Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin

Diskutiere Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Ihr Lieben, ich habe ein Problem mit meinem Mieter und würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen, die mir bei dessen Lösung helfen. Mein...
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #1

Marika

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Ihr Lieben, ich habe ein Problem mit meinem Mieter und würde mich sehr über hilfreiche Antworten freuen, die mir bei dessen Lösung helfen.

Mein Mieter hat anlässlich einer Mieterhöhung, diverse Gründe angegeben, warum diese nicht gerechtfertigt sei, und die Erhöhung nicht bezahlt. Unter anderem hat er sich – nachdem er etwas über 10 Jahre in der Wohnung wohnt – in einem Brief beschwert, dass von Mietbeginn an (!) die Balkontür nicht zu kippen gewesen sei, weil sie dann gleich ganz aufginge. Über diesen Mangel habe er aufgrund der niedrigen Miete hinweggesehen. Im Mietvertrag bzw. Übergabeprotokoll steht von einer nur teilweise funktionierenden Balkontür natürlich nichts, wie auch, sie hat bei Wohnungsübergabe einwandfrei funktioniert.

Da es sich um eine Wohnung in einem Wohnblock handelt, und Fenster und Balkontüren Gemeinschaftseigentum sind, deren Reparatur also von der Eigentümergemeinschaft bezahlt wird, musste ich die Hausverwaltung beauftragen, dass sie sich die Balkontür ansieht.
Der Herr von der Hausverwaltung teilte mir nach dem Besichtigungstermin per Mail mit, dass die Balkontür, aber auch die Fenster wohl schon sehr lange nicht mehr geputzt wurden, und deren beweglichen Teile (Scharniere) ihrem Zustand nach zu urteilen, wohl nie gepflegt oder geschmiert wurden, sodass die Balkontür (aber auch die Fenster) schwergängig ist, und beim gewaltsamen Bedienen wohl ein Riegel herausgebrochen ist. Die Hausverwaltung hat mir telefonisch zugesichert, dass die Eigentümergemeinschaft die Kosten für die Instandsetzung trägt.
Nach dieser Zusage wollte ich die Reparatur zeitnah hinter mich bringen, die Hausverwaltung möchte die Angelegenheit auch schnellstmöglich vom Tisch haben.

Das Problem ist nun, dass ich keine Möglichkeit habe, mit dem Mieter einen Handwerkertermin zu vereinbaren!
Er geht tagelang nicht ans Handy und ruft nicht zurück, wenn ich auf die Mailbox spreche. Erreiche ich ihn telefonisch in der Arbeit, ist er patzig, wenn ich ihn frage, wann der Handwerker kommen kann, oder er sagt auch mal zwei bis drei Minuten gar nichts, sodass ich nachfragen muss, ob er überhaupt noch da ist. Zunächst habe ich gedacht, er stünde unter Drogen, aber er will wohl provozieren, ist er doch der Auffassung die Reparatur eile nicht, weil die Balkontür jetzt 10 Jahre kaputt gewesen sei. (Dabei konnte ich sie nicht reparieren lassen, weil ich nichts von dem Schaden wusste – ein Schaden, den er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufgrund mangelnder Pflege selbst verursacht hat.) Meine E-Mails und auch Einwurf-Einschreiben werden ebenso nicht beantwortet. Weise ich ihn darauf hin, dass er bei Handwerkerterminen eine Duldungspflicht hat, hängt er mitten im Telefonat ein. Frage ich ihn nach 3 Tagen, ob er meine Mails nicht abgerufen hat, antwortet er betont gelangweilt „Nein“.
Dabei wäre ich ihm absolut entgegengekommen, indem ich ihm 4 Auswahltermine vom Handwerker mitgeteilt habe, die erst in 2 Wochen liegen, und ich habe ihm die Handwerkerkontaktdaten gegeben, damit er selbst einen für ihn günstig liegenden Termin ausmachen kann. Aber er benimmt sich wie ein R*tzlöffel.

Wie kann ich es anstellen, dass der Handwerker in die Wohnung kann?
Die Wohnung liegt knapp 500 km von meinem Wohnort entfernt, sodass ich den Mieter auch nicht einfach mal abfangen kann, wenn er von der Arbeit heimkommt, und ihn zur Rede stellen kann. Ich kann auch den Hausverwalter nicht mehr hinschicken, weil mir der Mieter per Mail mitgeteilt hat, dass er diesen nicht mehr in die Wohnung lässt, bevor er sich nicht persönlich bei ihm dafür entschuldigt hat, dass er mir mitgeteilt hat, wie schmutzig und ungepflegt Fenster und Balkontüren sind!! Ebenso hat er mir per Mail verboten, ihn anzurufen!!!

Sind diese Umstände ausreichend, dass das Mietverhältnis vor Gericht als unzumutbar eingestuft wird, und eine fristlose Kündigung rechtens ist?
Dafür, dass er mir untersagt hat, ihn anzurufen und der Hausverwaltung künftig den Zutritt verwehrt, habe ich einen Beweis (als Mail).
Wie kann ich beweisen, dass er auf Mails nicht antwortet, entweder erst gar nicht ans Telefon geht oder direkt wieder auflegt? Wie kann ich den Inhalt eines Einwurf-Einschreibens beweisen? Er könnte ja behaupten, ich hätte ihm eine Glückwünschkarte geschickt…

Ebenfalls spricht für ein querulatorisches Verhaltens meines Mieters, dass er ja noch weitere Gründe anführte, die einer Mieterhöhung entgegenstehen würden. Diese betrafen das GANZE Haus bzw. die ganze Hausgemeinschaft, weswegen sie die Hausverwaltung in der Eigentümerversammlung thematisieren ließ. Ergebnis: Es liegen von keinem weiteren Mieter diezbezügliche Beschwerden vor, und die selbst im Haus wohnenden Eigentümer konnten die Mängelrügen meines Mieters auch nicht nachvollziehen.
Ist eine fristlose Kündigung möglich?

Oder ist wenigstens eine Kündigung wegen Eigenbedarf möglich? Ich würde die Wohnung nämlich gerne verkaufen, wenn sich hier bei mir in Wohnortnähe eine günstige Gelegenheit für den Kauf einer anderen Wohnung ergeben würde.
Davor würde ich die zu verkaufende Wohnung aber gerne zusammen mit Freunden etwas modernisieren und renovieren. Da wir das in Eigenleistung machen wollen, also länger brauchen als Handwerksbetriebe (mindestens 2 Wochen), kann die Wohnung, die ja nur 40 Quadratmeter hat, und nur aus einem mittelgroßen Raum plus Mini-Küche und kleinem Bad besteht, in dieser Zeit definitiv nicht bewohnt werden. Ist dafür eine Kündigung wegen Eigenbedarf rechtens?

Angenommen, ich würde einen Anwalt mit der Angelegenheit beauftragen, dass ein Handwerker in die Wohnung zur Balkontürreparatur darf, müsste dann der Mieter die kompletten Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, für den Fall, dass ich Recht bekomme? (Wegen seiner Zahlungsfähigkeit würde ich mir keine Sorgen machen, weil er als Diplom-Ingenieur wohl ausreichend verdient.)

Vielen Dank im Voraus!
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #2

Berny

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Hallo Marika,
diese Taktik ist doch klar durchsichtig. Ich würde ihm per Einwurfeinschreiben mehrere Reparaturtermine vorschlagen und die Reaktion abwarten.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #3
Andres

Andres

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Wie kann ich es anstellen, dass der Handwerker in die Wohnung kann?

Die Duldung kann man einklagen - aber will man das wirklich? Bei einer Maßnahme, die zum Schutz der Mietsache erforderlich ist, werde ich das vielleicht machen, aber wenn der Mieter nicht möchte, dass die Balkontür repariert wird, mache ich genau so viel, dass der Mieter die Miete nicht mindern kann, also hier die Beseitigung des Schadens ernsthaft anbieten. Man muss sich ja nicht künstlich Probleme machen ...


Sind diese Umstände ausreichend, dass das Mietverhältnis vor Gericht als unzumutbar eingestuft wird, und eine fristlose Kündigung rechtens ist?

Nein. Dass der Mieter nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, ist kein Kündigungsgrund.


Ist eine fristlose Kündigung möglich?

Wegen unberechtigter Mängelanzeigen? Sicher nicht, auch nicht ordentlich. Ein Kündigungsgrund könnte aber z.B. entstehen, wenn der Mieter ungerechtfertigte Minderungen vornimmt.


Oder ist wenigstens eine Kündigung wegen Eigenbedarf möglich? Ich würde die Wohnung nämlich gerne verkaufen, wenn sich hier bei mir in Wohnortnähe eine günstige Gelegenheit für den Kauf einer anderen Wohnung ergeben würde.

Hast du eine Idee, was das Wort "Eigenbedarf" bedeuten könnte? Den Sarkasmus bitte ich zu entschuldigen, aber manche Fragen sind irgendwie ... offensichtlich.


Angenommen, ich würde einen Anwalt mit der Angelegenheit beauftragen, dass ein Handwerker in die Wohnung zur Balkontürreparatur darf, müsste dann der Mieter die kompletten Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, für den Fall, dass ich Recht bekomme?

Ja. Ich würde mich aber nicht zu sehr von diesen Nebelkerzen ablenken lassen. Dein erstes Anliegen sollte die Zustimmung zur Mieterhöhung sein, danach die Vorbereitung einer Kündigung aufgrund von Zahlungsrückständen, sobald diese entstehen.

Die Duldung der Reparatur, steht dann weiter hinten auf der Liste. Hier würde ich weniger, dafür zielgerichteter kommunizieren: Zumutbare Termine anbieten und nachweisbar zustellen. Beim Verhalten des Mieters würde ich auf Telefon, E-Mail usw. verzichten.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #4

Nochso'nTrottel

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Hallo Marika,

eine nachweisbare, gerichtsfeste Zustellung kannst Du ueber den Gerichtsvollzieher des fuer den Wohnort des Mieters zustaendigen Amtsgerichts vornehmen lassen. Nur wenn Dein Mieterhoehungsbegehren nicht allen formalen Anforderungen genuegt, hilft Dir auch eine nachweisbare Zustellung nicht.

Deinem Eingangspost zu Folge ist Deine Erfahrung in mietrechtlichen Belangen recht ueberschaubar. Meines Erachtens solltest Du daher in Erwägung ziehen, einen Anwalt (idealerweise Fachanwalt fuer Mietrecht) ueber Dein Mieterhoehungsbegehren schauen zu lassen und ihm das weitere Vorgehen zu uebertragen.

Klar, der kostet. Aber bei so einem Mieter und wenig eigener Erfahrung wird der Versuch, das selbst auf die Reihe zu bekommen ganz schnell zu einer erheblich groesseren Kostenfalle.

cu
NochSo'nTrottel
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #5

ehrenwertes Haus

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Ich kann mich dem "Trottel" vor mir nur anschließen.

Auch ich halte die Erfolgschancen diesem Mieter Grenzen zu verdeutlichen mit Hilfe eines Anwalts für sehr viel höher, als wenn du das selbst versuchst. Das er dich als Vermieter nicht ernst nimmt, siehst du an seiner Reaktion und seinem Verhalten.
Bisher hat das Dich-Auflaufen-Lassen aus Mietersicht ja auch ganz gut funktioniert.

Eine formal und inhaltlich korrekte Mieterhöhung ist bei solchen Mietern extrem wichtig. Daher würde zumindest die erste eigene Mieterhöhung von einem Fachanwalt erstellen lassen. Für folgende Mieterhöhungen hast du dann auch gleich eine gute Vorlage.

Was dich sonst am Verhlten des Mieters stört, da solltest du an einem dicken Fell arbeiten und bei Mängelanzeigen Abhilfe anbieten.

Die Anzahl der Mängelanzeigen kann sich drastisch reduzieren, wenn du auf dein Recht bestehst, jeden gemeldeten Mangel zunächst selbst anzusehen und bei Reparaturen durch Handwerker persönlich dabei zu sein. Das kann vorübergehend sehr zeitintensiv sein und ist daher sicher nicht für jeden Vermieter machbar und man sollte dafür auch die entsprechenden Nerven haben.
Verweigert dein Mieter dir das Recht dich selbst von einem gemeldeten Mangel zu überzeugen, darf er auch die Miete nicht kürzen.
Bei echten Notfällen, wie z.B. einem Rohrbruch, kannst du den Zutritt zur Wohnung auch mit Hilfe der Polizei gegen den Willen des Mieters erzwingen.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #6
Malina123

Malina123

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Ich kann mich hier meinen Vorschreibern nur anschließen.

Lass die Mieterhöhung über einen Anwalt machen. Ich hatte mal eine aufgesetzt und da waren Formfehler drin, die die Erhöhung unwirksam gemacht hätten. Hatte das Schreiben zum Glück von meinem Anwalt prüfen lassen und schlussendlich hat er es dann aufgesetzt (mit Erfolg). Die Mieter bin ich damit dann auch gleich los geworden - was ja auch meine Absicht war.

Ferner würde ich dir zu einer Vermieter-Rechtsschutz raten. Es könnte sonst irgendwann alles sehr teuer werden.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #7

Marika

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Vielen Dank einstweilen für Eure vielen und ausführlichen Antworten!
Leider komme ich erst heute Abend dazu, in Ruhe zu antworten.
Bis dahin, viele Grüße
Marika
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #8

notwendiges Übel

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Wie wär´s denn dem Mieter die Wohnung zu verkaufen ?

Du willst es eh´ und er hat keinen Vermieter mehr der ihn nervt.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #9

Marika

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Hallo Marika,
diese Taktik ist doch klar durchsichtig. Ich würde ihm per Einwurfeinschreiben mehrere Reparaturtermine vorschlagen und die Reaktion abwarten.
Hallo Berny, vielen Dank für Deine Antwort.
Auf Einwurfeinschreiben folgt keine Reaktion. Ich habe gelesen, dass manche Gerichte dies auch nicht als sichere Zustellung bewerten, der Postbote bestätigt nur, dass er den Brief eingeworfen hat, aber nicht wo, er könnte sich auch verworfen haben. Bei manchen Gerichtsentscheidungen langt man sich an den Kopf. Ich kann nicht jedes Mal den Gerichtsvollzieher schicken, wenn ich mit meinem Mieter kommunizieren will. Es wäre schon eine Zumutung jedes Mal ein Einschreiben zu senden.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #10

Marika

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Die Duldung kann man einklagen - aber will man das wirklich? Bei einer Maßnahme, die zum Schutz der Mietsache erforderlich ist, werde ich das vielleicht machen, aber wenn der Mieter nicht möchte, dass die Balkontür repariert wird, mache ich genau so viel, dass der Mieter die Miete nicht mindern kann, also hier die Beseitigung des Schadens ernsthaft anbieten. Man muss sich ja nicht künstlich Probleme machen ...




Nein. Dass der Mieter nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, ist kein Kündigungsgrund.




Wegen unberechtigter Mängelanzeigen? Sicher nicht, auch nicht ordentlich. Ein Kündigungsgrund könnte aber z.B. entstehen, wenn der Mieter ungerechtfertigte Minderungen vornimmt.




Hast du eine Idee, was das Wort "Eigenbedarf" bedeuten könnte? Den Sarkasmus bitte ich zu entschuldigen, aber manche Fragen sind irgendwie ... offensichtlich.




Ja. Ich würde mich aber nicht zu sehr von diesen Nebelkerzen ablenken lassen. Dein erstes Anliegen sollte die Zustimmung zur Mieterhöhung sein, danach die Vorbereitung einer Kündigung aufgrund von Zahlungsrückständen, sobald diese entstehen.

Die Duldung der Reparatur, steht dann weiter hinten auf der Liste. Hier würde ich weniger, dafür zielgerichteter kommunizieren: Zumutbare Termine anbieten und nachweisbar zustellen. Beim Verhalten des Mieters würde ich auf Telefon, E-Mail usw. verzichten.

Hallo Andres, vielen Dank für Deine Antwort.
Es geht darum, dass die Hausverwaltung die Sache vom Tisch haben will, ich weiß nicht, ob sich noch jemand an die Zusage der Kostenübernahme erinnert, wenn bis zur Reparatur ein paar Jahre verstreichen, oder gar die Hausverwaltung wechselt. Außerdem, wenn ich hier in Wohnortnähe ein günstiges Angebot zum Wohnungskauf bekomme, möchte ich die Wohnung ja verkaufen, da möchte ich nicht, dass die Balkontür kaputt ist.
Dass es kein Grund zur fristlosen Kündigung ist, wenn der Mieter nicht alle Tassen im Schrank hat, ist klar. Ich finde aber das querulatorische Verhalten meines Mieters unzumutbar, und dachte/ hoffte, dass jemand schreiben würde, dass ein Gericht schon mal entsprechend entschieden hat, dass dies ein Grund für eine fristlose Kündigung sei. Würde sich ein Arbeitnehmer wie dieser R*tzlöffel seinem Arbeitgeber gegenüber aufführen, denke ich, wäre er seinen Job los. Aber mit Vermietern kann man es wohl machen...
Dass ich das Wort "Eigenbedarf" benutzte, ist kein Grund, Sarkusmus an den Tag zu legen, auch wenn Du - wie ich mittlerweile weiß - juristisch natürlich recht hast. Ich habe für die paar Wochen der Renovierung selbst Bedarf (Eigen - Bedarf) an der Wohnung, in dieser Zeit kann niemand in der Wohnung wohnen.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #11

Marika

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Hallo Marika,

eine nachweisbare, gerichtsfeste Zustellung kannst Du ueber den Gerichtsvollzieher des fuer den Wohnort des Mieters zustaendigen Amtsgerichts vornehmen lassen. Nur wenn Dein Mieterhoehungsbegehren nicht allen formalen Anforderungen genuegt, hilft Dir auch eine nachweisbare Zustellung nicht.

Deinem Eingangspost zu Folge ist Deine Erfahrung in mietrechtlichen Belangen recht ueberschaubar. Meines Erachtens solltest Du daher in Erwägung ziehen, einen Anwalt (idealerweise Fachanwalt fuer Mietrecht) ueber Dein Mieterhoehungsbegehren schauen zu lassen und ihm das weitere Vorgehen zu uebertragen.

Klar, der kostet. Aber bei so einem Mieter und wenig eigener Erfahrung wird der Versuch, das selbst auf die Reihe zu bekommen ganz schnell zu einer erheblich groesseren Kostenfalle.

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NochSo'nTrottel

Hallo "NochSo`n Trottel", Du hast Dir aber keinen passenden Nicknamen ausgesucht ;-)
Das mit dem Gerichtsvollzieher weiß ich, aber es ist schon heftig, wenn man jedes Mal einen Gerichtsvollzieher schicken muss, wenn man seinem Mieter etwas mitzuteilen hat. Die Kosten summieren sich da ganz schön, das steht in keiner Relation zu dem, was die Wohnung letztlich abwirft. Stell Dir mal vor, ein Arbeitgeber müsste jedes Mal den Gerichtsvollzieher schicken, wenn er seinem Angestellten etwas mitzuteilen hat *lol* Da würde sich jeder an den Kopf fassen, aber beim Vermieter kann man das ja verlangen.
Meine Erfahrung in mietrechtlichen Belangen ist tatsächlich überschaubar. Ich habe zwar noch Wohnungen hier an meinem Wohnort, allerdings gab es - Gott sei Dank - noch nie Probleme mit den Mietern. Sie wissen, dass sie sich mit Problemen / Reparaturen jederzeit an mich wenden können, umgekehrt akzeptieren sie aber auch eine Mieterhöhung, wenn sie gerechtfertigt ist. Auch dieser Mieter war freundlich, bis die Mieterhöhung kam, seitdem zeigt der R*tzlöffel sein wahres Gesicht. Ich habe mich bei der Mieterhöhung an den Angaben eines Immobilienportals orientiert, und mich bei Vermietern im gleichen Haus umgehört, was diese so verlangen. Ich könnte eine Handvoll Wohnungen nennen, die bei gleicher Größe und Ausstattung deutlich mehr kosten. Der Mieter aber beruft sich auf den Mietspiegel der Stadt, und ignoriert die Mieten der Vergleichswohnungen. Und es ist doch klar, dass die Stadt möglichst niedrige Mieten für die Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete heranzieht, soll doch die Stadt möglichst attraktiv erscheinen. Mein Wissen, wie man Mieterhöhungen formuliert, habe ich von einer seriösen Internetseite, die sich mit Mietrecht beschäftigt (ich weiß nicht, ob ich sie hier nennen dürfte). Dort steht genau, was das Schreiben alles enthalten muss, und daran habe ich mich gehalten.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #12

ehrenwertes Haus

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Ich finde aber das querulatorische Verhalten meines Mieters unzumutbar, und dachte/ hoffte, dass jemand schreiben würde, dass ein Gericht schon mal entsprechend entschieden hat, dass dies ein Grund für eine fristlose Kündigung sei.

Was du unzumutbar nennst, nennen Richter ein zerüttetes Mietverhältnis.
Damit kann theoretisch eine Kündigung ausgesprochen werden, auch eine fristlose.

Nur denke ich, dass in der Praxis mit dem beschrieben Verhalten deines Mieter die Hürde dafür noch lange nicht erreicht ist.

Ich kann nicht jedes Mal den Gerichtsvollzieher schicken, wenn ich mit meinem Mieter kommunizieren will.
Doch, genau das kannst du und ist bei manchen Mietern erforderlich, wenn du Nägel mit Köpfen machen willst.
Die Zustellung über den Gerichtsvollzieher kostet übrigends auch nur ca. 2 Euro mehr als ein Einschreiben mit Rückschein, wenn du deine Kopie des Anschreibens für den Mieter gleich mit zum Gerichtsvollzieher schickst. Teuer wird das nur mit behördlicher Kopie.

Gerade wenn du schon befürchtest, das Post "verloren" geht und du keine persöhnliche Zustellung mit Empfangsbestätigung des Mieters anderweit organiesieren kannst.

Mein Wissen, wie man Mieterhöhungen formuliert, habe ich von einer seriösen Internetseite, die sich mit Mietrecht beschäftigt (ich weiß nicht, ob ich sie hier nennen dürfte). Dort steht genau, was das Schreiben alles enthalten muss, und daran habe ich mich gehalten.
Sich im Internet informieren ist immer gut. Das ersetzt aber nicht den Fachmann. Und bitte glaube nicht alles was im Internet auch auf vermeintlich seriösen Seiten steht, da tummelt sich auch verdammt viel Blödsinn oder veraltete Hinweise.
Es ist wirklich ratsam einen Anwalt die erste selbst verfasste Mieterhöhung auf formale und inhaltliche Richtigkeit prüfen zu lassen.
Fehler in solchen Schreiben sind viel teurer als die Anwaltsgebühr für eine Prüfung.
 
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #13
dots

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Auf Einwurfeinschreiben folgt keine Reaktion.
Was erwartest du? Dass dein Mieter dich freudestrahlend anruft, um dir zu sagen, dass er soeben einen Briefumschlag von dir erhalten hat - und ich dafür auch noch bedankt?

Ich habe gelesen, dass manche Gerichte dies auch nicht als sichere Zustellung bewerten, der Postbote bestätigt nur, dass er den Brief eingeworfen hat, aber nicht wo, er könnte sich auch verworfen haben.
Selbst wenn er sich nicht verworfen hat, hast du lediglich den Beweis, dass der Postbote einen Umschlag in den Briefkasten gesteckt hat.
Was war denn in dem Umschlag drin?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mieter ermöglicht keinen Handwerkertermin Beitrag #14
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Hallo "NochSo`n Trottel", Du hast Dir aber keinen passenden Nicknamen ausgesucht ;-)
So unpassend finde ich das "noch" gerade nicht.

Ich habe mich bei der Mieterhöhung an den Angaben eines Immobilienportals orientiert
Haaa haaa ... und dann wunderst du dich über das Verhalten der Mieter?

Ich könnte eine Handvoll Wohnungen nennen, die bei gleicher Größe und Ausstattung deutlich mehr kosten.
Warum tust du das dann nicht? Lass mich raten: Die Handvoll Wohnungen sind dann doch nicht wirklich vergleichbar ...

Mein Wissen, wie man Mieterhöhungen formuliert, habe ich von einer seriösen Internetseite, die sich mit Mietrecht beschäftigt (ich weiß nicht, ob ich sie hier nennen dürfte).
Dürfen schon. Sogar auf die Gefahr hin, dass du dich hier lächerlich machst.
 
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