Meine erste Nebenkostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von gastVermieter, 28.04.2012.

  1. #1 gastVermieter, 28.04.2012
    gastVermieter

    gastVermieter Gast

    Hallo Experten,
    ich bin seit Juni 2011 Eigentümer einer vermieteten Wohnung und muss nun meine erste Nebenkostenabrechnung erstellen, dabei könnte ich ein paar hilfreiche Kommentare gebrauchen, da ich Angst habe, Denkfehler zu begehen.

    Die Hausgeldabrechnung für 2011 ergibt einen UMLAGEFÄHIGEN Kostenbetrag von 850€.

    Der Mieter zahlt monatlich einen per Mietvertrag vereinbarten Betriebskostenvorschuss von 110 €.

    Ist es korrekt, nun einfach zu rechnen: 110 * 7(Monate) - 850 ?

    Dann habe ich gerade gelesen, dass man die Grundsteuer umlegen kann? Da habe ich aber - soweit ich es überblicke - noch gar keinen Bescheid bekommen, kann das sein? *rot-werd-smilie*
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Martens, 29.04.2012
    Martens

    Martens
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    05.04.2006
    Beiträge:
    2.909
    Zustimmungen:
    157
    Ort:
    Berlin
    öhm, wie kann man die umlagefähigen Kosten benennen, ohne den Betrag für die Grundsteuer zu kennen oder überhaupt zu wissen, daß diese umlagefähig sein könnte?

    Das Thema Betriebskostenabrechnung ist komplex, ich würde mir ein anständiges Buch dazu kaufen oder ein Seminar besuchen, damit ich Grundlagenkenntnisse habe.

    Christian Martens
     
  4. #3 gastVermieter, 29.04.2012
    gastVermieter

    gastVermieter Gast

    Die umlagefähigen Kosten wurden von der Hausverwaltung in der Hausgeldabrechnung aufgelistet. Von Grundsteuer ist da nirgends die Rede. Das heißt, meine Rechnung ist falsch?
     
  5. #4 Christian, 29.04.2012
    Christian

    Christian Gesperrt

    Dabei seit:
    12.08.2008
    Beiträge:
    2.706
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    die Hausverwaltung stellt idR keine Rechnungen, sondern verwaltet das gemeinschaftliche Wohneigentum bzw. das Haus.
    Ich vermute, daß ihr als Gemeinschaft (also auch du!) die Verwaltung damit beauftragt habt, euer Eigentum zu verwalten.

    Natürlich kann das, was die Hausverwaltung in euerm Auftrag macht, falsch sein.

    Gruß,
    Christian
     
  6. #5 gastVermieter, 30.04.2012
    gastVermieter

    gastVermieter Gast

    Danke für deine Antwort aber leider ist mir überhaupt nicht geholfen. Mit "Rechnung" meinte ich das hier (Zitat aus meinem Anfangspost):

    "Ist es korrekt, nun einfach zu rechnen: 110 * 7(Monate) - 850 ? "

    Ja wir haben eine Hausverwaltung und diese hat, wie es sich gehört, sauber in der Hausgeldabrechnung alle Kosten - aufgeteilt in umlagefähig und nicht umlagefähig - aufgelistet. Auf Basis dieser Hausgeldabrechnung möchte ich nun die Nebenkostenabrechnung für meinen Mieter erstellen und es wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte.

    Ist es richtig, einfach zu rechnen:

    Gezahlter Betriebskostenvorschuss - Summe umlagefähige Kosten ???

    Und kann jemand etwas Aufschlussreiches zur Grundsteuer sagen?
     
  7. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.02.2010
    Beiträge:
    1.295
    Zustimmungen:
    90
    Generell ist Deine Rechnung richtig, vorrausgesetzt in deinem Mietvertrag steht, dass umlagefähigen Kosten vom Mieter getragen werden (oftmals auch genau aufgeschlüsselt). Denn die Hausverwaltung kennt deinen Vertrag mit dem Mieter ja nicht, deshalb kann es durchaus sein, dass es hier zwischen der Abrechnung gegenüber der WEG eine Differenz gegenüber deinem Mieter kommt.
    Deine Rechnung "Ist es korrekt, nun einfach zu rechnen: 110 * 7(Monate) - 850 ?"
    stimmt in so fern nicht da, die 850Euro sich auf 12 Monate beziehen der Betriebskostenvorschuss aber nur für 7 Monate.
    Dann kommt noch dazu, dass vermutlich im Betriebskostenvorschuss auch die Heizkosten enthalten sind. Wenn ja, mußt du diese raus rechnen und entsprechend gewichtet (Zwischenabrechnung oder Gradzahltage) abrechnen.
     
  8. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.02.2010
    Beiträge:
    1.295
    Zustimmungen:
    90
    Also bei uns ist es so, dass du einen Grundsteuerbescheid von der Stadt bekommst, dieser gilt so lange bis sich etwas ändert und erst dann bekommst du einen neuen.

    Also einfach mal bei der Kommune anrufen und nachfragen.
     
  9. #8 Mieter1962, 30.04.2012
    Mieter1962

    Mieter1962 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    22.05.2010
    Beiträge:
    207
    Zustimmungen:
    0
    "Ist es korrekt, nun einfach zu rechnen: 110 * 7(Monate) - 850 ? "

    Wenn der Mieter das ganze Jahr dort gewohnt hat, musst du die Vorauszahlung auch für 12 Monate berücksichtigen.
    also 110 * 12 -850.
    Hat der Mieter auch nur diese 7 Monate dort gewohnt, darfst du ihm auch nur 7/12 der Hausgeldabrechnung aufdrücken.
    Natürlich vorausgesetzt, die Hausgeldabrechnung bezieht sich - wie es eigentlich üblich ist - auf einen Abbrechungszeitraum von 12 Monaten.
     
  10. #9 gastVermieter, 30.04.2012
    gastVermieter

    gastVermieter Gast

    Vielen Dank für die (endlich mal) hilfreichen Antworten.

    Den Grundsteuerbescheid habe ich gefunden und gelesen, dass man den zu 100% auf den Mieter umlegen kann (sofern es im Mietvertrag vereinbart wurde, was bei mir der Fall ist).

    Huiuiui.... das eigentliche Problem ist dann wohl eher die Heizkostenabrechnung, da blicke ich überhaupt nicht durch. Dort steht ein Gesamtkostenbetrag und alle Ablese- und Verbrauchswerte (auch nur für Juni-Dezember) und eine Aufteilung der Gesamtkosten aber ob der ausgewiesene Gesamtkostenbetrag jetzt so richtig ist und ich den einfach an den Mieter weitergeben kann (minus deren im Mietvertrag vereinbarten Heizkostenvorschuss)... Zumal die ganzen Aufschlüsselungen auch mit in die Nebenkostenabrechnung müssen oder? Die Aufteilung von der Hausverwaltung kann man nicht zufällig einfach mit dran hängen?
     
  11. #10 Papabär, 30.04.2012
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2010
    Beiträge:
    5.711
    Zustimmungen:
    423
    Ort:
    Berlin
    Mit einer Umlage zu 100% wäre ich aber vorsichtig, wenn die Mieter die Wohnung nur 7 Monate genutzt haben ...


    Oha, ich merke schon ... Du fängst bei Stunde Null an. Gut, das hat jeder von uns mal gemacht - trotzdem:
    Wenn(BK-/HK-Abrechnung=zu kompliziert;Goto#2;investiere die paar Euronen und frag´ den WEG-Verwalter ob er das machen würde)
     
  12. #11 gastVermieter, 01.05.2012
    gastVermieter

    gastVermieter Gast

    > Mit einer Umlage zu 100% wäre ich aber vorsichtig, wenn die Mieter die Wohnung nur 7 Monate genutzt haben ...

    Nein nein, ich habe mich wahrscheinlich missverständlich ausgedrückt: der Mieter wohnt viel länger drin, nur bin ich erst seit Juni 2011 sein Vermieter.

    Du hast Recht: ich fange bei 0 an, das hatte ich versucht mit der Überschrift des Threads auszudrücken. ;o).
    Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Verwaltung das schon "für mich" gemacht hat, da in der Abrechnung "mein Zeitraum", also 01.06.-31.12.11 berücksichtigt wird. Ich bin nur zu doof zu verstehen, ob die aufgeführte Gesamtsumme auf eben diesem Zeitraum beruht und somit die Summe ist, die ich so an meinen Mieter weiter geben kann. Ich werde das Papier noch ein paar mal "studieren" und wenn der Groschen immer noch nicht fällt, muss ich wohl bei der Verwaltung nachfragen.
     
  13. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.02.2010
    Beiträge:
    1.295
    Zustimmungen:
    90
    Hast du denn mit dem Vorbesitzer zum Thema Abrechnung etwas vereinbart? Denn es würde ja einen Sinn machen, dass du dem Mieter gegenüber das ganze Jahr abrechnest und du die Differenz mit dem Vorbesitzer abrechnest. Umlegbare Kosten dann nach dem jeweiligen Zeitanteil und die Heizkosten enstprechend der Zwischenablesung. Vielleicht bekommst du ja auch vom Vorbesitzer die Abrechnungsunterlagen, so dass sich für den Mieter im Erscheinen nichts ändert (das würde ich als Kundenservice gegenüber dem Mieter verstehen).
     
  14. #13 Martens, 02.05.2012
    Martens

    Martens
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    05.04.2006
    Beiträge:
    2.909
    Zustimmungen:
    157
    Ort:
    Berlin
    Der Mieter muß eine Abrechnung über den gesamten Abrechnungszeitraum bekommen, diese muß der Vermieter erstellen (lassen). Wie lange der Vermieter nun erst oder bereits Eigentümer ist, spielt keine Rolle.

    Christian Martens
     
Thema: Meine erste Nebenkostenabrechnung
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. nebenkostenabrechnung erstellen

    ,
  2. Mietnebenkostenabrechnung erstellen

    ,
  3. nebenkostenabrechnung für mieter erstellen

    ,
  4. summe umlagefähige kosten,
  5. erste nebenkostenabrechnung,
  6. wann erste nebenkostenabrechnung,
  7. heizkostenabrechnung erstellen,
  8. gradzahltage 2012,
  9. erste betriebskostenabrechnung,
  10. hausgeldabrechnung umlagefähige kosten,
  11. nebenkostenabrechnung richtig erstellen,
  12. zweifamilienhaus betriebskostenabrechnung,
  13. Summe Nicht umlagefähiger Kosten,
  14. nebenkostenabrechnung erstellen 2012,
  15. betriebskostenabrechnung gewichtung,
  16. nebenkostenabrechnung zweifamilienhaus,
  17. Nebenkostenabrechnung Mietwohnung erstellen,
  18. Hausgeldabrechnung Grundsteuer,
  19. summe auf mieter umlegbare kosten steuererklärung,
  20. nebenkosten erstellen umlagefähig,
  21. nebenkostenabrechnung selber machen www.vermieter-forum.com,
  22. abrechnung der hausverwaltung steuererklärung www.vermieter-forum.com,
  23. wohnung umlegbare kosten wie hoch summe,
  24. wie hausgeldabrechnung für mieter erstellen,
  25. wann die erste betriebskostenabrechnung
Die Seite wird geladen...

Meine erste Nebenkostenabrechnung - Ähnliche Themen

  1. Nebenkostenabrechnung bei einer Wärmepumpe

    Nebenkostenabrechnung bei einer Wärmepumpe: Hallo, bei mir ist eine Wärmepumpe inkl. 2 Warmwasserspeicher vorhanden. In jeder Etage sind je Wohnung 1 Kalt, 1 Warm und 1 Heizkostenzähler...
  2. Nebenkostenabrechnung Pelletsheizung

    Nebenkostenabrechnung Pelletsheizung: Hallo zusammen. Letztes Jahr habe ich ein Zweifamilienhaus gekauft welches jetzt soweit renoviert ist, dass ich die eine Wohnung vermieten kann....
  3. Erster Immobilienerwerb über Zwangsversteigerung - Fallstricke und Lösungsansätze

    Erster Immobilienerwerb über Zwangsversteigerung - Fallstricke und Lösungsansätze: Hallo zusammen, ich würde gerne eine mögliche Immobilieninvestition mit euch diskutieren, da ich bisher auf dem Immobilienmarkt lediglich als...
  4. Verjährungsfrist für Nachforderungen des Vermieters an den Mieter aus Nebenkostenabrechnung?

    Verjährungsfrist für Nachforderungen des Vermieters an den Mieter aus Nebenkostenabrechnung?: Angenommen bei der Nebenkostenabrechnung 2014 ergab sich für den Mieter eine Nachzahlung in 3-stelliger Höhe. Die Nebenkostenabrechnung wurde dem...
  5. Verjährung Guthabenrückzahlung Nebenkostenabrechnung?

    Verjährung Guthabenrückzahlung Nebenkostenabrechnung?: Angenommen ein Vermieter hat seinem Mieter eine Nebenkostenabrechnung 2014 irgendwann im Juli 2015 zugeschickt. Darin wurde ein Guthaben für den...