Mieter bestreitet Wohnungsgröße

Diskutiere Mieter bestreitet Wohnungsgröße im Wohnungsgröße Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Folgender Fall sei angenommen: Eigentümer A schließt mit Mieter M einen Mietvertrag über Wohnraum in einem Mehrfamilienhaus im Jahr 2010. Die...

  1. Olbi

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    Folgender Fall sei angenommen:
    Eigentümer A schließt mit Mieter M einen Mietvertrag über Wohnraum in einem Mehrfamilienhaus im Jahr 2010. Die Wohnungsgröße wird mit "ca.90m²" im Mietvertrag verankert.
    Im Jahr 2014 schickt A dem M ein Mieterhöhungsverlangen. M bestreitet plötzlich die Größe der Wohnung. In den Betriebskostenabrechungen sei bisher immer immer nur 87m² (Irrtum vom Verwalter) abgerechnet worden, daher würde die Mieterhöhung auch nur bis zu Wohnungsgröße 87m² akzeptiert. Schreiben kommt vom Mieterbund.
    A will es nicht eskalieren lassen, unternimmt nichts und akzeptiert so letztlich die von M geänderte Mieterhöhung.

    Jetzt wird B Eigentümer und lässt Modernisierungen durchführen, die Anteilig auf die Wohnungen umgelegt werden. Die vereinbarte Wohnungsgröße laut Mietvertrag wird zugrunde gelegt. Mieterhöhungsverlangen wird vom MB erneut zum Teil zurückgewiesen, zum einen mit der Angabe: Nur 87m², zum anderen sei nach BGH Urteil die tatsächliche Größe bei der Erhöhung entscheident. M würde nur Betrag X, aufgrund Wohnfläche 87m² zahlen.
    B erwidert, die tatsächliche Größe sei 90m².
    MB fordert nun aktuelle und vollständige Wohnflächenberechnung an.

    B erklärt er habe aus einem genehmigten Bauplan die Maße gemäß WoFlV ermittelt (keine Schrägen, Balkon zu 25%) Tatsächliche Wohnfläche jetzt 93m², vereinbart 90m², B würde sich an 90m² orientieren und es dabei belassen.
    B führt aus, dass M sich nicht auf einen Fehler in der BKA berufen kann, um die Wohnungsgröße in Abrede zu stellen
    Weiterhin erklärt er M´s Erklärungen für unsubstantiiert und verweist auf das BGH Urteil VIII ZR41/14. (bzgl. bestreiten der Wohnungsgröße)

    Welche Möglichkeiten hat nun M, bzw. der Volljurist des MB??
     
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  3. #2 Papabär, 19.05.2016
    Papabär

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    Ebenfalls ohne Grußformel!

    nur mal angenommen es wäre so, wie von Dir beschrieben, dann nehme ich mal an, dass Vermieter (B) sich voller Vertrauen vom den Fachanwalt seines geringsten Misstrauens als Mandant annehmen lassen kann.
     
  4. Olbi

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    Entschuldigung, mir fiel es gerade auch auf.
    Ich wollte nicht unhöflich sein. Ich habe mich nur auf die Fallbeschreibung konzentriert.
    Daher an alle:
    Hallo,
    folgenden fiktiven Fall würde ich gerne zur Diskussion stellen.

    Danke.
     
  5. Andres

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    Entweder er zahlt die erhöhte Miete oder er zahlt sie nicht.
     
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  6. Olbi

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    Vielen Dank Euch beiden.
    Ich gebe zu, dass meine Frage unpräzise gestellt war.

    Ich möchte gerne konkretisieren:
    Auf welcher Grundlage könnte der M die Wohnraumberechnungen fordern?
    Was ist, wenn es keine Berechnungen nach WoFlV gibt? Und mal angenommen, rein hypothetisch, es gäbe auch keine nach II.BV?

    Vielen Dank schonmal.
     
  7. #6 Papabär, 20.05.2016
    Papabär

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    Er braucht nix fordern. Er nimmt einfach einen Gliedermaßstab und misst nach. Also so rein hypothetisch natürlich.

    Bisher kann ich nur raten, wie MB (wer war das gleich noch mal ... M wie Mieter oder B wie neuer Vermieter?) die Rückweisung des Anspruchs begründet. Sollte ich da mit VIII ZR 266/14 richtig liegen, kann nur ein Fachanwalt beurteilen, ob der der angenommene Fall einer Erhöhung nach §559 BGB mit der konkreten Rechtsprechung zu einer Erhöhung nach §558 BGB so ganz hypothetisch verglichen werden kann.
     
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  8. Olbi

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    Danke Dir!
    Ja, das ist tatsächlich verwirrend. In diesem Beispiel sollte M für Mieter, B für neuer Eigentümer und MB für Mieterbund stehen. Jetzt wo Du es sagst.... schon blöd von mir.

    Ich persönlich gehe davon aus, dass sich die Rechtsprechung zum § 559 BGB an die zum § 558 BGB anlehnen wird. Also fast sicher, also so in etwa, also vielleicht...
     
  9. Andres

    Andres
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    Ich auch, aber darum geht es im Moment noch gar nicht. Um die Frage noch eindeutiger zu beantworten:
    Auf keiner. Damit bleibt es bei:
    Wenn man sich dann eines schönen Tages vor Gericht treffen sollte, müssen sich beide Seiten Gedanken machen, wie sie den Richter von ihrer Sicht der Dinge überzeugt bekommen. Einen Anspruch auf eine irgendwie geartete Darstellung der Wohnflächenberechnung hat der Mieter aber auch dann nicht. Wenn der Vermieter seine Fassung nicht überzeugend darlegen kann, gibt es eben keine oder eine geringere Mieterhöhung.
     
  10. Berny

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    Nicht nur das, sondern auch verwirrend.... Das Alphabet hat übrigens 26 Buchstaben, kannst also noch mehr Verwirrung stiften...:011sonst:
     
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