Mieteinnahmen und GKV

Diskutiere Mieteinnahmen und GKV im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo, ich werde mittelfristig 2-3 Häuser erben und entsprechende Mieteinkünfte haben. Nun versuche ich erstmal das Ganze Abgaben-Wirrwarr zu...

  1. #1 Fluktuation8, 27.02.2019
    Fluktuation8

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    Hallo, ich werde mittelfristig 2-3 Häuser erben und entsprechende Mieteinkünfte haben. Nun versuche ich erstmal das Ganze Abgaben-Wirrwarr zu verstehen. Ich hab zwar hier schon ein wenig quergelesen, bin aber noch nicht zu 100% fündig geworden bzw. bin ich mir nicht sicher. Dabei spiele ich mit dem Gedanken meine Arbeitszeit zu reduzieren, besonders falls sich dies auch abgabenseitig lohnen würde.

    Entsprechend

    Modell 1
    :
    Jahresbruttoeinkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze. Freiwillig gesetzlich versichert.
    Mieteinnahmen oben drauf.

    Modell 2:
    Jahresbruttoeinkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze. Gesetzlich pflichtversichert.
    Mieteinnahmen oben drauf. Damit theoretisch Überschreitung der Gesamtbruttoeinnahmen der Versicherungspflichtgrenze.

    Frage: So wie ich's verstanden habe, muss ich bei Modell 1 Krankenkassenbeiträge auf meine Mieteinnahmen zahlen. Bei Modell 2 zahle ich nur Steuern entsprechend meines gesamten Bruttoeinkommens auf beide Einkommensarten. Die Krankenkassenbeiträge richten sich nur nach meinem Bruttoarbeitslohn. Richtig?

    Zusatzfrage: Bei Kapitalerträgen wie Zinsen oder Aktiengewinnen zahle ich in Modell 2 25% Abgeltungssteuer und keine Krankenkassenbeiträge. Bei Modell 1 aber beides, richtig?

    Gibt es eigentlich einen Rechner im Internet, wo man verschiedene Einkommensarten eingeben kann und entsprechend mit den Ergebnissen spielen kann?

    Danke im Voraus!
     
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  3. jorgk

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    Solange Du abhängig beschäftigt bist und deswegen Sozialversicherungsbeiträge (insbesondere Krankenkassenbeiträge) zahlst bleiben die Mieteinnahmen in Bezug auf die (ansonsten in der Höhe einkommensabhängig) fälligen Krankenkassenbeiträge, soweit es die gesetzliche Krankenversicherung betrifft denn nur deren Beiträge sind von der Höhe des Einkommens abhängig, aussen vor.

    [Man - ist das kompliziert hier ...].
     
  4. #3 Fluktuation8, 27.02.2019
    Fluktuation8

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    Das dachte ich bisher auch, meine letzte Info ist aber, dass das nicht mehr zutrifft wenn man freiwillig gesetzlich versichert ist.
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 27.02.2019
    ehrenwertes Haus

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    Richtig, in dem Fall zählt das Gesamteinkommen.

    Deswegen will die KK dann auch deinen Steuerbescheid vorgelegt bekommen...
     
  6. #5 immobiliensammler, 27.02.2019
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    Und selbst auf die Einkünfte aus Kapitalvermögen wil die Krankenkasse ihre Beiträge, sogar wenn diese durch den Sparerfreibetrag steuerfrei sind!
     
  7. #6 Fluktuation8, 27.02.2019
    Fluktuation8

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    Jetzt bin ich auf das nächste gestoßen, nämlich, dass falls Miet- und Kapitaleinkünfte den Arbeitslohn übersteigen eine Pflichtversicherung durch die Krankenkasse abgelehnt werden kann (sprich freiwillige gesetzliche Versicherung zum Jahreshöchstsatz). Hat davon schon mal jemand gehört und wäre ich als gesetzlich Pflichtversicherter überhaupt in der Pflicht meine sonstigen Einkünfte der KK offen zu legen?
     
  8. #7 immobiliensammler, 27.02.2019
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    Meines Wissens nein, wie @jorgk ja schon geschrieben hat. Solange Du pflichtversichert bist (also z.B. als Angestellter) interessiert die Krankenkasse Deine zusätzlichen Einnahmen überhaupt nicht.

    Hast Du für Deine Annahme (sonstige Einkünfte größer Arbeitslohn = keine Pflichtversicherung) einen Paragraphen zum Nachlesen?
     
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  9. #8 ehrenwertes Haus, 27.02.2019
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    Wenn du deine Gesamteinkünfte nicht offenlegst, wird dir der Höchstbeitrag von der KK in Rechnung gestellt.

    Ist halt eine Rechenaufgabe.
    Wenn du meinst die KK gehen deine Einnahmen nix an, zahlst du halt evt. mehr Beträge als nötig.
    Höchstbeitrag bei der GVK liegt bei knapp 800 Teuronen monatlich.


    Das stimmt so nicht.
    Sobald eine Einkommensteuer abgegeben werden muss, interessiert sich auch die KK für die Gesamteinnahmen. Nur bei Lohnsteuer wird nicht zwingend weiter nachgebohrt, was aber mit weiteren Einkünften zu entsprechenden Beitragsnachzahlungen führen kann.
     
  10. jorgk

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    Wenn Du 'freiwillig' gesetzlich krankenversichert bist (in sozialbeitragspfichtigem Verhältnis, also als gewöhnlicher Arbeitnehmer), dann sind Deine Einkünfte aus dem Arbeitsverhältnis oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze und daher zahlst Du den höchstmöglichen KK-Beitrag und deswegen interessiert die gesetzliche Krankenkasse nicht mehr, welche anderen Einnahmen Du sonst noch hast.
     
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  11. #10 immobiliensammler, 27.02.2019
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    Solange ich noch abhängig beschäftigt war musste ich (trotz Einkommensteuererklärung wegen V+V) der Krankenkasse nie irgendwas mitteilen. Nur seitdem ich nur noch Einkünfte aus Gewerbebetrieb, V+V und Kapitalvermögen habe (bin weiter freiwllig in der GKV) muss ich den Steuerbescheid vorlegen.

    Die von @Fluktuation8 gestellte Frage interessiert mich daher, weil das für mich eine alternative Lösung wäre. Aktuell setze ich jedes Jahr genügend bei den Immos ab, so dass sich mein zu versteuerndes Einkommen (und damit auch mein Krankenkassenbeitrag) in einem vernünftigen Rahmen bewegt. Wenn sich das ändert wäre nämlich Plan B, irgendwo (und sei es bei einem Bekannten) für sagen wir 1.000 Euro brutto zu arbeiten .....
     
  12. #11 Fluktuation8, 27.02.2019
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    Ne, habe es als Hinweis in einem Forum gelesen. Hätte es aber auch gerne beantwortet. Abgesehen von meinem Fall bei dem die Beträge nicht so weit auseinander liegen werden, frage ich mich aber schon, ob man mit einem 1.000 Euro Monatsgehalt und 10.000 Euro Mieteinnahmen immer noch den Satz des einfachen Pflichtversicherten zahlen würde...




    Kennst du denn irgendwelche Angaben (im Optimalfall natürlich einen Paragraphe) dazu, wann man dann nicht mehr pflichtversichert sein kann aufgrund höherer sonstiger Einnahmen?
     
  13. jorgk

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    Bevor hier die Mythen weiter proliferieren mal ein paar Links - die jeweiligen Gesetze lesen sich ausgesprochen schwer, daher 'Sekundärliteratur':

    Krankenversicherungspflicht in D

    Beitragshöhe und andere Einkommensarten
    Zitat: "Im Unterschied zu Arbeitnehmern bildet bei Selbstständigen, Freiberuflern und anderen, nicht sozialversicherungspflichtig angestellten Menschen nicht nur das Arbeitseinkommen die Grundlage für die Beitragsberechnung. Es zählen darüber hinaus bis zur Beitragsbemessungsgrenze auch andere Einkünfte dazu, etwa Einnahmen aus Kapitalvermögen oder aus Vermietung und Verpachtung."
     
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  14. #13 immobiliensammler, 27.02.2019
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    Danke, also bestätigt das meinen Plan B!
     
  15. #14 Immofan, 27.02.2019
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    So hab ich das bisher auch immer verstanden. Schon vorher erreicht man die Grenze bis zu der überhaupt die Höhe des Gehalts eine Rolle spielt.
     
  16. #15 ehrenwertes Haus, 27.02.2019
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    Pflichtversichert ist man immer, weil es eine Krankenversicherungspflicht gibt.
    Freiwillig Pflichtversichert gibt es nicht. Man kann sich u.U. nur freiwillig für die GKV oder PKV entscheiden.

    Es gibt nur eine Einkommensgrenze für Angestellte (brutto!), ab der man die Wahl hat zwischen gesetzlicher KK und privater KK hat.
    Diese "Schallmauer" liegt aktuell bei knapp 61.000 Jahreseinkommen.
    Genaueres beantwortet dir deine KK sicher gerne.
     
  17. #16 jorgk, 27.02.2019
    Zuletzt bearbeitet: 27.02.2019
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    Ja, so wie ich es verstehe ist das die derzeitige Rechtslage. Wäre ein guter Grund auf die KK-Kopfprämie zu wechseln, denn 'gerecht' ist das jetzige System ganz sicher nicht, was an diesem Beispiel krass zu sehen ist. [Klar, mit KK-Zuschüssen (aus Steuern) für die es zu teuer ist]. Da hatte die FDP mal einen guten Vorschlag gemacht.

    Bei Rentnern ist es übrigens genauso, wenn Pflichtversichert in der Krankenversicherung der Rentner: KK-Beitrag nicht auf die sonstigen Einnahmen. (siehe 'GKV-Beiträge als Rentner')

    Wer reich ist arbeitet am Besten ein klein wenig als abhängig Beschäftigter (und für die paar Kröten zahlt man doch gerne Sozialversicherungsbeiträge) und geniesst die Freiheit von AL-, Renten-, Pflegevers.- und Krankenkassenbeiträgen auf sein Haupteinkommen.
    OK, die Steuer ist dann eben das Unvermeidliche ...

    Das ist der "Plan B" wie oben genannt. Bei solchen Gesetzen: Sei's gegönnt :005sonst:
     
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  18. #17 Fluktuation8, 27.02.2019
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    Ist sogar mein Plan A. :005sonst:

    Auch wenn die konkreten Beträge sich leider doch recht deutlich von meinem genannten Beispiel unterscheiden. :zwinkernd001:
     
  19. #18 immodream, 01.03.2019
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    Hallo Fluktuation 8 ,
    ich habe in den letzten dreißig Jahren immer als Angestellter gearbeitet.
    Unabhängig von der Stundenzahl, habe ich immer nur den geringen Beitrag für Kranken- und Pflegeversicherung aufgrund meines Angestellengehaltes gezahlt.
    Und jetzt läuft das gleiche System als Rentner weiter.
    Irgendwann muß man im Leben auch Mal Glück haben und auf der richtigen Seite stehen .
    Grüße
    Immodream

    PS: Das Steuerzahlen kann kann man ja als Immobilienbesitzer genau wie die Selbsständigen durch entsprechend getätigte Investitionen etwas beeinflußen
     
  20. #19 Fluktuation8, 04.03.2019
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    Gibt es denn sowas wie einen Mindestsatz als sozialversicherungspflichtig Beschäftigter mit Nebeneinkünften?

    Also z.B.

    Jahresbruttolohn 12.000 Euro
    Mieteinnahmen 40.000 Euro

    --> Brutto-Netto-Rechner sagt mir: 78 Euro KK im Monat. Ansonsten liegt der Mindestbeitrag (ohne jegliche Einnahmen) ja meist schon bei ca. 170 Euro...
     
  21. #20 immobiliensammler, 04.03.2019
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    Meines Wissens musst Du nur über die Grenze des Minijobs, damit das überhaupt sozialversicherungspflichtig wird, also aktuell 451 Euro.
     
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