Mieter bringt Haus gegen Vermieter auf

Diskutiere Mieter bringt Haus gegen Vermieter auf im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Liebe Gemeinde, ich habe aktuell einen sehr hartnäckigen Mieter. Seine Hauptaufgabe ist es den Vermieter (mich) ins schlechte Licht zu rücken....

  1. #1 Heinz Buschkowski, 03.03.2020
    Zuletzt bearbeitet: 03.03.2020
    Heinz Buschkowski

    Heinz Buschkowski Neuer Benutzer

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    Liebe Gemeinde,
    ich habe aktuell einen sehr hartnäckigen Mieter.

    Seine Hauptaufgabe ist es den Vermieter (mich) ins schlechte Licht zu rücken.
    Dazu nutzt er jede Möglichkeit.

    Er berät natürlich alle Parteien wie Sie welche Mängel bei mir monieren und so kommt ein Mängelschreiben nach dem anderen von den Mietern...

    Nun kam es soweit, dass er bei einer Wohnungsübergabe mit dem Gesamten Haus (also alle weiteren Mieter) in der Wohnung stand und mich hier regelrecht fertig zu machen versuchte.
    Er hat sich dabei Dinge wild ausgedacht und auch Dinge kritisiert die ich hätte besser machen können.
    Leider bin ich nicht zu Wort gekommen, da er nur wild rumgepöbelt hat.

    Wisst Ihr welche Möglichkeiten Ihn loszuwerden mir hier zur Verfügung stehen?
    Der Hausfrieden beschreibt ja meist nur das Verhältnis der Mieter untereinander.

    Ich freue mich über Rückmeldungen.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder diese Mängel existieren, dann solltest du sie beheben, oder diese Mängel existieren nicht, dann kann man diese Schreiben ignorieren. In beiden Fällen ist der Problemmieter auf der Sachebene (d.h. jenseits von emotionalen Erwägungen) völlig irrelevant. Die Mängelanzeige nicht als persönlichen Angriff zu verstehen, mag in dieser Sache extrem hilfreich sein.

    Man muss mit diesem Typ ja nicht befreundet sein.


    Es kommt immer wieder vor, dass bei Wohnungsrückgaben "ungebetene Gäste" anwesend sind. Es ist nützlich, sich dann folgendes zu überlegen:
    • Zu Beginn der Übergabe ist die Wohnung noch im Besitz des Mieters. Der Mieter hat in der Wohnung Hausrecht. Sofern es zu Störungen kommt, kann und sollte man also den Mieter auffordern, dem Abhilfe zu schaffen.
    • Der Übergabetermin ist ein bisschen im beiderseitigen Interesse, hauptsächlich aber im Interesse des Mieters. Sofern es zu Störungen kommt und der Mieter dem nicht abhelfen kann oder will, kann man den Termin also bedenkenlos abbrechen.
    • Sobald der Mieter die Schlüssel aushändigt, ist der Vermieter wieder Besitzer der Wohnung. Ab dann hat der Vermieter das Hausrecht - also Ende der Veranstaltung.
    • Sofern der Mieter die Schlüssel bei Abbruch des Termins nicht aushändigt, fordert man sie danach ein.
    • Sofern kein Übergabeprotokoll erstellt werden kann, besichtigt man die Wohnung danach eben ohne den Mieter, vorzugsweise mit einem Zeugen.
    Sachdiskussionen sind unter den genannten Umständen weder sinnvoll noch möglich, Rechtfertigungsversuche sind sinnlos.


    Kündigungsgründe sind nicht erkennbar. Du kannst ihn mit Geld ködern, sich eine andere Bleibe zu suchen, aber das wird bei diesem Typus eher nicht funktionieren. Ansonsten muss man halt abwarten, bis er sich etwas erlaubt, was tatsächlich abmahnbar ist oder zu einer Kündigung berechtigt.


    Ich weiß nicht genau, was du mit dieser Aussage bezweckst, vermutlich soll das einen Kündigungsgrund ergeben. Das ist kein erfolgversprechender Weg, denn zumindest das bisher beschriebene Verhalten ist rechtlich (und nur darum geht es) nicht zu beanstanden. Die Mieter dürfen sich untereinander besprechen und beraten, sie dürfen gemeinsam auftreten und Freundlichkeit oder auch nur Höflichkeit ist ohnehin nicht geschuldet.


    Nebenbei: Welche Mängel werden denn so reklamiert?
     
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  4. #3 Goldhamster, 04.03.2020
    Goldhamster

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    Hallo @Heinz Buschkowski

    willkommen im Forum.

    Du beschreibst ja wirklich ein übles Verhältnis zu deinen Mietern. Auch so kann es mal kommen.
    Warum sind denn die anderen Mieter auch so aufgebracht?

    Goldi
     
  5. Ferdl

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    Nach meiner Erfahrung sogar kontraproduktiv.
    Beschränke dich auf deine Rolle als Vermieter, lass den Mensch Heinz zu Hause wenn zum Mietobjekt gehst. Dort musst du der Vermieter Herr Buschkowski sein.

    Die Mieter schulden dir den vertragsgemäßen Umgang mit der Mietsache (dazu gehört auch, bei auftretenden Mängeln, die Mängelanzeige!), sowie die Zahlung der vertraglich vereinbarten Miete und Betriebskosten.
    Der Vermieter schuldet seinen Mietern die vertragsgemäße Überlassung der Wohnung, vorhandene Mängel sind zu beseitigen, ungerechtfertigte Mängelanzeigen kann man zurückweisen, muss man aber nicht, Ignorieren reicht aus.
    Wenn die Situation bei der Wohnungsübergabe ungemütlich wird beschränkt man sich, wie Andres schon schrieb auf die Rückgabe der Wohnung/Schlüsselübergabe.
    Ein Übergabeprotokoll ist nicht nötig.

    Wenn du den unbeliebten Mieter loswerden willst, nutze jede Möglichkeit zur maximalen Mieterhöhung. Wenn der M nicht freiwillig auszieht hast wenigstens eine Art Schmerzensgeld.
    Lasse dich dabei von einem Fachanwalt für Mietrecht beraten, besonders in diesem Fall wo der Mieter scheinbar firm im Mietrecht ist.
     
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  6. Duncan

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    Aufgrund des Nicknamens könnte man Berlin als Standort des Objektes vermuten, dann könnte es sich derzeit eher um Mietabsenkungen handeln denn um Erhöhungen...
    Würde auch zur derzeitigen Stimmung passen in einige Kiezen.

    Aber auch hier gilt: - Emotionen rausnehmen.
    - sehr genau seine Rechte kennen und danach handeln
    - seine Pflichten kennen und erfüllen, vor allem schon um sich nicht angreifbar zu machen.
    - insgesamt die gesamte Verwaltung auf eine professionelle Ebene stellen*

    Solche Mieter haben durchaus den Hang sich recht schnell eine Blöße zu liefern, wo man anhaken kann. Aus dem Eingangspost könnte je nachdem detaillierten Sachverhalt die Prüfung in die Richtung Hausfriedensbruch, Üble Nachrede, Beleidigung usw. durchaus fruchtbar sein. Hier sollte man sich mal mit einem kundigen Rechtsberater zusammensetzen und dies erörtern. Hier sollte vor allem überlegt werden wie man solchen Situationen vorbeugt und wie man mit diesen umgeht. Die nächste Wohnungs-Übergabe bzw. Rücknahme muss man nicht alleine machen. Gesprächstermine kann man grundsätzlich in gut kontrollierbaren Räumen vornehmen usw. Hier finden sich dann oft auch weitere Ansatzpunkte.



    *: so nicht schon vorhanden, aber diese Art Probleme treten gehäuft auf unter schlechten Verwaltungsbedingungen und bei Vermietern die wenig bis keine Erfahrung und/oder einschlägige Rechtskenntnisse haben.
     
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  7. #6 Heinz Buschkowski, 04.03.2020
    Heinz Buschkowski

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    Hallo,
    vielen Lieben dank für die Ratschläge. Professionalität versuche ich walten zu lassen. Allerdings hat er natürlich eine Rechtsschutzversicherung, Mieterschutzbund und seinen Onkel als Anwalt.... also maximale Beschäftigung von mir.
    Das Objekt steht in einer Kleinstadt und nicht in der Nähe von Berlin. Sehr schön gelegen und bereits preislich ausgereizt (was die Vergleichsmiete angeht...Neuvermietungen sind durchaus höher).

    Den Kunstgriff mit dem Schlüssel hatte ich so nicht im Hinterkopf. Hätte mir allerdings geholfen, da ich diese bereits hatte und er nach meiner mehrmaligen Aufforderungen die Wohnung zu verlassen nicht folge leistete und argumentierte die Wohnung sei noch nicht übergeben.

    Er/seine Freundin hat allerdings einen kleinen Hund. Diesen zwar bei der Besichtigung erwähnt und von mir auch im Nachgang gesehen (nicht bei der Besichtigung und Schlüsselübergabe), allerdings nie schriftlich bestätigen lassen, dass dies i.O. geht. Evtl. ist dies ja ein Ansatzpunkt....

    Viele Grüße
     
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