört den Inhalt eines Schreibens nachzuweisen, mind. glaubhaft zu machen.

    Sicher? Versuch macht klug...

    Ich würde dir empfehlen den Mahnbescheid von einem Anwalt erstellen zu lassen.
    Das erzeugt zwar vermeidbare Kosten auf denen du u.U. sitzen bleibst, ein Anwalt weiß aber, im Ggensatz zu dir, was rechtssichere Zustellung bedeutet und wird solche Fehler ziemlich sicher vermeiden.
     
  8. #7 Fabelwesen, 16.11.2020
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    Wir hatten einen Anwalt, weil der Mieter bereits Mietschulden hatte. Der Anwalt selber hat seine Schreiben genauso verschickt...von daher ist das sehr wohl ein gängiges Verfahren.

    Aber der Anwalt selber hat nichts gebracht. Ausser das ich die hohen Anwaltsgebühren dann noch bezahlen durfte!
     
  9. #8 Fabelwesen, 16.11.2020
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  10. #9 Katharmo, 16.11.2020
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    Wie teuer ist ein Einschreiben mit Rückschein? Vielleicht 3,50 Euro? Wenn das über den Gerichtsvollzieher läuft, dauert es einen Tag länger, kostet ca. 11 Euro und ist 100% nachweisbar. Das bedeutet eine Risikominimierung auf 0% für 7,50 Euro mehr Porto.

    Wenn ich schon die Gerichtskosten für einen Mahnbescheid auf mich nehme, dann würde ich diese 100% Sicherheit haben wollen.
     
  11. #10 Fabelwesen, 16.11.2020
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    Ich muss doch zunächst mahnen oder versteh ich da jetzt was falsch?
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 16.11.2020
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    GV und Einschreiben mit Rückschein kosten ungefähr gleichviel. Teilweise kostet Zustellung über GV sogar weniger.

    Aber warum mit dem TE darüber dikutieren, wenn er doch ganz sicher weiß, dass seine Zustellversion vor Gericht unangreifbar ist und das mit einem Richter klären will.
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 16.11.2020
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    Gibt es eine Kaution?
     
  14. #13 Fabelwesen, 16.11.2020
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    Und Du weißt selbstverständlich wie und was richtig ist? Ist es hier wie in jedem Forum? Nur meine Meinung gilt und sonst nichts
    Nein, gibt keine Kaution. stand im Mietvertrag, kam aber nie! Ich bin ja froh, dass ich die nach einem Jahr wieder losgeworden bin.
     
  15. #14 Katharmo, 16.11.2020
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    Die Definition einer nachweisbaren Zustellung hat rein gar nichts mit persönlicher Meinung zu tun.
     
  16. #15 Katharmo, 16.11.2020
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    Reden wir nicht genau davon? Ein Mahnbescheid verursacht Gerichtskosten mindestens in Höhe von 32 Euro. Das sollte dir eigentlich jede Suchmaschine deines Vertrauens verraten können.
     
  17. #16 Fabelwesen, 16.11.2020
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    Eben!
     
  18. dots

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    Warum nutzt du dann das Einschreibengedöns? Einfache Versendung per Post (oder selbst in den Briefkasten des Mieters werfen) reicht doch auch für die weiter vorhandene Dorfkirche. Wenn der Mieter behauptet, nie etwas bekommen zu haben, wird der Richter das sicherlich in deinem Sinne deuten, gell?
    Aber dann bitte nicht heulen, wenn der Mieter zufällig gerade an dem Tag, als dein neutraler Umschlag per Einschreiben zugestellt wurde, Geburtstag hatte.
     
  19. #18 immobiliensammler, 16.11.2020
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    Wo steht dass Du zunächst mahnen musst? Kann sein, kann auch nicht sein. Hängt davon ab wie die Fälligkeit der Forderung geregelt ist, aber wem erklär ich das!

    Und ja, die Zustellung durch Einschreiben (ob Rückschein oder sonstwas) ist nicht rechtssicher! Aber die Post freut sich über diesen weitverbreiteten Aberglauben. Ist ungefähr genauso wie mit dem Märchen, dass ein Lottogewinn ab dem zweiten Jahr zu versteuern ist wenn man das Geld nicht ausgibt! Genauso falsch, hörst Du aber genauso oft!
     
  20. #19 immobiliensammler, 16.11.2020
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    Für den Anwalt ja, für Dich nein. Das hat @Andres in einem anderen Thread schon gut erklärt. Der Anwalt als Organ der Rechtspflege genießt bei Gericht entsprechendes Vertrauen, wenn der dem Richter versichert dass er mit dieser Sendung z.B. eine Kündigung verschickt hat geht das wohl durch (der Spruch dazu ist "ich versichere anwaltlich"), ob der Richter Dir auch glaubt erfährst Du dann irgendwann mal im Prozess.

    Warum? Die Anwaltsgebühren wurden dann doch wohl ebenfalls tituliert, also zahlt die doch der Mieter, oder nicht??? - Du hast schon verstanden ,dass die von Dir genannten Online-Anbieter auch Anwälte sind (oder mit einer Inkassozulassung arbeiten), die hier nach RVG abrechnen? Aber die schreiben ja auch alle, dass die Kosten letztendlich der Schuldner bezahlen muss.
     
  21. #20 Fabelwesen, 16.11.2020
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    @immobiliensammler
    Ich habe den Anwalt mehrmals aufgefordert, dass Mahnverfahren (auch über die Anwaltsgebühren) anzuschieben.
    Nichts ist passiert...ich könnte ja jetzt auch noch den Anwalt auf Untätigkeitsklage verklagennachdem ich gezahlt hatte, war er nicht mehr zu erreichen. Wahrscheinlich keine gute Wahl gewesen
    So, für mich jetzt abschließend: ich werde das Mahnverfahren über das Gericht veranlassen. Mal schauen, was dabei herauskommt. Immerhin hat die Mieterin Arbeit ( Verkäuferin beim bekannten Discounter). Vlt. Schreckt ja die evtl. Lohnpfändung ein bisschen ab...
     
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Mahnverfahren beim online-Anbieter

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