Miete erst am 15. zahlen...

Diskutiere Miete erst am 15. zahlen... im Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Fehlverschiebung wegen Langsamkeit des Internets... D.

Skaya

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Ich hätte hierzu auch mal eine Frage.

Ich wohne seit sechs Jahren in meiner Wohnung, habe jeden Monat meine Miete gezahlt. Vor zwei Jahren hatte ich dann einen Job bekommen, der den Lohn zum 15. eines Monats auszahlt. Mit Absprache mit dem Vermieter ging das in Ordnung. Jetzt, zwei Jahre später zum 08.08., bekomme ich Post, dass die Miete fällig ist. Rein theoretisch hätte ich ja noch Zeit gehabt, aber der Vermieter droht nun mit Kündigung.
Darf er das, wenn es zwei Jahre lang ok war, dass die Miete zur Monatsmitte überwiesen wurde?
 
immobiliensammler

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Darf er das, wenn es zwei Jahre lang ok war, dass die Miete zur Monatsmitte überwiesen wurde?

Es kommt dann wohl darauf an wie das ein Richter sieht wenn das vor Gericht geht.

Mieterfreundlich gedacht: Es gab eine einvernehmliche Änderung des Fälligkeitstermins vom 3ten Werktag auf den 15ten des Monats

Vermieterfreundlich gedacht: Vertrag ist Vertrag
 
Duncan

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Ich hab dir mal ein neues Thema gegönnt, da das andere seit über 7 Jahren ruht.

Zum Thema: Nach dem es ~2 Jahre lang geduldet wurde, sehe ich da keinen Kündigungsgrund. Ich sehe da eher eine stillschweigende (konkludente) Vertragsänderung hin zu einem neuen Zahlungstermin hin.
Der Vertrag hat sich schon geändert, nur nicht dokumentiert. Das könntest du ggf. z.B. mit Kontoauszügen bzw. einer Zahlungsübersicht darlegen. Ich würde versuchen, den Vermieter direkt zu kontaktieren.

Weiterhin wäre sicher, an deinem Finanzhaushalt zu arbeiten. 3-5 Monatseinkommen Liquiditätspuffer sollte jeder haben, für die Klassiker: kaputte Waschmaschine, Geschirrspüler, Auto usw. gehen die doch alle zugleich kaputt. Und mit Nebenkostenabrechnungen und spontanen Überraschungen gibts dann auch deutlich weniger Sorgen. Ja, ist schwieriger bei geringem Einkommen, funktioniert aber sogar mit ALG-2.
 

Skaya

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An meinem Finanzhaushalt brauche ich nicht arbeiten. Ich verdiene genug, aber auch nicht genug, um jetzt zwei Mieten zu zahlen, damit ich auf Monatsanfang komme.
Vor allem hatte mein Vermieter bis vor kurzem noch die Miete per Lastschrift eingezogen, auch jeden Monat zum 15. .. habe eben mal die älteren Kontoauszüge gecheckt.

Liegt vielleicht daran, dass die Sachbearbeiterin gewechselt hat. Ich habe die Wohnung über eine Wohnungsbaugesellschaft gemietet. Aber die ist jetzt auch ein gutes dreiviertel Jahr für unseren Stadtteil zuständig und es war bis dato nie Thema. Jetzt plötzlich kommen die damit an.
Muss ich meinen Chef morgen mal fragen wie das mit Abschlag aussieht. Keine Lust jetzt auch noch vors Gericht zu ziehen
 

ehrenwertes Haus

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An meinem Finanzhaushalt brauche ich nicht arbeiten. Ich verdiene genug, aber auch nicht genug, um jetzt zwei Mieten zu zahlen, damit ich auf Monatsanfang komme.
Warum 2 Mieten Zahlen? Es reicht doch völlig die nächste fällige Miete zum Monatsanfang, nicht erst Monatsmitte zu zahlen. Das sollte kein Problem sein, wenn du gut verdienst.

Oder habe ich das falsch verstanden und du hast bisher die Miete rückwirkend gezahlt, erst 1,5 Monate nach üblicher Fälligkeit?Selbst dann kann man mit dem VM das Gespräch suchen und eine einvernehmliche Lösung finden, z.B. mit einer Art Ratenvereinbarung dem Zieltermin für die Mietzahlung erreichen.

Liegt vielleicht daran, dass die Sachbearbeiterin gewechselt hat. Ich habe die Wohnung über eine Wohnungsbaugesellschaft gemietet. Aber die ist jetzt auch ein gutes dreiviertel Jahr für unseren Stadtteil zuständig und es war bis dato nie Thema. Jetzt plötzlich kommen die damit an.
An einer neuen Sachbearbeiterin liegt das Problem nicht, sie macht nur ihren Job. Prüft ihre Unterlagen und handelt entsprechend.
Wenn man sich wirklich mündlich auf Mietzahlung zum 15. geeinigt hat, wurde schlichtweg vergessen das eindeutig zu dokumentieren. Das kann nachgeholt werden.

Muss ich meinen Chef morgen mal fragen wie das mit Abschlag aussieht. Keine Lust jetzt auch noch vors Gericht zu ziehen
Missverständnisse lassen sich ohne Gericht aus der Welt schaffen. Es reicht ein klärendes Gespräch, ideal wenn in Schriftform mit Unterschrift beider Parteien das Ergebnis dokumentiert wird.
 
Duncan

Duncan

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3-5 Monatseinkommen Liquiditätspuffer sollte jeder haben

An meinem Finanzhaushalt brauche ich nicht arbeiten. Ich verdiene genug, aber auch nicht genug, um jetzt zwei Mieten zu zahlen
Du bemerkst die Diskrepanz? Wenn dein erster Satz wahr wäre, wäre der zweite überhaupt kein Thema.
Das Problem liegt auch grds. nicht am Einkommen (ich sehe ALG-2 als Rechengrundlage, wenn keine besseren Daten vorhanden sind), sondern an der Ausgabengestaltung.
Vor allem hatte mein Vermieter bis vor kurzem noch die Miete per Lastschrift eingezogen, auch jeden Monat zum 15. .. habe eben mal die älteren Kontoauszüge gecheckt.
Was die These einer konkludenten Vertragsanpassung hinsichtlich eines verschobenen Zahlungstermins stützt.
Liegt vielleicht daran, dass die Sachbearbeiterin gewechselt hat.
Das wäre eine Möglichkeit, auch dass diese noch nicht sehr erfahren ist und solche Gestaltungen noch nicht kennt. Hier wäre ein klärendes Gespräch hilfreich, ggf. mit dem Eigentümer, so nur eine Verwaltung vorliegt.
Es kann aber natürlich auch sein, dass es subjektive Gründe gibt, dass dieses Mietverhältnis beendet werden soll und man dafür jetzt alle möglichen Gründe auf Gerichtsfestigkeit abklopft, bzw. dahin führen möchte. Für jegliches Urteil darüber fehlen uns Informationen, aus der Erfahrung halte ich sie aber für nicht unwahrscheinlich.
 

Skaya

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Oder habe ich das falsch verstanden und du hast bisher die Miete rückwirkend gezahlt, erst 1,5 Monate nach üblicher Fälligkeit?Selbst dann kann man mit dem VM das Gespräch suchen und eine einvernehmliche Lösung finden, z.B. mit einer Art Ratenvereinbarung dem Zieltermin für die Mietzahlung erreichen.
Nein, ich zahle immer zum 15. für den laufenden Monat. Heißt, für August würde ich jetzt am 15.08. überweisen.
 

Skaya

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Meine Frage war aber auch eigentlich, ob er kündigen darf, obwohl die zwei Jahre nichts dagegen hatten
 

elknipso

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Du könntest Dir soviel Zeit und Aufwand sparen wenn Du einfach zum ersten Deine Miete überweist und das Thema ist für Dich erledigt.
Verstehe nicht wie man in solche einfach zu lösenden Themen soviel Energie und Zeit stecken kann.

Alternativ mit dem Vermieter reden.
 
Duncan

Duncan

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Meine Frage war aber auch eigentlich, ob er kündigen darf,
Dürfen darf er, so oft er will, auch mehrfach täglich. Alleine die Erfolgsaussichten, wenn man der Kündigung widerspricht, sind arg gering, so man keinen der gesetzlichen Kündigungsgründe anführen kann. Einer dieser wären Zahlungsrückstände (mit gesonderten Bedingungen).
obwohl die zwei Jahre nichts dagegen hatten
Genau dies führt dazu, dass man wunderbar streiten kann, ob überhaupt Zahlungsrückstände bestehen und dann auch noch, ob diese in ausreichender Höhe bestehen. m.M.n. ergeben sich hier keine bis geringste Erfolgsaussichten des VM.

elknipso hat die einfachste Lösung schon erwähnt. Die zweiteinfachste Lösung kam von @ehrenwertes Haus und meinereiner. Du könntest aber auch den DMB, den Standortpfarrer und den Bundespräsidenten um Rat fragen. Die Antworten könnten spannend sein.
 

ehrenwertes Haus

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Meine Frage war aber auch eigentlich, ob er kündigen darf, obwohl die zwei Jahre nichts dagegen hatten
Der Gesetzgeber sagt Miete ist im Voraus zu entrichten, nicht irgendwann für den laufenden Monat.

Man darf davon abweichen, wenn beide Parteien einen anderen Zahlungstermin wünschen und sich darauf einigen.

Willst du es wirklich darauf anlegen, ob dein Vermieter dir kündigt? Meinst du mit einem evtl. folgenden Rechtsstreit kannst du wirklich was gewinnen? Wenn ja, was, außer Dickkopf durchsetzen, falls du den Prozess gewinnst? Verlierst du, kannst du noch die Erfahrung einer Zwangsräumung gewinnen, einschliesslich der Gerichts- und Räumungskosten.

Erfahrungen sammeln ist grundsätzlich nicht schlecht, aber es gibt Erfahrungen auf die man verzichten kann und sollte, weil sie nachtragend sind.
 

jorgk

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Man darf davon abweichen, wenn beide Parteien einen anderen Zahlungstermin wünschen und sich darauf einigen.
Vor zwei Jahren hatte ich dann einen Job bekommen, der den Lohn zum 15. eines Monats auszahlt. Mit Absprache mit dem Vermieter ging das in Ordnung.
Vor allem hatte mein Vermieter bis vor kurzem noch die Miete per Lastschrift eingezogen, auch jeden Monat zum 15.
Da der Vermieter auf die Vertragsänderung, Zahlung der Miete zum 15., offensichtlich eingegangen ist sehe ich wenig Chancen das der Vermieter das nun einseitig wieder ändern kann. Damit wird das mit einer Kündigung, basierend auf einer angeblich zu späten Zahlung der Miete, wohl eher nichts. Bedeutet aber viel Theater für nichts wenn der Mieter das dem VM nicht zeitnah mal vermittelt (also, der neuen Sachbearbeiterin).

Jedenfalls, wir hätten uns hier die Diskussion seit einem frühen Posting (#5 und ggf. eine Antwort dazu) nun wirklich sparen können. Was sollen die ganzen belehrenden Postings, die die tatsächliche Situation einfach ignorieren?
 

braut

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Gegenargument: Der Vermieter tolerierte das einige Zeit, aus der damaligen Notlage des Mieters heraus - in der Erwartung, dass er genug von seinem Lohn ansparen kann, um wieder in das normale Raster bis zum 3. Werktag zurück zu fallen.
 
Darth_Vader

Darth_Vader

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In der Tat sehe ich auch ab #5 fast alle relevanten Punkte gegeben, Allerdings werden da auch "neue" Fragen aufgeworfen.
Die Belehrenden Postings finde ich gar nicht so schlimm. Ich denke man sollte die als gutgemeinte Ratschläge verstehen.:engel001:

- Vermieter: Wohnungsbaugesellschaft #5
- 6 Jahre Mietdauer #2
- vor 2 Jahren Zahlungsziel geändert #2
- Lastschrift zum 15. #5
- neue Sachbearbeiterin #5

- Keine Lust jetzt auch noch vors Gericht zu ziehen #5


@Skaya äußert wohl schon die richtige Vermutung in #5:
"Liegt vielleicht daran, dass die Sachbearbeiterin gewechselt hat."
Ich würde zum Telefon greifen und nachfragen. Vermutlich hat die gute Dame nur den Vertrag gesehen, in dem noch der Erste drin steht. Ich nehme auch weiter an, dass die Einigung zum Zahlungsziel auch telefonisch erfolgte und bei der Wohnungsbaugesellschaft in einem anderen System vermerkt ist.

Es ist natürlich auch denkbar, dass die Wohnungsbaugesellschaft versucht Geldmittel einzutreiben, da die sicherlich auch schon von den steigen Betriebskosten betroffen ist.
Das ist aber nur Spekulation.


Der Satz hat auch bei mir Verwirrung ausgelöst.
Ich verdiene genug, aber auch nicht genug, um jetzt zwei Mieten zu zahlen, damit ich auf Monatsanfang komme.
Ich nehme mal an, dass gemeint ist, man möchte nicht aus dem August-Gehalt die zwei Mieten zahlen, also zum 15.08 (die sowieso kommt) und zum 01.09. (die jetzt vorgezogen kommt).


3-5 Monatseinkommen Liquiditätspuffer sollte jeder haben
Ich denke das ist einer der gutgemeinten Ratschläge, davon gibt es verschiedene mit verschiedenen Ansätzen. Einen, den ich bekommen habe, war 30% Wohnen, 30% Essen, Versicherung und Lifestyle und 30% sparen vom Monats-Netto. Ein anderer besagte, 2,5-fach Monats-Netto auf dem Girokonto und weitere 3,5-fach auf dem Tagesgeld, erst danach könnte man für den Urlaub Geld sparen und verpulvern.

Willst du es wirklich darauf anlegen, ob dein Vermieter dir kündigt? Meinst du mit einem evtl. folgenden Rechtsstreit kannst du wirklich was gewinnen? Wenn ja, was, außer Dickkopf durchsetzen, falls du den Prozess gewinnst? Verlierst du, kannst du noch die Erfahrung einer Zwangsräumung gewinnen, einschliesslich der Gerichts- und Räumungskosten.

Erfahrungen sammeln ist grundsätzlich nicht schlecht, aber es gibt Erfahrungen auf die man verzichten kann und sollte, weil sie nachtragend sind.
Auch dies, sehe ich durchaus als gutgemeinten Ratschlag, aber wir sind schon bei Schritt 2. Schritt 1 wäre für mich, "will er es wirklich drauf anlegen", oder will der User "nur verstehen"?

Du könntest Dir soviel Zeit und Aufwand sparen wenn Du einfach zum ersten Deine Miete überweist und das Thema ist für Dich erledigt.
Verstehe nicht wie man in solche einfach zu lösenden Themen soviel Energie und Zeit stecken kann.
Auch hier, warum darf man nicht fragen?


Darf der Vermieter Kündigen?
Kündigungsschreiben kann er so viele aufsetzen, wie er will, um einen Mieter Angst zu machen, aber wann kommt ein gültiges Kündigungsschreiben?
Die Antwort hat @Duncan schon in #11 gegeben
 
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