Mieter haben Schimmel in der Wohnung "gezüchtet"

Dieses Thema im Forum "Übergabe Ein- oder Auszug" wurde erstellt von jadore, 29.05.2013.

  1. jadore

    jadore Benutzer

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    Hallo zusammen,

    hoffe dass mir hier geholfen werden kann. Wir haben letztes Jahr ein Mehrfamilienhaus gekauft und seit ca. 6 Monaten ist obere Wohnung vermietet an ein junges Paar, das sich jetzt getrennt hat und uns die Kündigung zum 01.07.2013 gegeben hat. Soweit so gut. Heute kriege ich eine Nachricht von der Mieterin, sie habe schlechte Nachrichten für uns, in einem Zimmer hat sich wohl Schimmel gebildet. Na kein Wunder, denn ich habe nie gesehen dass sie lüften und die Rolläden sind meist unten, kommt kein Licht und keine frische Luft rein. Ganz klar, dass das deren Schuld ist, es gab vor Einzug kein Schimmel. Jetzt meine Frage, wie gehen wir richtig vor in diesem Fall? Ich dachte evtl. Dass wir einen Fachmann (auf Mieters Kosten) kommen lassen, damit er nochmal bestätigt, dass es durch mangelndes Lüften entstanden ist und die Mieter sollen dann die Kosten für Trocknung usw. Tragen? Wie sieht das rechtlich aus?

    Ich bin sonst für jeden Tipp dankbar.
    LG
     
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  3. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich würde noch schnell einen Datenlogger aufstellen lassen. Mit dem kannst Du das Lüftungsverhalten messen und ihnen ggf. etwas von der Instandsetzung überhelfen.
     
  4. #3 Papabär, 29.05.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Hallo jadore,

    zu dem Thema gibt´s hier bereits mehrere dutzend Threads. Versuche es einfach mal über die Suchfunktion.

    Ob Licht oder nicht ist dem Schimmel egal.

    Den Fachmann zahlt erst einmal der, der ihn beauftragt hat - und er wird sich i.d.R. hüten eine Wertung abzugeben. D.h. er stellt höchstens die rein physikalische Ursache fest (z.B. zu hohe Luftfeuchtigkeit o.ä.) ... die Schuldfrage kann er üblicherweise nicht beantworten.

    Aber erst wenn die Schuldfrage unstrittig ist, wird eine ggf. gerichtliche Geltendmachung der Kosten ggü. dem Mieter erfolgreich sein ... und dann bleibt immer noch die Frage nach der Solvenz des Mieters.
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo jadore,

    "seit ca. 6 Monaten ist obere Wohnung vermietet an ein junges Paar, das sich jetzt getrennt hat und uns die Kündigung zum 01.07.2013 gegeben hat. Soweit so gut."
    - Wenn Du meinst? Eine Kündigung wird nicht gegeben, sondern (schriftlich) erklärt.
    Der Termin 01.07.2013 ist reichlich seltsam: Entweder wurde gekündigt zum 30.06. oder zum 31.07. Solltet Ihr die Kündigung nach dem 05.05. erhalten haben, so wäre sie zum gesetzlich nächstmöglichen Termin sogar erst zum 31.08. gültig.

    "Heute kriege ich eine Nachricht von der Mieterin, sie habe schlechte Nachrichten für uns, in einem Zimmer hat sich wohl Schimmel gebildet."
    - Daraus schliesse ich, wohl während der Mietzeit. Ich würde sie auffordern, den Schimmel durch nachhaltige geeignete Massnahmen bis zur Rückgabe der Mietsache zu entfernen.

    "Dass wir einen Fachmann (auf Mieters Kosten) kommen lassen, damit er nochmal bestätigt, dass es durch mangelndes Lüften entstanden ist"
    - Wurde schon kommentiert: ginge zu Euren Lasten.
     
  6. Matteo

    Matteo Neuer Benutzer

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    Ähnliches Problem hab ich auch.

    Gibts zu dem Thema eine Rechtsprechung? SuFu bemüht, aber nix gefunden.
    In den meisten Fällen klagt Mieter und der Vermieter setzt sich zur Wehr, meist mit recht wenig Erfolg, schon weil ein Richter kaum Ahnung von Bauphysik hat und Schadens-Gutachten kann und darf ja fast jeder machen. Hätte es irgendwelche Erfolgschancen gegen den Mieter mit nachfolgendem Verhalten vorzugehen?

    Bei mir ist folgendes passiert:

    Mieter einer 5-Zi-Whg erzählt in der Öffentlichkeit über mich, dass er in meiner Whg genug gefroren hätte. ISTA-Jahres-Abrechnung ergibt:
    Nur 2 von 10 Heizkörpern waren angedreht. Alle anderen Heizkörper hatten keinen oder fast keinen Verbrauch.

    Auch in der Küche wurde zwar gekocht, aber nie geheizt: Ergebnis schwarze Stellen in den Außenecken oben und unten. Also klassisches Bild. Dazu eine mietereigene Umluft-Absaughaube über dem Herd die alles in den Raum zurückbläst (Halte ich persönlich für Unfug, wird aber gerne und oft verkauft).

    Im Bad, auch nicht beheizt, hatte ich die größte Sorge: Wegen der Wandfliesen, usw. Dort ist aber kaum was zu sehen. Lediglich die Fliesenfugen in der Dusche sind ein Fall zum Neuverfugen. Mit dem Schraubenzieher den schwarzen Mörtel herausgekratzt. Aber das ging so tief, dass neu verfugt werden mußte. Silikon sowieso neu.

    In einem anderen Raum, der auch nicht beheizt wurde, aber zum Überwintern der Terrassenpflanzen genutzt wurde das gleiche Bild. Ein Fachmann würde sagen, dass das der Kondensatsammelraum der Whg ist. Solang im Winter nie jemand reingeht passiert nix. Aber Mieterein sagte mir, dass sie mehrmals am Tag dort was aus einem Schrank holen müsse.

    Das Haus ist Bj 1994 mit 36-er porosierten Ziegelwänden und Schüco-Isolierglasfenstern die ganz sicher die im Baujahr gültige EnEV erfüllen. Wärmeschutznachweis mußte damals ja auch schon geführt werden.
    In allen anderen Whg-en ist alles palletti.
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Das sind regelmässig Einzelentscheidungen. Klägern und Beklagten ist es überlassen, Gutachten beizusteuern. Wenn das dem Gericht nicht reicht, wird ein Obergutachten angefordert. Das Prozessrisiko geht dann garantiert in den oberen vierstelligen Eurohimmel.
     
  8. #7 Papabär, 29.05.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Ahso? ... Na, dann scheinen die Ausnahmemieter, die die Miete mindern und sich vom Vermieter verklagen lassen, ja alle bei mir zu wohnen.


    Welcher denn? Also die, mit denen wir bislang so zu tun hatten, waren durch die Bank recht fit in dem Thema. Natürlich stoßen auch Richter irgendwann an ihre Grenzen - aber dafür kann das Gericht ja Gutachter bestellen. Und glaub´ mir, der einfache Malermeister mit Abendschulweiterbildung wird nicht vom Gericht bestellt.


    Was aber nicht bedeutet, dass ein Richter jedes Pseudo-Gutachten anerkennen muss. Klar, soweit das Gutachten von keiner der Parteien in Frage gestellt wird, wird der Richter ´n alten Teufel tun.



    Da es lt. Fragestellung wohl nur darum geht, was der Mieter in der Öffentlichkeit von sich gibt, passe ich an dieser Stelle.

    Sollte der Mieter tatsächlich gefroren haben, wann wird er das vermutlich wohl erzählen dürfen. Warum auch nicht?
     
  9. Pitty

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    Das liegt wohl an Berlin und an der Anonymität.:verrueckt009:
     
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