Mieter gestorben / Renovoerung Alt gegen Neu

Dieses Thema im Forum "Schönheitsreparaturen" wurde erstellt von maikel_100, 16.04.2014.

  1. #1 maikel_100, 16.04.2014
    maikel_100

    maikel_100 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    kurz folgender Fall. Unser Mieter ist gestorben der ca. 19 Jahre in unserem ein Zimmerappartment gelebt hat. Erst nachdem der Briefkasten nicht mehr geleert wurde (ca. 2 Wochen) wurde die Wohnung im Beisein der Polizei geöffnet.
    Hierbei wurde festgestellt, dass die Wohnung in einem katastophalen Zustand war. Neben der Geruchsbildung, war das Bad völlig mit Fäkalien verschmutzt, Teppich, Wände etc. überal lag Müll und Abfall.

    Da keine Erben da sind, wurde über das Nachlassgericht ein Verwalter eingesetzt, der den Mietvertrag gesetzeskonform gekündigt hat. Gleichzeitig haben wir mit dem Verwalter vereinbart, dass die Wohnung in einen ordnungsgemäßen Zustand zu übergeben ist. Nach entsprechender Desinfektion und Komplettreinigung wurde die Wohnung in den Rohbauzustand gebracht. Wie gesagt alles im Auftrag des Nachlassverwalters.
    Hierbei wurde das komplette Bad (Wanne, Fließen, WC etc.) entfernt. Nun meint der Verwalter, dass er uns das Angebot macht die Kosten von 6.000.-€ zu teilen (alt gegen neu, 50:50) aufgrund der Abnutzung des Bades.
    Eigentlich haben wir die Komplettsanierung nicht beauftragt, weshalb wir eigentlich auch nicht willens sind und daran zu beteiligen. Weitere Begründung dass der Geruch auch in den Fließenfugen sitzt und nicht mehr zu entfernen sei. Meine Frage müssen wir die Kosten mit tragen??
     
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  3. #2 kranseier71, 16.04.2014
    kranseier71

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    Meiner Ansicht nach: Ja.
    Und ich glaube ihr kommt da noch gut bei weg...
    Insofern würde ich an deiner Stelle nichtmal zu verhandeln versuchen. Nach 19 Jahren ein komplett neues Bad für den halben Preis finde ich nicht wirklich schlecht.

    HTH, Karl
     
  4. Duncan

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    @kranseier71: das Bad gibts nicht zum halben Preis, sondern es ist derzeit schlicht nicht da. Du hast einen leeren Raum der mal wieder ein Bad werden könnte.

    Und nur für die Demontage und das Fliesen entfernen ist 3.000€ schon nen ganz schöner Posten. Mal probieren ob er sich auf 2/3 zu Lasten Erbschaft/Verwaltung und 1/3 Vermieter/Eigentümer einlässt. Ansonsten könnte man sich bei der Wohnungsbeschreibung auch schlimmere Szenarien ausmalen. "Blaues Auge" würde ich sagen.
     
  5. #4 kranseier71, 16.04.2014
    kranseier71

    kranseier71 Erfahrener Benutzer

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    Ich habe das Ursprungsposting so verstanden, das es darum geht die komplette Badsanierung (also Demontage Alt Montage Neu) 50:50 zu teilen.
    Und da bleibe ich dabei dass das eigentlich ein gutes Angebot ist (vorrausgesetzt das Bad war wirklich mindestens 19 Jahre alt) und der Nachlassverwalter da schon übermässig gutes Entgegenkommen gezeigt hat was Nachverhandlung nicht ganz ungefährlich macht weil wenn ich jemandem ein gutes bis sehr gutes Angebot mache und der mich dann noch weiter runterzuhandeln versucht ich zu den Menschen gehöre die dann fürchterlich Stur werden und anfangen im Zehntel-Cent-Bereich zu rechnen.
    Mag an meiner Herkunft liegen ;)

    LG, Karl
     
  6. Duncan

    Duncan
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    @kranseier71:
    Davon das da wieder was rein gekommen ist hab ich nichts gelesen.

    Und wenn ich mal die Kosten dafür überschlage zuzüglich der Entrümpelung der Ein-Raum-Whg. dann käme das mit den Kosten auch hin.

    Aber eine komplette Badsanierung da noch mit unterzubringen wird haarig.
     
  7. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    so verstehe ich das auch und teile auch die Meinung von kraneiser.
     
  8. Gast 2

    Gast 2 Gast

    Mieter verstorben

    auch ich hatte genau das selbe Problem. Meine Kinderlose Mieterin war verstorben wochenlang in der Wohnung gelegen. Die Polizei hat geöffnet und die Gemeindeangestellten haben die Wohnung auf Wertsachen durchsucht. Ich habe sofort keine Miete mehr bekommen. Zudem musste ich die total kaputte Wohnung auf meine eigenen Kosten entrümpeln und erneuern. Mit wurde nichts bezüglich eines Nachlassverwalters mitgeteilt. Die verstorbene Mieterin hatte Sparguthaben. Aber ich habe keinen Cent wegen der Schäden erhalten. Die Gemeinde teilte mir mit, dass dieses Sparguthaben, gerade man für die Beerdigung gereicht habe. Da die Gemeinde nicht Mietvertragspartner sei, müsse die Gemeinde auch nicht für die Räumung und Instandsetzung der Wohnung sorgen. So teilte mir dies damals die Gemeinde mit.
     
  9. Gast 2

    Gast 2 Gast

    Mieter verstorben

    bei genau derselben Situation habe ich keinen Cent erhalten. Die Gemeinde hat die Sparguthaben eingesteckt, die diese Mietern hatte. Antwort der Gemeinde war, dass ich diese komplette Wohnung entrümpeln darf natürlich alles auf meine eigene Kosten. Da die Gemeinde mit mir keinen Mietvertrag habe. Das Sparguthaben habe die Gemeinde für die Beerdigung genommen. Also blieb die ganze Arbeit und der ganze Schaden, an mir hängen. Ärgerlich, dass ich keinen einzigen Cent erhielt.
     
  10. #9 kranseier71, 17.04.2014
    kranseier71

    kranseier71 Erfahrener Benutzer

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    Ja genau. Sehr ärgerlich das zwar Miete kassiert wurde aber als Kosten entstanden die Gemeinde dafür nicht aufkam. Wofür bezahlen wir bloß unsere Steuern?

    *SCNR*
     
  11. #10 Papabär, 17.04.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Jein ... die Gemeinde tritt ja an die Stelle eines Erben - ansonsten dürfte sie ja auch nicht auf evtl. Vermögen zurückgreifen. Soviel zur Theorie.

    In der Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass man als Vermieter schon froh sein darf, wenn man schnell eine schriftliche Bestätigung hat, dass sich keinerlei Wertsachen in der Wohnung befinden und die Wohnung entrümpelt werden kann.

    Sollten nach Abzug der Bestattungskosten mal tatsächlich noch 50,- € übrig bleiben, (und der Vermieter besteht auf die Kostenerstattung) dauert eine so eine Freigabe schon mal ungleich länger - d.h. der wirtschaftliche Schaden wäre für den Vermieter bedeutend höher.
     
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