mein nachbar hat 'nen vogel! (spechtschäden)

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von lostcontrol, 23.08.2010.

  1. #1 lostcontrol, 23.08.2010
    lostcontrol

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    sorry, ich konnte einfach nicht widerstehen diesen titel zu wählen *grins*.

    ausnahmsweise frage ich mal für meinen nachbarn was, zum glück hab ich das problem selbst nicht, bin aber so fasziniert dass ich mal nachhorchen wollte ob jemand von euch das problem kennt und womöglich sogar noch 'ne lösung dafür hat:

    ich fröne gerade meines urlaubs, wurde aber recht früh durch ein eigenartiges klopfen geweckt. erst dachte ich "na da wird halt wieder einer der nachbarn werkeln", ein prüfender blick nach draussen liess mich aber zweifeln, da es in strömen regnete.
    da trieb mich die neugier aus dem gemütlichen bettchen auf die dachterrasse, und was sah ich? einen buntspecht der fröhlich ein loch in nachbars fassade hämmerte.
    ich dachte ich spinne bzw. träume noch.
    später hab ich mir das dann mal von nahem angeguckt (naja gut, das loch befindet sich im ersten stock), und tatsächlich, es war eindeutig ein frisches loch in der vollwärmegeschützten fassade und unten auf der wiese krümelte styropor.
    ich hab dann gleich mal meinem nachbarn bescheid gegeben, der meinte nur ganz lapidar er kenne das problem schon, bisher hätten sich die spechte aber nur über die kanten auf der anderen hausseite hergemacht und noch nie mitten in die flache fassade auf der nordseite löcher gehackt. er muss wohl auf der anderen seite schon zig löcher zugeflickt haben, mittlerweile ist er deswegen zur fassadenbegrünung übergegangen.

    das problem ist wohl nicht neu wie ich erfuhr - und tritt eben nur im zusammenhang mit vollwärmeschutz auf (weshalb mein nicht vollwärmegeschütztes altes häusle mit ultradicken mauern bisher verschont blieb). klar - spechte klopfen ja öfter mal testhalber an bäumen rum und wo's hohl klingt, wird dann ernsthaft "gelöchert". vollwärmeschutz klingt nun mal hohl und die spechte erhoffen sich da dann wohl wahlweise fette beute oder gute nistmöglichkeiten. er habe sich deswegen auch schon mit ornithologen und dem BUND in verbindung gesetzt, aber da wisse man auch keine abhilfe.

    jetzt meine frage an euch:
    kennt jemand das problem?
    hat jemand 'ne idee was man dagegen unternehmen kann?

    p.s.: bitte keine "tödlichen methoden" - soweit ich weiss stehen buntspechte unter naturschutz, auch wenn sie's hier bei uns ganz sicher nicht nötig hätten... viel bringen würde das eh nicht, denn selten sind die fröhlichen gesellen bei uns ganz sicher nicht, da wäre schnell der nächste kamerad am start.
     
  2. AdMan

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  3. aachen

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    Buntspechte sind generelll sehr scheu. Evt lässt sich da mit dem üblichen Greifvogel-Imitat was machen ?

    Aussendämmung ist eh vollgrütze :tuschel
     
  4. #3 lostcontrol, 24.08.2010
    lostcontrol

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    ich hab jetzt schon ein bisschen recherchiert (dazu gibt's echt witzige artikel im netz), die üblichen greifvogel-silhouetten wie man sie auf grosse fenster klebt sollen tatsächlich ein bisschen helfen, sofern man sie immer mal wieder neu plaziert, noch besser sollen wohl uhu-attrappen geeignet sein (vermutlich weil die ein stärkerer feind für spechte sind).

    lustig ist das natürlich alles nicht, denn so ein loch in der dämmung zieht natürlich enorme probleme nach sich, denn dass dort feuchtigkeit eindringt und somit die komplette dämmung nicht mehr funktioniert dürfte klar sein.
    und das zu reparieren ist auch nicht ganz so einfach, wie mir mein nachbar ausführlich erklärt hat - wenn die dampfsperre verletzt ist sollte man eigentlich grossflächig die dämmung entfernen, neue dämmung einbringen, danach entsprechend verputzen usw. und das alles auf 'ner hohen leiter...

    innendämmung erst recht.
    aber das kann man wohl endlos diskutieren - ich bin auch kein freund von vollwärmeschutz, denke aber dass man das nicht grundsätzlich so sagen darf, das kommt schon auch auf die jeweilige bausubstanz an und darauf, wie dieser vollwärmeschutz beschaffen ist. ein freund von mir hat ein haus mit einem vollwärmeschutz aus schilf versehen, das ist echt 'ne super-sache.

    ich halte halt nicht viel von plastikverpackungen, schon garnicht an häusern die das garnicht nötig haben. bei vielen alten häusern (vor allem vor WKII) bringt das extrem wenig, da hier die wände meist ohnehin dick genug sind. viele handwerker machen sich garnicht mehr die mühe zu berechnen, ob vollwärmeschutz überhaupt was bringt und wieviel, heute wird das halt standardmässig grundsätzlich empfohlen, und das ist natürlich quatsch.
    ich war mal beim energieberater deswegen - er empfahl natürlich einen vollwärmeschutz ohne auch nur die wandstärke angesehen zu haben, außerdem hat er die 30qm-dachterrasse einfach übersehen, die bis dato überhaupt nicht gedämmt war. dass ein energieberater diese eigentlich unübersehbare schwachstelle einfach so übersehen konnte hat mich dann doch sehr an seinen fähigkeiten zweifeln lassen.

    mal ganz abgesehen davon, dass auch gerne unterschlagen wird, dass die aufwärmung der wände durch sonneneinstrahlung durch einen vollwärmeschutz natürlich komplett unterbunden wird, dies kann aber gerade in der übergangszeit mächtig heizkosten sparen. bei mir heizen sich zwei grosse, nach süden gelegene zimmer (ca. 100qm mit 3m deckenhöhe) im frühjahr und herbst allein durch die sonne problemlos auf 18-20°C auf. würde ich die in dieser zeit normal beheizen müssen, würde mich das ganz schön viel geld kosten. diese ersparnis würde ich durch einen vollwärmeschutz komplett verlieren.

    wir haben's bei mir fürs privathaus mal durchgerechnet (bzw. ein bauphysiker hat das für mich berechnet) - ein vollwärmeschutz würde sich in exakt 111 jahren gerechnet haben. und da ist diese übergangsphase noch nicht mal reingerechnet.

    und von der optik will ich garnicht erst anfangen - das haus wäre echt "versaut", es sei denn man würde sämtliche sandstein-laibungen etc. nochmal nachbilden, was die kosten natürlich enorm in die höhe treiben würde. dass man auch die dächer entsprechend "verlängern" müsste kommt noch hinzu, all das würde die ursprüngliche architektonische harmonie natürlich völlig zerstören. immerhin ist es ein architekten-haus ("stuttgarter schule") und meiner meinung nach als solches erhaltenswert.

    würde ich heute neu bauen, ich würde wohl ein plusenergiehaus(TM) bauen und dann gäb's schon den entsprechenden vollwärmeschutz aber eben auch 'ne dazu passende verkleidung, z.b. aus holz. klar muss man die auch pflegen, und sicher verursacht das auch wieder kosten, aber in der relation gesehen dürfte das vertretbar sein.
     
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