Mehrheit bei juristischen Personen

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von Michael_62, 04.06.2009.

  1. #1 Michael_62, 04.06.2009
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Bitte um Hilfe:

    Wenn in einer WEG Anlage ein Teil der ETW´s einer juristischen Person gehört, die mehreren Gesellschaftern gehört, wie ist dann für Kopfzahl vorzugehen?

    Zählt dies (wie bei Eheleuten analog der BGB Gesellschaft) als eine Kopfzahl, und wer ist stimmberechtigt?

    Umgekehrt: Wenn zwei juristische Personen mit ETW´s im Anlagevermögen in Besitz einer natürlichen Person sind, zählen dann die jeweils als ein Kopf trotz Personenidentität?

    Ist bei einer juristischen Person in Insolvenz der Verwalter zur Stimmabgabe in der Versammlung berechtigt?

    Können sich Eigentümergemeinschaften immer nur auf ein Flurstück beziehen ?
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Wieviele Köpfe mag eine Person wohl haben? Gibt es irgendeinen Hinweis darauf, dass bei juristischen Personen mehr "Köpfe" existieren könnten als bei natürlichen Personen?
    Eine Person hat auch dann nur einen Kopf, wenn diese Person durch Zusammeschluss einer beliebigen Anzahl von (natürlichen oder juristischen) Personen entstanden ist.

    Bei einer nicht existierenden Person (Eheleute oder BGB-Gesellschaft) wird dieses Prinzip offenbar problemlos akzeptiert. Warum wird es dann aber für exisitierende Personen in Frage gestellt?


    Kommt darauf an, welcher Verwalter gemeint ist...
    Sämtliche Verfügungsrechte gehen im Insolvenzverfahren auf den Insolvenzverwalter über, der damit selbstverständlich auch die Eigentümerrechte innerhalb einer WEG wahrnimmt.

    Nein, es können im Prinzip auch mehrere Flurstücke sein. Niemals aber nur ein Teil eines Flurstücks.
     
  4. #3 Michael_62, 09.06.2009
    Michael_62

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    Nochmals das leidige Verständnisproblem

    So wie es aussieht, besteht da Objekt aus 7 Objekten auf 7 Flurstücken. 1 Objekt enthält notwendiges Gemeinschaftseigentum (Technik).
    Im Grundbuch der Flurstücke 1-6 ist Stimmrecht nach MEA auf dem Flurstück eingetragen. Kopfzahl scheidet aus. In Flurstück 7 MEA aus 1-6 gesamt.

    Wenn nun eine juristische Person handelt ist das nach deinen Ausführungen in den Versammlungen der Häuser wo sie Mehrheiten hat, einfach.

    Wie ist das nun bei grundlegenden Dingen, wie Abkopplung vom Fernwärmenetz?

    Welche Mehrheit ist da notwendig? In 1-4 hat sie die >75% in Flurstück 7 nur 66%.
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wenn ich das richtig verstehe, gibt es 6 Flurstücke die mit jeweils einem aufgeteilten Gebäude bebaut sind. Damit scheint es auch 6 Wohnungseigentümergemeinschaften zu geben.
    Das 7. hier in Rede stehende Flurstück dürfte durch die Bebauung mit irgendwelchen technischen Einrichtungen nicht teilungsfähig sein. Man wird daher davon ausgehen können, dass Bruchteilseigentum nach den §§ 7411 ff BGB vorliegt. Teilhaber sind sämtliche Wohnungseigentümer der Häuser 1-6.

    Es ist völlig egal, ob ein Eigentümer eine juristische oder eine natürliche Person ist. Rechte sind mit dem Eigentum verbunden und nicht mit irgendwelchen Eigenschaften des Eigentümers.

    Nach § 745 BGB kann in einer Bruchteilsgemeinschaft eine der Beschaffenheit des gemeinschaftlichen Gegenstands entsprechende Verwaltung beschlossen werden. Eine grundlegende Änderung, wie z.B. die Stillegung einer Anlage, ist nicht - mit welcher Mehrheit auch immer - zu beschließen. Das wäre nur durch eine Vereinbarung möglich.
    Grundsätzlich hat jeder Teilhaber nach § 749 BGB das Recht, jederzeit die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen. Dieses Recht kann allerdings ausgeschlossen werden.

    So wie sich die Gesamtkonstellation darstellt, wird es mit größter Wahrscheinlichkeit eine Vereinbarung sämtlicher Wohnungseigentümer geben, in dem die Rechte und Pflichten aus dem Bruchteilseigentum geregelt sind. Ich würde auch vermuten, dass die Aufhebung der Bruchteilsgemeinschaft ausgeschlossen ist, da ansonsten bei einer Aufhebung den Wohnungseigentümern z.B. die Heizung "unter dem Hintern weg" verkauft werden würde.

    Das alles dürfte zu komplex sein, um die Zusammenhänge in einem Forum sinnvoll abhandeln zu können und auch viel zu groß um sich auf irgendwelche ungesichterten Informationen aus einem Forum zu verlassen. Fachkundige Beratung scheint mit unverzichtbar zu sein.
     
  6. #5 Michael_62, 10.06.2009
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    Das sehe ich ähnlich. Nur sind meine bisherigen Berater in diesen Belangen nicht unbedingt vorbelastet.

    Wer kommt denn da in Frage? Die meisten StB´s kennen sich mit Vermögensverwaltung nicht wirklich aus. Da kommen Bemerkungen wie "wenn die Miete für Zins und Tilgung reicht, rechnet sich das Engagement über die Steuerersparnis" mit einer 5 Jahre Prognoserechnung ! Der Begriff Leverage ist da schon Fremdwort.
    Für die Vermögensverwaltung unserer Verwandschaft ist das zu "klein" und deren Stundensätze sind sehr hoch, da stelle ich meine Fragen lieber erst ganz exact zusammen.
     
  7. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das ist schon mal der Anfang vom Ende...

    Neben den Zinsen und der Tilgung hat der Eigentümer auch 100% der Betriebskosten zu tragen. Betriebskosten sind in diesem Zusammenhang nicht nur die auf einen Mieter umlagefähigen Kosten, sondern auch Kosten für Verwaltung und Instandhaltung bzw. Instandsetzung. Im übrigen gibt es auch keine Garantie, dass die Mieter die umlagefähigen Betriebskosten oder die kalkulierte Miete in voller Höhe bezahlen. Leerstand und Forderungsausfälle sind nie auszuschließen.
    Wenn das alles in die Kalkulation passt, ist eine Steuerersparnis das Sahnehäubchen ganz am Ende.

    Das Fachgebiet von Steuerberatern sind bekanntlich Steuerfragen, kaum aber eine Immoblieninvestition. Ob ein "Vermögensverwalter" der richtige Fachmann ist, wird von dessen persönlicher Qualifikation abhängen. Wer versicherungen und Kapitalanlagen verkauft muss noch lange keine Ahnung von Immobilien haben.

    Bisher wurden eigentlich nur Rechtsfragen erörtert und als Berater für Rechtsfragen bieten sich Rechtsanwälte an.
     
Thema: Mehrheit bei juristischen Personen
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