Miete auf vertragliches Niveau zurückführen

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von Lejero, 05.05.2015.

  1. Lejero

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    Hallo zusammen,

    ich habe folgende Situation bei der ich mir nicht sicher bin ob ich die Miete "wieder" erhöhen kann:

    Vor einem Jahr habe ich ein MFH gekauft und eine Verwaltung mit der operativen Betreuung beauftragt. Einer der ersten beauftragten Punkte war die Mieten gemäß Vertrag einzustellen. Das hat der Verwalter leider nicht durchgängig gemacht (und ich damals gepennt), so dass wir jetzt bei einer Wohnung monatlich 10% weniger Kaltmiete bekommen (weil das der Vorbesitzer aufgrund persönlicher Situation des Mieters so mit dem Mieter ausgemacht hatte). Inzwischen liegt diese persönliche Situation des Mieters nicht mehr vor und ich habe endlich auch gemerkt, dass wir weniger als im Vertrag vereinbart bekommen ;)

    Meine Frage: kann ich nach einem Jahr noch den Mieter sanft daran erinnern, wieder gemäß Vertrag zu bezahlen, oder hat sich nach der Zeit eine stillschweigende Duldung/Akzeptanz der geringeren Miete ergeben? Wenn ja, kann ich dann einfach regulär die Miete wieder auf Ursprungsniveau erhöhen?

    Danke und schönen Abend,

    Lejero
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Man weiß ja nicht, was der Mieter so erzählt. Vielleicht wird er behaupten, dass eine dauerhafte Ermäßigung der Miete vereinbart war. Nach über einem Jahr Laufzeit wäre das nicht völlig unplausibel. Auch wenn es kein "Gewohnheitsrecht" gibt, stellt sich durch die Ungewissheit mündlicher Absprachen in diesem Fall ein ähnlicher Effekt ein.


    Vielleicht sind ja auch alle Bedenken unbegründet und der Mieter hält sein Wort. Versuchen sollte man das einfach mal. Wenn der Mieter unter spontaner Amnesie leiden sollte, kommt eben eine gewöhnliche Mieterhöhung bei nächster Gelegenheit - dann aber um mehr als 10 %.


    Und dem Verwalter würde ich mal sanft mitteilen, dass du von ihm mehr Sorgfalt erwartest. Einen derartigen Arbeitsauftrag nicht fehlerfrei abwickeln zu können, ist nämlich ziemlich schwach.
     
  4. #3 Martens, 05.05.2015
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    Zuerst ist die Forderung dem Grunde nach zu klären, also ob hier tatsächlich noch etwas offen ist.
    Dann ist die Forderung der Höhe nach zu klären, das ist wohl einfach.
    Letztlich den Mieter mit der Forderung konfrontieren.
    Verjährung tritt erst nach drei Jahren ein, also darf man hier ungeniert fordern.

    Christian Martens
     
  5. Lejero

    Lejero Benutzer

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    Danke für eure Antworten. Damit der Thread abgeschlossen ist anbei was ich gemacht habe:
    Erst mal Verwaltung klar auf den Fehler hingewiesen. Die sind danach ganz schön gesprungen und haben dem Mieter mächtig eingeheizt. Der hat dann nochmal anständig nachgefragt, ob die Regelung nicht weiter beibehalten werden kann. In Anbetracht der wirklichen "Sch...." Situation in der sich der Mieter befindet von mir akzeptiert. Hausverwaltung hat den Wink verstanden, und Mieter weiss, dass ich ihm bewusst einen Teil der Mietzahlung erlasse, und es nicht einfach nur nicht merke. Damit ist das Thema für mich erledigt, bringt zwar weniger Gewinn, aber Eigentum verpflichtet ja auch ein bisschen ;)

    Viele Grüße,

    Lejero
     
  6. #5 alibaba, 31.05.2015
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    :49:

    " Eigentum verpflichtet " eine Erfindung der Mieter :D

    Gruss
    alibaba :D
    PS: davon 30 Mieter und die Mieter singen Chor "einer geht noch ein Mietsverkürzer geht noch rein" :zwinkernd003:
     
  7. Lejero

    Lejero Benutzer

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    hehe ;)
    Wenn ich mal 30 Wohneinheiten habe dürfen die auch einmal singen ;)
     
  8. Pitty

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    Viele kleine Kürzungen machen auch einen ganz großen Haufen.:zwinkernd002:
     
  9. #8 Martens, 31.05.2015
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    siehe GG Art. 14 Abs. 2 - sicherlich eine "Erfindung der Mieter"

    Christian Martens
     
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