Mauerwerk: nachträgliche Horizontalsperre durch Injektion

Diskutiere Mauerwerk: nachträgliche Horizontalsperre durch Injektion im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo, ein ca. 100Jahre altes unbeheiztes zweigeschossiges Nichtwohngebäude, nicht unterkellert, Mauerwerksbauweise, Aussenputz, hoher...

  1. #1 Goldhamster, 20.10.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.721
    Zustimmungen:
    863
    Hallo,

    ein ca. 100Jahre altes unbeheiztes zweigeschossiges Nichtwohngebäude, nicht unterkellert, Mauerwerksbauweise, Aussenputz, hoher Grundwasserstand hat im EG feuchte Wände. Im OG ist es sehr trocken.

    Hat jemand SELBER gute Erfahrungen mit einem Verfahren gemacht, eine nachträgliche Horizontalsperre in das Mauerwerk einzubringen? Z. B. durch Injektionen.

    Würde er/sie/es dieses Verfahren mir bennen?


    In die Horizontale geht jetzt auch
    DER HAMSTER
     
  2. Anzeige

  3. #2 immobiliensammler, 20.10.2020
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.927
    Zustimmungen:
    3.654
    Ort:
    bei Nürnberg
    Bei mir hat es diese Firma angewandt:

    https://www.bas-mauerwerkstrockenlegung.de/

    Sind aber nur in Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt tätig, aber ich nehme an, dass auch andere Firmen dieses Verfahren anbieten werden.

    Das Ganze wurde im Herbst 2019 durchgeführt, Langzeiterfahrungen habe ich daher nicht, aber bis jetzt sieht alles gut aus.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 20.10.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    5.818
    Zustimmungen:
    3.502
    Eigene Erfahrung nein, nur nach (aus meiner Sicht vielen) Gesprächen mit Restauratoren, und Trockenlegungs und Mauerwerksanierungsfirmen (eine davon ist spezialisiert auf Altbau und Mauerwerksanierung unter Denmalschutzrichtlinien) gegen Injektionsverfahren entschieden.

    Mein Weg geht über eine kapillaroffene Mauerwerksanierung (Mischbauweise Ziegel- und Sandstein mit Kalkmörtel und Kalkputz), weil ich das Gebäude auch "unten rum" atmungsaktiv erhalten will.

    Ich kann dir den Kontakt zu meiner Trockenlegungs- und Mauerwerksanierungsfirma für die alten Schinken geben, wenn du magst. Die sind bundesweit unterwegs mit mehreren Niederlassungen. Fachliche Beratung ist mind. im Stammhaus top. Injektionsverfahren wird von dieser Firma auch durchgeführt, wenn die Rahmenbedingungen passen.
     
  5. #4 Goldhamster, 21.10.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.721
    Zustimmungen:
    863
    Danke an euch beide!
     
  6. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.01.2015
    Beiträge:
    2.345
    Zustimmungen:
    1.088
    Habe vor ein paar Jahren mit Dryzon Horizontalsperre Mauerinjektion im EG gemacht und das hat bislang funktioniert. Habe auch schon eine paar andere Hersteller mit diesen Injektionstüllen und immer wieder nachfüllen ausprobiert, das hat meistens auch immer eine gewisse Zeit geklappt, das wichtigste war aber auch das man zusätzlich die Aussenfassade trocken bekommt und isoliert, also ausschachten war für eine Dauerlösung eigentlich immer angesagt.........
     
  7. #6 Goldhamster, 21.10.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.721
    Zustimmungen:
    863
    Hallo und vielen Dank für deine Antwort @AJ

    Was meinst du mit Ausschachten? Abgraben der Fundamtente beim nicht unterkellertem Gebäude???
    Was meinst du mit Isolieren der Aussenwände? Gegen Wärmeverluste dämmen oder den Schlagregenschutz verbessern?

    Gruß Hamsti
     
  8. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.01.2015
    Beiträge:
    2.345
    Zustimmungen:
    1.088
    Bei meinen Objekten war das immer so das Teilestücke oder das Gebäude komplett mit einem Tietpaterre ausgestattet war. Von daher war eine Aussenisolierung gegen Feuchtigkeit und im Zuge dessen eine Wärmedämmung bei mir immer Standard, kurz gesagt alles um das Mauerwerk vom Erdreich möglichst fern zu halten.
    Macht halt keinen großen Sinn wenn das Wasser zwar nicht mehr von unten aber dafür von der Seite durch das Erdreich eindringen kann........

    "Was meinst du mit Isolieren der Aussenwände? Gegen Wärmeverluste dämmen oder den Schlagregenschutz verbessern?"

    Gegen Feuchtigkeit im Erd- und Sockelbereich, und damit verbunden eine Wärmedämmung.
     
  9. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.01.2015
    Beiträge:
    2.345
    Zustimmungen:
    1.088
    Wenn die Injektion der Horizontalsperre tatsächlich erst spürbar über dem Bodenlevel gemacht wird, kann man sich das Ausschachten und Isolieren natürlich sparen.
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 21.10.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    5.818
    Zustimmungen:
    3.502
    Ist ein möglichst vollständiges Aussperren von Feuchtigkeit wirklich erforderlich oder kannst du auch mit (ich nenne das jetzt mal so) "Gebäudeatmung" arbeiten/leben.

    Zur Bauzeit wurde doch eine gewisse Feuchtigkeit eingeplant.
    Kannst du darauf verzichten ohne dir dadurch andere Probleme einzuhandeln, wie z.B. versandeden Mörtel?
    Oder schwebt dir ein Injetionsmaterial vor, das nicht nur eine Feuchtigkeitssperre aufbaut, sondern auch den Mörtel vor zu starkem Austrocknen schützt?
     
  11. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    20.01.2015
    Beiträge:
    2.345
    Zustimmungen:
    1.088
    Der Aspekt sollte natürlich auch geprüft werden. Aus meiner Erfahrung sind aber normalerweise nach 100 Jahre die damaligen Horizontalsperren, z Bsp. irgend eine form von Bitumen- Dachpappebahnen einfach durch und vergammelt, falls es die einem nicht bewohnten Gebäude überhaupt gegeben hat.
     
  12. #11 immodream, 21.10.2020
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2011
    Beiträge:
    3.264
    Zustimmungen:
    1.583
    Hallo Hamster,
    an einem Objekt, welches eigentlich im Keller trocken war, trat nach dem Ausgraben des Kellers wegen neuer Pflasterung und gleichzeitiger Dickbeschichtung von Außen folgendes auf:
    Bei tagelangen Regen trat Regenwasser oberhalb des untersten Steins , dort wo die Dachpappe gegen aufsteigendes Wasser eingelegt wurde, klares Wasser aus und überflutete die Keller.
    Wegen der neu durchgeführten Pflasterarbeiten wollte ich natürlich nicht von wieder von Außen aufgraben .
    Eine kleine Firma, die mir schon mehrfach bei Problemen mit Feuchtigkeitsschäden geholfen hatte, brachte dann eine Hohlkehle mit einer Dichtschlämme bis zum zweiten Stein an und hat dann oberhalb der Dachpappe vorher zahlreiche horizontale Bohrungen angebracht und mit einer Flüssigkeit befüllt.
    Seit Jahren ist der Keller trocken.
    Welches Material verwendet wurde weis ich nicht mehr.
    Ich würde es bei deinem beschriebenen Problem mit dem Injektionsverfahren probieren .
    Grüße
    Immodream
     
  13. #12 Ich-bin-es, 18.11.2020
    Ich-bin-es

    Ich-bin-es Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    18.05.2017
    Beiträge:
    487
    Zustimmungen:
    113
    In meinem Privathaus aus dem Jahr 1870 habe ich mich auch wie ehrenwerteshaus sagt, für eine kapillaroffene Lösung und „Gebäudeatmung“ entschieden. Probleme habe ich keinerlei. Aber ob das auch bei Vermietung geht? Ich nehme an, auch gutes Lüften gehört dann zum Konzept. Ob man das so von Mietern erwarten kann?
     
  14. Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.721
    Zustimmungen:
    863
    Hallo
    und vielen Dank für die Meinungen und Informationen.
    Wie schon im Ausgangspost beschrieben:
    -Nichtwohngebäude (Lagernutzung - ohne dauerhafter Anwesenheit von Zweibeinern)
    -Kein Keller
    -gemauerte Fundamente einschl. aufgehendem Mauerwerk
    -Ziegelmauerwerk mit -vermutlich- Muschelkalkmörtel. Hübsch anzuschauende Aussenputzfassade als Schlagregenschutz

    Hamsterlein
     
Thema:

Mauerwerk: nachträgliche Horizontalsperre durch Injektion

Die Seite wird geladen...

Mauerwerk: nachträgliche Horizontalsperre durch Injektion - Ähnliche Themen

  1. GSW-Nachtrag zum Mietvertrag

    GSW-Nachtrag zum Mietvertrag: Hallo, ich bin dabei eine vermietete Wohnung aus dem ehemaligen GSW Bestand zu kaufen. Der Mieter ist eingezogen, bevor die Wohnung veräußert...
  2. Mieter ausgezogen einvernehmlich. Nachträgliche Mietkurzung: Relevant?

    Mieter ausgezogen einvernehmlich. Nachträgliche Mietkurzung: Relevant?: Hallo, Mieter fristgerecht ausgezogen. Mietschulden: 1 Monat KM + NK Auf Mahnung antwortet sein Anwalt (!) dass das Haus und Technik mehrere...
  3. Nachträgliche Mieterhöhung wegen Modernisierung

    Nachträgliche Mieterhöhung wegen Modernisierung: Hallo Zusammen habe gehört das man nachträglich die Miete erhöhen kann wenn Man schon bereits eine Modernisierung durchgeführt hatund es nicht 3...
  4. Betriebskosten 2018 mit Mieter bereits abgerechnet, Hausverwaltung ändert nachträglich Abrechnung

    Betriebskosten 2018 mit Mieter bereits abgerechnet, Hausverwaltung ändert nachträglich Abrechnung: Ende Juni erhielt ich die Betriebskostenabrechnung 2018 von der Hausverwaltung. Da ich zum Jahresende den Schreibtisch voll habe und nicht mehr...
  5. Kellerabdichtung bei zweischaligem Mauerwerk

    Kellerabdichtung bei zweischaligem Mauerwerk: Hallo in die Runde! bei unserem vermieteten EFH, Bj. 1906, ist vor drei Jahren eine Drainage an drei Seiten des Hauses gemacht worden. Die vierte...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden