Mieter: Anspruch auf Zugang zur Hauptsicherung ?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Koenig Arthur, 18.12.2013.

  1. #1 Koenig Arthur, 18.12.2013
    Koenig Arthur

    Koenig Arthur Erfahrener Benutzer

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    Mieter X heizt mit Strom - in seiner Wohnung 3 Heizer, je 2 kW ; dazu noch ein kleiner E-Boiler. Dafuer ist die elektrische Anlage aber eigentlich nicht vorgesehen, zumindest nicht fuer Dauerbetrieb.

    ==> Dementsprechend sind von den EVU auch solche Verbraucher zu zu genehmigen, siehe in deren Vertragsbedingungen bzw. in den "technischen Anschlussbedingungnen" .

    Was ist nun, wenn dem Vermieter die Hauptsicherung seiner Wohnung "durchbrennt", dh. wenn er im Dunkeln sitzt ?
    ==> Der Mieter hat Zugang zu einem Unter-Sicherungskasten fuer seine Wohnung, aber eigentlich nicht zur Hauptsicherung.

    Die Hauptsicherung befindet sich in einem abgeschlossenen Raum im Keller, und man wuerde den Mietern dort eigentlich keinen Zugang gewaehren wollen ... .

    =================

    Die Hauptsicherung wuerde bei normalem Gebrauch niemals ausloesen (am Stromzaehler, 1 dicke Sicherung), aber wenn der Mieter 6 KW (alias 24 Ampere) an einer 16-A-Sicherung hat, dann kann es auch mal passieren. (Seine Wohnungs-Sicherungen loesen _nicht_ aus, weil er die Last ueber mehrere Steckdosen verteilt; daher merkts erst die Sammelsicherung am Stromzeahler im Keller) ...

    Wessen Problem ist das dann, wenn der Vermieter gerade 400 km entfernt & telefonisch evtl. gar nicht erreichbar ist ?

    Hat der Mieter einen Anspruch drauf, dass das sofort behoben wird ? Darf er eigenmaechtig werden ? Wie gesagt: Abgeschlossener Raum im Keller.
    ==> Muss der Vermieter einen Schluessel hinterlegen ?
     
  2. AdMan

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  3. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Auch hier wieder, ist doch immer noch der gleiche Mieter, oder :?

    Da du aber eh motzt, wenn man nicht deiner Meinung ist: klar, macht das doch mal und dann siehst schon was du damit erreichst :smile026:
     
  4. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    1x16A Hauptsicherung ist absolut nicht ausreichend. Hier liegt ein sicherlich ein Mangel vor.
    Kein Strom = keine Heizung = 100% mietminderung.

    Falls der M gesundheitliche Schäden davon trägt das du nicht erreichbar bist: 223 StGB Körperverletzung, ggf 226 StGB und 227 StGB. Plus zusätzlich Schadensersatz und Schmerzensgeld Forderungen

    VG Syker
     
  5. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich würde wählen Elektrikernotdienst oder berechtigte Mietminderung wegen kalter Wohnung. Du kannst Dir aussuchen was Du bevorzugst. Auch wenn er keine Miete zahlt, kannst Du ihn nicht in einer kalten Wohnung sitzen lassen, gerade über die Feiertage.

    Zwischen den Zeilen lese ich, das Du seine Hauptsicherung rausdrehst, die Tür zuschließt und 400 km mit dem Schlüssel in die Weihnachtsferien fährst.:064sonst:
     
  6. #5 Papabär, 18.12.2013
    Papabär

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    Wenn ich das richtig verstehe, erfolgt die Beheizung über Öl-Einzelöfen ... oder zumindest ist das so vorgesehen. Strom sollte da nicht das Problem sein.

    Die zumindest fahrlässige Körperverletzung sehe ich genauso ... ein Schadenersatzanspruch ergäbe sich sogar schon aus verdorbenen Lebensmitteln, weil der Kühlschrank bestimmt nicht ohne Strom funktioniert und nach xy Stunden die Temperatur einfach nicht mehr hält ...

    Der gesottene Mieter wird dann höchstvermutlich eine Dose echten russischen Kaviars im Kühlschrank gehabt haben.
     
  7. #6 Tigerfisch, 18.12.2013
    Tigerfisch

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    Schlüsselsafe als Notlösung

    König Arthur

    Wäre es nicht eine Möglichkeit, so einen Schlüsselsafe mit Zahlenschloss im Keller an dem entsprechenden Raum zu montieren. Wir haben dieses auch gemacht und hat sich als sehr nützlich erwiesen. Wenn ein Klempner, Heizungsmonteuer oder Stromlieferung mal im entsprechenden Keller muss, sagen wir ihm den Zahlencode und er nimmt sich den Kellerschlüssel raus. Danach legt er ihn wieder rein und verschliesst den Safe wieder.
     
  8. GJH27

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    Aber so ist doch nicht sichergestellt, dass der Mieter, dem königlichen Wunsch entsprechend, ohne Strom ist! :hut032:
     
  9. #8 Koenig Arthur, 19.12.2013
    Koenig Arthur

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    Wenn der Mieter 6 kW Strom dran hat ... ist erstmal _er_ derjenige, der gegen eine Norm verstossen hat:
    ==> Man muss so viel Heizverbrauch bei den EVU beantragen, siehe in deren Vertragsbedingungen, ueberalls das gleiche, bei allen EVU.

    Wenn er die Anlage missbraucht, dann hat er kein Recht drauf dass das gutgeht. "Koerperverletzung " kanns ja wohl nicht sein, eher andersrum: Er gefaehrdet die allgemeine Sicherheit usw. .
    ==> Soviel zu den moeglichen beiderseitigen leeren Drohungen ...
     
  10. #9 Martens, 19.12.2013
    Martens

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    Vielleicht verständigen wir uns darauf, daß der Vermieter nicht verpflichtet oder gar berechtigt ist, die Einhaltung des Versorgungsvertrages zwischen Mieter und EVU zu überwachen oder hier regulierend einzugreifen.

    Wohl aber hat er die Mietsache so zur Verfügung zu stellen oder eben nachträglich in einen Zustand zu versetzen, daß "übermäßiger" Stomverbrauch zu keiner Gefährdung der Allgemeinheit wird, sondern daß die Sicherungen rechtzeitig auslösen und über die ausgelöste Sicherung hinaus kein Schaden entsteht.

    Grade gestern habe ich in einem gar nicht so alten Mietvertrag gelesen, daß der Mieter vor Inbetriebnahme von großen Verbrauchern - wörtlich: über 1500 Watt - den Vermieter um Genehmigung fragen muß. Ich halte das für realitätsfremd und unwirksam.

    Christian Martens
     
  11. #10 kreien, 26.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 26.12.2013
    kreien

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    Es ist offensichtlich, dass es ein Problem bei der Auslegung der elektrischen Anlage gibt. Denn bei richtiger Selektivität der Überstromschutzorgane wird die Hauptsicherung im Hausanschlusskasten (HAK) nicht auslösen. Die Hauptsicherung dient vielmehr dem Überlast- und Kurzschlussschutz der Steigleitung zwischen HAK und UV (Unterverteiler).

    Der Vermieter muss dringend die elektrische Anlage prüfen lassen, und zwar dahingehend, ob:
    - Steckdosenstromkreise irrtümlich direkt an der Hauptsicherung hängen (sowas passiert, wenn ein Stromkreis im UV falsch aufgeklemmt ist,
    - die Hauptsicherung wegen Überlast oder wegen Kurzschluss auslöst. Dazu wäre eine Isolationsmessung der Steigleitung empfehlenswert, könnte nämlich sein, dass diese immer mal sporadisch einen Kurzschluss aufweist (Leitung angebohrt, durchgenagelt, ...). Ein Indiz für die Auslösung einer Schmelzsicherung aufgrund von Überlast ist ein heftig aufgeheizter Sicherungseinsatz kurz nach dem Ansprechen.

    Sowas kann man auch im Rahmen eines E-Checks klären. Das hat den Vorteil, dass der Zustand der elektrischen Anlage einigermaßen rechtssicher protokolliert wird.

    Was unbesehen völlig klar ist: Die elektrische Anlage entspricht weder dem heutigen Stand der Technik (sprich, ist nicht normkonfrom in Sinne der VDE-Bestimmungen - ich kann die passenden DIN-VDE-Normen gerne raussuchen) noch den Erwartungen. Auch ist davon auszugehen, dass die elektrische Anlage bereits bei der Errichtung nicht dem Stand der Technik entsprochen hat (sprich zum Zeitpunkt der Errichtung geltenden Normen entsprochen hat, daher auch kein Bestandsschutz genießt).

    Ich würde mal ernsthaft über einen Drehstromanschluss und eine Erneuerung und Erweiterung der elektrischen Anlage nachdenken - kostet meistens gar nicht so viel und danach ist für die nächsten Jahrzehnte Ruhe.

    Es wundert mich etwas, dass die Technischen Anschlussbedingungen der Netzbetreiber herangezogen werden. Die TAB 2007 sieht keine Genehmigungspflicht der im Ursprungsposting genannten Elektrowärmegräte vor. Es ist lediglich in Abschnitt 10.2.3 (der TAB 2007) geregelt, dass stromkreisbezogen ab 4,6 kW ein Drehstromkreis notwendig wird.

    Was aber in den Technischen Anschlussbedingungen in der Tat steht ist, dass der HAK und somit der Hausanschlussraum (HAR) grundsätzlich frei zugänglich sein muss (vgl. TAB 2007, Abschnitt 5.6 (1) ). Nicht nur für das EVU, sondern auch für die Feuerwehr, da kann nicht erst aus 400-km-Entfernung einer mit dem Schlüssel ankommen. Das ist auch einzusehen oder?
     
  12. #11 Koenig Arthur, 31.12.2013
    Koenig Arthur

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    @kreien: Naja, schau mal: Die Anlage ist keine 5 Jahre alt, sogar noch Gewaehrleistung drauf.

    Aber: Wenn in der Wohnung 6 oder 7 mal 10-16A abgesichert sind ... und da ueberall was dran hanegt ... , dann ist die Hauptsicherung nunmal schwaecher als die Summe der angeschlossenen Leistungen.

    Das ist u.a. spaetestens dann der Fall, wenn zu 3 E-Heizern a 2 kw (27 A) noch der Boiler anspringt ... , macht dann 36 A.

    Oder ein selbst angeschlossener E-Herd + 3 E-Heizer, sind wir bei 40 - 50 A, je nachdem, was gekocht wird.

    Die Sicherungen in der Wohnung sagen dazu nix, aber die Hauptsicherung schon.
     
  13. kreien

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    Das ist klar und natürlich werden Elektrische Anlagen mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor geplant und Boiler mitunter über Lastabwurfschaltungen mit niedriger Prio bedient. Es ist aber wohl offensichtlich, dass die Bemessung der Hauptsicherung/Steigleitung nicht zur Unterverteilung passt. Drehstrom-Hausanschlüsse mit Hauptsicherungen von 50 A waren bereits in den 1970er-Jahren Standard. Heute kannst du davon ausgehen, dass alles unter 63 A nicht dem Stand der Technik entspricht und - wie man am Beispiel sieht - Ärger bereitet. Mit "Anlage, auf die noch Gewährleistung ist", ist sicherlich alles hinter der Steigleitung gemeint oder?

    Zitat aus der TAB 2007:
    6.2.1 Leistungsbedarf zur Dimensionierung der Hauptstromversorgung
    (1) Für die Dimensionierung der Hauptstromversorgung in Wohngebäuden gilt DIN 18015-1.
    Alle anderen Hauptstromversorgungssysteme werden entsprechend deren Leistungsanforderung dimensioniert.
    Der Netzbetreiber gibt die Größe der Hausanschlusssicherung vor.

    Ein anderes Problem wird sein, dass bei zu klein dimensioniertem Hausanschluss der zulässige Spannungsfall mehr als die geforderten 3 % betragen wird und die Steigleitung einer erhöhten thermisch bedingten Alterung unterliegt, die brandschutztechnisch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Eine fachgerechte Anlagendimensionierung sieht anders aus.

    Lass dich mal vom örtlichen Netzbetreiber beraten, welche Optionen für einen Standard-Netzanschluss im betreffenden Versorgungsgebiet zur Verfügung stehen. An einem Drehstromanschluss führt früher oder später sowieso kein Weg vorbei, ein moderner Haushalt lässt sich nur schwerlich über einen Außenleiter bewerkstelligen.
     
  14. #13 Pharao, 31.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 31.12.2013
    Pharao

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    Also Elektriker wäre kein Beruf für mich, aber es gibt doch hier nur 2 Möglichkeiten:
    • entweder die Wohnungssicherungen sind zu hoch gewählt oder
    • die Hauptsicherung ist zu niedrig abgesichert.

    In beiden Fällen wäre m.E. der Vermieter in der Pflicht, solange der Mieter hier nicht übermäßigen bzw unnormalen hohen Stromverbrauch hat. Denn m.E. hat jeder Mieter ein Recht darauf, normale Geräte zu benutzen ohne das gleich irgendwo eine Sicherung fliegt !

    Desweiteren ist normalerweise der Vermieter auch nicht verpflichtet Elektroleitungen überprüfen zu lassen, aber wenn`s mehrfach Probleme gibt, dann endet m.E. diese "Freiwilligkeit", dann ansonsten macht sich ggf. der Vermieter Schadensersatzpflichtig, falls was passiert.

    Klingt etwas nach: normal hätte der Mieter auch eine andere Heizquelle zu Verfügung.

    Öhm, einen Nachspeicherofen wird man wohl schlecht an eine normale Steckdose anschliesen können. Im Gegensatz dazu gibt es aber zB Konvektorheizungen (ich glaube so heißen diese Dinger) die aber mit normalen 230V gehen, also keinen extra Anschluß benötigen und m.E. auch nicht genehmigungspflichtig sind.
     
  15. GJH27

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  16. kreien

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    Als Elektriker ist es mitunter schwierig abzugrenzen, was eine Instandsetzung, Erweiterung bzw. Erneuerung einer Elektrischen Anlage ist und vor allem, wo die Elektroinstallation anfängt und aufhört.

    Zum Beispiel: Es soll eine zusätzliche Steckdose installiert werden. Wenn jetzt der Elektriker erzählt: "Mit der Erweiterung der Elektrischen Anlage entfällt der Bestandsschutz und nun muss ich alles neu installieren, denn Sie haben ja noch klassische Nulllung - und die ist für Endstromkreise nicht mehr zulässig. Ich fang dann mal in Keller an und arbeite mich durch alle Räume." Alle Leitungen neu, wegen einer Steckdose? Das kann man wohl so konsequent schlecht durchziehen, ohne auffällig zu werden.

    Viele Jahre haben Sachverständige im Bereich der Elektrotechnik die Prüfpflicht des Vermieters bejaht, analog zu den im gewerblichen Bereich üblichen Prüfpflichten gemäß BGV A3 bzw. DIN VDE 0105. Also das, was im privaten Bereich vom ZVEH als geschützte Marke E-Check für Innungsbetriebe etabliert wurde.

    Das BGH-Urteil BGH VIII ZR 321/07 vom 15.10.2008 hat die Fachschaft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es gibt keine gesetzliche Prüfpflicht von Vermietern, die Wohnungen für die rein private Nutzung vermieten.

    Spätestens bei Mängelmeldungen und bekannten Problemen muss sich der Vermieter kümmern. Das ist auch gegenüber der Versicherung wichtig, Mängel in der E-Anlage implizieren fast immer eine Brandgefahr.
     
  17. #16 Papabär, 31.12.2013
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    Aber genau das ist hier ja der springende Punkt. (Ich bin auch kein Strömling ... aber kreien scheint da Ahnung zu haben :50:)

    Ich weiß nicht ob´s in vorliegendem Fall hilft, aber wir hatten mal einen Wohnungs... naja, eher einen Küchenbrand, weil die Mieterin einen 3,5 KW-Ofen an einer normalen Steckdose angeschlossen hatte (irgend so ein Profigerät, dass man ansonsten vermutl. nur in Großküchen findet).

    Die Schadensregulierung musste über uns bzw. unsere Versicherung erfolgen - allerdings hat die sich einen Teil der Kosten von der Mieterin bzw. vom Elektriker der 2 Jahre zuvor eben KEINE neuen Leitungen verlegt hatte (bei ´ner E-Sanierung von rund 160 Wohnungen nimmst Du ja nicht jeden Stromkreis einzeln ab) zurückgeholt.

    Was ich damit sagen will ist: Der Mieter hat auch bei übermäßigem Stromverbrauch einen Reparaturanspruch ggü. dem Vermieter. Dieser kann sich - bei entsprechender Beweissicherung - die Kosten vom Verursacher zurückholen ... zumindest kann er es mal versuchen (womit ich darauf anspiele, dass bei den königlichen Mietern vermutlich nichts zu holen sein wird, seine profi-lierte Majestät aber mit den Kosten erst einmal in Vorleistung gehen muss).
     
  18. Pharao

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    Mein Elektriker würde hier sogar schon bei einer lächerlichen reperatur einer defekten Steckdose motzen bzw sich weigern, da die klassische Nulleitung schon lange nicht mehr zulässig ist. Da gibt´s dann eben nur:
    • selber machen
    • def. Steckdose abklemmen
    • alles neu verlegen
     
  19. #18 Papabär, 31.12.2013
    Papabär

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    Ähem ... okay!?
    Offensichlich wärst Du wohl doch lieber Klempner von Beruf, gelle?
     
  20. #19 Koenig Arthur, 02.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 02.01.2014
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    Also: Die Anlage, um die es geht, ist definitiv 100% neu:
    ==> Neues Erdkabel
    ==> Neuer Hausanschluss, zentraler Zaehlerplatz, jede Wohnung hat eigene Steigleitung
    ==> keine 5 Jahre alt und noch Gewaehrleistung drauf.

    Trotzdem kann, rein mathematisch, die Hauptsicherung rausfliegen ... (wenn man die TAB der EVU missachtet) ; sie sollte es aber nicht .... :
    ==> Das entnehme ich einfach mal der Diskussion hier.

    Demzufolge bin ich auch nicht verpflichtet, den Zugang zu den Hauptsicherungen offen zu halten; da braucht nur der Elektriker ran.

    Der normale "konvektor" kann zwar einfach in der Steckdose eingesteopselt werden ; aber wer die TAB & Vertragsbedinguingen der EVU liest wird drueber belehrt, dass solch ein Verbraucher trotzdem schon angemeldet werden muss.
    ==> 3 solche Konvektoren (a 2 kW) liegen mit Sicherheit jenseits der Grenze.

    =============

    Was die aderen Heizmoeglichkeiten betrifft: Die Nomaden haben bereits einen Termin platzen lassen, zu dem Ofensetzer & Schornsteinfeger ran wollten.
    ==> Sie haben also anscheinend kein Interesse an einer Aufklaerung ihrer Luege (Oefen gehen angeblich nicht) oder an einer besserung der Lage :brille002:
    ==> Sie wollen lieber ein halbes Argument mehr in der Tasche haben ...
     
  21. #20 Pharao, 02.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 02.01.2014
    Pharao

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    Naja, und wenn trotzdem andauernd die Hauptsicherung fliegt, dann muss der Elektriker eben mal nachgucken, woran das liegt. Sorry, da nützt jetzt dann auch kein rumraten hier. Und ggf. muss der Elektriker dazu auch in die Wohnung vom Mieter. Pech für den Mieter, wenn er hier einen Termin dann eben Platzen lässt, mangels Interesse den Schaden zu beheben.

    Und, wie hast du den Termin vereinbart ? Haben die Mieter den Termin abgesagt oder wirklich "platzen" lassen ?
     
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