Meldepflicht des Mieters

Diskutiere Meldepflicht des Mieters im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, habe eine Frage bezüglich Meldepflicht: Ein Bekannter hat eine Wohnung in seinem 3-Familienhaus an eine alleinerziehende Frau mit Kind...

  1. Pia

    Pia Gast

    Hallo,
    habe eine Frage bezüglich Meldepflicht: Ein Bekannter hat eine Wohnung in seinem 3-Familienhaus an eine alleinerziehende Frau mit Kind vermietet. Nach 3 Monaten zog ihr neuer Freund ein. Innerhalb von zwei Jahren hat das Paar noch zwei Kinder bekommen. Nun ist dieser Freund der Mieterin scheinbar nicht unter dieser Adresse beim Einwohnermeldeamt gemeldet, da nie irgendwelche Namensschilder auf Klingel und Briefkasten angebracht wurden. Mein Bekannter hat in Erfahrung gebracht, daß dieser Mann scheinbar immer noch unter seiner alten Adresse bei seiner Mutter gemeldet ist, wo dann auch die Post hingeht. Der Mann lebt aber seit zwei Jahren permanent in der Wohnung mit der Mieterin zusammen. Nun meine Frage: kann meinem Bekannten als Vermieter da irgendwie "an den Karren gefahren" werden, weil dieser Mann nicht als Mitbewohner im Haus meines Bekannten beim Einwohnermeldeamt gemeldet ist?
    Gruß Pia
     
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  3. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Der Gute kann bei seiner Mutter gemeldet bleiben solange er will - mit Nebenwohnsitz.

    Das deutsche Melderecht verpflichtet ihn dazu, jeden über längere Zeit genutzten Wohnsitz (egal ob Haupt- oder Nebenwohnsitz) bei der zuständigen Meldebehörde zu melden. Der Verstoß kann in der Tat Ärger bringen. Als zuständiger Vermieter sollte man bei Kenntnis der Sachlage erstens die Mieterin ansprechen und - sofern dort keine Einsicht erkennbar ist - mal höflich "pflichtgemäß" bei den Meldebehörden nachfragen, ob sich da ein Herr Sowieso gemeldet hat. Die überprüfen das dann schon in geeigneter Weise... stillschweigend laufen lassen ist die schlechteste Option.

    Jerry
     
  4. #3 lostcontrol, 14.01.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    eigentlich sollte dein bekannter auch mal klären, wie das denn eigentlich in sachen betriebskosten usw. läuft. eigentlich müsste er das auch genehmigen, wenn da plötzlich dauerhaft mehrere leute wohnen.
    selbst wenn sämtliche zähler vorhanden sind (dass der wasserverbrauch da gestiegen sein dürfte ist klar) gibt's so einige posten, die ja gerecht umgelegt werden müssen.
    und wenn da etwas über personenanzahl verteilt wird, muss man das entsprechend angleichen...
     
  5. Pia

    Pia Gast

    Danke erstmal, für Eure Antworten. Ich habe meinem Bekannten schon dazu geraten, der Sache mal nachzugehen. Klar ist schon, daß der Lebensgefährte dieser Mieterin auch weiter unter der Adresse seiner Mutter gemeldet sein kann, was dann ja als Zweitwohnsitz läuft, da er ja permanent seit zwei Jahren bei der Mieterin wohnt, was dann als Erstwohnsitz gilt. Nur hat mein Bekannter (als Vermieter) den Verdacht, daß dieser Mann bei seiner Lebensgefährtin nicht gemeldet ist, da diese arbeitslos und Sozialhilfeempfängerin ist; wie gesagt, hat das Paar mittlerweile zwei gemeinsame Kinder bekommen zusätzlich zum ersten Sohn der Mieterin. Soweit mir bekannt ist, werden eheähnliche Partnerschaften auf die Sozialhilfe/Unterhalt angerechnet und um dies zu umgehen, wäre der Mann aus gutem Grund nicht gemeldet. Was kann denn im äußersten Fall dem Vermieter passieren, wenn jemand, der in seiner Wohnung lebt, nicht dort gemeldet ist? Die Mieterin ist ja die Frau, mit deren Freund besteht kein Mietvertrag.
     
  6. #5 lostcontrol, 15.01.2007
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    passieren kann dem vermieter da eigentlich nichts, sofern der freund noch eine andere meldeadresse hat.
    aber eigentlich hätte dieser zusätzliche mieter vom vermieter genehmigt werden müssen. ist aber nach mittlerweile 2 jahren ja bereits sowas wie "gewohnheitsrecht" bzw. da wird dann wohl ein "stillschweigendes einverständnis" gelten.

    wenn der vermieter allerdings die ganze geschichte meldet und die mutter dadurch als eventuelle "sozialschwindlerin" auffliegen lässt, macht er sich ganz sicher nicht beliebt bei dieser patchwork-familie.
    das verhältnis wird sicherlich sehr frostig werden...
    und manche leute reagieren auf sowas nicht nur mit frostigkeit, sondern unter umständen auch durchaus handgreiflich.
    und kinder, die immer nur vom "bösen vermieter, der uns geld weggenommen hat" hören, suchen sich dann vielleicht auch andere ziele für ihre steinschleuder-zielversuche aus...

    so wirklich glauben kann ich das aber nicht, dass das sozialamt da nicht auf dem laufenden ist, wenn da gleich zwei kinder entstanden sind. die wissen mit sicherheit bestens bescheid darüber, wieviel unterhalt und kindergeld die mutter bezieht.

    die mieterin hat als sozialhilfeempfängerin aber sicherlich einen wohngeldantrag gestellt, für den sie diverse formulare vom vermieter ausfüllen und unterschreiben lassen musste. was hat er denn da reingeschrieben?

    vielleicht könnte man das ganze auch so regeln:
    eigentlich haben vermieter die pflicht, ihre mieter beim einwohnermeldeamt zu melden. tut nur fast keiner, das wird meist den mietern überlassen.
    vielleicht sollte der vermieter mal nachfragen, ob diese meldung erfolgt ist...
     
  7. #6 thinkpink, 16.01.2007
    thinkpink

    thinkpink Gast

    Meldepflicht

     
  8. #7 lostcontrol, 16.01.2007
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    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    RE: Meldepflicht

    tatsächlich.
    bin just dieser tage da drübergestolpert (ich glaub im BGB) und hab mich auch gewundert.
     
  9. Pia

    Pia Gast

    Ja klar, hat mein Bekannter diesen Mietbewohner stillschweigend geduldet. Das Verhältnis zu der Mieterin ist eh schon frostig. Die Mieterin hat auch angekündigt, zum Ende 2006 auszuziehen, nur hat sie nun just ihr drittes Kind bekommen, und keiner glaubt so Recht an einen Auszug. Mein Bekannter war da wohl etwas zu "blauäugig", daß diese Mieterin so problemlos auszieht, nachdem nun zwei Säuglinge und ein schon größeres Kind da sind. Habe das meinem Bekannten gesagt, daß sie wohl beim Sozialamt nicht viel Spielraum hat, eine größere Wohnung geltend zu machen. Die jetzige Wohnung hat knapp 100 qm und da wird doch jedes Amt sagen, daß man als alleinstehende Sozialhilfeempfängerin gut damit bedient ist. Oder sehe ich das falsch?
     
  10. #9 lostcontrol, 16.01.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    es gibt da nach wie vor keine festen regeln, wieviel wohnraum bzw. welche miethöhe "angemessen" ist.
    ist ja auch nur sehr schwer möglich, denn was hilft es, jemanden aus einer billigen 100qm-wohnung herauszuzwingen, weil die wohnung zu gross ist, wenn dann die "angemessenere" 80qm-wohnung deutlich teurer ist?
    da läuft ohnehin schon so einiges schief, das wird bei den unterschiedlichen wohnungszuständen und miethöhen wohl nie so ganz möglich sein, da einen vernünftigen "standard" festzulegen.
    zumal es ohnehin für eine alleinstehende mutter mit 3 kindern extrem schwierig ist, eine wohnung zu finden...

    und unsere sozialwohnungen werden ja nach und nach privatisiert (sehr gerne auch ins ausland). woher sollen wir da noch billigen wohnraum für solche fälle nehmen?
     
  11. Pia

    Pia Gast

    Das sehe ich auch so. Ich denke halt, daß die Frau wohl keine größere/bessere Wohnung finden wird, in ihrer Situation. Mal angenommen, sie stellt sich quer, dann wird es für den Vermieter doch ziemlich unmöglich sein, sich von ihr zu trennen oder? Sie stellt doch sicherlich mit den drei Kindern einen Härtefall dar.
     
Thema: Meldepflicht des Mieters
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