Mieter beschädigt Treppe beim Auszug - wer zahlt die Anwaltskosten

Diskutiere Mieter beschädigt Treppe beim Auszug - wer zahlt die Anwaltskosten im Kleinreparaturen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Forum, mein ehemaliger Mieter ist im März ausgezogen und hatte ein Umzugsfirma angestellt. Leider hat diese Umzugsfirma die Treppe (diese...

  1. #1 Maddin13, 02.06.2020
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    Hallo Forum,

    mein ehemaliger Mieter ist im März ausgezogen und hatte ein Umzugsfirma angestellt.
    Leider hat diese Umzugsfirma die Treppe (diese führt nur zur Mietwohnung!) massiv beschädigt. Laut Kostenvoranschlag vom Schreiner ca. 3.000 Euro Schaden.

    Nun versucht der ehemalige Mieter seit geraumer Zeit, die Umzugsfirma zur Verantwortung zu ziehen - leider ohne Erfolg. Da der ehem. Mieter auch keinerlei Versicherung (Haftpflicht) hat, kann ich hier auch keine Ansprüche geltend machen. Die einbehaltene Kaution beläuft sich auf gut 1.000 Euro. Diese wird natürlich einbehalten.

    Da sich der ehem. Mieter nicht weiter kümmert und bisher nichts weiteres passier ist, würde ich gerne die Angelegenheit einem Anwalt übergeben.
    Es gibt Zeugen und es gibt auch Fotos von den Schäden.

    Kann jemand aus Erfahrung sagen:

    - wie verhält sich das mit den Kosten, wenn ich einen Anwalt hinzuziehe?
    - wer trägt die Kosten für den Anwalt?
    - wie gut sind die Chancen, dass man diesen "Prozess" gewinnt?

    Danke für eine Info!
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    warum nicht?

    Nur mal so nebenbei: Du hast eine (evtl. beendete) Vertragsbeziehung zu deinem (Ex-)Mieter.
    Dein (Ex-)Mieter hat einen Vertrag mit dem Umzugsunternehmen.
    Du hast keinerlei Vertragsbeziehung mit dem Umzugsunternehmen.
    Ist das etwa dein Problem? Warum? Kann dir doch egal sein, ob der Mieter sich das Geld von der Umzugsfirma, einer (in diesem Fall nicht) vorhandenen Versicherung oder seiner Oma holt.
    Wofür? Was können die bezeugen? Mehr, als sich mit den Fotos von den vorhandenen Schäden bezeugen lässt?
    Woher weißt du, dass dein Mieter bzw. die von Ihm beauftragte(?) Umzugsfirma den Schaden verursacht hat?
     
  4. #3 immobiliensammler, 02.06.2020
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    Kommt darauf an wie der Prozess ausgeht!

    Zuerst einmal Du, wenn Du den Prozess gewinnst muss der Gegner Dir die Kosten erstatten (sofern bei dem dann was zu holen ist)

    Wie immer vor Gericht: Es kommt darauf an.

    Wenn beim Mieter nichts zu holen ist würde ich auch prüfen ob man die Umzugsfirma direkt verklagt. Du hast zwar keinerlei Vertragsbeziehung mit dieser aber die haben Dein Eigentum beschädigt (unterstellt das ist alles beleg- bzw. beweisbar). Insofern sehe ich das etwas anders als @dots. Zu dem Chaoten der die Wand beschmiert hast Du auch keine vertragliche Beziehung, trotzdem evtl. einen Schadensersatzanspruch wegen Sachbeschädigung.
     
    Dr.ErichMüller-Kit, dots und Andres gefällt das.
  5. #4 Maddin13, 02.06.2020
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    Meine Frau, ich und eine weitere Person hat gesehen, wie der Kühlschrank über die jede zweite Stufe der Treppe geschleift wurde.
     
  6. #5 Maddin13, 02.06.2020
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    ...Eigentlich habe ich mit der Umzugsfirma ja keinen Vertrag, sondern mit dem (ex-)Mieter.
    Dementsprechend sollte er sich ja darum kümmern - macht er aber nicht bzw. schon - allerdings ohne Erfolg.
     
  7. #6 immobiliensammler, 02.06.2020
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    Was willst Du jetzt eigentlich? Wenn der Mieter solvent ist - alles klar, Klage gegen den Mieter, ob der dann bei jemanden anderen Regress nehmen kann ist das doch nicht Dein Problem. Blöd für Dich ist dann halt, wenn beim Mieter nichts zu holen ist und Du einen wunderschönen Titel bekommst den Du ewig anschauen kannst. Eventuell kann man da ja auch mit Streitverkündung arbeiten, aber das ist dann wirklich ein Fall für den Anwalt.
     
  8. Andres

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    Grundsätzlich stimme ich @immobiliensammler zu, möchte allerdings noch etwas ergänzen:

    Diese Aussage steht unter der Annahme, dass es zu einem Prozess kommt, der mit einem Urteil endet. Das halte ich allerdings für die am wenigsten wahrscheinliche Konstellation. Etwas wahrscheinlicher ist, dass es zu einem Prozess kommt, der mit einem Vergleich endet. In diesem Fall ist es üblich, dass jede Partei ihre eigenen Kosten trägt - aber das könnte individuell auch anders geregelt werden.

    Kommt es zu einer außergerichtlichen Einigung, gilt grundsätzlich das gleiche: Man könnte sich theoretisch auf alles mögliche einigen. Im Allgemeinen hat man aber Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten, wenn man einen Anspruch auf Schadenersatz hat. Dieser Grundsatz kennt Ausnahmen und die Frage, wann der Gegner Kosten zu erstatten hat, ist daher nicht ganz einfach zu beantworten. Persönlich würde ich einen solchen Sachverhalt mit der hier beschriebenen Vorgeschichte bedenkenlos einem Anwalt übergeben.


    Hier stimme ich @dots zu: Diese Einschätzung ist unzutreffend. Es ist völlig egal, ob und wie der Mieter versichert ist. Für die Schäden haftet er. Wenn er keine Versicherung hat, dann eben aus der Privatschatulle. Von einer Verfolgung meiner Ansprüche beim Mieter würde ich höchstens dann absehen, wenn der Mieter auf Dauer erkennbar mittellos ist.

    Davon abgesehen würde ich den Schaden aber sowohl beim Mieter als auch beim Umzugsunternehmen geltend machen. Und einer von beiden wird schon zahlungsfähig sein ...

    Das sind dann aber Fragestellungen, mit denen sich der Anwalt befassen soll.
     
    Wohnungskatz gefällt das.
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