Maklerprovision für Wohnung "B" obwohl nur Wohnung "A" angboten und "B" über privat

Dieses Thema im Forum "Makler" wurde erstellt von Boris69, 16.09.2014.

  1. #1 Boris69, 16.09.2014
    Boris69

    Boris69 Gast

    Darf ein Makler, der ein Expose "A" in Immoscout gestellt hat und mir lediglich die Handynummer von der Vermieterin weitergeleitet hat. Sonst nichts gemacht hat, außer dieser einen email,
    Maklerprovision für eine andere Wohnung "B" verlangen, die im gleichen Haus ist und somit auch von der gleichen Vermieterin?
    Eigentlich handelt es sich ja bei Wohnung "B" nicht um die, die er mir eigentlich vermittelt hätte! Wenn man das so sagen kann...
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Das spielt für die Provisionspflicht keine Rolle. Der Makler hat die Provision verdient, "wenn infolge seiner Vermittlung oder infolge seines Nachweises ein Mietvertrag zustande kommt." (§ 2 Abs. 1 WoVermRG, Hervorhebung durch mich.) Statt "ein" könnte man auch umgangssprachlich "irgendein" schreiben.
     
  4. #3 Toffer2105, 17.09.2014
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    hmm, weiß ich nicht. Ist die Wohnung B denn baugleich mit Wohnung A? bzw. Ist das Expose A auch für B verwendbar? sprich gleich Miete, NK, qm, Ausstattung usw.
     
  5. #4 BHShuber, 17.09.2014
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    Nicht das Exposé ist entscheidend


    Hallo,

    es ist völlig unerheblich, erheblich ist der Nachweis über das Zustandekommen aufgrund der Weitergabe der Telefonnummer, eines Mietvertrages, was hier ja nun mal geschehen ist.

    Gruß

    BHShuber
     
  6. #5 Toffer2105, 17.09.2014
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    Voraussetzung des Provisionsanspruchs:
    - Abschluss eines Maklervertrages
    - Nachweis- oder Vermittlungstätigkeit des Maklers
    - Abschluss eines wirksamen Hauptvertrages
    - Ursächlichkeit der Maklertätigkeit

    Ich halte den Abschluss eines Maklervertrages schon für problematisch. Laut Anzeige wird sicherlich ersichtlich sein, dass wenn man diese ausgewiesene Wohnung anmietet, mit den und den Daten, dass dann die Provision fällig wird. Das muss aber nicht zwingend heißen, das wenn man eine andere Wohnung anmietet, mit komplett anderen Fakten, dass dann ebenfalls eine Provision fällig wird. Ich würde meinen, dass hier nämlich kein Maklervertrag konkludent zu stande kommt.

    Auch halte ich die Nachweistätigkeit für problematisch. Denn der Makler muss das konkrete Objekt, sowie Namen und Anschrift des abschlussbereiten Vertragspartner benennen (BGH NJW 1987,1628). Nur die Rufnummerweitergabe könnte evtl nicht ausreichen.
     
  7. #6 BHShuber, 17.09.2014
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    Wissen wir das, man bedenke der Immobilienmakler hat mehrere Wohnungen im Angebot, die eine ist bereits vergeben, die andere wird aufgrund der Kontaktaufnahme des Interessenten angeboten und mittels Telefonnummer der Kontakt hergestellt, auch hierfür darf der Immobilienmakler Entgelt verlangen. Dazu muss er nicht erst ein Exposé vorlegen oder schriftliche Informationen weiterleiten.

    Meist haben es Interessenten sehr eilig und möchten immer die ersten sein, verzichten auf das Drumherum und beschweren sich dann, wenn Provision fällig wird.

    Zudem ist uns nicht bekannt ob und was Interessent und Immobilienmakler telefonisch oder mündlich vereinbart haben.

    Im Grunde gebe ich dir Recht, es gilt das hier:


    § 6


    (1) Der Wohnungsvermittler darf Wohnräume nur anbieten, wenn er dazu einen Auftrag von dem Vermieter oder einem anderen Berechtigten hat.

    (2) Der Wohnungsvermittler darf öffentlich, insbesondere in Zeitungsanzeigen, auf Aushängetafeln und dergleichen, nur unter Angabe seines Namens und der Bezeichnung als Wohnungsvermittler Wohnräume anbieten oder suchen; bietet er Wohnräume an, so hat er auch den Mietpreis der Wohnräume anzugeben und darauf hinzuweisen, ob Nebenleistungen besonders zu vergüten sind.

    Das wäre die Konsequenz aus der Sache:

    (1) Ordnungswidrig handelt, wer als Wohnungsvermittler vorsätzlich oder fahrlässig 1.
    entgegen § 3 Abs. 1 das Entgelt nicht in einem Bruchteil oder Vielfachen der Monatsmiete angibt,
    2.
    entgegen § 3 Abs. 2 ein Entgelt fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, das den dort genannten Betrag übersteigt,
    3.
    entgegen § 6 Abs. 1 ohne Auftrag Wohnräume anbietet oder
    4.
    entgegen § 6 Abs. 2 seinen Namen, die Bezeichnung als Wohnungsvermittler oder den Mietpreis nicht angibt oder auf Nebenkosten nicht hinweist.

    Quelle:

    WoVermRG - Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung

    Gruß

    BHShuber
     
  8. #7 BHShuber, 17.09.2014
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    vor oder nach dem 13. April 2014

    Hallo nochmal,

    was mich interessieren würde, war der Vorgang vor oder nach dem 13.06.2014, nach dem genannten Datum galt eine Gesetzesänderung zum Schutz des Verbrauchers, deshalb die Frage:

    Hat der Immobilienmakler über das Widerrufsrecht belehrt?, wenn nicht, dann kann innerhalb von 12 Monaten und 14 Tagen Widerrufen werden und der Immobilienmakler muss die bereits bezahlte Provision zurückzahlen.

    Quelle:

    https://kautionsfrei.de/blog/neues-widerrufsrecht-was-ndert-sich-bei-maklerverträgen

    Gruß

    BHShuber
     
  9. abab

    abab Gast

    Wohnungen a und b

    An den Antworten bei dieser Diskussion erkennt man schön, welcher Diskutant einseitig maklernah ist und welcher Diskutant objektiv ist.
     
  10. Andres

    Andres
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    ... und welcher Diskutant nur alle paar Wochen mit einem mäßig kreativen Benutzernamen ein paar unsachliche Kommentare abgibt.
     
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