MFH nur aus Eigenkapitel erwerben (was spricht ggf. dagegen)?

Dieses Thema im Forum "Baufinanzierung" wurde erstellt von Immo_, 26.08.2014.

  1. Immo_

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    Hallo in die Runde und bereits jetzt vielen Dank für Eure Anregungen und Hilfestellungen.

    Aufgrund einer Erbschaft besteht für mich die Möglichkeit, ein MFH zu kaufen und dieses rein aus Eigenkapitel zu bezahlen (Hamburg, gute verkehrsgünstige Lage, Objektgröße 1.100 qm, KP 1.6 Mio., Net-Kalt 90.000).

    Welche Argumente sprechen Eurer Meinung nach gegen eine reine Eigenkapitalbezahlung im Gegensatz zu einer anteiligen Fremdfinanzierung (30, 40 oder 50 Prozent)?
     
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  3. #2 Anhalter, 26.08.2014
    Anhalter

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  4. Duncan

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    Ich halte die Variante von 100% Eigenkapital für die Beste. Ein ernsthaftes Gespräch mit deinem Steuerberater könnte aber unter Umständen zu einem anderem Ergebnis kommen. Auch sollte man nach dem Kauf durchaus noch gewisse Reserven parat haben. So freudige Überraschungen wie Rohrbrüche kommen über Nacht, da sollte man Handlungsfähigkeit bewahren.

    Wenn man sich als Hauseigentümer auf etwas zu 100% verlassen kann, dann das unschöne Überraschungen immer kommen, wenn man sie nicht brauchen kann und dann gehäuft. :001sonst:
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Immo_,

    die erste Frage wäre doch, setzt du damit dein komplettes Vermögen ein oder hast du noch Spielraum für Reparaturen, ggf. Modernisierungen, ect ? Wie "Duncan" schon erwähnte, i.d.R. kommen so unschöne Kosten immer in den ungünstigsten Momenten und da sollte man schon genügend Rücklagen haben.

    Als zweite Frage wäre, bekämst du mit deinem Vermögen evtl. einen besseren Kredit bei der Bank, also zu besseren Konditionen ? I.d.R. bekommt man die schlechten Konditionen ja immer dann, wenn man kaum andere Möglichkeiten hat. Evtl. könnte es also geschickter sein, einen Kredit zu holen und sein Vermögen anderweitig "arbeiten" zu lassen.

    Und als letztes denke ich auch, das der Gang zum Steuerberater sicherlich hilfreich seinen kann.
     
  6. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Du solltest bedenken, das das Finanzamt bestimmt 45.000€ Steuern haben möchte. Wenn das Geld nicht mehr da ist, so kommst auch Du in Schwierigkeiten, wenn die Miete für Reparaturen ect drauf geht. Ich würde eine Finanzierung für 5 Jahre wählen. Das ist überschaubar und man bekommt bei kurzen Laufzeiten gute Konditionen.:84:
     
  7. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    Das sollte bei den Summen grundsätzlich auch mit einem Steuerberater besprochen werden.
    Bei viel Eigenkapital hast du zwar weniger Ärger mit Banken, wirst aber auch mehr Steuern bezahlen weil weniger Steuerminderndes vorhanden ist.
    Ggf. wäre bei dir auch eine eigene Kapitalgesellschaft eine gute Form.
    Dein Kapital kannst du abgesehen vom Stammkapital per Darlehensvertrag an die Kapitalgesellschaft leihen welche dann zwar Zinsen zahlt, die bei dir aber unter die Abgeltungssteuer fallen sollte.
    Da die Kapitalgesellschaft an sich anders besteuert wird kann sich dass für dich als Vorteilhaft heraus stellen.

    VG Syker
     
  8. #7 sosoberlin, 27.08.2014
    Zuletzt bearbeitet: 27.08.2014
    sosoberlin

    sosoberlin Erfahrener Benutzer

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    Von den steuerlichen Fragen einmal abgesehen - und ich finde witzig, dass diese immer hier in Deutschland zuerst kommen - solltest Du wissen, was die Perspektive für das Objekt ist.
    Was willst Du damit und warum tust Du es? Was sind Deine Exit-Strategien?

    Es scheint eine lächerliche Frage zu sein, aber: willst Du Dein Geld anlegen und ruhen lassen?
    Oder willst Du das Haus unter professioneller Begleitung aufteilen, um bereits vorhandenes Geld zu vermehren?
    Ist das Haus schon aufgeteilt oder musst Du das selbst machen - Kündigungsfristen?
    Was wären die Wohnungen wert - leer auf dem Eigentumsmarkt? Und wie verhält sich der KP dazu?
    Was muss alles an dem Haus gemacht werden? Was kostet das?
    Was sagen die unterschiedlichen Gutachter zu dem Objekt?
    Ist - gerade in HH ! - ein Holzschutzgutachter im Dach und in den Wohnungen gewesen? Hamburg ist Hausschwammhochburg in Deutschland. Gerade in Eimsbüttel z.B. werden im Moment günstig Häuser an Ahnungslose verkauft. Wobei "günstig" dann wieder relativ ist.

    Wie entwickelt sich das Stadtviertel?

    Warum ist dieses Objekt besser als ein anderes?

    Alle solche Fragen musst Du Dir selbst beantworten. :160:

    Die Frage Eigenkapitaleinsatz ist ja schon beantwortet worden: der Hebel könnte besser sein.
    Andererseits ist das eine sehr kapitalistische Denkweise, vielleicht willst Du auch nur Dein Geld ins Trockene bringen. Das ist dann mehr eine langfristige Perspektive und unter den Umständen kann ich es gut verstehen - wenn das Objekt top ist. Andererseits: wenn das Objekt top wäre, stünde es wahrscheinlich nicht ... zum Verkauf, denn dann hätte der Verkäufer auch noch weiter Freude daran. Das ist die mit wichtigste Frage, die Du bei allen Gesprächen und Nachforschungen beantworten musst. Vielleicht ist die Möglichkeit der Entwicklung nicht gegeben und dann ist es besser, das Geld aus dem Objekt abzuziehen.
     
  9. Immo_

    Immo_ Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die bereits jetzt vielfältigen Sichtweisen und Ansätze. Das Objekt soll langfristig gehalten werden. Ein Gutachter muss in jedem Fall beauftragt werden (schon zur eigenen Absicherung). Das Haus befindet sich in einem vernünftigen Zustand (letzte wirkliche Sanierung Anfang der 90er), wenn etwas gemacht wurde (Fenster, Stränge) dann wurde das aber am gesamten Objekt gemacht. Es ist keine Königin in der Straße aber auf den ersten und zweiten Blick angenehm und für eine vernünftige Miete von ca. 6,0 Euro/m²/Durchschnitt vermietet. Das läßt Raum nach oben und zeigt mir, dass das Gebäude nicht ausgereizt ist. Die Bäder und Balkone müssen nach Mieterwechseln gemacht werden und das Haus Stück für Stück aus dem Winterschlaf geholt werden (Garten aufhübschen, Beleuchtung verbessern).
     
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