Mietendeckel. Erhöhung zum 1.1.20 noch sinnvoll?

Diskutiere Mietendeckel. Erhöhung zum 1.1.20 noch sinnvoll? im Mieterhöhung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hi, mal ne Frage. Ich könnte eigentlich genau zum 1.1.20 die Miete für eine Berliner Mietwohnung nochmal erhöhen, bevor der Mietendeckel kommt....

  1. #1 Haus_ohne_Grund, 09.10.2019 um 21:49 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 09.10.2019 um 22:03 Uhr
    Haus_ohne_Grund

    Haus_ohne_Grund Erfahrener Benutzer

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    Hi, mal ne Frage.

    Ich könnte eigentlich genau zum 1.1.20 die Miete für eine Berliner Mietwohnung nochmal erhöhen, bevor der Mietendeckel kommt.
    der Mietspiegel gäbe es her und Kappungsgrenze etc. ist eingehalten.

    Der Mieter hätte ja dann eine Überlegungsfrist bis zum 31.1. dieser zuzustimmen.

    Wenn dieser Deckel nun nicht rückwirkend gilt, weil der Senat das noch so entscheidet (wird ja erst am 22.10. frühestens verabschiedet) oder es vom Bundesverfassungsgericht in diesem Punkt später gekippt wird, muss der Mieter dem dann zustimmen bzw. können ich ihn (erfolgreich) auf Zustimmung verklagen?

    Oder wäre das dann auf jeden Fall zu spät, weil er ja zum 1.1. eingeführt wird und das mit der geplanten Miethöhe zusammenfällt.

    Eigentlich hätte ich nicht sofort und später nur leicht erhöhen wollen, der Mieter zahlt pünktlich ist ruhig und die Miete ist jetzt auch nicht so weit unter dem Höchstwert des Mietspiegels.

    aber wenn ich jetzt mindestens weitere 5 Jahre nicht erhöhen dürfte, finde ich das ein bißchen lange, die Preise steigen ja auch. so überlege ich eben dies noch zu tun.
    Ich will jetzt allerdings nicht völlig unnötig den Mieter aufbringen.

    Also kann ich trotz Einführung des Mietdeckels noch darauf hoffen, dass ich diese Erhöhung durchkriege.

    Und was ist wenn der Mieter von sich aus z.B. einem Kompromiss zustimmt, z.B. 7,5 % statt 15%?
    Kann er sich da dann später trotzdem noch rauswinden, indem er sich auf den (rückwirkenden) Deckel beruft?

    Naja, ich finde den Mietendeckel in jedem Fall quatsch.

    Die Bestandsmieten in Berlin sind eigentlich ja in Ordnung.

    Problematisch sind doch eher dieses Raussanieren und die Wucherpreise bei Neuvermietungen, aber da hätte man die Bestandsmieten meines Erachtens gar nicht antasten müssen.

    Für mich ist das unverhältnismäßig und trifft eher die Falschen.


    Der Mietendeckel wird den Wohnungsmarkt eher komplett zum Einbruch bringen.

    Keiner wird in Berlin Wohnungen für 5 Euro/m² neu vermieten.
     
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  3. set

    set Erfahrener Benutzer

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    Verlangt ja auch keiner. ;-)
     
  4. #3 Haus_ohne_Grund, 09.10.2019 um 22:05 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 09.10.2019 um 22:20 Uhr
    Haus_ohne_Grund

    Haus_ohne_Grund Erfahrener Benutzer

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    scheinen sich aber einige so vorzustellen ;)

    .....

    Erstmalige Bezugsfertigkeit der Wohnung und Ausstattung Mietpreis pro Quadratmeter
    bis 1918 mit Sammelheizung und mit Bad 6,45 Euro
    bis 1918 mit Sammelheizung oder mit Bad 5,00 Euro
    bis 1918 ohne Sammelheizung und ohne Bad 3,92 Euro
    1919 bis 1949 mit Sammelheizung und mit Bad 6,27 Euro
    1919 bis 1949 mit Sammelheizung oder mit Bad 5,22 Euro
    1919 bis 1949 ohne Sammelheizung und ohne Bad 4,59 Euro
    1950 bis 1964 mit Sammelheizung und mit Bad 6,08 Euro
    1950 bis 1964 mit Sammelheizung oder mit Bad 5,62 Euro
    1965 bis 1972 mit Sammelheizung und mit Bad 5,95 Euro
    1973 bis 1990 mit Sammelheizung und mit Bad 6,04 Euro
    1991 bis 2002 mit Sammelheizung und mit Bad 8,13 Euro
    2003 bis 2013 mit Sammelheizung und mit Bad 9,80 Euro
     
  5. FMBerlin

    FMBerlin Erfahrener Benutzer

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    Wer in Berlin nach derzeit geltendem Recht (BGB ohne Mietendeckel) die Miete ehöhen kann und will sollte das tun.
    Der bisher nur angekündigte Mietendeckel ist ein juristisches Experiment von dem heute niemand weiß, was eigentlich drinsteckt und ob es überhaupt vor dem Verfassungsgericht als zulässig Bestand haben wird. Bis dahin gilt das BGB (auch für Berlin) in der aktuellen Fassung. Eine zulässige Erhöhung kann jedenfalls nicht schaden, ein Abwarten schon.

    Wer aufgrund der bisherigen Veröffentlichungen zum Mietendeckel auf aktuelle bestehende Rechte verzichtet kann sich seinen Wirtschaftsplan auch auf dem Jahrmarkt von der Wahrsagerin aus den Karten lesen lassen.
     
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  6. #5 Haus_ohne_Grund, 10.10.2019 um 07:21 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 10.10.2019 um 07:55 Uhr
    Haus_ohne_Grund

    Haus_ohne_Grund Erfahrener Benutzer

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    eigentlich will ich es ja zum jetzigen Zeitpunkt nicht, aber der Mietendeckel droht eben...

    Wird der Vermieter durch den Mietendeckel nicht eigentlich erpressbar?

    Nehmen wir mal an, eine Wohnung derzeit für 11 Euro/m² vermietet ist, zieht der Mieter aus, könnte man nur noch 6,45 Euro/m² nehmen?

    Was ist wenn der Mieter nun droht auszuziehen, sollte man ihm die Wasserhähne nicht vergolden?

    Ich habe mich überigens im Eingangstext verschrieben, der Mieter hätte natürlich eine Überlegungsfrist bis zum 31.12.
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 10.10.2019 um 08:36 Uhr
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Mach dir keinen zu großen Kopf. Es wird Nichts so heiß gegessen wie gekocht.

    Klar kann ein Mieter mit Auszug drohen. Ist aber gar nicht schlimm, denn dafür müsste er eine andere Wohnung haben und die wachsen ziemlich sicher so schnell nicht aus dem Boden. Stell dir einfach vor, nur 10% der berliner Mieter würden nur wegen einem Mietendeckel umziehen wollen und on Top zu den üblichen Wohnungssuchenden noch auf dem Markt erscheinen. Das Gerangel um Wohnungen würde damit sicherlich nicht weniger. Leute die jetzt schon schwer Wohnungen finden, wären damit nicht besser gestellt.
     
    Wohnungskatz gefällt das.
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