Mehrfamilienhaus, welche Steuern fallen an?

Diskutiere Mehrfamilienhaus, welche Steuern fallen an? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Guten Tag sehr geehrte Forummitgieder. Ich möchte einen Fall schildern und bräuchte ratsame Tipps und Empfehlungen. Um zwar erst zu mir: ich bin...

  1. #1 Friedrich123, 20.05.2019
    Friedrich123

    Friedrich123 Neuer Benutzer

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    Guten Tag sehr geehrte Forummitgieder. Ich möchte einen Fall schildern und bräuchte ratsame Tipps und Empfehlungen.
    Um zwar erst zu mir: ich bin 27, habe mein Studium vor kurzem beendet und arbeite seit 6 Monaten mit einem Bruttogehalt von 4200 €. Jedoch verdiene ich mit Diensten mehr. Mit Diensten verdiente ich bisher im Schnitt 3500€Netto. Auf meine Arbeit möchte ich gar nicht näher eingehen, nur damit ihr wisst in welchem Rahmen ich verdiene. Natürlich bin ich aktuell damit beschäftigt Altlasten aus dem Studium abzubezahlen und kann nicht mit dem Geld um mich schmeißen (Bafög, Kfw-Kredit, Umzug etc.)
    Nun zum Objekt. Es gibt eine Immobilie, die einem Familienmitglied gehört. Das möchte er mir für den Bruchteil des Wertes verkaufen. Um zwar ist es ein Haus mit zwei Wohneinheiten. Zusätzlich befinden sich vorne an dem Haus angeschlossen zwei Läden. Diese Läden sind an zwei Gastronomien vermietet. Nettoeinnahmen des Hauses betragen insgesamt monatlich 3000€. Das Haus wird mir nur für 170000€ verkauft. Nur deshalb möchte ich es, da ich mich davor schon nach Wohnungen umgeschaut habe, die jedoch kaum meine Kredit decken würden.

    Nun, ich habe eigentlich überhaupt keine Ahnung von Immobilien, möchte aber auch nicht, dass mir dieses Angebot entgeht. Es ist ein Familienmitglied, nur deshalb ist es so günstig, da das Haus in der Familie bleiben soll.
    Ich war bei meiner Bank. Die 170k wäre kein Problem, die würde ich auch ohne Eigenkapital bekommen, da das Haus genügend Mieteinnahmen hat.
    Jedoch stehen mir nicht die ganzen 3000€ zur Verfügung. Mündlich ist abgesprochen, das sage ich jetzt ganz anonym, dass etwa 800€ monatlich meinen Eltern zusteht, da sie sehr wenig Geld haben und das Familienmitglied das auch möchte.
    Nun stellt sich meine Frage: ich bin ledig, habe keine Kinder, werde jetzt demnächst zum ersten Mal in meinem Leben eine Steuererklärung abgeben. Was kommt da auf mich zu? Meine Idee war, dass ich den Kredit so niedrig wie geht ansetzte (etwa 800€) und den Rest dazu nutzte, meine Altschulden abzubezahlen. Oder auch nach einem Jahr erneut einen Kredit aufzunehmen und damit eine Wohnung abzahlen.

    Nur wie ist es jetzt mit den Steuern? Wie viele Steuern sind bei diesen 3000€ monatlich Mieteinnahmen ,die das Finanzamt dann schwarz auf Papier sieht ( eigentlich stehen mir nur 2200€ zu) abzugeben jährlich? Wenn es dadurch ein 0 Geschäft wird und mir monatlich nichts übrig bleibt, soll ich die Kreditrate lieber maximal hoch setzen auf 1500€ ?
    Muss ich etwa etwas dazu bezahlen? Das sind fragen, die mich plagen...Was würdet ihr an meiner Stelle machen, auch mein Arbeitsgehalt mitberücksichtigen. Nicht dass ich am Ende des Jahres Geld dazu zahlen muss.

    Ich wäre für jeden Tipp, Anregungen sehr dankbar.
     
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  3. #2 immobiliensammler, 20.05.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Einen Steuerberater aufsuchen, und zwar bevor irgendwelche Verträge unterschrieben werden. Evtl. fällt dem auch eine steuergünstige Lösung für die Versorgung der Eltern ein! Wenn Du noch nie eine Steuererklärung gemacht hast wirst Du den Steuerberater sowieso brauchen, wenn die erste Erklärung fällig wird.
     
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  4. #3 ehrenwertes Haus, 20.05.2019
    ehrenwertes Haus

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    Da gibt es was. Sinngemäß "Unterstützung Hilfsbedürftiger im engsten Familienkreis".

    Wenn wirklich der einzige Grund für den Verkauf jetzt zu diesem Preis ist, dass das Haus in der Familie bleiben soll, dann kann der Verkauf auch noch warten bis du genauere Zahlen hast, wieviel dir nach Steuer zum Leben bleibt.

    "Der Junge verdient sein 1. Geld, JETZT muss der VK über die Bühne gehen", hat den Beigeschmack von:
    "Der ist noch grün hinter den Ohren, da kann man gutes Geschäft machen!"

    Sagt Wer?
    Wer hat den Marktwert, den echten nicht gefühlten, ermittelt?


    Kann schon sein, dass die Hintergrundgeschichte stimmt. Die Erfahrung sagt aber, nirgends wie dermaßen über den Tisch gezogen, wie in der Familie, weil der Vertrauensvorschuß oft gnadenlos ausgenutzt wird.
     
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  5. dots

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    Ich bin hellhörig geworden bei diesem Satz:
    Du willst also aus dem Gesamtkonstrukt jeden Monat Geld rausziehen.
    Bist du dir sicher, dass dieses Geld überhaupt jeden Monat reinkommt? Was machst du, wenn du Leerstand hast? Wovon bezahlst du das neue Dach, die neuen Fenster in x Jahren, wenn du bis dahin nichts angespart, sondern nur Bafög zurückgezahlt hast?
     
  6. #5 Melanie123, 21.05.2019
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    Um welche Verwandtschaft handelt es sich denn?
    In direkter Linie (also Ur-Groß-Eltern) fällt z.B. keine Grunderwerbssteuer an (Ländersache, aber in NRW z.B. 6,5%). Zusätzlich 2% für Notar und Grundbuchamt einplanen.
    Wenn das Haus unter Wert verkauft wird, könnte das steuertechnisch ein teilentgeltlicher Verkauf sein. Wenn das FA z.B. vom doppelten Wert ausginge, würde die Hälfte als Schenkung angesehen werden. Das fällt unter die Regeln der Erbschaftssteuer, und auch hier kommt es auf den Grad der Verwandschaft an. Dazu gibt es einen Erbschaftssteuerrechner. Faustregel: gerade Linie wie Großeltern auch hier eher undramatisch. (Groß-)Onkel, Cousin o.ä.kann sehr teuer werden.

    Bitte mache das keinesfalls ohne Wertgutachten und niemalsnimmergarnicht ohne Steuerberater.
     
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  7. #6 taxpert, 21.05.2019
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    Hier sicherlich nicht zwingend ...
    Warum so zaghaft??? Da ist nichts verwerfliches dran! Es eröffnet aber einen großen, legalen Spielraum für vertragliche Steuergestaltung, den man ausnutzen sollte!

    Entsprechende Gestaltungsmodelle kann und vor allem darf ein Forum nicht bieten, weshalb ...
    ... blind unterschrieben werden kann!

    Zwanzig Jahre Prüfererfahrung sagen aber auch, dass das ...
    ... ebenfalls richtig sein kann!

    taxpert
     
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  8. #7 Benni.G, 22.05.2019
    Benni.G

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    Muss eigentlich der Wohnungseigentümer immer der Vermieter bzw. derjenige sein, der die Miete bekommt und versteuern muss?
     
  9. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Nein. Der Wohnungseigentümer kann auch jemand sein, der weder Vermieter ist, noch Miete bekommt und diese dann auch nicht versteuern muss.

    Ich bin zum Beispiel so jemand.
    Jeder andere nicht vermietende Wohnungseigentümer auch.
     
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