Mietbescheinigung für Mieter

Diskutiere Mietbescheinigung für Mieter im Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Grüß Gott zusammen! Mein Mieter bittet mich, ihm eine "Mietbestätigung" auszustellen, dass er die Miete für das Jahr 2010 ordnungsgemäß bezahlt...

MünchenWest

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Grüß Gott zusammen!

Mein Mieter bittet mich, ihm eine "Mietbestätigung" auszustellen, dass er die Miete für das Jahr 2010 ordnungsgemäß bezahlt hat. Er hat die Miete zwar nicht vollständig bezahlt (3 Monate fehlen), aber dennoch werde ich ihm dies bestätigen. Muss dazu sagen, dass ich auch gar nicht weis, für was er die Bestätigung benötigt.

Jetzt meine Frage:

Kann ich als Vermieter von irgendjemanden Ärger bekommen, wenn ich bestätige, dass die Miete ordnungsgemäß bezahlt wurde, obwohl es nicht so ist.

Ich freue mich über Eure Rückantworten.

Herzliche Grüße
MünchenWest
 
Kitzblitz

Kitzblitz

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Original von MünchenWest
Grüß Gott zusammen!

Mein Mieter bittet mich, ihm eine "Mietbestätigung" auszustellen, dass er die Miete für das Jahr 2010 ordnungsgemäß bezahlt hat. Er hat die Miete zwar nicht vollständig bezahlt (3 Monate fehlen), aber dennoch werde ich ihm dies bestätigen. Muss dazu sagen, dass ich auch gar nicht weis, für was er die Bestätigung benötigt.

Jetzt meine Frage:

Kann ich als Vermieter von irgendjemanden Ärger bekommen, wenn ich bestätige, dass die Miete ordnungsgemäß bezahlt wurde, obwohl es nicht so ist.

Ich freue mich über Eure Rückantworten.

Herzliche Grüße
MünchenWest

Bedenke einfach einmal:

1. Stellst du wissentlich ein falsches Zeugnis aus.
2. Erklärst du so gegenüber deinem Mieter, dass du auf die 3 fehlenden Monatsmieten verzichtest.
3. Du machst dich für deinen Mieter erpressbar.

Der tiefere Sinn eines solchen Handelns verschließt sich mir vollkommen.

Das einzige, was dein Mieter von mir bekäme, wäre die Kündigung aufgrund der nicht geleisteten Mieten.
 

armeFrau

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Da kann ich mich "kitzblitz" nur voll und ganz anschließen!
Die Miete ist ja nicht ordnungsgemäß bezahlt.
Wofür möchte der Mieter das haben? für Wohngeld oder die ARGE?
 

MünchenWest

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Es gibt in Deutschland auch Vermieter die nicht ihre "Machtstellung" ausnutzen und sofort kündigen! Da es sich um eine Wohnung handelt, in der seit 30 Jahren nichts mehr gemacht wurde und die Toilette im Treppenhaus ist, ist die Miete auch nicht besonders hoch. Dafür fordert der Mieter auch nichts. Mehr als 3 Monate ist mein Mieter nie im Rückstand und das kann ich finanziell verkraften.
Ich bin übrigens deswegen nicht erpressbar.

Die Frage sollte eigentlich darauf abzielen, ob Dritte (z. B. ARGE o.ä.) Ansprüche gegen mich geltend machen können.
 

armeFrau

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Original von MünchenWest
Es gibt in Deutschland auch Vermieter die nicht ihre "Machtstellung" ausnutzen und sofort kündigen! Da es sich um eine Wohnung handelt, in der seit 30 Jahren nichts mehr gemacht wurde und die Toilette im Treppenhaus ist, ist die Miete auch nicht besonders hoch. Dafür fordert der Mieter auch nichts. Mehr als 3 Monate ist mein Mieter nie im Rückstand und das kann ich finanziell verkraften.
Ich bin übrigens deswegen nicht erpressbar.

Die Frage sollte eigentlich darauf abzielen, ob Dritte (z. B. ARGE o.ä.) Ansprüche gegen mich geltend machen können.

Dementsprechend niedrig und angepasst ist ja wohl auch die Miete.
Also, hat das zur Argumentation gar nichts mit der Frage nach der ordnungsgemäßen Bestätigung zu tun.
Fakt ist, dass Mietrückstände bestehen und deshalb ist die Miete selbstverständlich NICHT ORDNUNGSGEMÄß gezahlt!
Wenn diese Bescheinigung für Behörden und das Gericht benötigt wird, bist du dran.
Beihilfe zum Betrug und der Tatsache, dass du dich auch damit bereichert hast.
 

kathi

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Wenn du die Mieten nicht brauchst, dann ist das schön für dich.
Braucht dein Mieter die Bescheinigung für die ARGE, damit er weiter von denen die Miete gezahlt bekommt, die er teilweise gar nicht zahlt, dann begeht er Sozialbetrug und du hilfst ihm dabei.
Sozialbetrug ist eine Straftat und wenn du ihm unterschreibst, dass er seine Miete immer regelmässig gezahlt hat, obwohl er das nicht getan hat, dann ist das auch nicht ohne.
Und damit machst du dich sehr wohl erpressbar.
 

armeFrau

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Natürlich bist du erpressbar.
Wenn die Sache durch Nachbarn, Bekannte, andere Mieter oder sonst wen auffliegt, oder der Mieter auf einmal umschwenkt weil er erwischt wurde, hast du falsche Angaben gemacht.

Das hat mit einer "Machtstellung des Vermieters" gar nichts zu tun.
Wenn du übrigens das Mietrecht studieren würdest, würdest du feststellen, dass es die längst nicht gibt.
Du verwechselst da schwer etwas.
Da geht es rein um richtige Angaben.
 
BarneyGumble2

BarneyGumble2

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Du bist ein Samariter! :D

Dennoch:
Es könnte § 267 StGB (Urkundenfälschung) in Betracht kommen.
Siehe Absatz 1:
"(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

Urkunde: Eine verkörperte Gedankenerklärung, welche zum Beweis im Rechtsverkehr geeignet ist und ihren Aussteller erkennen lässt...

Denk mal drüber nach, ob man mit so etwas nicht täuschen könnte :?

Ach ja, wenn Dein Mieter diese Bescheinigung für eine neue Wohnung benötigt, in der er dann keine Miete zahlt, würde ich als neuer Vermieter ausserdem an Schadenersatz denken...
 

armeFrau

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Das ist korrekt, BarneyGumble2.
Und es passt akkurat zum Thread über den noch weiterhin erbetenen Briefkasten der Mietern, obwohl sie im Ausland wohnt. :wand:
 

kathi

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Dennoch: Es könnte § 267 StGB (Urkundenfälschung) in Betracht kommen. Siehe Absatz 1: "(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

also ich seh hier ja wirklich viel aber keine Urkundenfälschung
 

Berny

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Original von kathi
Dennoch: Es könnte § 267 StGB (Urkundenfälschung) in Betracht kommen. Siehe Absatz 1: "(1) Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine unechte oder verfälschte Urkunde gebraucht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

also ich seh hier ja wirklich viel aber keine Urkundenfälschung

Richtig, Kathi, ich auch nicht.

@ dem Münchner Weltmeister: :stupid :stupid :stupid
 
BarneyGumble2

BarneyGumble2

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Mit der Urkundenfälschung habt Ihr wohl recht, dort kommt es auf den Aussteller an, nicht auf die Aussage... Habe nochmal ein bißchen im Netz gestöbert.
Eine "schriftliche Lüge" ist nicht mit dem § 267 StGB abgedeckt...

Trotzdem steht ja immer noch die Beihilfe zum Betrug im Raum, je nachdem, was der Miter mit der Bescheinigung erreichen möchte.
 

nobrett

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Ich verstehe auch nicht, warum der TE seinem Mieter unwahre Bescheinigung ausstellen will.

Wofür sonst als jemand zu betrügen benötigt der Mieter diese Bescheinigung? Warum willst Du Beihilfe begehen?
 
Thema:

Mietbescheinigung für Mieter

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