Maklerkosten obwohl Privat gekauft

Dieses Thema im Forum "Makler" wurde erstellt von Renke, 15.01.2014.

  1. Renke

    Renke Gast

    Hallo,
    wir haben letztes Jahr ein Haus besichtigt und uns vorher ein Expose zuschicken lassen,
    bei der besichtigung habe ich klar gemacht das mir der Preis mit Maklergebühren zu hoch sei.
    Wo der Makler dann wegfuhr sagte mir der Besitzer das er auch ohne Makler verkaufen würde und hat uns versichert das wir keine weiteren verpflichtungen wegen dem Makler hätten.
    Dann kam es zu dem Kauf und kuze Zeit später hatten wir ne dicke Rechnung vom Makler.
    Wir haben dem Makler geschrieben das wir das Haus Privat erworben haben und dann kurz nach der Frist die er uns gegeben hatte kam schon die Post von seinem Anwalt.
    Wir fühlen uns ganz schön ubers Ohr gehauen und finden es nicht gerecht das wir die Zeche zahlen sollen nur weil meiner Meinung nach Makler und Besitzer nicht einig waren.
    Ach ja weder der Besitzer noch wir haben einen Maklervertrag unterschrieben oder ähnliches.
    Was denkt ihr darüber und was können wir tun?
     
  2. AdMan

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  3. #2 BHShuber, 15.01.2014
    BHShuber

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    Nachweis der Vermittlung

    Hallo,

    so wie ich das Verstanden habe, haben Sie das Exposé beim Immobilienmakler angefordert und vom Immobilienmakler bekommen und das Haus auf mit dem Immobilienmakler besichtigt oder?

    Auf dem Exposé steht drauf, dass im Falle eines Kaufes, eine Vermittlungscourtage in Höhe sowieso vom Käufer erhoben wird, oder?

    Es besteht in jedem Fall ein mündlicher Auftrag des Verkäufers mit dem Immobilienmakler ansonnsten hätte der Immobilienmakler das Haus garnicht erst anbieten dürfen!

    Mit Anforderung des Exposé hat der Immobilienmakler den Nachweis, dass die Besichtigung aufgrund seiner Vermarktungsbemühungen zustande kam und nachweislich auch besichtigt wurde, meist reicht das als Nachweis der Gelegenheit zum Kauf aufgrund der Bemühungen des Immobilienmaklers aus, leider schlecht für Sie!

    Es sei denn, im Exposé ist nicht nachweislich ersichtlich, dass eine Vermittlungscourtage vom Käufer zu entrichten ist, es steht nur eine %Zahl da ohne Angabe der MwSt oder die Käufercourtage (Vermittlungsprovision) wurde gar nicht erwähnt.

    Wenn zwischen Besichtigungstermin und Kauf der Immobilie bereits ein volles Jahr vergangen ist, dann dürfte die Forderung sehr schwer durchsetzbar sein, denn dann aufgrund Ihrer Absage da zu teuer mit Maklerprovision kein kausaler Zusammenhang mit dem Kauf von Privat herstellbar wäre.

    Aber am besten gleich zum Anwalt, denn der Immobilienmakler hat ja bereits angezeigt, dass er Ernst macht und die Provision fordert.

    Hier und im Wohnungsvermittlungsgesetz nachlesbar:

    https://www.das.de/de/rechtsportal/mietrecht/wohnungssuche/maklerprovision.aspx

    und hier ganz genau:

    http://www.breiholdt-voscherau.de/aktuell/Neueste_Rechtsprechung_zum_Maklerrecht.pdf

    Gruß

    BHShuber
     
  4. Andres

    Andres
    Super-Moderator

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    Um es kurz und knapp auf den Punkt zu bringen: Der Makler wird dafür bezahlt, dass durch seine Vermittlung ein Kauf- bzw. Mietvertrag zustande kommt.

    Damit ist die Provision verdient. (Das ist die juristisch übliche Wortwahl, mit "verdient" im umgangssprachlichen Sinn hat das wenig zu tun.)


    Der Verkäufer kann nicht auf die Ansprüche des Maklers verzichten, genau wie ich nicht auf dein Gehalt verzichten kann.


    Das verursacht Mehrkosten, die durch die meiner Meinung nach bescheidenen Erfolgsaussichten nicht zu rechtfertigen sind. Wenn der Makler keine schwerwiegenden Fehler gemacht hat - wofür ich hier keinerlei Ansatz sehe - besteht der Provisionsanspruch.

    Rechtsberatung wäre vor Abschluss des Vertrags sinnvoll gewesen ...


    Das WoVermRG gilt für die Vermittlung von Mietverträgen. Hier geht es um einen Kauf.
     
  5. Renke

    Renke Gast

    Wir sind bemüht eine ausergerichtliche Einigung zu erbringen daher der Weg zum Anwalt, damit der ehemalige Besitzer mal druck kriegt
     
  6. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    wenn du das schriftlich hättest, dann müsste der Verkäufer die Maklergebühr übernehmen, denn fällig ist sie auf jedem Fall.
     
  7. Renke

    Renke Gast

    Ich hab zwar nichts schriftlich aber ich hab einen Zeugen.
     
  8. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    trotzdem, glaube ich nicht, dass du da wirklich davon kommst. Denn du hast über den Makler Kenntnis vom Objekt erhalten.

    Damit hat er beim Verkauf an dich die Provision verdient.
    Ob du das dann mit dem Verkäufer alles selbst später aushandelst ist egal.

    Lass uns wissen wie das ausgeht.
     
  9. #8 BHShuber, 16.01.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Fehlverhalten von beiden Seiten

    Hallo nochmal,

    einmal davon abgesehen, dass der Immobilienmakler seinem Auftrag zur Vermarktung der Immobilie gemäß bereits in eurem Interesse und Anfrage tätig wurde und mit euch besichtigt hat, ist ein Fehlverhalten von euch und dem Verkäufer das Maß der Dinge!

    Der Verkäufer hat mit seinem Angebot die Immobilie ohne den Makler zu verkaufen den Immobilienmakler der von ihm beauftragt wurde getäuscht und hintergangen.

    Die Tatsache dass ihr auf dieses Angebot eingegangen seid ist ebenso zu werten, ein Fehlverhalten des Immobilienmaklers ist nicht gegeben.

    Niemand arbeitet kostenlos und es ist eine Sache des Anstandes genau so etwas nicht zu tun.

    Und wie ihr hier lesen könnt:

    http://www.breiholdt-voscherau.de/aktuell/Neueste_Rechtsprechung_zum_Maklerrecht.pdf

    ist die Forderung des Immobilienmaklers rechtens!

    Gruß

    BHShuber
     
  10. #9 BHShuber, 16.01.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Hallo Andreas,

    beide Links wurden zur allgemeinen Information geliefert einmal Vermietung und einmal Kauf zu Veranschaulichung.

    Gruß

    BHShuber
     
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