Miete bezahlt, Nebekostennachforderung nicht ...kann ich Pfänden lassen?

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von pmraffel, 06.07.2012.

  1. #1 pmraffel, 06.07.2012
    pmraffel

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    Hallo zusammen,

    meine Mieterin zahlt ihre Miete, aber ihre Nebenkostennachforderung nicht. Habe ein Mahnverfahren eingeleitet. Ich weiß, dass sie nur 1000€ verdient, also unterhalb der Pfändungsgrenze.
    1.Was passiert, wenn sie widerspricht, es zur Klage kommt und ich Recht bekomme?

    Es kann doch nicht sein, dass ich auf diesen Kosten sitzen bleibe und ihr nicht kündigen darf. Im nächsten Jahr passiert dann genau das Gleiche wieder usw.

    Für etwaige Meinungen oder Kommentare wäre ich dankbar.

    Peter
     
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  3. #2 Papabär, 06.07.2012
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    Hallo pmraffel,
    Wenn sich das Schauspiel ständig wiederholt, dann hast Du wohl nach der letzten Abrechnung irgendetwas vergessen. Hm, warte mal ... ich komm´ noch drauf ...
     
  4. #3 pmraffel, 06.07.2012
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    Sorry, ich verstehe nicht was du mir damit sagen möchtest.
     
  5. #4 Papabär, 06.07.2012
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    Das ist jetzt doof, mit zwei parallel laufenden Threads ... da komm´ ich durcheinander.

    Du hättest nach der Abrechnung vielleicht mal die Vorauszahlungen anpassen sollen. Wenn diese Änderung dann weder beanstandet, noch beglichen wird, sind automatisch Mietzahlungen offen.

    Im Übrigen würde ich auf die Pfändungsfreigrenze hier erst einmal keine Rücksicht nehmen und eine Kontopfändung beantragen. Vielleicht hat sie ja irgendwo noch ein dickes Sparkonto rumoxidieren.
     
  6. #5 pmraffel, 06.07.2012
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    Ach so ...okay...verstehe. Diese 2 Threade haben ja auch unterschiedlicht Themen, auch wenn es die gleiche Sache betrifft.
    Natürlich habe ich die Vorauszahlung (anhand der Nachzahlung) angepasst. Aber diese zahlt sie ja auch nicht.
    Sie glaubt einfach nicht dass sie eine so hohe Nachzahlung hat und deshalb zahlt sie diese nicht und die Vorauszahlung auch nicht.
     
  7. #6 Papabär, 06.07.2012
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    Die Nachzahlung sollte nicht die Basis sein ... sondern die anteiligen Kosten.


    Aha ... das hört sich aber verdächtig nach ´nem Widerspruch - oder zumindest nach Einwendungen - an.

    Ansonsten hätte ich vlt. einfach mal ´nen Rechtsanwalt (hilfsweise tut´s auch ein Rettungsassistent) mit einem "zarten" Anschreiben beauftragt. Du glaubst garnicht, wie viele unschlüssige Mieter plötzlich zahlungsfreudig werden, wenn sie ein Anschreiben mit "RA ..." auf dem Kopfbogen im Briefkasten finden.
     
  8. #7 rotz_loeffel, 06.07.2012
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    Hallo pmraffel,

    falls es so sein sollte, wie ich es in Deinem anderen Faden fragte, dass der Vermieter kündigen kann, sobald der Fehlbetrag der Betriebskostenvorrauszahlungen die Höhe von 2 Monatsmieten erreicht, dann wäre vorstellbar, dass es so ähnlich läuft wie bei anderen zahlungsunwilligen oder zahlungsunfähigen Mietern:
    Da werden erst mal Mängel aufgezeigt, der Vermieter darf/muss beweisen, dass es keine Mängel gibt. Dieser Vorgang verzögert die Kündigung. Ebenso, falls es doch einen wirklichen Grund für das Nichtbezahlen gibt. Dadurch verringert sich der tatsächliche Fehlbetrag ... das kann zu einer länger dauernden Hin- und Herrechnerei und Streiterei führen.

    Nein, dass sollte nicht jedes Jahr das Gleiche passieren, aber dafür solltest Du Dich dann auch zur Wehr setzen. Also auf zum Anwalt. Und es braucht Geduld dafür, bis wirklich 2 Monatsmieten zusammen sind, die Kündigung geschrieben ist, etc etc etc

    Das Geld wirst Du womöglich nicht mehr bekommen, wenn die Einkünfte der Mieterin unterhalb der Pfändungsgrenze liegen. Also solltest Du Dich auf Dauer von ihr trennen.

    Viel Glück!
     
  9. #8 pmraffel, 06.07.2012
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    Die Basis war nicht die Nachzahlung, sondern die tatsächlich angefallenen anteiligen Kosten, sorry. Sie dass es nicht stimmen könne dass sie eine solch hohe Nachzahlung hat. Es stimmt aber, ich kann alles belegen. Schriftlich habe ich nichts von ihr bekommen.
     
  10. #9 rotz_loeffel, 06.07.2012
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    Hallo pmraffel,

    schau, Papabär schreibt dies in Deinem anderen Faden:

    Das meinte ich mit meinem obigen Beitrag. Muss also erst mal "geschaut" und gerechnet werden, ob bzw. wann die Höhe von 2 Monatsmieten fehlt.

    Allerdings würde es bei einem vollständigen Einbehalten der Betriebskostenvorrauszahlungen ja bedeuten, dass Du diesbezüglich überhaupt nichts leistest. Dem ist ja wohl nicht so, oder? Also Kopf hoch! Ein guter Anwalt / gute Anwältin sollte eine Kündigung durchbekommen, dafür braucht es halt Zeit und Nerven! Und mache Dich drauf gefasst, dass Du das Geld nicht mehr siehst!

    rotz loeffel
     
  11. #10 pmraffel, 06.07.2012
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    Gar nicht nicht, aber definitiv zu wenig. Daher ja auch die Nachzahlung (en) die sie nicht zahlt.
     
  12. Berny

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    Hallo pmraffel,
    hast Du denn mal ein persönliches Gespräch mit der Mieterin geführt?
     
  13. #12 pmraffel, 06.07.2012
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    Ein persönliches Gesprächsangebot habe ich ihr mehrfach unterbreitet, sie antwortet nicht mal auf Briefe oder SMS, das habe ich bereits aufgegeben.
     
  14. #13 Papabär, 07.07.2012
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    Ich will ja nicht sagen, dass es überhaupt nicht ginge ... aber lass den Anwalt einfach mal einen Blick auf Deine Kontoauszüge (mit den Mieteingängen) werfen - nicht dass Du in die gleiche Falle tapst wie ich.
     
  15. #14 pmraffel, 07.07.2012
    pmraffel

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    Danke für den Tipp. Aber sie zahlt definitiv die erhöhte Vorauszahlung nicht.
     
  16. Syker

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    Hallo zusammen,
    das gehört zwar eigentlich in den anderen Therad:


    Allerdings braucht auch der/die Anwalt/Anwältin die entsprechenden Gründe.

    Natürlich kann ein Anwalt die Situation anhand der Unterlagen dann besser einschätzen als ein Forum, und pmraffel entsprechend Beraten.
    Für eine fristlose Kündigung reicht es m.E. noch nicht aus,
    aber eventuell für Abmahnungen und dann eine ordenliche Kündigung.

    VG Syker
     
  17. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,
    nun zur Eingansfrage:



    Du bekommst einen Vollstreckungsbescheid.
    (ob automatisch oder ob du den beantragen musst weiss ich jetzt nicht)
    Dieser Vollstreckungsbescheid oder auch Titel genannt gillt 30 Jahre.
    In dieser Zeit kann der Titel vollstreckt werden.

    Soweit ich weiss musst du zwar die Gerichtskosten vor auslegen,
    diese sind aber im Titel wieder mit vollstreckbar.
    Sodass eigentlich keine Kosten entstehen.


    VG Syker
     
  18. #17 pmraffel, 12.07.2012
    pmraffel

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    Das Mahnverfahren läuft, jetzt hat sie (ohne zu wissen dass das MV läuft) 200€ überwiesen. Im Betreff steht "1. von 3 Raten Nachzahlung 2011") Das hat sie nach der Frist gemacht und auch ohne meine Zustimmung. Das MV werde ich jetzt nicht zurück ziehen, sie hatte lange genug Zeit und hätte mich wenigstens vorab über ihre Ratenzahlungen informieren sollen. Oder sehe ich das falsch?

    Gruß Peter
     
  19. Tisha

    Tisha Erfahrener Benutzer

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    Hi, vielleicht hilft dir dies:
    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die Kündigung durch den Vermieter wegen eines Zahlungsrückstands mit Beträgen, um die er die Betriebskostenvorauszahlungen einseitig erhöht hat, wirksam ist.
    Es ist nicht nötig, dass der Mieter zuvor im Wege der Zahlungsklage in Anspruch genommen und rechtskräftig zur Zahlung der Erhöhungsbeträge verurteilt worden ist (Urteil v. 18. Juli 2012 - VIII ZR 1/11). Die Grundmiete der Wohnung betrug zunächst 331,91 EUR zuzüglich 56,55 EUR Betriebskostenvorauszahlungen und 26,53 EUR Vorauszahlungen für die Heiz- und Warmwasserkosten. Letztere wurden in den folgenden Jahren mehrfach erhöht. Ab November 2003 zahlte die Mieterin die Erhöhungsbeträge und Teile der Grundmiete nicht. Der Vermieter kündigte wegen der im Zeitraum November 2003 bis Dezember 2004 aufgelaufenen Rückstände das Mietverhältnis fristlos.
    Zu Recht wie der BGH entschied: Eine vorherige Zahlungsklage des Vermieters und rechtskräftige Verurteilung des Mieters sei nicht erforderlich. Der Mieter ist vielmehr dadurch hinreichend geschützt, dass im Räumungsprozess geprüft werden muss, ob der Vermieter die Vorauszahlungen auf die von ihm festgesetzte Höhe anpassen durfte.
    Pressemeldung des BGH vom 18.7.2012/Haufe Online Redaktion
     
  20. #19 pmraffel, 18.07.2012
    pmraffel

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    Oh danke für die Info, ist ja ein ganz neues Urteil.
     
Thema: Miete bezahlt, Nebekostennachforderung nicht ...kann ich Pfänden lassen?
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