Maklerangaben nicht korrekt (kein Maklervertrag)

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von tschocco, 20.03.2007.

  1. #1 tschocco, 20.03.2007
    tschocco

    tschocco Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich schreibe zum ersten Mal in diesem Forum und bin auch neu in der harten "Mieter-Welt". Freue mich sehr über Antworten auf meinen Beitrag da ich echt etwas verzweifelt bin.

    Ok, folgendes ist passiert: ich habe in München eine Wohnung besichtigt. Die Wohnung war online (bei ImmoScout24) vom Makler mit 40qm Nutzfläche und Baujahr 1938 angegeben. Grundrissplan für diese Wohnung gab es nicht. Ich habe mich dann in den nächsten Tagen für die Wohnung entschieden da sie wesentlich grösser zu sein schien als eine andere Wohnung in der engeren Auswahl. Eine Maklervertrag gab es jedoch nicht.

    Ich hab dann auch diese Wohnung zugesagt bekommen und am Tag vor der Vertragsunterzeichnung bekam ich einen Anruf vom Mieter, der mir dann beiläufig mitgeteilt habe, dass der Vertrag eine 2-Jahres-Klausel beinhalten wird, in der (wir beide) auf das Kündigungsrecht verzichten.

    Dann kam der Tag der Vertragsunterzeichnung. Vermieter und Maklerin haben mich recht gedrängt den Vertrag zu unterschreiben, bzw. haben mir recht wenig Zeit gelassen den Vertrag genau durchzulesen. Auch waren alle Paragraphen des AVW ausgeschrieben, da es sich nach Aussage Maklering "um eine Erbengemeinschaft handelt, aber dass da keine besonderen Sachen drin stehen". Naja, dann habe ich unterschrieben und auch der Maklerin eine satte Provision in Bar gezahlt.

    Nachher habe ich die Wohnung nochmals besichtigt und Masse genommen. Zu Hause dann habe ich festgestellt dass die Wohnung nur 33qm hat statt der angebenen 40qm, auch das Baujahr ist laut Aussage Vermieter bei 1888 statt 1938.

    Im Grunde passt die Wohnung, allerdings stört mich die 2-Jahres-Klausel und auch, dass sie nun überhaupt nicht die Grösse hat, die ich angenommen hatte.

    Meine Frage: habe ich überhaupt eine Handhabe gegen (1) die Maklerin und (2) den Mietvertrag? Was kann ich da machen?

    Bin für jeden Tip oder Meinung dankbar!
     
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  3. #2 lostcontrol, 20.03.2007
    lostcontrol

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    grundsätzlich: man unterschreibt NICHTS, was man nicht GRÜNDLICH durchgelesen hat!
    aber nun ist das kind ja schon in den brunnen gefallen, und offensichtlich willst du die wohnung ja auch mieten.

    zu klären wäre in jedem falle, ob dein "maßnehmen" auch korrekt war.
    es wurde ja "nutzfläche" angegeben und nicht "wohnfläche" - das ist ja ein unterschied.
    und dann hat sich die DIN diesbezüglich ja seit 1938 auch mehrfach geändert...

    wegen der wohnungsgrösse / kaltmiete:
    da kannst du natürlich entsprechend die kaltmiete mindern, tipps bzw. infos dazu findest du auf:
    http://stern.de/tv/sterntv/580974.html?nv=sb

    wegen wohnungsgrösse / betriebskosten-vorauszahlung:
    du solltest dir in jedem falle die betriebskosten-berechnung SEHR genau ansehen.
    ist dort für die wohnflächenabhängigen betriebskosten ein falscher wert angegeben, dann solltest du darauf bestehen, dass die betriebskosten-vorauszahlung neu berechnet wird. natürlich kannst du das auch erst bei der betriebskosten-abrechnung machen, aber da dir der fehler jetzt schon auffällt und du ihn ja auch bei der kaltmiete ansetzen möchtest, wäre es sinnvoll, da jetzt schon den finger draufzulegen.

    was wegen des baujahrs zu unternehmen wäre weiss ich allerdings auch nicht.
    zum einen kann das durchaus sein, dass das haus mit baujahr 1938 geführt wird, wenn es 1938 in einer art umgebaut wurde, die einem neubau nahekommt (diesen fall habe ich bei einem unserer objekte - das originalbaujahr unterscheidet sich da ERHEBLICH vom umbau-"baujahr", der hebungssatz und andere wichtige werte (versicherungen etc.) richten sich jedoch nach dem umbau-"baujahr").
    die entsprechenden informationen kannst du aber sicherlich vom eigentümer bekommen, sofern sie dir wichtig sind.

    anders sähe es jetzt natürlich aus, wenn du aus dem mietvertrag aussteigen wolltest - da gäbe es diverse ansatzpunkte die einen rücktritt bzw. eine vertragsauflösung ermöglichen könnten...
     
  4. #3 tschocco, 21.03.2007
    tschocco

    tschocco Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die prompte Antwort. In diesem Fall stehen die qm-Angaben nur in den Anzeigen des Maklers. Einen Grundrissplan oder sowas gibt es nicht (habe nachgefragt). Im Mietvertrag ist KEINE qm-Anzahl angegeben. Deswegen habe ich wohl auch keine Handhabe dagegen nehme ich an, oder?

    Der Tip mit den Betriebskosten ist gut, das werde ich machen lassen.

    Gruss.
     
  5. Irmi

    Irmi Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    auf jeden Fall hebe die Anzeige der Maklerin auf. Ich gehe mal davon aus, dass Du auch für Deine Barzahung der Courtage von der Dame eine Rechnung erhalten hast.

    Auch wurde schon richtig geschrieben, bei der Betriebskostenabrechung genau auf die Angabe der m² Wohnfläche ( nicht Nutzfläche) achten.

    Als Erwachsener solltest Du eigentlich wissen, das man niemals unter Zeitdruck eine Unterschrift geschweige denn, einen Vertrag unterschreibt.

    Aber für die Zukunft wirst Du es bestimmt besser machen. Jeder zahlt mindestens einmal im Leben Lehrgeld :tröst

    Gruß Irmi
     
  6. #5 lostcontrol, 21.03.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    naja - ich (vermieterseite) schreibe mittlerweile grundsätzlich garkeine quadratmeter mehr in die mietverträge, eben WEIL ich aus bitterer erfahrung weiss, dass die DIN zur wohnflächenberechnung keine bibel ist sondern sich immer wieder mal ändert. zudem gab es in den wohnungen auch immer mal wieder kleinere umbauten (z.b. bei der badezimmersanierung: spülkasten in einem wandvorbau, der natürlich dann auch - wenn auch minimal - quadratmeter gekostet hat, die zwar ganz offiziell garnicht abgezogen werden, wenn mieter aber selbst nachmessen, bekommen sie natürlich falsche maße heraus).
    ich verweise in den mietverträgen immer auf den (als anlage zum mietvertrag dort auch angeführten) wohnungsgrundriss, auf dem aber auch deutlich steht, von wann er ist, nämlich noch aus dem erstellungsjahr und vom architekten selbst gezeichnet. neuere bzw. exaktere grundrisse habe ich leider nicht (nur das, was ich selbst aus dem vorhandenen material "zusammengezeichnet" habe). die wohnflächenabhängigen betriebskosten lege ich nach dem maßstab um, den der architekt errechnet hat. die wohnungsgrösse hat sich ja nicht geändert, lediglich die ausstattung wurde im lauf der jahre immer wieder verbessert. der maßstab, nach dem die betriebskosten umgelegt werden ist bei mir selbstverständlich ebenfalls bestandteil des mietvertrags (und als anlage zum mietvertrag dort auch angeführt), so dass die mieter mit unterschrift diesen umlegungsmaßstab - also auch den wohnflächenabhängigen umlegungsmaßstab - per unterschrift unter den mietvertrag auch akzeptieren.

    das ganze gedöns erkläre ich aber den mietern auch in aller ausführlichkeit, bevor sie den vertrag überhaupt unterschreiben dürfen - die wissen also dann immer sehr genau bescheid, wie sich das alles errechnet und warum keine quadratmeterangabe mehr im mietvertrag steht.

    in ANZEIGEN gebe ich allerdings tatsächlich einen circa-wert bezüglich der wohnungsgrösse an - an irgendetwas müssen die leute sich ja orientieren können.
     
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