Maklerprovision nach Kündigung des Vertrages

Diskutiere Maklerprovision nach Kündigung des Vertrages im Maklerforum Forum im Bereich Immobilien Forum; Hi, wir haben einen Verkaufsvertrag für ein Mehrfamilienhaus mit einen Immobilienmakler fristgerecht gekündigt. Anbei eine Klausel vom Vertrag....

  1. #1 cucumber, 08.05.2020
    cucumber

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    Hi,
    wir haben einen Verkaufsvertrag für ein Mehrfamilienhaus mit einen Immobilienmakler fristgerecht gekündigt. Anbei eine Klausel vom Vertrag. Dies sagt doch aus, dass der Verkäufer innerhalb 12 Monaten, nach Kündigung des Vertrages, dieses Objekt nicht an einen Kaufinteressenten vom Makler verkaufen darf. Falls doch, wer zahlt denn dann die Provision vom Makler, der Käufer oder der Verkäufer?

    Danke!
    provision03.jpg
     
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  3. #2 immobiliensammler, 08.05.2020
    immobiliensammler

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    Für den, der das Provisionsversprechen abgegeben hat, also hier wohl der Verkäufer, nur der kann ja einen Alleinauftrag erteilt haben.
     
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  4. #3 Goldhamster, 08.05.2020
    Goldhamster

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    Hallo,

    was ist denn, wenn der Verkäufer gar nicht weiß, dass der Käufer über den Maerlker akquiriert hat? Auch wenn es nur das Zusenden des Expose war....

    bei solchen Beiträgen klatscht erfreut in die Pfötchen
    DER HAMSTER
     
  5. #4 Goldhamster, 08.05.2020
    Goldhamster

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    @cucumber : Und dem Themenstarter meine Grüße und Anerkennung.

    Dafür, dass er die Made ausgebotet hat.
    Soviel Mut und Ehrgefühl müssten viel mehr Menschen haben!

    Voller Ehrgefühl schreibt
    DER HAMSTER
     
  6. #5 cucumber, 08.05.2020
    cucumber

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    Darauf spekuliert ja der Makler und möchte unbedingt seine Provision bekommen. Wir wissen es ja vom Käufer und deshalb frag ich extra nach.
     
  7. #6 immobiliensammler, 08.05.2020
    immobiliensammler

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    Die Frage ist der Nachweis - lies mal in § 652 BGB nach!
     
  8. jorgk

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    Das steht da so nicht. Genau das darf der Verkäufer ohne Probleme, lediglich muss er dann die Provision zahlen.

    Der Anfang des entsprechenden Satzes ...
    " Die Provision ist auch verdient ..."
    ... bezieht sich dazu offensichtlich auf den einleitenden Satz, und der sagt ...
    "Verletzt der Auftraggeber ... so schuldet er ..."
    Die Provisionszahlung in Folge des früheren Nachweises (durch die 'Made' an den Käufer) erfolgt also seitens des Auftraggebers.
     
  9. #8 cucumber, 09.05.2020
    cucumber

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    Schönen Dank, meine Herren.
    Provision zahlt der Verkäufer, damit sind wir ja alle einverstanden. Wir müssen nun einen Käufer finden, der nicht vom E-Mail-Verteiler des Maklers ein Expose erhalten hat, etc.. Klar, muss schriftlich und notarisch vom neuen Käufer vorgelegt werden.
     
  10. #9 immobiliensammler, 09.05.2020
    immobiliensammler

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    Die Aussage verstehe ich gerade nicht, vom Käufer muss notariell gar nichts vorgelegt werden. Wenn der Notar nachweisen kann, dass er Euch den Interessenten benannt hat dann hat er einen Provisionsanspruch, wenn nicht dann eben nicht.

    Wäre ja sonst auch zu einfach, Du erteilst einen Maklerauftrag, der Makler schleppt einen Interessenten nach den anderen an, alle vertröstest Du und nach Auslafuen des Vertrages machst Du mit einen von denen den Kaufvertrag. Dass die Arbeit des Maklers (ja sowieso nur im Erfolgsfall) vergütet werden muss dürfte klar sein.
     
  11. AJ1900

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    Na ja, schriftlich kann man sich das ja geben lassen. Ob man damit einen Notar behelligen sollte halt ich für unnötig. Evtl. kann man das ja einfach in den Kaufvertrag mit hineinschreiben, das eben der Kontakt nicht über Makler XY zustande gekommen ist, o.ä.
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 09.05.2020
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    Unter "schuldhafter Pflichtverletzung" verstehe ich hier, dass der Kaufinteressent dem VK irgenwie auch bekannt gegeben wurde.
     
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  13. #12 immobiliensammler, 09.05.2020
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    Natürlich, der Makler muss den Nachweis erbringen, dass er dem Auftraggeber (hier Verkäufer) den Interessenten als möglichen Käufer benannt hat.
     
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  14. Andres

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    Mal ganz was anderes: Sofern die o.g. Bestimmung eine AGB ist (was man zumindest vermuten darf), könnte man auf die Idee kommen, dass der letzte Satz gegen § 309 Abs. 12 BGB verstößt.
     
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  15. #14 cucumber, 10.05.2020
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    Sorry, das meinte ich ja, dass der Kontakt nicht über Makler XYZ zustande gekommen ist und somit wird das in den Kaufvetrag eingetragen. Verkäufer wäre dann auf der sicheren Seite. Meine Recherchen ergaben, dass diese 12-Monats-Frist auch nach festgelegten Vertragsende gültig ist, also bei keinen Verkauf bis Vertragsende.
     
  16. #15 immobiliensammler, 10.05.2020
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    Der Makler muß nachweisen, dass er den Kontakt zum Käufer hergestellt hat dann steht ihm - Gültigkeit der Vereinbarung unterstellt - die Provision zu. Kann er das nicht nachweisen dann nicht. Was mit dem Käufer dazu im Kaufvertrag aufgenommen wird ist egal. Eventuell könnte der Verkäufer dann einen Schadensersatzanspruch gegen den Käufer geltend machen wenn er im Vertrag etwas falsches zugesichert hat.
     
  17. #16 BHShuber, 13.05.2020
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    Hallo,

    die Beantwortung der Frage kommt im wesentlichen auf die Form der Beauftragung des Immobilienmaklers an wurde er als Vermittlungsmakler oder Nachweismakler beauftragt dementsprechend bietet der Passus der gepostet wurde keine Auskunft.

    Nachdem offensichtlich der Maklervertrag ohne erfolgreiche Vermittlung der Immobilie ausgelaufen ist, dürfte es dem Immobilienmakler ziemlich schwer fallen und von der Gerichtsbarkeit wohl der Anspruch auf Vermittlungscourtage wohl in Zweifel gezogen werden, wenn er nicht auf den reinen Nachweis hin beauftragt wurde.

    Derlei Alleinverträge sind leider immer noch zuhauf auf dem Markt und so viele sind einem solchen Gebaren schon auf dem Leim gegangen.

    Kuckst du hier:
    https://ratgeber.immowelt.de/a/nachweismakler-oder-vermittlungsmakler-die-unterschiede.html

    Gruß
    BHShuber
     
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