Mehrfamilienhaus mit gemischt Einrohr/Zweirohr

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Ragnarok, 27.10.2015.

  1. #1 Ragnarok, 27.10.2015
    Ragnarok

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    Mahlzeit,

    bin Eigentümer einer Wohnung in einer 12-Parteilen WEG eines Gebäudes BJ 1972 - gebaut mir Öl - Einrohrheizung.

    Meine Wohnung wurde vom Voreigentümer saniert - im Rahmen der Sanierung hat der Kollege die Heizkörper gewechselt und tatsächlich auf Zweirohr umgerüstet.

    Mir stellt sich jetzt die Frage, ob ich dadurch irgendwie bei den Heizkosten Nachteile oder Vorteile verursache ?
    Letztich möchte ich keine Überraschung erleben, wenn dieser Umbau (vor 3 Jahren getätigt) "raus" kommt ?

    Danke,
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Es ist ein Kostenvorteil für dich, fraglich ist nur die Höhe. Es gibt mehr Heizungsrohr mit höherer Temperatur, folglich mehr Leitungsverlust, also nicht erfasste Heizwärme. Nachteil: In Einrohr-Systemen ist die Vorlauftemperatur etwas höher eingestellt. Das kann bei schlecht gedämmten Leitungen dazu führen, dass bereits durch die Leitungsverluste die Wohnung so stark beheizt wird, dass die Thermostate "Hilfe" vom geöffneten Fenster brauchen.


    Wenig überraschend: Nach solchen Umbauten sollte ein hydraulischer Abgleich der gesamten Anlage ausgeführt werden. Bei einzelnen Parteien könnte sonst womöglich keine ausreichende Heizleistung mehr erreichbar sein.


    Allgemein finde ich es äußerst unsinnig, solche Maßnahmen nicht einheitlich in der ganzen Gemeinschaft auszuführen. Man kann nicht selektiv an der Heizanlage herumbasteln - das Gesamtkonzept muss passen.
     
  4. #3 Ragnarok, 27.10.2015
    Ragnarok

    Ragnarok Neuer Benutzer

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    Über den Sinn oder Unsinn so einer eigenmächtigen Maßnahme brauchen wir uns nicht unterhalten,d a gebe ich dir Recht.

    Darf ich folgende Nachfrage stellen: Generell liegen bei mir, wie auch in den anderen Wohnungen, die Rohre frei bzw. im Esstrich, somit kommt es natürlich zu der problematischen Frage der Rohrwäme.
    Wenn ich deinen Beitrag richtig verstehe, strahlt mein Zweirohr-System aufgrund von mehr "Zuführungs-Leistungen" mehr Wärme ab, ergo habe ich mehr Nutzen aus der Rohrwärme, wohingegen wir die Abrechnung 50/50 mit Hilfe von elektronischen Wärme-Messdingern (an den Heizkörpern) erstellen.
    Wenn wir jetzt von einer 85 qm Wohnung ausgehen, kannst du in etwa sagen, wie "stark" ich hier bevorteilt werde im Vergleich zu einer Einrohr-Heizung ? Muss ich davon ausgehen, dass ich im Vergleich zu den anderen Wohneinheiten massiv von der erhöhten Rohrwärme profitiere - unter der Berücksichtigung der Tatache, dass ich im 1. OG wohne und daher am Heizungstrang doch eher hinten, bestenfalls mittig, liege und insofern eigentlich bei Röhrwärme eher neutral bzw. benachteiligt wäre.
    Meine Heizkosten für die Wohnung sind natürgemäß gering, allerdings führe ich das unabhängig der Rohrwärme eher auf den Lebenstandard zurück (generell sparsam, dazu SIngle und Vollzeitarbeitnehmer).


    Danke für deinen Sachverstand,
     
  5. Andres

    Andres
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    Genau das. Bezogen auf den Meter Heizungsrohr im Durchschnitt für die gesamte Wohnung macht das zwar keinen Unterschied, aber im Zweirohr-System gibt es mehr Leitungen.


    Nein, kann ich nicht einmal ansatzweise. Ich kann dir nur sagen, dass es diesen Effekt gibt. Meine Vermutung ist, dass der Effekt in deinem Fall nicht besonders stark sein dürfte, aber das ist ein reines Bauchgefühl. Daher auch meine Einschätzung "unsinnig" von oben: Weder ist es so, dass hier zwingend unlösbare technische Probleme entstehen, noch ist es garantiert, dass die Abrechnung völlig verzerrt wird, aber das konstruktiv zu begründen, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit werden. Für die Argumentation gegenüber der Gemeinschaft wäre es viel einfacher, wenn alle Parteien auf dem technisch gleichen Stand sind.


    Zumindest beim üblichen Aufbau des Leitungsnetzes macht das Stockwerk gar nicht so viel aus. Im Hauptvorlauf gibt es (bei einem Haus mit 12 WE) keine so großen Temperaturunterschiede. Die fast schon legendären Temperaturgefälle und damit verbundenen Leitungsverluste bei Einrohr-Systemen gibt es hauptsächlich, wenn ein Heizkreis nacheinander durch mehrere Wohnungen führt.
     
Thema: Mehrfamilienhaus mit gemischt Einrohr/Zweirohr
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