Mehrheit!!!

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von broky25, 13.10.2006.

  1. #1 broky25, 13.10.2006
    broky25

    broky25 Gast

    Guten Morgen...

    Bin neu hier und auch "noch" kein Eigentümer...
    Mich bedrückt eine Frage ganz besonders...

    Ich interessiere mich für ein sog. Stadthaus, es ist Teil einer Anlage mit 56 Wohneinheiten, bestehend aus 46 Eigentumwohnungen und den besagten 10 Stadthäusern.
    Ursprünglich hat ein einziger Eigentümer die Anlage gekauft und verkauft sie jetzt Einheit für Einheit!!!
    Momentan sind aber erst wenige Einheiten verkauft und der urspr. Eigentümer hat somit noch die absolute Mehrheit an Wohnungen und somit natürlich auch prozentualen Anteilen am Gesamten!!!

    Meine Frage bezieht sich jetzt auf Mehrheitsbeschlüsse einer Eigentümerversammlung...
    Hat dieser eine "grosse" Eigentümer automatisch die absolute Mehrheit oder gibt es da anderweitige zwingende Regelungen, denn man kommt ja quasi nicht gegen ihn an...

    Hoffe meine Frage ist verständlich...vielen Dank für Antworten!!!

    broky25
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 13.10.2006
    Martens

    Martens
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    moin,

    die Frage ist verständlich und auch berechtigt.

    Die Stimmverhältnisse auf den Eigentümerversammlungen stehen in der Teilungserklärung, steht dort nichts, geht es nach WEG also nach Miteigentumsanteilen.

    Es ist davon auszugehen, daß der Mehrheitseigentümer die Abstimmungen dominiert, er zahlt ja letztlich auch den größten Anteil.

    Jedoch darf ein Mehrheitseigentümer seine Stellung nicht zum Nachteil der WEG ausnutzen, also nötige Instandsetzungen verhindern (bei einem Neubau unwahrscheinlich) oder unsinnige Maßnahmen erzwingen (wir streichen dieses Jahr alle Fassaden grün/weiß gepunktet).

    Passiert so etwas, kann man auch Mehrheitsbeschlüsse erfolgreich anfechten, muß aber damit vor Gericht.

    Das Risiko in solchen Situationen ist immer, ob das Konzept des verkaufenden Eigentümers aufgeht und er alle (zumindest die meisten) Einheiten rechtzeitig und zum geplanten Preis verkaufen kann. Wenn nicht, droht oft die Insolvenz mit entsprechenden Konsequenzen für die übrigen Eigentümer der WEG, Stichwort gesamtschuldnerische Haftung.

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    soweit stimme ich selbstverständlich zu. Nicht zutreffend ist aber
    Auch wenn es vermutlich nur selten vorkommen wird, gilt ohne abweichende Vereinbarung für Abstimmungen nach § 25 Abs. 2 WEG das Kopfprinzip. Jeder Eigentümer hat eine Stimme.
     
  5. #4 Martens, 13.10.2006
    Martens

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    urgs,

    ich sollte bei solchen Sachen vielleicht doch besser vorher nachsehen?!?
    RMHV hat mal wieder recht, danke für die Korrektur.

    Im WEG steht das Kopfprinzip, also jeder Eigentümer hat eine Stimme, unabhängig von der Anzahl seiner Einheiten oder deren Miteigentumsanteilen.

    Das würde im vorliegenden Fall bedeuten, daß der verkaufende Alleineigentümer bereits bei zwei weiteren Eigentümern nicht mehr dominieren könnte - sofern die TE eben keinen anderen Abstimmungsmodus vorsieht.

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
  6. Lurgi

    Lurgi Gast

    Mit einem Mehrheitseigentümer in einem Boot, ist immer so eine Sache.

    Wir haben auch einen, es gibt nur Streit und das kostet viel Geld. :stupid
     
  7. Lurgi

    Lurgi Gast

    es muss aber auch in der Teilungserklärung drinne stehen, wenns da nicht steht, dann schlechte Karten.

    Wir wollten auch eine T-ergänzung (Kopf) nichts zu machen, darum sage ich,Finger weg von solchen Anlagen.

    :vertrag
     
  8. #7 broky25, 17.10.2006
    broky25

    broky25 Gast

    Vielen Dank erstmal für eure Antworten!!! ;o)

    Habe jetzt auch die Teilungserklärung erhalten und es steht leider drin, dass das Stimmrecht nach MEA gezählt wird!!! Somit hat der "grosse" Eigentümer die absolute Mehrheit, wie ich das sehe!? Desweiteren sind aber auch noch kleine Eigentümergemeinschaften abgespalten, somit sind die Eigentumswohnungen von den Stadthäusern getrennt, aber nur wenn es um Dinge geht, die sie selbst betreffen...sehe ich das richtig, das die Abstimmung über den Wirtschaftsplan nicht darunter fällt!?!?


    Noch eine Frage zum zweiten Beitrag, von Martens!!!
    Was wäre denn der "worst case" bei einer Insovenz des Investors!? Betr.: gesamtschuldnerische Haftung!?
    Welche Konsequenzen wären das denn und wie gross seht ihr das Risiko, wenn die meisten Wohnungen in seinem Besitz noch vermietet sind!?

    Danke für eure Mühen...
     
  9. #8 Martens, 17.10.2006
    Martens

    Martens
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    moin,

    Risikoabschätzungen kann niemand machen, niemand kennt die Situation der WEG oder dieses Eigentümers...

    Wenn aber eine WEG z.B. zu 75% aus einem insolventen Eigentümer besteht, zahlen die verbleibenden 25% eben alle Kosten, also das Vierfache des "eigentlichen" Anteils.
    Das ist gesamtschuldnerische Haftung, es muß nicht so kommen, aber es kann passieren.

    Vermutlich werden die meisten Kosten über die gemeinsame Kasse laufen, so daß hierfür (Abrechnung, Wirtschaftsplan) die Gesamtheit der Eigentümer zu entscheiden hat, der Schlüssel sind dann eben die MEA.

    Man sollte nicht davon ausgehen, daß der Mehrheitseigentümer nur Schlechtes will, es ergeben sich in einer WEG immer irgendwelche Mehrheiten - und diese sind nicht immer zum Wohle des Ganzen.

    hoffe geholfen zu haben,
    Christian Martens
     
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