Makler von Mieter beauftragt

Dieses Thema im Forum "Makler" wurde erstellt von T1M, 05.12.2007.

  1. T1M

    T1M Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich habe mal eine Frage. Im Internet habe ich nach einer DHH gesucht und auch eine gefunden, die von einem Makler angeboten wurde.
    Der Makler wurde vom vorigen Mieter beauftragt (ohne Wissen des Vermieters - dem wurde nur vom Mieter gesagt, dass er die DHH ins Internet gestellt hätte).
    Der Vermieter hatte nie vorgehabt, einen Makler zu beauftragen.

    Jetzt die Frage: Darf der Mieter eigenmächtig einen Makler beauftragen, um einen Nachmieter zu finden, und bin ich verpflichtet, die Vermittlungsgebühr zu zahlen? Zudem wurden falsche Angaben im Internet gemacht. Dort stand, dass keine Kaution zu zahlen ist. Der Vermieter möchte aber eine haben.
    Brisant ist auch, dass der jetzige Mieter in Geldschwierigkeiten steckt und er den Makler kennt.

    Wenn möglich, wüsste ich auch gerne, ob es dafür ein Gesetz gibt.

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Viele Grüße
    Tim
     
  2. AdMan

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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Der Makler hat für dich gehandelt und nicht für den Mieter; indirekt vielleicht auch für den Vermieter.

    Du hast doch die wohnung durch den Makler kennengelernt, oder? Kommt es nun zum Mietvertrag musst du die Provision bezahlen. Der Vermieter hat keinerlei Verpflichtungen dem Makler gegenüber.

    Die falschen Angaben sind dann vielleicht hilfreich, wenn du gegen den Makler angehen willst. Aber meist ist bei den Anzeigen im internet ein Haftungsausschluss dabei oder auch bei den AGBs des Maklers. dh der Makler handelt nach besten wissen und garantiert nicht für die Richtigkeit der Angaben.

    Möchte der Vermieter das nicht über einen Makler machen, muss er den Interessenten nicht annehmen. Dann fällt auch keine Provision an.
     
  4. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Hmm, jetzt wird's aber spannend:

    Klar, einerseits hätte der Interessent von dem Haus nie erfahren, wenn der Makler nicht inseriert hätte. Andererseits hätte er sich weniger intensiv (oder gar nicht) interessiert, wenn korrekte Angaben in der Anzeige gestanden hätten.

    Worauf bezieht sich denn die Maklertätigkeit genau? (Sorry, dass ich frage, aber ich hatte noch nicht das Vergnügen) Bringt der nur Vermieter und Mieter zusammen oder kümmert er sich auch um den Vertragsabschluss? Was genau wird mit der Provision bezahlt?

    Prinzipiell könnte der Interessent - falls er denn die Möglichkeit hat, dies ohne den Makler zu tun - direkt mit dem Vermieter ins Gespräch kommen. Worauf die sich dann einigen, ist doch dann nicht mehr Baustelle des Maklers, insb. wenn der ursprüngliche "Einschalter" des Maklers überhaupt nicht dazu berechtigt war...

    Seltsam, das alles...

    Jerry
     
  5. #4 Vermieterheini1, 07.12.2007
    Vermieterheini1

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    Hallo T1M,

    Darf der Mieter eigenmächtig einen Makler beauftragen, um einen Nachmieter zu finden?
    <= JA

    Bin ich als Mietinteressent verpflichtet, die Vermittlungsgebühr zu zahlen?
    <= Unter den üblichen Bedingungen JA

    ... ohne Wissen des Vermieters - dem wurde nur vom Mieter gesagt, dass er die DHH ins Internet gestellt hätte
    => Das spielt für den Fragesteller keine Rolle!


    Zudem wurden falsche Angaben im Internet gemacht. Dort stand, dass keine Kaution zu zahlen ist. Der Vermieter möchte aber eine haben.
    <= Es gilt nur das, was der Vermieter haben will!

    Brisant ist auch, dass der jetzige Mieter in Geldschwierigkeiten steckt und er den Makler kennt.
    <= Was soll das für Auswirkungen auf den Mietinteressent haben?
     
  6. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Der Makler vermittelt eine freie Wohnung an Interessierte. dh er erstellt ein Marketingkonzept, um die Wohnung möglichst schnell einen ordentlichen Mieter zu zeigen. Er sortiert ungeeignete Interessenten im Vorfeld aus. Meist wollen Interessenten Wohnungen, die nicht passen.

    Seröse Makler übernehmen die Angaben des Anbieters. dh Zusätzliche Angaben oder Angaben die unkorrekt sind, sollten eigentlich nicht vorkommen, aber wie so oft, kann man da nie sicher sein.

    Kommt es also durch die Dienstleistung (das vermarkten) zu einem Mietvertrag, bekommt der Makler seine Provision vom Mieter.

    Sollten jetzt unkorrekte Angaben drin stehen, ist es das Problem des Maklers. Er koordiniert den Termin mit dem Interessenten und dem Vermieter/Mieter. Geht der Interessent von falschen Angaben aus, so muss er das Objekt nicht mieten und der Makler hat umsonst gearbeitet.

    Sind die falschen Angaben nicht Vertragsrelevant und der Interessent möchte mieten, fällt die Provision an. Ein Makler, der falsche Angaben macht, schneidet sich also selbst ins Fleisch, weil unpassende Interessenten dem Vermieter vorgestellt werden.

    Viele Interessenten versuchen nun um die Provision herum zu kommen und lehen einen Vertrag im Beisein des Maklers ab. Meist einen Tag später stehen sie dann wieder beim Vermieter auf der Matte und wollen den Vertrag unterschreiben.
    Das kann ein Makler nur schwer überwachen.

    Ich denke, hier soll die Provision gespart werden. Der Makler hat seine Arbeit gemacht und trotz falscher Angaben soll es zum VErtrag kommen. Wenn die Preise von den üblichen Portalen für gewerbliche Anbieter bekannt sind, wird einem schnell klar, dass das mit einer Provision pro Monat nicht abgegolten ist.
    Solange der Makler nachweisen kann, dass der MV nur zustande kam, indem er mitgeholfen hat, wird seine Provision fällig. Denn über das Interent wird das eindeutig so gehen.

    Wass hat die finanzielle Situation des Vormieters mit dem Makler zu tun. Nur weil ein Freund in finaziellen Schierigkeiten ist, darf der Makler nicht mehr arbeiten?
    Das ist ungefähr so, als wenn ein Vermieter mit eigener Reinigungsfirma nicht mehr vermieten kann.
    Der wirtschaftliche Zusammenhang bei Hausverwaltung(!) und Makler ist da etwas anderes. Natürlich kann eine Hausverwaltung trotzdem einen Makler beauftragen. Ein wirtschaftl. Zusammenhang darf jedoch nicht bestehen, weil hier
    1. die objektivität des Maklers leiden würde (der Marktpreis wird subjektiv festgelegt)
    2. der Makler bräuchte keine weiteren Auftraggeber (Scheingeschäft)
     
  7. #6 Vermieterheini1, 07.12.2007
    Vermieterheini1

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    Hallo Capo,

    "Kommt es durch die Dienstleistung des Maklers AUS DEM BEISPIELFALL zu einem Mietvertrag, bekommt der Makler seine Provision vom Mieter."

    <= So wie du es wörtlich schreibst ist das falsch!

    1. Irgendjemand beauftragt einen Makler irgendetwas zu tun.
    Das ist Vertrag Numero 1.
    In diesem Vertrag Numero 1 wird - im Rahmen der gültigen Gesetze - festgelegt, wer was wann wie für was bezahlen muss.

    2. Der Maker findet aufgrund seiner Tätigkeiten irgendjemanden, der Interesse am Angebot des Maklers hat.
    Der Makler macht mit diesem Interessenten einen Vertrag Numero 2.
    Für den Interessenten gilt dann genau das, was im Vertrag Numero 2 steht, den er unterschrieben hat.

    Es ist also keinesfalls automatisch so wie du schreibst "bekommt der Makler seine Provision vom Mieter", sondern es kommt ausschließlich darauf an, was im Vertrag Numero 2 steht, den der Mietinteressent unterschrieben hat.
    Dass er, der Mietinteressen laut Vertrag Numero 2 zahlen muss, hat T1M nicht geschrieben.
     
  8. T1M

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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Das Problem ist erstmal, dass der jetzige Mieter dem Vermieter gesagt hat, dass er die DHH "ins Internet" gestellt hat, um einen Nachmieter zu suchen. Dem Vermieter hat er aber nicht gesagt, dass er dies über eine Maklerfirma hat machen lassen.
    Der Vermieter kennt den Makler nicht einmal, d. h. es hat keinen Kontakt zwischen Vermieter und Makler gegeben.
    Der Mieter hat also quasi über den Makler einen Nachmieter gesucht. Die "Arbeit" des Maklers bestand nun darin, mir die Adresse des Mieters auszuhändigen, eine Angestellte der Maklerfirma war bei der Besichtigung anwesend (aber mehr als "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen" hat sie auch nicht gesagt - den Rest hat der Mieter erledigt). Ein paar schriftliche Korrespondenzen hat es zwischen der Maklerfirma und mir gegeben (in Form von E-Mails). Mehr nicht.
    Bei den finanziellen Schwierigkeiten habe ich mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Mieter und Makler kennen sich, Mieter hat Geldprobleme... mehr möchte ich nicht sagen, weil ich da eben nichts beweisen kann. Aber ist wohl klar, was ich meine.

    Die wichtigste Frage ist eigentlich: Darf ein Mieter grundsätzlich ohne Wissen des Vermieters laut Gesetz einen Makler beauftragen um einen Nachmieter zu finden? Die zweite Sache ist die: Der Makler hat doch für den Mieter gehandelt und nicht in meinem Auftrag, oder? Ich habe nur auf die Anzeige des Maklers reagiert... Wenn der Mieter nicht in der Lage ist, selbst die DHH ins Internet zu stellen und er dafür offensichtlich technische Hilfe (meinetwegen auch von einem Makler) benötigt, müsste er doch die Kosten tragen, oder?

    In der Rechnung steht übrigens XXX EUR Vermittlungsgebühr... nur so als Antwort auf die Frage, was denn berechnet wurde.

    Bin echt etwas frustriert, für was Leute heutzutage soviel Geld verlangen dürfen... sollte mich wohl auch mal mit sowas selbstständig machen. ;-)

    Ein schönes Wochenende noch.

    Viele Grüße
    Tim
     
  9. #8 Frank99, 15.01.2008
    Frank99

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    Ein Makler arbeitet rein erfolgsabhängig und kann entweder für die Vermittlung und/oder den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrages eine Provision verlangen. Der Haken ist das Wort "Nachweis". Theoretisch reicht es schon, wenn ein Makler einem Interessenten die Adresse des Mietobjektes sowie die Kontaktdaten des Vermieters nennt und sonst nichts tut. Kommt es dann zum Abschluss eines Mietvertrags und der Makler kann schlüssig darlegen, dass die Gelegenheit zum Abschluss des Mietvertrags durch Nachweis (=N ennung der o.g. Daten) zustande kam, so ist die Provision fällig - unabhängig davon, ob der Vermieter den Makler beauftragt hat oder nicht. Der Vermieter muss theoretisch nicht einmal davon wissen, dass ein Makler tätig wurde. Damit erübrigt sich auch die Frage, ob der Mieter den Makler überhaupt beauftragen durfte oder nicht - das kann vielleicht andere Rechtsfolgen haben, ändert aber zunächst einmal nichts am Provisionsanspruch des Maklers. Hört sich unseriös an, ist es auch, ist aber leider in D so...
     
  10. #9 Vermieterheini1, 16.01.2008
    Vermieterheini1

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    Hallo T1M,

    Darf der Mieter eigenmächtig einen Makler beauftragen, um einen Nachmieter zu finden?
    => JA, warum nicht.
    Und kommt aufgrund des Mietangebotes des Maklers nachweislich ein Mietvertrag zustande, so sind auch gemäß dem Vertrag zwischen DIR und dem Makler die Vermittlungsgebühren fällig.
    So einen Vertrag kannst du schon dann rechtsgültig abgeschlossen haben, wenn du "nur" die Anschrift von der angebotenen DHH vom Makler angefordert hast.
    Du bist sicherlich ein mündiger Bürger und weist immer genau was du tust und was für juristische Folgen das hat - oder etwa nicht?

    ohne Wissen des Vermieters - dem wurde nur vom Mieter gesagt, dass er die DHH ins Internet gestellt hätte).
    Der Vermieter hatte nie vorgehabt, einen Makler zu beauftragen.
    => Das hat für den Fragesteller (Mietinteressent) keine Auswirkungen!

    Bin ich Mietinteressent verpflichtet, die Vermittlungsgebühr zu zahlen?
    => JA, wenn das Übliche (bei einer Vermittlung durch einen Makler) zutrifft.

    Es wurden falsche Angaben im Internet gemacht. Dort stand, dass keine Kaution zu zahlen ist. Der Vermieter möchte aber eine haben.
    => Da dürfte der liebe Herr Makler ein kleines Problem haben.
    Wenn im Angebot des Maklers - aus welchen Gründen auch immer - unzutreffende Angaben stehen, dann ist es die freie Entscheidung des Mietinteressenten, ob er das Mietangebot zu anderen Bedingungen annimmt oder nicht.
    In wie weit der Makler bei falschen Angaben des Auftraggebers - hier des Noch-Mieters!!! - eine Vermittlungsgebühr vom "neuen" Mieter verlangen kann weis ich nicht. Als Mietinteressent würde ich wegen der falschen Angaben im Maklerangebot zumindest einen angemessenen Abschlag bei den Maklergebühren machen.

    Der Mietinteressent könnte auch sagen, dass er das Vermittlungsangebot des Maklers nur zu den vom Makler nachweislich genannten Bedingungen annehmen würde.
    => Mit der Folge: Wenn der Makler einen Mietvertrag zu den von ihm genannten Bedingungen nicht zustandebringt, dann ist keine Vermittlungsgebühr fällig.
    Doch Achtung: Im "Kleingedruckten" des Maklers kann stehen, dass ....
    In wie weit so eine Klausel im Maklervertrag oder dessen AGB rechtsgültig ist, kann ich nicht beurteilen.



    xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx


    Das Nachfolgende gilt nur für den VERmieter!!!
    ===============================

    1. Im Normalfall zahlt immer derjenige den Makler, der ihn beauftragt hat.
    Motto: Wer die Musik bestellt - der muss auch bezahlen!

    2. Bei besonder Vereinbarung zwischen Makler und Auftraggeber zahlt der "Begünstigte".
    Z.B. kann der VERmieter den Makler beauftragen und mit dem Makler vereinbaren, dass der vermittelte "neue" Mieter zahlt. Es ist dann ausschließlich Sache des Maklers das durchzusetzen.

    Selbstverständlich kann auch der Noch-Mieter einen Makler beauftragen einen Nachmieter zu suchen.
    Auch hier bezahlt im Normalfall der Auftraggeber - das ist hier der Noch-Mieter! den Makler. Und auch hier kann der Auftraggeber (das ist hier der Noch-Mieter!) mit dem Makler vereinbaren, dass der vermittelte "neue" Mieter zahlt. Es ist dann ausschließlich Sache des Maklers das durchzusetzen.
    ===================================================
    In gar keinem Fall kann der Noch-Mieter mit dem Makler rechtsgültig vereinbaren, dass der VERmieter (ohne dessen VORHERIGE AUSDRÜCKLICHE Einwilligung) den Makler bezahlen muss!!!
    ===================================================

    Wenn mir als VERmieter ein Makler so eine Rechnung präsentiert, so würde ich
    gar nichts tun - Ablage Papierkorb!
    Auch auf Mahnungen würde ich nicht reagieren.
    Ich würde es auf eine Gerichtsverhandlung ankommen lassen - da wird der Richter dem Idioten schon klarmachen wie die Rechtslage ist.
     
  11. #10 Thomas123, 16.01.2008
    Thomas123

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    Das ist ja ein Fall wie aus dem Lehrbuch für Juarastudenten 1. Semester.

    Die Fragen lauten: Kann ein Makler von einem Mieter beauftragt werden, tätig zu werden und ergibt sich daraus ein Anspruch für den Makler gegenüber dem Nachmieter auf Vergütung.

    Ich meine ja, kann er, warum auch nicht. Das Risiko trägt allein der Makler, weil er ja nicht weiß, ob seine Arbeit vom Vermieter nachträglich akzeptiert wird.

    Der Mieter hat ohne Auftrag gehandelt. Er tritt damit juristisch gesehen als Vertreter des Vermieters ohne Vertretungsvollmacht auf. Er wurde ja vom Vermieter nicht bevollmächtigt, für ihn tätig zu sein.

    Das Ergebnis (Vermittlung der Immobilie) ist "schwebend unwirksam". Es wird wirksam, wenn der Vermieter den Nachmieter, den der Makler nun bringt, akzeptiert.

    Der Mietvertrag ist durch die Tätigkeit des Mieters (Vertreter des Vermieters ohne Vertretungsvollmacht) unter Einschaltung eines Maklers zustande gekommen.

    Wenn der Vermieter nun den Mietvertrag mit dem Nachmieter abschließt, legitimiert er damit nachträglich den Mieter als sein Vertreter (gibt ihm quasi die Vollmacht nachträglich) und es ist so, als ob der Vermieter selbst den Makler beauftragt hätte.... wie schon ausgeführt.

    Ist nun ein Mietvertrag zustandegekommen, hat der Makler Anspruch auf seine Vergütung. Der Mieter hat ja durch den Makler die Wohnung gekriegt.

    Fazit: Nix mit Maklergebühr sparen... :gehtnicht


    Nachtrag: Meine Juravorlesungen liegen zwar ein paar Jährchen zurück, aber ich denke, ich liege nicht grundsätzlich verkehrt...

    Aber wie heißt es so schön, vor Gericht und auf dem Meer bist du in Gottes Hand...
    :wink

    Man könnt nun die Sache theoretisch fortspinnen, in dem man sagt, der Makler ging in gutem Glauben davon aus, dass der Mieter legitimiert war, ihn zu beauftragen und der Makler hat viel Geld invstiert um den Mietvertrag zustande zu bringen. Der Mietvertrag kam nicht zustande. Hat nun der Makler gegenüber dem Vermieter Anspruch auf Schadenersatz?
     
  12. #11 Vermieterheini1, 16.01.2008
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    Hallo Thomas123,

    dein Gedankengang im letzter Absatz
    "Man könnt nun die Sache theoretisch fortspinnen, in dem man sagt, der Makler ging in gutem Glauben davon aus, dass der Mieter legitimiert war, ihn zu beauftragen und der Makler hat viel Geld invstiert um den Mietvertrag zustande zu bringen. Der Mietvertrag kam nicht zustande. Hat nun der Makler gegenüber dem Vermieter Anspruch auf Schadenersatz? "
    geht mir entschieden zu weit"

    Da der VERmieter mit dem Makler kein wie auch immer geartetes Vertragsverhältnis hat,
    - siehe meine Ausführungen zu Vertrag Numero 1 und Vertrag Numero 2 -
    ist der VERmieter in gar keinem denkbaren Fall zahlungspflichtig.
     
  13. #12 Thomas123, 16.01.2008
    Thomas123

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    ..........dein Ergebnis gegenüber dem Vermieter stimmt!

    Aber wie sieht es mit Schadensersatz (theoretisch!!) gegenüber dem Mieter aus?:wink
     
  14. #13 Vermieterheini1, 16.01.2008
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    Hallo Thomas123,

    wenn der Makler nachweisen kann, dass der Mietvertrag maßgeblich wegen der Falschangabe(n) seines ursprünglichen Auftraggebers <- des Noch-Mieters nicht zustandegekommen ist, so hat der Makler gegen den Noch-Mieter einen Schadenersatzanspruch.
    Aber der Noch-Mieter soll ja ein Kumpel des Maklers sein, außerdem habe der Noch-Mieter ja kein Geld.
     
  15. #14 Thomas123, 16.01.2008
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    Bingo!

    Ihr seid richtig gut.... :banana
     
Thema: Makler von Mieter beauftragt
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