Mieter als Organisator von Monteurzimmern am Umsatz beteiligen?

Diskutiere Mieter als Organisator von Monteurzimmern am Umsatz beteiligen? im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, in plane eine 3Z-Wohnung in meinem Mehrfamilienhaus als Monteurzimmer zu vermieten. Die direkte Nachbarin der Wohnung wäre bereit, viele...

  1. Block9

    Block9 Benutzer

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    Hallo,
    in plane eine 3Z-Wohnung in meinem Mehrfamilienhaus als Monteurzimmer zu vermieten. Die direkte Nachbarin der Wohnung wäre bereit, viele organisatorische aber auch praktische Arbeiten zu übernehmen. Empfang der Monteure, Mietverträge bzw. Beherbergungsverträge vorlegen und unterschreiben lassen, Zwischenreinigungen, Endreinigung, Brötchenservice, Wäscheservice und alkgemeiner Ansprechpartner für die Monteure. Letztendlich wäre es fast eine Verwaltung. Wir könnten uns eine prozentmäßige Beteiligung an den Mieteinnahmen vorstellen. Habt Ihr eine Vorstellung, was ein passender Prozentsatz wäre? Oder habt Ihr einen anderen umsatzbasierenden Vorschlag?
    Für Tipps oder andere Ansätze wäre ich dankbar.
     
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  3. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Das hört sich für mich eher nach einem Hotelbetrieb an, weniger nach einem normalen Mietverhältniss. Da würde ich mich fragen, ob die anderen Mieter im Hause das auf dauer mitmachen, und ob das in der Art überhaupt gestattet ist.
    Ich bin da zwar jetzt auch nicht so sattelfest, könnte mir aber durchau vorstellen, das das im besten Fall auf eine Art Angestelltenverhältniss, Scheinselbständigkeit oder gar Schwarzarbeit hinauslaufen könnte.
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 20.02.2019
    ehrenwertes Haus

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    Das wäre nicht nur fast eine Verwaltung.
    Mit den anderen Dingen wie Brötchenservice, usw. kommst du schnell in den Bereich hotelähnlichen Bereich mit "Servicekraft Nachbarin".
    Hast du dabei die Arbeitsrechtlichen Dinge bedacht oder soll das offizielle Nachbarschaftshilfe mit Kostenerstattung sein, die sich aber sehr nach Schwarzarbeit riecht?


    Ist die Wohnung denn für Monteursunterkünfte baurechtlich zugelassen?
    Das ist keine reine Wohnungsvermietung mit den üblichen Wohnungsmietverträgen.



    Warum mietet die Nachbarin die Wohnung nicht selbst an, wenn sie die Monteuere schon "managen" will?
    Mit deiner Erlaubnis (kann man vertraglich regeln) könnte sie auch Monteure darin unterbringen.
     
  5. #4 immobiliensammler, 20.02.2019
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    Was arbeitet die Nachbarin sonst noch so alles? Wenn Du der einzige Auftraggeber bist dann bist Du im Bereich der Scheinselbständigkeit, wenn das rauskommt dann viel Spaß mit rückwirkenden Zahlungen an Rentenversicherung, Krankenkasse etc.

    Wenn Du das so machen willst dann gleich eine offizielle Anmeldung, wenn die Summe nicht zu hoch ist eben als Minijob.

    Mir drängt sich auch die Frage auf, ob Du eine Nutzungsänderung für die Wohnung brauchst!
     
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  6. Block9

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    Also ich möchte einfach alles legal und rechtlich sicher gestalten. Weder Schwarzarbeit, noch Scheinselbständigkeit. Wenn es baurechtliche Auflagen gibt, bin ich natürlich auch bereit, diese zu erfüllen. Falls sich das jedoch nicht rechnet, vermiete ich wieder „normal“. Ich frage mich nur, wie es sein kann, dass relativ viele Monteurzimmer vermietet werden. Diese Personen haben es doch auch irgendwie und vermutlich nicht immer illegal geschafft. Aber das war im Grunde nicht meine Frage. Für das Grundsätzliche habe ich morgen einen Termin beim Anwalt (Mietrecht, Baurecht). Ich hatte mir Vorschläge für Szenarien gewünscht, in denen man diese im übrigen berufstätige, angestellte Beamtin-Nachbarin einbinden kann. Mich hätte interessiert, ob jemand schon mal mit einer prozentmäßigen „Beteiligung“ entlohnt hat.
     
  7. Block9

    Block9 Benutzer

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    Nachtrag: meines Wissens nach vermieten andere Wohnungsbesitzer die Monteurwohnungen entweder mit kurzzeitigem Mietvertrag (dann jedoch ohne nennenswerte Service-Leistungen) oder als Beherbergungsvertrag, über den ich zur Zeit nur ein Halbwissen habe.
     
  8. GSR600

    GSR600
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    Dann melde sie bei der Bundesknappschaft an und vereinbare mit ihr entweder eine Monatspauschale oder eben auf Stundenlohnbasis. Dann ist alles sauber und Du kannst die Kosten bei der Steuererklärung abziehen.
     
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  9. #8 ehrenwertes Haus, 20.02.2019
    ehrenwertes Haus

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    Indem man die arbeitsrdchtlichen Dinge beachtet.
    Darf sie z.B. von ihrem Arbeitgeber aus überhaupt einer Nebenbeschäftigung nachgehen? Egal ob Selbsständig oder im Angestelltenverhältnis. Oder kann es hier zu Inetressenskonflikten kommen?

    Neben dem Anwalt sollte das auch vom Steuerberater geprüft werden.
    Evt. höhere Mieteinnahmen können durch andere steuerliche Behandlung schnell aufgefressen werden.
    Decken die erhofften Mehreinnahmen den die Mitarbeiterkosten?
     
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  10. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Da reden wir dann aber bei einer gewerblichen Nutzung ganz schnell über Brandschutz und Fluchtwege usw., also evtl. über größer Baumaßnahmen.
    Also ich habe das seinerzeit so gelöst, das die Wohnung an eine Firma fest vermietet war. Wer da wann und wieviele Leute schlafen oder wohnen, war mir daher, bis zu einem gewissen Umfang, egal.
    Ich denke auch, in einem Privathaus, das man nur selber bewohnt, dürfte das einfacher sein, als in einem Mehrfamilienhaus. Da gibt es doch immer irgend jemanden den das stört, wenn ständig wildfremde Personen ein und aus gehen.
     
  11. #10 immobiliensammler, 20.02.2019
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    Wenn das über einen Beherbergungsvertrag geht dann musst Du wohl ein Gewerbe als "Zimmervermietung" (wie eine Pension) anmelden, dann gibt es aber das Problem der Umnutzung der Wohnung, das kann baurechtlich schwierig/teuer werden.

    Kurzzeitige Mietverträge: Wie will man das wirksam befristen?

    Und: Klar machen andere das auch, das muss aber nicht bedeuten, dass das sauber abläuft. AirBNB war auch mal der Traum aller Vermieter entsprechender Objekte, jetzt haben die ersten Städte hier die Herausgabe der Unterlagen eingeklagt, da wird es in den entsprechenden Städten jetzt wohl Bußgeldbescheide geben, bin gespannt, ob sich das nachträglich dann wirklich gerechnet hat.
     
  12. #11 taxpert, 20.02.2019
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    Die notwendige Genehmigung der Nebentätigkeit ist ein beamtenrechtliches Problem, dass @Block9 nicht kümmern braucht.

    An Airbnb sind nicht nur die Städte dran, sondern auch der Fiskus.

    Das wirkliche steuerrechtliche Problem taucht nicht während der Zeitvder Vermietung als Monteurzimmer auf, sondern erst danach!

    taxpert
     
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