Mieter drohen alles rauszureißen

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Rotschopf, 08.12.2010.

  1. #1 Rotschopf, 08.12.2010
    Rotschopf

    Rotschopf Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    mein Mann und ich haben ein ziemlich unangenehmes Problem mit unseren Mietern, um die Situation zu erklären muss ich leider etwas weiter ausholen.
    Vor ca. einem Jahr haben mein Mann und ich uns ein Zweifamilienhaus gekauft. Wir sind beide noch recht jung (28 und 31 Jahre alt) und wollten aber so früh wie möglich in eine Immobilie investieren. Das Haus für das wir uns entschieden haben, hatte eben diese Einliegerwohnung im Erdgeschoss mit kleinem Garten. Zuerst waren wir unsicher ob wir das überhaupt wollen, es ging uns eigentlich darum ein schönes Einfamilienhaus für uns zu finden. Schließlich hat uns das Haus aber so gut gefallen und mit der Finanzierung sollte auch alles hinhauen, dass wir uns dann trotz Mieter dafür entschieden haben. Die Mieter, die dort seit zwei Jahren wohnten sind auch in unserem Alter und haben zwei Kinder. Anfangs war auch alles super harmonisch und wir kamen toll miteinander aus.
    Mitte des Jahres haben sie uns dann gesagt wir müssten mal dringend schauen, das ganze Badezimmer sei verschimmelt. Wir sind unserer Pflicht nachgekommen und waren entsetzt über den Zustand des Badezimmers unserer Mieter. In sämtlichen Fugen zog sich der Schimmel hoch und unter dem PVC Boden herrschte ein regelrechtes Feuchtbiotop! Alle Silikonfugen waren völlig verschlissen so dass das Wasser ungehindert eindringen konnte. Sie haben uns auch erzählt dass sie im ersten Jahr so gut wie gar nicht geheizt haben und schon den Vorbesitzern immer wieder gesagt hätten dass das Bad schimmelig sein. Der Vorbesitzer habe aber nie reagiert und die Mieterin habe dann immer nur geputzt. Für uns war das ein ziemlicher Schock, schließlich hatten wir die Mieter vor dem Hauskauf im Vertrauen gefragt ob noch irgendetwas zu bemängeln wäre auf das wir achten müssten. Die Mieter kamen aber nicht sonderlich gut mit den Vorbesitzern aus und wollten natürlich auch gerne bei neuen Besitzen dort wohnen bleiben und haben uns daher nichts gesagt. Als wir das Bad besichtigt haben war es gerade wieder frisch gereinigt und die Decke extra neu gestrichen um de Schimmel zu vertuschen, dazu muss ich sagen dass wir leider auch ziemlich blauäugig und naiv waren weil wir uns die Fugen zum Beispiel gar nicht so genau angesehen haben.
    Das Bad musste also komplett saniert werden. Wir arrangierten eine Fachfirma für den Einbau aber den Abriss haben wir selber gemacht. Ich war zu dem Zeitpunkt schon schwanger und konnte wenig helfen. Mein Mann ackerte also jede freie Minute allein in dem Badezimmer. Natürlich waren die Mieter nicht dazu verpflichtet mitanzupacken aber mein Mann hätte sehr gut ein, zwei helfende Hände gebrauchen können, was ja offensichtlich war. Leider hielt der Mieter das überhaupt nicht für nötig und drängte meinen Mann nur schneller zu arbeiten. Alles in allem hat die Sanierung fünf Wochen gedauert in denen wir uns pausenlos das Gejammere und Gemaule der Mieter anhören mussten weil sie dadurch solche Unannehmlichkeiten hatten. Uns wurde es langsam zu bunt und uns wurde klar, dass wir die Rolle des Vermieters leid waren. Wir hatten von Anfang an schlecht gerechnet, die Mieter zahlen 25% weniger als es der Mietspiegel hier verlangt, angeblich weil sie so viel beim Einzug selber gemacht hätten. Auch eine Kaution wurde nie gezahlt. (Rückblickend waren wir ziemlich blöd, aber das ist nicht mehr zu ändern) dazu kam, dass die Mieter ständig davon sprachen sich eine andere Wohnung zu suchen wenn wir ihnen nicht erlauben würden die Garage zu weiterem Wohnraum umzubauen. Diesen Plan fanden wir zu Anfang gar nicht so schlecht, aber nach der Badsanierung war uns klar, dass wir diesen Aufwand weder Finanziell noch sonst wie unterstützen wollten.
    Wir gingen also davon aus dass sie sowieso ausziehen würden wenn wir die Miete erhöhen und den Ausbau der Garage (der ja bisher nicht mal von der Stadt genehmigt war) untersagen.
    Meine Mutter, die mit meinen jüngeren Geschwistern auch zur Miete wohnt, war sofort bereit bei uns einzuziehen wenn die Mieter gehen würden. So war für uns sehr schnell klar, dass wir die Mieter bitten würden auszuziehen und uns so weiteren Stress und Ärger zu ersparen.
    Wir schreiben also eine Kündigung, die auf sechs Monate lief und sagten ihnen, dass sollten sie schneller etwas finden wir auch damit einverstanden wären. Sie vielen aus allen Wolken, als hätten sie nie selber gesagt ausziehen zu wollen und haben dann aber zum Glück recht schnell eine neue Wohnung gefunden (wie sie betonten allerdings viel teurer).
    Was dann kam war für uns allerdings wieder ein Grund für Aufregung, denn sie reichten uns eine Rechnung ein, mit allem was sie in die Wohnung investiert hätten. Diese Rechnung beinhaltete Laminatböden, eine eingezogene Decke und auch Kleinkram wie neue Türgriffe. Die Rechnung war so unverschämt hoch und beinhaltete die Neupreise der meisten Sachen, so dass wir uns sagten, dass das nicht deren Ernst sein könne und wir auf keinen Fall darauf eingehen wollten. Wir machten ihnen ein Angebot mit einer Kulanzzahlung von 300 Euro worauf sie ziemlich ungehalten reagierten und uns sagten dass sie dann lieber alles rausreißen würden.
    Ich habe nun wirklich Angst, dass sie das auch tun und die Wohnung als Bruchbude hinterlassen. Da wir auch keine Kaution bekommen haben bleibt uns nicht mal dieses Druckmittel.
    Was können wir jetzt machen? Unter dem Laminat liegen Fliesen, aber ich fürchte, dass diese durch das Verkleben der Trittschalldämmung nun auch ruiniert sind. Dürfen die Mieter denn die Decke wieder rausreißen? Wir haben auch die Vorbesitzer schon kontaktiert, die uns dann sagten, dass die ersten zwei Monate für die Mieter mietfrei waren und dass sogar einiges an Material von den Vorbesitzern gezahlt wurde. Es existieren aber auf keiner Seite mehr irgendwelche Rechnungen oder Quittungen...

    Was können wir machen, damit die Wohnung nicht ruiniert wird?
    Vielen Dank für die Antworten schon im Voraus!
     
  2. AdMan

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  3. tokape

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    Im Prinzip wird es jetzt sehr einfach klingen, aber der Mieter hat die Pflicht bei seinem Auszug die Wohnung wieder in den ursprünglicxhen Zustand zurückzuversetzen, d.h. wenn sie den Trittschutz auf die Fliesen geklebt haben, dann müssen sie das wieder in Ordnung bringen. Das wird aber wahrscheinlich nicht passieren.

    So wie ich das sehe, wird die ganze Sache bei Gericht enden. Also am besten jetzt einen Anwalt einschalten! Vielleicht bekommt er einen Gütetermin hin und alles wird wieder gut.
     
  4. #3 Rotschopf, 08.12.2010
    Rotschopf

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    Ja, so etwas habe ich schon befürchtet, natürlich würde ich gerne vermeiden vor Gericht zu gehen und auch dass die Wohnung überhaupt erst Schaden nimmt!
    wenn das Laminat sachgemäß ausbaut würde und der Mieter sich tatsächlich die Mühe machen würde die Decke wieder in den Originalzustand zurück zu bauen, dann wäre das für uns ja auch OK, aber davon ist eben nicht auszugehen. ich befürchte ehr, dass er alles nur rausreißt, dabei die Tapeten ruiniert, im schlimmsten Fall den Schutt einfach liegen lässt und das wars dann...
     
  5. #4 lostcontrol, 08.12.2010
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    silikonfugen sind vermietersache...

    mag sein dass es netter gewesen wäre wenn die mieter mit angepackt hätten, aber sie sind dazu in keinster weise verpflichtet. und dass so eine sanierungsmaßnahme in einer bewohnten wohnung ziemlich nervt dürfte klar sein. sie hätten auch die miete mindern können, und zwar ziemlich massiv.
    5 wochen find ich übrigens ganz schön viel für 'ne badezimmer-sanierung. sowas ist eigentlich auch in 2 wochen zu schaffen bzw. auch schneller, je nachdem wie gross das bad ist (weniger wegen der fläche als vielmehr wegen der frage wieviele handwerker gleichzeitig drin arbeiten können) und natürlich ob leitungen erneuert werden müssen oder nicht.
    wo haben denn die mieter in dieser zeit geduscht/gebadet? wo sind sie aufs klo gegangen? wie oft musste das wasser in der wohnung komplett abgestellt werden?
    ich glaube da könnt ihr wirklich froh sein dass die mieter nur gemeckert haben...

    das kann kein argument sein für eine niedrige miete.
    wir vermieten z.b. grundsätzlich unrenoviert, da müssen die mieter im normalfall auch erstmal streichen etc.
    warum habt ihr die miete nicht erhöht?

    die kaution hätte ja auch mietvertraglich geregelt sein müssen, und nicht mal dann hättet ihr grosse chancen im nachhinein noch eine verlangen zu können. das war ja in diesem forum schon mehrfach thema und soweit ich's im kopf hab, hat's keiner geschafft im nachhinein noch eine kaution zu erzwingen bei einem bestehenden mietverhältnis.

    gibt's denn dazu irgendwas schriftliches vom vor-vermieter? was er erlaubt hat und was nicht?
    böden sind so ein thema: in einigen regionen deutschlands ist's z.b. durchaus üblich ohne bodenbelag zu vermieten (teilweise auch ohne tapeten). da müssen die mieter sich selbst kümmern und die sachen auch beim auszug wieder entfernen, sofern sie nicht vom vermieter oder vom nachmieter übernommen werden (gegen abschlag natürlich - aber nicht neuwert sondern zeitwert).
    eingezogene decke? hatten sie dafür eine erlaubnis? sowas kann die bausubstanz gefährden...
    neue türgriffe? dürfen sie gerne ausbauen, aber sie müssen die alten wieder einbauen. oder sie können sie euch verkaufen, aber eben auch hier wieder nur zum zeitwert, nicht zum neuwert.
    wenn ihr aber laminat, decke und türgriffe übernehmen wollt, dann kommen mir 300 euro ziemlich wenig vor ehrlich gesagt. wann sind die mieter denn eingezogen? ist das ein realistischer zeitwert?

    die kaution würde doch nie im leben reichen um das alles abzudecken. das würd ich echt unter "lehrgeld" verbuchen und nicht weiter drüber nachdenken.
    sollten die mieter wirklich alles rausreissen ist der schaden ohnehin so hoch, dass die kaution vergleichsweise lächerlich wirken würde. ich weiss, das tröstet dich nicht, aber man soll sich nicht das leben vermiesen in dem man über "was wäre wenn..." unnötig nachdenkt - das war ja auch nicht euer fehler sondern der des vor-vermieters.
    ihr werdet den fehler ja hoffentlich bei der nächsten vermietung nicht nachmachen, oder?

    das wird sich nur rausfinden lassen, wenn man unters laminat schaut.
    normalerweise wird laminat aber heute schwimmend verlegt und auch die trittschalldämmung wird nicht verklebt.

    wenn keine rechnungen mehr existieren sollen sie erstmal nachweisen, dass sie überhaupt irgendwas bezahlt haben. dass der vor-vermieter etwas bezahlt hat (nämlich in form von erlassenen mieten) lässt sich ja problemlos nachweisen.

    also ich an eurer stelle würde mir in jedem fall einen anwalt nehmen.
    ich hab so 'n ähnliches spielchen schon durchexerziert und ärgere mich heute noch, dass wir nicht gleich 'nen anwalt genommen haben sondern uns erstmal über monate hinweg das leben haben vermiesen lassen.
    der anwalt soll ihnen dann erstmal in einem netten kleinen brieflein bescheid geben, dass ihre rechnung ohne belege nicht von euch akzeptiert werden kann.
    alles weitere müsst ihr mit dem anwalt klären bzw. erstmal euch drüber klarwerden was ihr wollt. wollt ihr das laminat behalten? die eingezogene decke? die türgriffe usw.? falls ja, wird's wohl darauf rauslaufen dass man das möglichst mit den materialzahlungen und der erlassenen miete durch den vor-vermieter verrechnet. zuzüglich der bereits angebotenen 300 euro könnte man dann auf null rauskommen (je nachdem was das alles genau ist).
    der anwalt wird die mieter sicherlich gerne über die rechtslage informieren, nämlich dass ihr auf herstellung des urzustands bestehen könnt. dass das für sie teurer kommt könnt ihr ihnen vorrechnen, aber das wird vermutlich nicht mal nötig sein.

    sollte wirklich der GAU eintreten und ihr erhaltete eine "bruchbude" zurück, dann habt ihr schon einen anwalt und sämtliche unterlagen dazu beieinander.
    und habt gute karten vor gericht zu gewinnen. und wenn die mieter nicht grad arbeitslos sind habt ihr auch gute karten euer geld wirklich zu bekommen...
     
  6. #5 Rotschopf, 08.12.2010
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    Hallo und Danke für die Antworten!

    Das Silikonfugen Vermietersache ist weiß ich, aber deren Zustand war uns nicht bekannt, das hätte meiner Meinung nach einfach eher gemeldet werden müssen, dann hätten wir das Schlimmste im Bad verhindern können, so war leider Alles zu spät als sie uns auf den Schaden aufmerksam gemacht haben. Vielleicht waren wir aber auch zu unerfahren und hätten von uns aus solche Sachen eher überprüfen müssen. (ist es üblich z.B. jährlich eine Begehung zu machen und so was zu überprüfen?)

    Das die Mieter nicht mit anpacken müssen ist mir auch bewusst, aber es war einfach in der Situation sehr unangenehm und ich fand die Art wie man uns begegnet ist nicht angemessen.

    Fünf Wochen hat es leider gedauert, weil sich die Sanierung auf Seiten der Handwerker immer wieder etwas verzögert hat, und außerdem musste erstmal knapp zwei Wochenlang professionell getrocknet werden nachdem alles rausgerissen war. (so feucht war es da!!!) wir haben also wirklich unser Bestes getan um die Sache nicht unnötig zu verzögern.
    Die Toilette wurde am Ende das Arbeitstags immer wieder montiert, so dass das kein Problem war und während der Arbeiten hatten unsere Mieter freien Zutritt zu unserer Gästetoilette.
    Geduscht haben sie bei einer Nachbarin, ich muss aber dazu sagen dass nicht die ganzen fünf Wochen keine Dusche zu Verfügung stand sondern höchstens drei.

    Da die Miete sowieso schon so niedrig ist haben sie uns selbst gesagt dass sie von einer Mietverringerung absehen, da das tatsächlich etwas lächerlich geworden wäre (sie zahlen für 85 m2 mit Garten im Erdgeschoss 330 Euro...)

    warum wir die Miete nicht erhöht haben? Im Nachhinein muss ich sage, ich weiß es nicht. Wir haben die bestehenden Verhältnisse als gegeben betrachtet und haben gedacht, das passt schon irgendwie (ich weiß, das war nicht so clever...wie du schon sagst "Lehrgeld" eben)

    Leider gibt es tatsächlich von keiner Seite irgendetwas schriftliches, wir haben auch keine Dokumentation über den Zustand der Wohnung vor dem Einzug der Mieter.
    Wir sind beim Kauf des Hauses natürlich davon ausgegangen, das der Zustand in dem wir es übernehmen der Zustand ist in dem es "auch und gehört". Wie soll ich das anders ausdrücken uns war gar nicht klar, dass irgend eine Decke vielleicht mal wieder rausgerissen werden könnte oder das das Laminat nicht zur Wohnung gehört.

    Die Mieter sind genau zwei Jahre vor uns eingezogen und waren somit drei Jahre in der Wohnung.
    Die Klinken und den andern Kleinkram können sie von mir aus auch gerne wieder ausbauen, aber was würdest du denn für einen angemessenen Geldwert halten für ein ca. im Neuwert 10 Euro teures Laminat das jetzt drei Jahre alt ist, bereits leichte Dellen aufweist (weil es schlecht verlegt ist) und ca. 60 m2 der Wohnung ausmacht?
    Und die Decke?
    Ich würde es wirklich vorziehen keinen Anwalt einschalten zu müssen, aber wenn es nicht anders geht, bleibt uns wohl nichts anderes übrig...
     
  7. #6 Christian, 08.12.2010
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    Angemessener Gegenwert? Null bis minus 1000 Euro ;-)

    Du MUSST den Mietern nicht das Laminat "abkaufen".
    Du KANNST es ihnen abkaufen.

    Wenn du das Laminat gar nicht haben willst (weils bereits leichte Dellen aufweist) würde ich an deiner Stelle darauf bestehen, daß sie das entfernen (also die Wohnung so zurückgeben, wie die übergeben wurde).
    Wenn die Mieter das Laminat dann trotzdem drinlassen, kannst du ihnen das Entfernen in Rechnung stellen, oder dich freuen, daß du Laminat für lau hast (auch wenns schlechtes ist).
     
  8. #7 lostcontrol, 08.12.2010
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    in eigentlich jedem mietvertrag steht drin, dass die mieter verpflichtet sind mängel bzw. schäden schnellstmöglich dem vermieter zu melden. von daher wären jetzt eigentlich die mieter in der haftung für die folgeschäden der nicht-erfolgten meldung beim vermieter.
    aber wenn ich's recht verstanden habe, haben sie das dem ex-vermieter schon gemeldet?

    daran werdet ihr euch leider gewöhnen müssen. mieter begreifen ihren vermieter häufig als dienstleister (und das garnicht mal zu unrecht).

    ich bin mir auch garnicht sicher ob das was ändern würde, denn ihr habt's ja so gekauft wie's ist.
    es ist auch eher so das die mieter beweisen müssen, dass sie da auf ihre kosten irgendwas eingebaut haben wenn sie geld dafür wollen und nicht ihr.

    hm... interessante frage, wie ist denn der zustand "in dem es auch gehört"? man kann ja an einem haus im lauf der jahre, jahrzehnte, jahrhunderte doch so einiges um-, an- und ausbauen...
    was das laminat angeht, da meine ich hättet ihr fragen müssen. aber ich denke mal das ist das kleinste problem, neue böden verlegen muss man eh immer mal wieder, je nach qualität halt. meine erfahrung ist in etwa die, dass man teppichböden in mietwohnungen meist schon nach rund 10 jahren erneuern muss (weniger weil sie dann "durch" wären, meist weil sie dann einfach so dreckig sind, dass man sie nicht mehr sauber kriegt), laminat hält aber meist auch nicht sooooo viel länger. kommt natürlich ganz drauf an wie der bodenbelag von den mietern behandelt wird, auch darauf, wieviele mieterwechsel es in dieser zeit gibt. je mehr fluktuation, desto höher die abnutzung. klingt unlogisch, ist es auch, ist aber meine erfahrung.

    haben sie die alten denn aufgehoben? wenn nicht, müsstest du ja neue kaufen und einbauen...

    garnix. ich würd's nämlich nicht behalten wollen sondern auf mein recht auf rückbau pochen. erst recht wenn drunter gefliest ist (also ein vollwertiger bodenbelag vorhanden ist).

    keine ahnung. was habe ich mir denn darunter vorzustellen? so 'ne abgehängte holzdecke? gab's 'nen grund die einzuziehen? wenn ja welchen?

    lasst euch halt mal beraten, dann könnt ihr immernoch entscheiden ob ihr ihn auf die mieter "loslassen" wollt oder nicht. aber bevor ihr euch allzusehr in die nesseln setzt wär's sicher gut euch entsprechend zu informieren. und wenn's nur ist damit ihr eure mieter über die entsprechende rechtslage informieren könnt, z.b. hinsichtlich rückbau.

    meine persönliche meinung:
    mein privathaus ist ja auch 'n einfamilienhaus mit einliegerwohnung (offiziell heisst das natürlich 2-parteien-haus, jaja, ich weiss).
    ich kenn das haus sehr gut, weils das haus meiner grosseltern war. trotzdem hab ich natürlich da auch schon die eine oder andere überraschung erlebt.
    ich würde an eurer stelle vermutlich in den sauren apfel beissen und nach auszug der mieter generalsanieren. dabei käme bei mir vermutlich auch die decke wieder raus (wie gesagt, ich hab im mom keine rechte vorstellung was das für 'ne decke ist) und schlecht verlegtes laminat sowieso.
    als ich mein haus übernommen hab, war das erste was ich gemacht hab (nachdem ich 2 kleine zimmerchen im OG soweit hergerichtet hatte, dass ich überhaupt da wohnen kann) die einliegerwohnung komplett zu sanieren. aus dem ganz einfachen grund, damit da angemessen miete fliessen kann. für die komplettsanierte wohnung hab ich auch ruckzuck 'ne gute mieterin gefunden (wäre zuvor ziemlich schwierig geworden) die die entsprechend höhere miete auch problemlos zahlen konnte. die investition hatte ich nach wenigen jahren wieder drin und kann die fliessende miete jetzt für weitere arbeiten am haus nutzen (oder auch nur zur deckung der betriebskosten, falls es bei mir mal ganz übel laufen sollte und ich drauf angewiesen bin).
     
  9. #8 Rotschopf, 08.12.2010
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    Danke für die Antworten,

    ich denke wir werden jetzt erstmal abwarten was sich so in den nächsten Tagen tut, vielleicht haben die Mieter ja doch noch ein Einsehen und wir einigen uns ohne weiteren Ärger (ich kann es nur hoffen).

    Wenn dann kein konstruktiver Vorschlag oder Kompromiss, mit dem wir einverstanden sind kommt werden wir wohl wie geraten zum Anwalt gehen.
    Erstmal werden wir ihnen jetzt ein Briefchen schreiben in dem wir sie darauf aufmerksam machen, dass bei Entfernung der Bodenbelägen und der Decke (ist auch nur in einem Zimmer und da ich den vorherigen Zustand nicht kenne weiß ich auch nicht so genau was sie da gemacht haben) auch ein kompletter Rückbau fällig wird (es wurden nämlich auch noch Türen zugemacht, die wir sowieso lieber offen hätten).

    Ich wünsche noch einen schönen Abend!
     
  10. #9 Max_Headroom, 09.12.2010
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    Biete ihnen doch an daß man einen Nachmieter sucht, der die Einbauten gegen Abstand übernimmt. Ansonsten soll er mal rausreissen und dann wieder alles schön herrichten...kostet ihn mehr Mühe und weiteres Geld; aber ihr könnt sicher sein, daß ihr keinen Pfusch mitkauft.

    MH
     
Thema: Mieter drohen alles rauszureißen
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