Mehrfamilienhaus: Kellerverstärkung und Mauerwerksverstärkung

Diskutiere Mehrfamilienhaus: Kellerverstärkung und Mauerwerksverstärkung im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo in die Runde der Bauwilligen und Baufähigen :wink002: Hat irgendjemand wirklich Erfahrungen, Ratschläge, Kosten, Tipps für und mit...

  1. #1 sosoberlin, 23.05.2014
    sosoberlin

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    Hallo in die Runde der Bauwilligen und Baufähigen :wink002:


    Hat irgendjemand wirklich Erfahrungen, Ratschläge, Kosten, Tipps für und mit Kellerverstärkungen und Mauerwerksverstärkungen?

    Ich bin gerade aus allen Wolken gefallen, als der Architekt mir mitteilte, dass eventuell derartige statische Maßnahmen in dem Gebäude bei einer Aufstockung notwendig werden könnten. :109:
     
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  3. #2 Bürokrat, 23.05.2014
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    Also...also... ich glaub langsam du bist hier im falschen Forum...

    Die allermeisten hier vermieten. Die wenigsten hier kaufen, sanieren und verkaufen gleich wieder...

    Ich glaube auch dass sich das nur in einem Umfeld steigender Preise rentiert oder in sehr guten Lagen...
     
  4. #3 Papabär, 23.05.2014
    Papabär

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    Da könnte Duncan evtl. weiterhelfen. Wo steckt der eigentlich ...


    Nichtsdestotrotz wundert mich Deine Verwunderung. Ich meine, man braucht kein Bausachverständiger zu sein um zu erahnen, dass die zusätzliche Belastung tragender Bauteile (ggf. sogar eines Altbaus) mit weiteren 100to (?) Beton, Steinen, Möbeln und Menschen durchaus zu solchen Herausforderungen führen könnte, oder?
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Der war vergnügungssüchtig und war auf einer Weiterbildungsveranstaltung für Sachverständige, Fachplaner, Architekten und ähnliche Irre. Des Weiteren hatte ich damit gestern einen 18h-Arbeitstag und heute eine ET-Versammlung. Innerhalb von wenigen Minuten eine Stimmenmajorität von über 90% für das vom mir gewünschte Vorgehen gefunden(~140ET). Das man mich gleich zur nächsten ET-Versammlung mit auf die Liste für einen Beiratsposten (als einzigen Kandidaten) gesetzt hat, lässt mich etwas zwiegespalten da stehen...

    So - nun zum Problem von sosoberlin:
    Wie berechnet man die Statik eines Hauses?
    Man fängt ganz oben an! Beim Firstziegel, oder was immer als Dachdeckung dienen soll, berechnet nach den Lastfällen und Lastannahmen die Dimensionierung des Dachtragwerkes, der Ringanker, der tragenden Wände usw. bis man beim Fundament angekommen ist.
    Zwischendurch werden einige Teile durchaus konstruktiv stärker als es von der Last her notwendig würde, diese bieten eine gewisse Reserve für Aufstockungen oder andere Umbauten die zusätzliche Lasten mit sich bringen. Wenn diese Reserven nur sehr gering oder die Aufstockung sehr schwer/windanfällig/usw. ist, muss ich halt beigehen und die zu schwachen Teile verstärken.
    Wirtschaftlich so wirklich sinnvoll ist das in meinen Augen nur sehr selten.
    Hier braucht man belastbare Zeichnungen und Planungsunterlagen um den genauen Aufwand abschätzen zu können.

    Ich hab auch auf einem meiner Gebäude auf eine eigentliche angedachte Solar- und Photovoltaikanlage verzichtet, die Tragwerksverstärkung allein hätte gute 120T€ gekostet...
     
  6. Duncan

    Duncan
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    gibt aber auch viele die beides machen. Also sowohl solide vermieten und wenn sie die Langeweile umtreibt und gerade keine anderen Sorgen anstehen, dann wird halt eine "Bruchbude" gekauft aufgehübscht und nicht selten sehr lukrativ verkauft. Ja, einige solche Projekte lassen einen über einen 263er nachdenken, gibt aber auch sehr vorzeigbare Objekte.

    Nebenbei dürfte die Stadt Leipzig noch heute versucht sein Dr. Jürgen Schneider zum Ehrenbürger zu machen.
     
  7. #6 sosoberlin, 30.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 30.05.2014
    sosoberlin

    sosoberlin Erfahrener Benutzer

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    lieber duncan, ich danke Dir.

    Naja, um auf Deinen letzten Post einzugehen: ich habe nichts vor, was dem 263er entspricht. Was sind denn das immer für haltlose Unterstellungen?
    Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, in dem man Unbekannte wahllos beleidigen kann.
    Du hast Glück: ich bin nicht sensibel und unterhalte mich gerne mit Dir - aber ich verstehe diese Andeutungen nicht. Warum?


    In dem Projekt geht es um ganz andere Dinge, die ich hier kaum breittreten kann, dafür reicht der Platz nicht und es interessiert Euch ja auch nicht..
    Machen wir es kurz: es geht u.a. auch um eine selbstgenutzte Wohnung und zwei Verkaufsobjekte. Alle im gleichen Standart und Ausstattung und alle ungefähr gleich wertig. Ich bin also selbst auch schon ein Liebhaber. Warum nicht? Ich habe immer nur gearbeitet, jetzt kommt mal "ein bisschen Spass" - dass ich das nicht 100ig ernst meine, ist ja auch klar. Natürlich muss es rentabel bleiben und wenn ich sehe, dass du 120 K€ bezahlen solltest und verzichtet hast, naja, dann gibt mir das sehr zu denken. Ich habe nun einen Statiker bestellt. Hilft ja doch nichts. Falls Du sonst noch einen guten Statiker in Berlin kennst - gern!

    Und ganz ehrlich: der hohe Preis der Wohnungen ist so ziemlich der einzige Haken.
    Wenn Du den Haken suchst in der Sache mit dem 263er - dann offenbare ich ihn Dir gerne - in vollstem Vertrauen.


    Wie gesagt: es muss halt rentabel sein und ohne Wahnsinnspreise im Verkauf wird das hier nichts.
     
  8. Duncan

    Duncan
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    @sosoberlin: bitte lies nochmal genau. Ich habe dir gar nichts unterstellt. Ich habe nur darauf hingewiesen des es Sanierungsobjekte gibt die nicht ganz koscher sind, schon gar nicht ihr anschließender Verkauf. Daran haben z.B. in Berlin auch Notare aktiv mitgewirkt, einige sind dafür auch schon rechtskräftig verurteilt worden!

    Ja, ich kenne (nicht nur) ein Objekt das aufgehübscht wurde und jetzt an nichtsahnende Käufer zu absurden Preisen verhökert wird. Innerhalb der ersten 5 Jahre wird die ET-Gemeinschaft eine Umlage im hohen 4 bis niedrigen 5-stelligen Bereich pro Whg. beschließen müssen. Instandhaltungsrücklage ist noch keine ausreichende da, WEG erst in diesem Jahr begründet. Dach und Keller sind abbruchwürdig. Die Stränge sind "historisch wertvoll". Die Elektrik hat musealen Charakter. Sorry, aber diese Whg. zum Neubaupreis zu verkaufen grenzt für mich schwer an einer Verwirklichung eines 263ers.
     
  9. #8 sosoberlin, 30.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 30.05.2014
    sosoberlin

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    Ah ok, jetzt sehe ich, worauf Du hinauswillst. Ich habe vorhin alles nur sehr schnell gelesen, entschuldige bitte!

    Das, wovon Du sprichst, sind einfach nur Schrottimmobilien. Gerne genommen: umsanierter Berliner Altbau mit Altmietern, Aufteilung und Weiterverkauf der umsanierten Mietwohnungen. Das ist natürlich eine Katastrophe. Nicht nur der Justizsenator, Herr Braun und Herr O. aus dem Grunewald haben da mitgewirkt, es sind insgesamt 12 Notariate in Berlin (mindestens).

    Den Privatmenschen sind die vermieteten Wohnungen als Steuersparmodelle verkauft worden per Kaltacquise am Telefon - natürlich genau an Käufer, die naiv genug waren und welche die Wohnungen z.Z. nicht einmal besichtigt haben!
    Die Kaufverträge wurden im Angebot/Annahmeverfahren gesplittet.. Und da haben natürlich die Notare mitgewirkt.

    Ich kenne selbst so ein Haus (und hatte dort in vollem Bewusstsein das abbruchwürdige Dach gekauft!). Die erste Sonderumlage der Schwammsanierung des Dachs hat den "Kapitalanlegern" (das heißt Privatmenschen, die sich diese Mietwohnungen gar nicht leisten konnten, zum größten Teil war ihr Eigenheim nicht einmal abgezahlt) die Wohnung um die Ohren fliegen lassen. Die Miete hat natürlich nicht die Sonderumlage und die Hypothek gedeckt. Die Menschen mussten weitere Hypotheken aufnehmen, private Kredite ...

    Ich sage nur: so entstehen Zwangsversteigerungen. Weil man annimmt, man könnte eine Mietwohnung durch Mieteinnahmen mit dem Mieter abbezahlen. Vermittler dieser dubiosen GmbH's machen das die Käufer auch glauben - aber wie gesagt: erste Sonderumlage und zack .. die Wohnung ist weg.

    Darauf habe ich ja schon oft hingewiesen hier.. :069sonst:

    Man kann nicht genug davor warnen.

    Mit Verlaub, das hat mit meinem aktuellen Bauprojekt herzlich wenig zu tun. Das Haus mit seinen 4 Etagen gehört mir nicht, da macht der Mehrheitseigentümer, was er will. Durch die Aufteilungen haben die Mieter nun erst einmal ein paar Jahre Kündigungsschutz und ansonsten ein Vorkaufsrecht sollten die Wohnungen verkauft werden. Und saniert wurde das Objekt auch bereits komplett vor 5 Jahren. Ich baue nur wunderbare Wohnungen in den oberen Geschossen und das werden ziemliche Wohnträume - ganz im Ernst.
     
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