Mieter haben Drogen im Keller angebaut, wollen nicht ausziehen

Diskutiere Mieter haben Drogen im Keller angebaut, wollen nicht ausziehen im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo und schönen guten Abend! Ich habe hier ein Problem mit den Mietern, die im Obergeschoß des Elternhauses wohnen. Es ist ein Paar (33 und 35...

  1. #1 38442-WOB, 22.07.2019
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    Hallo und schönen guten Abend!

    Ich habe hier ein Problem mit den Mietern, die im Obergeschoß des Elternhauses wohnen.
    Es ist ein Paar (33 und 35 Jahre alt) die einen 13 jährigen Sohn haben.
    Beide Elternteile rauchen jeden Tag Marihuana, und das ganze Haus stinkt dann nach Marihuana.
    Auf jeden Fall rauchen die am Wochenende, und auch wenn die von der Arbeit kommen. Die beiden arbeiten in 3-Schichten (Frühschicht - Spätschicht - Nachtschicht).
    Meine Lebensgefährtin hatte ihn schon mehrmals angesprochen, doch bitte nicht im Haus Marihuana zu rauchen, weil ihr davon schlecht wird, aber er reagierte nur aggressiv und sagte, er bezahle Miete und kann tun und lassen, was er will.
    Ende März 2019 haben wir dann im Keller ein "komisches Geräusch" gehört, was sich wie ein Lüfter angehört hatte.
    Also sind wir dahin gegangen, von wo die Geräusche kamen, und es war ein großer schwarzer Schrank mit Reissverschluß, den wir dann geöffnet hatten, und sehr grelles Licht kam uns entgegen. Wir sahen eine kleine Plantage, wo Marihuana Pflanzen gezüchtet wurden.
    Die herbeigerufene Polizei hatte dann diese Plantage mitgenommen, und wir haben uns an diesem Tage an die Eltern der 33 jährigen Frau gewandt, die aber nicht da waren, aber ein Nachbar des Mietshauses berichtete uns von erheblichen Problemen in der Vergangenheit, dass "er" sehr aggressiv sei, und auch seine Lebensgefährtin, mit der die beiden den 13 jährigen Sohn haben, diese schon geschlagen hat.
    Wir hatten uns im März 2019 auch an die Eltern gewandt, da die Mutter der 33 jährigen Kindergärtnerin ist, und die 33 jährige einen gesetzlichen Vormund hat, und wir uns schon früher an den Betreuungsverein wegen dieser Problematik gewandt haben, die aber absolut nichts unternommen haben und das ganze quasi ignoriert haben und immer noch ignorieren.
    Ich habe dann die Wohnung zum 31.Juli 2019 gekümmert, aber die Mieter wollen anscheinend nicht ausziehen.
    Wie gesagt, beide rauchen jeden Tag mehrmals Marihuana, und am Wochenende bleibt "er" auch schon mal Stunden weg, um dann alkoholisiert nach Mitternacht meistens nach Hause zu kommen.
    Schon seit Wochen hören wir dann meistens am Wochenende "dumpfende Geräusche" das sich anhört, als sei was runtergefallen, oder es wird auf Wohnungsgegenständen rumgehauen?
    Auch das Jugendamt war schon mehrmals da, da Nachbarn in unserer Strasse das Marihuana gerochen haben, was aus dem haus kommt, aber die machen auch nichts.
    "Er" ist auch aggressiv gegen meine Lebensgefährtin, und hat ihr schon Fäuste gezeigt, als ob er sie schlagen will.
    Vor 2 Tagen waren dann oben wieder so ein "schlagendes Geräusch" als ob jemand hingefallen ist, ich bin dann nach oben, und habe an die Tür geklopft, aber keine Reaktion.
    Ich hatte dann "unten" vor der Tür geschaut, und habe die Fahrräder gesehen und die Strassenschuhe, also müßten die doch zu Hause sein.
    Ich hatte dann 112 angerufen, und die Polizei und Feuerwehr kam. Da oben niemand reagiert hatte, hatte die Polizei die Tür ausgehoben, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Dort ist aber niemand gewesen, nur die Katze der Familie war oben.
    Nächsten Tag kam dann die Mutter der 33 jährigen, um die Katze zu versorgen, und sah natürlich die ausgehangene Tür. Meine Lebensgefährtin rief mich dann an, und ich sprach mit der Mutter über die Situation, jedoch leider ohne Ergebnis.
    Heute kamen dann die beiden zusammen mit dem 13 jährigen Sohn und beschuldigten mich, in die Wohnung eingebrochen zu haben. Ich berichtete wahrheitsgemäß von dem Polizei-Einsatz, welchen die nicht glaubten und mir selber mit der Polizei drohten. Also rief ich selber die Polizei an, die dann auch kam, und das richtigstellte.
    Das Ergebnis war dann, dass mich der Mieter wegen angeblichen Hausfriedensbruch anzeigte, denn in der Wohnung sollen wohl Türen geöffnet worden sein.
    Heute sagte "er" auch, er würde nicht ausziehen, und ich könne ihn ja rausklagen.
    Ich weiß nicht mehr weiter, meine Lebensgefährtin hat Kopfschmerzen wegen dem Marihuana Qualm, und ich habe wieder verstärkt Herzbeschwerden wegen der Aufregung und dem Stress.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Dabei "berät" dich doch sogar der Mieter:

    Also die Kündigung noch einmal auf Wirksamkeit überprüfen (es genügt nicht, dass Kündigungsgründe vorliegen, sie müssen auch nachvollziehbar geschildert werden), ggf. weitere Kündigungen nachschieben (z.B. erleichterte Kündigung, falls die Voraussetzungen vorliegen, § 573a BGB) und nach Ablauf der Kündigungsfrist auf Räumung klagen. Weitere Diskussionen sind erkennbar völlig sinnlos. Weder die Mieter noch ihr Umfeld haben ein Interesse oder die Fähigkeiten, um die Situation wieder hinzubiegen.

    Da dir erkennbar die Erfahrung fehlt: Ein Anwalt erleichter die Sache enorm. Das sollte ein Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht sein. Gerade wenn ich lese, dass die Mieterin betreut wird, kommen mir tausend Ideen, was man alles falsch machen könnte. Also noch diese Woche einen Anwalt suchen und beauftragen.

    Im Nachgang kann man sich dann mal überlegen, ob die Kriterien, nach denen man die Mieter dereinst ausgesucht hat, wirklich so toll waren. Die ganze Angelegenheit wird lästig genug, also sollte man wenigstens etwas daraus lernen. Dass das alles überhaupt nicht absehbar gewesen sein soll, braucht mir nämlich niemand erzählen ...
     
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  4. #3 38442-WOB, 22.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 22.07.2019
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    Hallo @Andres,

    vielen Dank für die schnelle Antwort!


    Also, ein nachvollziehbarer Grund dürfte doch hier der Polizeieinsatz im März 2019 gewesen sein, wo die Drogenpflanzen aus dem Keller geholt wurden.
    was sind "erleichterte Kündigungen"?
    Das stimmt wohl:

    Der Hauptgrund ist "er" der tag-täglich Marihunana raucht (diese sogar im Keller angebaut hat) und aggressiv ist, besonders noch unter Alkoholeinfluss.
    wie sieht das mit den Kosten aus, und wer bezahlt die letztendlich?

    Alternativ gefragt:
    Beim Amtsgericht, wo ja Räumungsklagen eingereicht werden, besteht doch kein (Rechts-) Anwaltszwang.
    Also könnte man doch eine solche Räumungsklage auch selber einreichen


    inwiefern " 1000-Ideen" bezüglich der gesetzlichen Vormundschaft (Betreuung).

    Vormundschaft / Betreuung heißt doch nichts anderes, als dass eine Person aufgrund von geistigen / psychischen Fähigkeiten usw, nicht in der Lage, ihr eigenes Leben selber zu meistern.

    Gerade wenn eine Person unter "Betreuung" steht, so muß sich doch der Betreuer darum kümmern, dass diese zu betreuende Person nicht noch mit Drogenkonsum die Probleme verstärken

    Ja, das war der sog. "Griff ins Klo" wie man umgangssprachlich solches benennt.

    Auch die Polizei, die ja nun schon ein paar Mal dagewesen ist, meinte, dass die nicht immer Lust haben wegen M. rauszukommen, und auch besseres zu tun haben, womit die ja Recht haben.

    Ganz nebenbei noch bemerkt:
    Beide arbeiten bei einer Transportfirma, wo zu verbauende Teile für das 10 Kilometer entfernte VW-Werk angeliefert und "zwischengelagert", und dort umgepackt werden auf wieder andere LKW, die diese Teile dann in das VW-Werk fahren.
    Er fährt dort einen Gabelstapler. Da frage ich mich, wie man so naiv sein kann, und auch noch durch aggressives Verhalten künstliche Probleme schafft.
     
  5. Ferdl

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    Erstmal zahlst du, wenn du Recht bekommst kannst du die Kosten von deinem Mieter einfordern, ob da was zu hohlen ist sieht man dann.
    Wichtigste Aussage war das "wenn", wenn du die Klage verbockst, bleibst du nicht nur auf den Kosten sitzen sondern behältst obendrein deinen ungeliebten Mieter.
    Das Recht schreibt hier keinen Anwalt vor, wohl aber die Vernunft!

    PS: So genaue Auskünfte über deinen Mieter wie zB Name und Arbeitsplatz sind eigentlich schon jenseits von Grenzwertig. Pass mal Acht das dir das nicht auf die Füße fällt.
     
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  6. #5 38442-WOB, 22.07.2019
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    und hier haben wir schon wieder das erste Problem:
    Deutsche Gerichte mit ihren unvorhersehbaren Urteilen.
    Ich bin ja auch nun schon 55 Jahre alt, und hatte im Laufe meines Lebens leider auch schon Gerichtsverhandlungen vor Zivilgerichten.
    Anwälte versprechen immer viel, oftmals auch, dass man gewinnt, und wenn man dann verliert, zahlt man die gerichtsgebühren, die Kosten des gegnerischen Anwalts und auch noch die Kosten des eigenen Anwalts.
    Und da hier laufend Briefe von Inkasso Unternehmen im gemeinsamen Haus-Briefkasten liegen, die an beide adressiert sind....

    Naja, also wird das ganze noch sehr sehr viel Nachdenken erfordern, wie man am besten vorgeht.

    Es kommt da immer auf den Anwalt drauf an, und wie fähig derselbige ist.

    Ja, vielen herzlichen Dank für den Hinweis!!

    Der Name ist mir wirklich beim Schreiben so rausgerutscht, denn ich habe noch die Worte des Polizeibeamten im Ohr, wie er das sagte, und in Gedanken beim Schreiben so wieder gegeben.
    Logischerweise habe ich das korrigiert - die Zeitungen gehen ja auch ähnlich vor, und schreiben nur einen Buchstaben.

    Den Arbeitsplatz hatte ich nicht benannt, denn "er" arbeitet nicht bei VW, und selbst wenn er dort arbeiten, und ich das benennen würde,
    in dem Volkswagen Werk arbeiten über 60000 Leute. Das ist ein Weltunternehmen. "Er" wäre nicht zuzuordnen.
     
  7. SLave

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    Ist nicht schon der Tatbestand einer Fristlosen Kündigung gegeben, durch das "Drogenlabor" im Keller?
    Inkl der Androhung von Gewalt gegenüber den Vermietern.

    Da sollte doch genug zusammen kommen um eine Fristlose ( Außerordentliche) Kündigung zu erwirken

    Grüße

    Slave
     
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  8. #7 38442-WOB, 22.07.2019
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    Ja, genau das sehen ja die Nachbarn in unserer Strasse auch so, die ja auch von den Drogen und dem Anbau im Keller wissen.

    Schließlich hatten die Polizeibeamten ja auch die Pflanzen Inch. Pflanzenkübeln aus dem Haus über die Strasse quer in das schräg gegenüber liegend parkende Polizeiauto getragen und abtransportiert.
     
  9. #8 dots, 22.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 22.07.2019
    dots

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    Ich würde das eher "Bauchlandung mit Ansage" nennen.

    Dazu gibt es einen passenden Witz:
    Was denkt eine Blondine*, wenn sie vor sich eine Bananenschale auf dem Boden liegen sieht?
    Mist, gleich falle ich auf die Schnauze.

    Das mag sein, aber es ist total irrelevant, wie nachvollziehbar das ist. Entscheidend ist, dass du für eine Kündigung einen gültigen Kündigungsgrund brauchst.
    Da du das (und vermutlich vieles anderes) offensichtlich nicht weißt, wurde dir zum Anwalt geraten.
    Der erklärt dir dann auch (gegen Geld), was Andres mit den 1000 Ideen, was man (du!) alles falsch machen kann(st). Gerade, wenn es um Vormundschaft / Betreuung geht. Was das ist, weißt du offensichtlich ...
    ... aber weißt du auch, was das für einen Vermieter bedeutet und was das nach sich zieht? Weißt du, worauf du gerade in so einem Fall achten musst? Die erste von Andres' der 1000 Ideen, was man alles falsch machen könnte, ist vermutlich: An wen hast du die Kündigung gerichtet? Hast du dir darüber überhaupt Gedanken gemacht?

    Lass' mich das mal kurz übersetzen: Irgend so ein Vermieter ohne Ahnung belästigt uns wegen Dingen, mit denen wir nichts zu tun haben. Wenn dieser Vermieter meint, dass wir als Polizei seinen Mieter rausschmeißen, weil er es selbst nicht auf die Reihe bekommt, vernünftig zu kündigen, gleichzeitig aber meint, keinen Anwalt zu benötigen,hat er sich aber geschnitten!

    Andres hat doch die Paragraphen genannt! Soll er dir das nun auch noch vorlesen oder schaffst du es, das selbst nachzulesen? Kennst du Google?

    Ja, "man" könnte das vermutlich. Natürlich "kannst" du das auch. Ich würde dir aber dringend davon abraten - es sei denn, dass du gerne ausgelacht werden möchtest.
    Ich würde sowas nie ohne Anwalt machen (auch aus anderen Gründen).

    * Das Wort "Blondine" sagt in diesem Zusammenhang rein gar nichts über die Haarfarbe aus.
     
  10. SLave

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    Gab es eine Anzeige diesbezüglich? Die könnte man ja dann auch , Anwaltlich, vorbringen um die Fristlose Kündigung zu beschleunigen.
     
  11. dots

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    Super! Dann musst du jetzt nur noch abwarten, bis deine Nachbarn den Mietvertrag zwischen deinem Mieter und dir kündigen.
     
  12. #11 ehrenwertes Haus, 22.07.2019
    ehrenwertes Haus

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    Wenn du deinen Wissensstand hier nicht grandios nach unten drückst, dann ist selbst der schlechteste Anwalt noch fachlich kompetenter wie du.

    Du hast doch längst harte Kündigungsgründe und nutzt sie nicht, weil du gar nicht weißt, dass sie vorhanden sind.
    So wird man unliebsamne Mieter nicht los, aber jammern geht damit super.


    Und das ist schlichtweg falsch. Von deiner Definition was Betreuung/Vormundschaft bedeutet bis hin zu den Aufgaben eines Betreuers.


    Folge dem Rat aller Ratgeber hier und geh zu einem Fachanwalt für Mietrecht. Du bist damit überfordert die Lage (Chancen und Risiken) sachlich korrekt einzuschätzen.
    Ein Selbstversuch einer Kündigung oder Räumungsklage kann so nur in die Hose gehen. Aber dann kann man ja wieder Jammern, dass die Richter nicht taugen und die Gesetze zu lasch sind...


    Keine Ahnung wie du zu diesen Mieter gekommen bist, aber dein Verstand war da abwesend.
    Mieterprobleme wie du sie jetzt hast, kommen nicht einfach so aus heiterem Himmel. Eine ganze Reihe Alarmsignale hast du selbst hier geschildert und tapfer ignoriert.

    Jetzt reiß dich mal zusammen und pack deine Scheuklappen weg, steh zu dem Mist den du selbst gebaut hast und hol dir fachlich kompetente Hilfe.
    Hör auf zu Jammern was das kosten wird. Wenn du nicht die richtigen Maßnahmen ergreifst, kostet das noch viel mehr als "nur" Anwalt und Gericht.

    Rein präventiv für den Fall dass du jetzt antworten willst "einen Anwalt kann ich mir nicht leisten"... dann solltest du nicht vermieten.
    Anwälte sind unverzichtbare Helfer von Vermietern, wenn es ernsthafte Probleme mit Mietern gibt.
     
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  13. #12 Papabär, 22.07.2019
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    Eine bloße Anzeige beschleunigt schon mal garnichts (von der Chance sich zu blamieren mal abgesehen).

    Der Gesetzgeber hat die zulässigen Kündigungsgründe vorgegeben. Da kann man sich so viele Gründe ausdenken wie man will ... die Chancen auf eine Bauchlandung mit Ansage werden dadurch nur erhöht. Man kann dann hinterher natürlich wieder schön über das deutsche Justizsystem schimpfen.


    Und vermutlich wissen die Nachbarn auch, welcher THC-Gehalt (das ist der berauschende Wirkstoff) im Laborbericht der KtU ermittelt wurde, denn ansonsten würden sie ja nicht von "Drogen" reden, gell?

    In den meisten Fällen gehen solche Plantagen als "Vogelfutterproduktion" durch - dann dürfen die Gärtner (also die, die die Pflanzen mitgenommen haben), selbige nämlich auch wieder zurückbringen.
     
  14. #13 38442-WOB, 23.07.2019
    Zuletzt bearbeitet: 23.07.2019
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    Vielen Dank erst einmal soweit für die vielen Antworten!

    Am zutreffendsten wird ja wohl die Aussage mit der Polizei sein, und das die das nervt.

    Ich werde mich einmal anwaltlich beraten lassen.
     
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  15. #14 38442-WOB, 28.07.2019
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    Ich habe mich anwaltlich beraten lassen, bei einem guten Anwalt, der auch sehr viele Mandanten hat, und somit nicht auf "Aufträge"
    -also Gelder aus Mandatsübernahmen angewiesen ist.

    Aber über eine Beratung ist es nicht hinausgekommen, da
    1.) Die Rechtsschutzversicherung das nicht bezahlt hätte (Mandatsübernahme)
    2.) Nur die Beratung über die Rechtsschutzversicherung abgerechnet werden kann

    Aber egal, ich habe nun die wichtigen Informationen:

    Selbstverstaendlich kann ich, wie schon einige User hier geschrieben haben, Räumungsklage einreichen, die auch erfolgreich sein dürfte
    -wobei die Betonung auf "dürfte" liegen wird, denn letztendlich entscheidet ein Richter oder eine Richterin.
    Also trage ich das volle Kostenrisiko zu 100%

    Aber diese Kosten müßen in Vorkasse geleistet werden für
    1.) Gerichtsgebühren
    2.) Rechtsanwaltskosten

    und das können locker einige Tausend €€ werden.

    Dann kommt der nächste Punkt, nämlich dass die Frau unter Betreuung steht, und somit besonderen Schutz genießt.

    Selbst wenn ich zu 100% gewinne, und der ganze prozeß kann sich viele viele Monate hinziehen - bis zu 1 Jahr, dann heißt es nicht, dass ich als obsiegende Partei dann auch die schon bereits bezahlten Gerichtsgebühren und Rechtsanwaltskosten von der beklagten Partei zurückerhalte, wenn die z.B. kein Geld (mehr) haben oder Insolvenz anmelden.

    Das wäre für mich dann ein volles Verlustgeschäft, ein
    Pyrrhussieg wie der Anwalt meinte.

    Der Anwalt hatte hier eine folgende Strategie vorgeschlagen, da die Mieter -alle beide- nämlich jeden Tag Marihiuana rauchen, und das auch im Haus, und der Qualm durch das ganze Haus zieht, nämlich auf gesundheitliche Beeinträchtigungen:

    1.)
    • Starker Cannabiskonsum beeinträchtigt die Lungenfunktion. Zudem ist die Gefahr von Lungenkrebs erhöht, da der Cannabisrauch mehr Teer bzw. krebserregende Stoffe enthält als eine vergleichbare Menge Tabakrauch. Werden so genannte Joints geraucht, so enthalten diese in der Regel auch Tabak, der ebenfalls krebserregende Stoffe enthält.
      (Anmerkung DHV: Dies ist die einzige Stelle in der DHS-Broschüre, die uns nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung zu sein scheint. Ein größeres Lungenkrebsrisiko allein durch Cannabis konnte bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, vermutlich deshalb, weil Cannabis auch eine krebshemmende Wirkung zugeschrieben wird. Tabak ist dagegen eindeutig krebserregend, die Warnung vor Misch-Joints mit Tabak also sehr berechtigt.)

    2.)
    • Körpererleben - Herzrasen, Übelkeit und Schwindel können sich einstellen. Ein Kreislaufkollaps ist möglich.

    Ich selbst bin seit Jahren herzkrank, und deswegen in ärztlicher Behandlung, und war auch schon deswegen im Krankenhaus.

    Der Rechtsanwalt hatte mir vorgeschlagen, wegen dem Cannabisrauch zu meinem Hausarzt zu gehen, und dort das Problem anzusprechen, dass ich wegen des Drogenkonsums der Mieter gesundheitliche Beschwerden habe.
    Da die Mieter "oben" und ich zufälligerweise -aber auch zutreffenderweise- schon seit vielen vielen Jahren den selben Hausarzt haben, wäre das eine gute Möglichkeit.

    Es wäre auch ferner gut, die Krankenkasse zu informieren, um dort Hilfe und Ratschläge zu erfragen, denn schließlich müßen die ja dann für die Behandlungskosten usw. finanziell aufkommen, wie z.b. Arztrechnungen, Krankengeld usw.
     
  16. SaMaa

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    Ich verstehe nun den Text bzw das Ergebnis nicht.

    Ihr ward dann beide beim Arzt ( interessanterweise auch noch beim Selben) und habt mit ihm gesprochen und dann?

    Klagt der Arzt anstatt der Anwalt dann die Menschen raus oder übernimmt er dann die Kosten oder wird die Sache rechtssicherer für Dich? Ich verstehe es wirklich nicht
     
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  17. #16 immobiliensammler, 28.07.2019
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    Und das hilft Dir jetzt mietrechtlich genau wie weiter? Du könntest eventuell auch den örtlichen Pfarrer einschalten, wenn der nicht spurt einfach mal den Papst anschreiben.

    Sorry, wenn jemand vermietet und dann das Geld für eine Räumungsklage nicht hat dann sollte man sich das Ganze noch einmal überlegen!
     
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  18. #17 38442-WOB, 28.07.2019
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    Gut, ich war noch nicht bei dem Arzt in Detmerode, denn dieser hat zusammen mit den Werksferien Urlaub bis zum Freitag, 02.August 2019
    und ist erst ab Montag, 05.August 2019 wieder in der Praxis.

    Von daher kann ich dazu nichts sagen.

    Ja, diese Sache wird dann rechtssicherer für mich, wenn ich dem Rat des Anwalts gefolgt bin.

    Schaden kann ein solches Gespräch hinsichtlich gesundheitlicher Gefahren durch den Drogenkonsum jedenfalls nicht.
     
  19. SaMaa

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  20. #19 Papabär, 28.07.2019
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    Woher stammt die Info zum Cannabis? Ist der Anwalt ist so toll, das er sogar ein Medizinstudium abgeschlossen hat? Immerhin ist Cannabis ja verschreibungspflichtig.

    Im Übrigen dürfen Menschen, die aus medizinischen Gründen auf Cannabis angewiesen sind und nicht über die nötigen finanziellen Mittel verfügen, eine kleine Menge (also nur zur Deckung des eigenen Bedarfes) sogar selber anbauen.



    Bei Euch machen die Ferien Urlaub? Ich glaub´ meine Kinder würden Amok laufen ...
     
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  21. #20 38442-WOB, 28.07.2019
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    Papst heißt übrigens "Papa" im italienischen

    Sorry, dass ich mich falsch ausgedrückt habe:
    Ich habe das Geld für die Räumungsklage, möchte es aber auch nicht "in den Sand" setzen für ein
    -in einem Jahr-
    gewonnenes Verfahren, dass ich nachher noch bezahlen kann, weil der Beklagte jetzt schon einige Titel gegen sich hat
    (unbezahlte Rechnungen mit Gerichtsurteil und Titel).

    Wer nämlich "heut-zu-Tage" mit seinem Geld leichtsinnig umgeht, und glaubt, ein gewonnenes Gerichtsverfahren heißt auch gleichzeitig, dass der unterlegene
    (Beklagte) das denn alles bezahlt, der hat (dann) bald kein Geld mehr.

    Daher der Ausdruck
    Pyrrhussieg , benannt nach einem Kriegsherrn der Antike, der sich einfach "zu Tode gesiegt" hatte.
     
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