Mieter beklagt zu hohe Heizkosten

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  1. Hubert

    Hubert Neuer Benutzer

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    Hallo!
    Ich habe ein EFH mit 150m² vermietet.(Familie mit 5 Personen).
    Nun beklagen sie die hohen Heizkosten die incl. WW bei 2750 Liter Heizöl liegen.
    Das Haus ist Bj. 1979. Das Dachgeschoss besitzt nochmals die selbe Fläche ist jedoch nicht ausgebaut.
    Allerdings wurde die Decke zum Wohnraum gedämmt. Ansonsten ist das Haus halt nach damaligen Gesichtspunkten und Vorschriften gebaut worden.
    Ich denke nicht, das der Verbrauch zu Hoch ist!?
    Sie weisen mich auf eine zusätzliche Fassadendämmung hin, halt das das ganze Haus schlecht gedämmt sei........

    Da ich es etwas Leid bin, habe ich jetzt einen Vor-Ort Termin mit einem Architekten/Energieberater.
    Bei einer evtl. Modernisierung würde dann selbstverständlich auch die bisher preiswerte Miete erhöht.
    Ich werde halt das Gefühl nicht los, daß sich die Mieter sowieso in Zukunft das Haus nicht mehr leisten können,egal was noch an Heizkosten eingespart werden kann.
    Was meinen Sie dazu? (u.a. der Verbrauch).
    Im Vorraus besten Dank.
    Viele Grüße Hubert
     
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  3. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    mE gehst du genau richtig vor. wissen die Mieter überhaupt, dass sich durch die Mod die Miete erhöhen wird? Meist hat sich dann der Termin auch erledigt...

    Ansonsten denke ich, dass du von irgendwelchen Fördermitteln schon gehört hast (wenn nicht, kann dir der Architekt da sicher noch Erklärungen liefern) und hoffentlich alle Fristen im Falle einer Mod einhälst (ankündigung, Mieterhöhung, 11% etc)

    sonst alles richtig :top
     
  4. Hubert

    Hubert Neuer Benutzer

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    Vielen Dank Capo!

    Was meinst Du über die Höhe des Verbrauchs.
    Ich finde, es ist nicht sehr hoch oder?
    Gibt es irgendwo Vergleichswerte?

    Danke

    Hubert
     
  5. #4 lostcontrol, 08.07.2008
    lostcontrol

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    also ich finde den verbrauch schon recht hoch für ein haus baujahr 1979.
    ich hab bei mehr wohnfläche (allerdings nicht alles durchgängig beheizt) in einem haus baujahr 1932 ohne wärmedämmung und teilweise mit alten fenstern (ja, von 1932) weniger verbraucht...
     
  6. #5 mietermini, 08.07.2008
    mietermini

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    Hallo Hubert,

    ich würde vorschlagen, einen verbrauchsorientierten Energieausweis bei einem Abrechnungsunternehmen (ista, Kalorimeta, Delta-t o. a.) für das Haus zu beantragen. Das kostet je nach Anbieter zwischen 40,00 und 50,00 €. Dazu müssen lediglich die Verbauchswerte der letzten 3 Jahre und einige Informationen zum Gebäude geliefert werden.

    Weist der Energieausweis einen günstigen Gebäudewert aus, haben Sie die Einwände des Mieters kostengünstig abgewehrt. Dann muss er sein Verbrauchsverhalten ändern, um Kosten zu sparen.

    Fällt der Energieausweis allerdings ungünstig aus, würde ich ihn erst einmal in der Schubalde verschwinden lassen und doch über eine Sanierung nachdenken. Die Kosten für diesen Versuch sind m. E. überschaubar.

    Gruß mietermini
     
  7. #6 lostcontrol, 08.07.2008
    lostcontrol

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    zum erstellen eines verbrauchsorientierten energieausweises benötigt man die belege der letzten 3 jahre. hat der vermieter die denn?
    ich hab grad ein ähnliches problem, ich benötige einen verbrauchsorientierten energiepass, aber den bekomme ich nicht, weil ich die besagten öl-rechnungen nicht vorlegen kann, da unsere mieter das öl selbst einkaufen. als privatpersonen müssen sie diese rechnungen aber nicht aufbewahren.
    (abgesehen davon, dass sie keinesfalls verpflichtet sind mir die belege auszuhändigen oder auch nur auskunft über ihre öl-einkäufe zu geben.)

    ich sitz somit ganz schön in der klemme, weil wir ja auf 01.09. neu vermieten wollen.

    ich habe bereits mehrfach mit dem rathaus telefoniert, mit verschiedenen energieberatungen sowie mit einem fachmann. niemand konnte mir weiterhelfen, wie das problem zu lösen ist.
     
  8. Hubert

    Hubert Neuer Benutzer

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    Hallo!
    Vielen Dank für Eure Meinung!
    Wollte mich nur etwas vorbereiten, bis der Berater kommt.
    Ich habe die Belege der letzten 4 Jahre von den Mietern, dadurch habe ich diese Literzahl ermittelt. Ich selber nutze Nachtspeicheröfen, daher und das ich das Haus nicht bewohnt habe, meine Fragen!
    Bringt eine Außendämmung viel(wird mir zwar der Energieberater noch mitteilen)?
    Möchte mich halt etwas vorbereiten!
    Ich möchte halt den Mietern auch signalisieren, daß ich durchaus bereit bin, etwas zu verändern, da ich ja selbst sehe, was auf dem Energiemarkt los ist.
    Aber ein Niedrigenergiehaus kann ich auch nicht zaubern, habe selber keins.

    Vielen Dank

    Hubert
     
  9. #8 hatschi, 09.07.2008
    hatschi

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    Aber die Öllieferanten sind verpflichtet, sie aufzubewahren. Wenn Deine Mieter Dir wohlgesonnen sind, könnten sie also um Kopien bitten. Hast Du das schon versucht?
    Berichte mal wie Du das Problem gelöst hast. Wir haben in der Firma immer wieder mit so etwas zu tun und außer der oben vorgeschlagenen auch noch keine Lösung gefunden.

    h.
     
  10. #9 lostcontrol, 09.07.2008
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    gute idee - das könnte ich machen.
    aber was ist mit den in den letzten 3 jahren ausgezogenen mietern? die erreich ich doch schon garnimmer...

    bei der aktuellen situation gibt's seit gestern übrigens noch ein problem: die mieterin wurde ins krankenhaus eingeliefert (sprich: ich kann sie jetzt auch nicht mit sowas nerven).
     
  11. #10 broddelwerk, 11.07.2008
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    Was den verbrauchsorientierten Energieausweis angeht - das ist bei Ölheizungen wirklich nicht einfach.
    An deiner Stelle, lostcontrol, würde ich erst einmal unverbindlich beim Schornsteinfeger anfragen, ob der einen Tipp hat. Das sind zwar nicht mehr die Halbgötter in Schwarz wie noch vor 10 Jahren, aber viele kennen sich nichtsdestotrotz gut mit Heizanlagen und den zugehörigen Rechtsverordnungen aus.
    Manch ein fitter BSM hat sich außerdem durch einen zusätzlichen Kurs zum Energieberater gemausert - und teilweise bieten sie dann einen bedarfsorientierten Energieausweis für vergleichsweise kleines Geld an.
    Bevor du dir also die Finger wund wählst, um an Ölverbrauchsdaten zu kommen, wäre es vielleicht sinnvoller, fünfzig Euro mehr zu investieren und stattdessen einen bedarfsorientierten Energieausweis zu beauftragen.
     
  12. #11 lostcontrol, 11.07.2008
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    na wenn das denn so billig wäre...
    sorry, aber nach meinen erkundigungen beim fachmann würde ein bedarfsorientierter energiepass erstmal eine komplette bauuntersuchung erfordern - und die kostet zwischen 2.000 und 3.000 euro...

    ausserdem würd das auch nicht wirklich helfen, denn der bedarfsorientierte energiepass bezieht sich ja aufs ganze haus, und wäre somit wenig aussagekräftig, da das haus ja mit insgesamt 5 unterschiedlichen heizungen beheizt wird (in EG und 1. OG öl-zentralheizung, in den 4 kleinen privatwohnungen jeweils mit einem ölkachelofen).
    erschwerend hinzu kommt, dass die wohnungen extrem unterschiedlich sind, z.b. 2 davon unter der dachschräge, dann gibt's natürlich unterschiedliche ausrichtungen (die wohnungen nach süden brauchen in der übergangszeit garnicht beheizt zu werden, da sie von der sonne genug wärme bekommen) und all sowas...

    sinnvoller wäre also in jedem fall der verbrauchsorientierte ausweis.

    aber das mit dem schorni anrufen is 'ne super-idee, das werd ich gleich mal machen, selbst wenn er mir nicht direkt helfen kann hat er vielleicht 'ne gute idee zum thema. vielen dank!
     
  13. #12 broddelwerk, 11.07.2008
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    Ach so, es geht um ein Haus mit verschiedenen Beheizungsformen in unterschiedlichen Wohnungen? Das hatte ich so nicht verstanden, sorry (hab gedacht, es wäre ein EFH).
    Klar, dann kommt ein bedarfsorientierter natürlich teurer.

    Aber, korrigiere mich, wenn ich da falsch liege - bekommt man einen Energieausweis nicht ohnehin NUR für ein komplettes Haus, und nicht für einzelne Wohnungen?
    Dann könntest du den bedarfsorientierten direkt abschreiben, weil der bei unterschiedlichen Beheizungsformen erst gar nicht möglich (oder nicht zugelassen) ist.
     
  14. #13 lostcontrol, 11.07.2008
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    broddelwerk - der tipp mit dem dem schorni war gold wert!


    hab soeben mit unserem haus-und-hof-schorni geredet, und plötzlich ist alles völlig unkompliziert.
    DER kennt sich wenigstens aus, darf den energiepass auch selbst machen und will (und muss!) erfreulicherweise keine belege sehen, es reicht ihm wenn er 'ne unterschrift dazu vom aktuellen mieter oder von uns bekommt.
    davon halten tut er allerdings auch nichts - er ist wie ich der ansicht dass man sich mit diesem wisch höchstens den hintern abwischen kann und er für sonst eigentlich nichts gut ist.

    mag sein dass es jetzt bei ihm mit ca. 40 euro etwas teurer ist als bei einem anderen energiepass-ausstell-bevollmächtigten, aber den schorni kenn ich schon lange, er hat mich schon in vielen anderen fragen nachhaltig gut beraten und er hat mein vollstes vertrauen.

    übrigens hat der schorni mir auch ausdrücklich dazu geraten jetzt wirklich nur diesen einen benötigten verbrauchsorientierten energiepass machen zu lassen - da es sehr wahrscheinlich ist, dass sich da noch so einiges ändern wird, weil ja nicht nur wir die genannten probleme mit der ganzen geschichte haben.

    ****************************************

    den bedarfsorientierten energiepass bekommt man immer fürs komplette haus - den verbrauchsorientierten kann man aber auch für einzelne wohnungen erstellen lassen, was in unserem fall in jedem fall deutlich sinnvoller wäre.
    aber da gibt's dann auch wieder so viele ausnahmen, dass mir der kopf schwirrt (z.b. spielt es auch eine rolle wie hoch der anteil an gewerblich vermieteten flächen ist usw.).

    zugelassen wär der schon - nur relativ sinnlos meiner ansicht nach.
    aber ich halte auch vom verbrauchsorientierten energiepass nicht viel - wir wissen ja, dass 1°C mehr raumtemperatur gleichbedeutend ist mit 6% mehr heizkosten.
    wie soll jetzt ein neuer mieter da einen vergleich herstellen? ich frag doch meine mieter nicht, ob sie bei 18°C oder bei 26°C leben... (abgesehen davon dass sie mir das garnicht sagen müssten und ohnehin die meisten das völlig falsch einschätzen, wenn sie nicht tatsächlich täglich mehrmals auf ihr thermometer gucken).
     
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