Mietaufschlag teilgewerbliche Nutzung

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von Nina1983, 11.08.2014.

  1. #1 Nina1983, 11.08.2014
    Nina1983

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    Hallo,
    wir haben erfahren, dass die Lebenspartnerin unseres Mieters in der vermieteten Wohnung im Hauptberuf eine gewerbliche Tätigkeit ausübt (Marketingberatung, wohl wenig Publikumsverkehr, aber mit Website im Internet). Die teilgewerbliche Nutzung ist von uns nie genehmigt worden und die haben auch nie um Erlaubnis gefragt (selbst die Freundin wohnt ohne unsere Erlaubnis in der Wohnung, da haben die auch nie gefragt). Wir wollen dies teilgewerbliche Nutzung nun abmahnen, befürchten aber, dass als Reaktion auf die Abmahnung die Mieter direkt um die Erlaubnis zur teilgewerblichen Nutzung bitten und wenn ich das richtig lese, dann müssen wir diese ja sogar erteilen.

    Die (NK-inklusive) Miete für die Wohnung ist an sich sehr niedrig und liegt weit unter dem Mietspiegel. Jetzt stellen wir uns die Frage, ob man für die Erlaubnis der teilgewerblichen Nutzung einen Mietaufschlag verlangen darf und seine Zustimmung von diesem Aufschlag abhängig machen kann. Hat da jemand mit Erfahrungen?
     
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  3. Andres

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    Warum? Anders gefragt: Was wollt ihr erreichen? Wollt ihr die Nutzung unterbinden, die Miete erhöhen, die Mieter loswerden? Bevor man ein intaktes Verhältnis zum Mieter nachhaltig stört (und das wird eine Abmahnung sehr wahrscheinlich bewirken), sollte man sich sicher sein, dass die Maßnahme überhaupt zu den eigenen Zielen passt.

    Für die Untersagung dieser Nutzung sieht es nämlich schlecht aus.


    Bei der Zustimmung zum Zuzug des Partners ist das auch so, also wäre es hier sicher auch möglich. Mir stellt sich aber die Frage, ob es eine einfache Mieterhöhung nicht auch tut, wenn die Wohnung ohnehin unter dem Mietspiegel liegt. Das wäre auch für das Verhältnis zum Mieter deutlich besser.
     
  4. #3 Nina1983, 11.08.2014
    Nina1983

    Nina1983 Neuer Benutzer

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    Das Verhältnis zum Mieter ist seit langem gestört. Eine ordentliche Kündigung auf die teilgewerbliche Nutzung zu bauen erscheint mir etwas dünn. Ziel ist somit die Mieterhöhung außerhalb der Reihe. Die Idee ist, die teilgewerbliche Nutzung abzumahnen, sie auf Bitten aber zu genehmigen, dafür aber einen Mietaufschlag zu verlangen. Frage ist nun, ob dies so geht, insb. ob man die Genehmigung mit einen Mietaufschlag koppeln darf und wie man dies begründet.
     
  5. Andres

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    Zulässig ist das für eine Erhöhung der BK-Pauschale, nicht für die Kaltmiete. Es wäre also zumindest überschlägig darzulegen, wie sich die teilgewerbliche Nutzung auf die BK auswirkt.

    Nochmal: Die Erhöhung mittels Mietspiegel ist deutlich einfacher. Außerdem kommen dabei höhere Beträge heraus, als bei einer Anpassung der BK-Pauschale. Das motiviert den Mieter auch eher zum Auszug.

    Den Zuzug der Partnerin einfach so zu dulden, war auch keine gute Idee. Erstens bekommen Mieter dadurch komische Vorstellungen, was sie sich alles erlauben können, zweitens würde dann im besten Fall jetzt bereits eine Abmahnung wegen eines Verstoßes gegen den Mietvertrag vorliegen.
     
  6. #5 Papabär, 11.08.2014
    Papabär

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    Ich würde in vorliegendem Fall vlt. auch mal einen Blick in die örtliche Abfallgebührensatzung werfen. Oft gibt es höhere Sätze für Gewerbemüll - und die Mieter müssten sich vermutlich ja´ne separate Tonne stellen lassen.

    Erfahrungsgemäß verflüchtigt sich dann bei so rund 70% (je nach Differenzbetrag) der Gewerbetreibenden das Interesse ... und der Vermieter kann noch nicht mal etwas dafür.
     
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