Mieter halten sich nicht an die vertraglichen Pflichten

Dieses Thema im Forum "Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter" wurde erstellt von tzipp, 02.01.2014.

  1. tzipp

    tzipp Neuer Benutzer

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    Hallo,

    habe mit meinen Mietern nur Probleme.
    Seit Juni habe ich ein kleines Einfamilienhaus unbefristet vermietet. Miete fällig wie üblich zum 3. des Monats im voraus.
    Nun haben sich mittlerweile einige Probleme angesammelt.

    vereinbart waren die ersten drei Monate mietfrei aber mit Nebenkosten, doch die Zahlung der Nebenkosten kam für Juni und Juli erst am 18. Juli, Zahlungsverzug leider nur mündlich abgemahnt.
    im August kam das Geld pünktlich
    Miete für September kam erst zum 17.
    zwischendurch wurde wegen fehlender Anmeldung beim Energieversorger abgemahnt
    Miete im Oktober kam wieder pünktlich
    Miete im November wurde mit Abzug bezahlt. Hierbei wurde ein Betrag für einen privaten Handwerker abgezogen wo der Mieter der Meinung war ich müsse die Kosten tragen. Eine offizielle Rechnung vom Handwerker existiert allerdings nicht und wurde auch nicht beigebracht

    nun habe ich mich persönlich für Ende November zum 31.12. für die Wasseruhr ablesen angemeldet. Zum Termin war der Mieter nicht da. Den mir versprochenen Zettel mit dem Zählerstand fand ich auch nicht vor. Ich ging also nachmittags noch einmal hin um nachzufragen, doch der Mieter verweigerte mir die Auskunft mit der Begründung es sei doch Feiertag und er würde mir den Zählerstand nun am 2. Januar zuschicken. Auf weitere Nachfrage konnte er mir den Zählerstand auch nicht nennen woraus man schließen kann er hat ihn noch nicht einmal abgelesen obwohl er wusste das ich komme.

    Nun gut, seitdem der mieter nun 6 Monate in meinem Haus wohnt, von Anfang an unpünktlich zahlt, Kosten abzieht obwohl es keinen Beleg gibt und er mir die Zählerstände unterschlägt muss ich dem ganzen einen riegel vorschieben.

    Nun die Frage

    Kann ich wegen der Zählerstände abmahnen?
    Kann ich eventuell unter Betrachtung aller bisherigen Vertragsverletzungen kündigen, Frsitlos bzw. fristgerecht?

    würde mich über jede Meinungsäußerung freuen
     
  2. AdMan

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  3. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    ich verstehe nicht so ganz, warum du die wasseruhren ablesen willst. bei einem efh meldet doch der mieter an!
     
  4. tzipp

    tzipp Neuer Benutzer

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    leider nicht, Wasser geht über mich als Eigentümer und vom Wasserversorger habe ich für die Meldung des Zählerstandes bis 6. Januar Zeit. Die haben auch die Eintragung des Mieters abgelehnt. Darum muss ich nun dafür Sorge tragen.
     
  5. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    hm, dann würde ich den mieter schriftlich auffordern den stand zu melden. macht er das nicht, wird er ja geschätzt.
     
  6. Andres

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    Es hilft dir zwar wenig, aber es ist schon auffällig, wie viele böse Geschichten so anfangen.

    Was bleibt an der Front Zahlungsverzug: Es fehlt ein Teil der Novembermiete. Das genügt nicht für eine fristlose Kündigung. Abgemahnt (beweissicher) wurde bisher noch gar nicht. Für die Zahlung des Rückstandes würde ich eine letzte Frist setzen - natürlich verbunden mit der Aufforderung, die Rechnung zur Prüfung einzureichen - danach ins gerichtliche Mahnverfahren starten. Kündigungsgründe sind für mich jedenfalls nicht ersichtlich.

    Zur Wasseruhr: Mit etwas Ahnung hätte man dem Mieter mitteilen können, dass Sylvester kein Feiertag ist. So bleibt dir nichts anderes übrig, als weitere Termine anzusetzen. Terminankündigung und -absage sollte unter Zeugen stattfinden, damit der Mieter später nicht behaupten kann, die Schätzung des Verbrauchs wäre dein Versäumnis.


    Da ich zwischen den Zeilen lese, dass du den Mieter loswerden willst: Fehlverhalten jeder Art sollte immer sofort schriftlich und beweissicher zugestellt abgemahnt werden. Soweit geht das dann auch noch ohne Anwalt, denn man kann nicht viel falsch machen. Im schlimmsten Fall ist eine Abmahnung unzulässig, was bei genügend zulässigen Abmahnungen aber nicht weiter stört. Du stellst also nicht die Frage:

    Sondern du machst es einfach.


    Wenn es dann an die Kündigung geht, sollte man doch den Profi machen lassen. Das kostet zwar zunächst Geld, kommt aber langfristig billiger. Der Anwalt wird dir dann schon sagen, ob die Sammlung deiner Abmahnungen seiner Ansicht nach ausreicht.
     
  7. #6 prinzregent, 02.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 02.01.2014
    prinzregent

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    werf sie raus, egal wie und gnadenlos . Lass dich blos nicht beschwatzen :hut033:

    Wie das geht, beschreibt schon der Andres #5

    Also, mal meine Erfahrung. Mieter zieht ein, alles no problem. Irgenwann fangen dann die Spielchen an. Buch an Ausreden.

    Am Ende war er draussen. Den Titel hab ich hier liegen, der nutzt nicht mal zum Klo putzen. Und was fand ich nachdem der Mieter weg war ? Er hatte sein GAS nicht angemeldet und zu fast 6.000 Euro GAS verbraten. Fragt nicht wie.

    Der Versorger hat mir die GASUHR abgenommen und sich geweigert eine neue einzubauen. Der Versorger sagte, wenn ich nicht zahle, gibt es kein GAS mehr.

    Ich hab das Haus verkauft, damit das Problem geloest.

    Also, blos raus mit denen ... die haben ein Buch von Ausreden und tolle Geschichten drauf, vielleicht noch einen Helfer ... blos raus.

    bei einem efh meldet doch der mieter an!

    Leider nein, auch bei mir in Brandenburg weigerten sich die Wasserwerke den Mieter als Vertragspartner zu akzeptieren.
     
  8. tzipp

    tzipp Neuer Benutzer

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    Danke für die Antworten. Aufgrund des 6 Monate bestehenden Mietverhältnisses, dass von Anfang an mit schlechter Zahlungsmoral und nun auch noch mit Boykottierung der einfachsten Dinge geprägt ist, nur um Schwierigkeiten zu machen, lässt eigentlich nur einen Schluss zu.

    Von daher steht die Entscheidung mehr oder weniger fest.

    Momentan stehe ich vor dem Problem, was machen wenn ich die Zählerstände nicht bekomme und schätzen muss. Möglicherweise muss ich die Nebenkosten erhöhen, da auch unser Wasserversorger seine Richtwerte hat und die nicht unbedingt real entsprechend sind. Am Ende akzeptieren die die Erhöhung nicht und schon hab ich das nächste Problem.
     
  9. Gast 2

    Gast 2 Gast

    Wasser-Abwasser

    @tzipp , da die Gemeinden und Städte verlangen die Ablesung immer vom Grundstückseigentümer . Die Rechnung erhält dann auch der Grundstückseigentümer. Städte , Gemeinden, Kommunen die plagen sich nicht mit Mietern ab. Da wird beim Grundstückseigentümer kassiert, bei dem kann man auch pfänden. Die die machen es sich einfach, der Grundstückseigentümer muss zahlen, auch dann wenn er persönlich nichts verbraucht hat. Mich ärgert dies schon lange
     
  10. Andres

    Andres
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    ... an dem du dann nicht ganz unbeteiligt gewesen wärst.

    Das geht schonmal damit los, dass du nicht schätzt. Wenn der Versorger schätzen will - bitte, nur zu. Du machst das nicht. Wenn dich jemand fragt: Du hast keine Ahnung, wie hoch der Verbrauch sein könnte.

    Die Erhöhung der Vorauszahlung käme dann nach einer Abrechnung. Was der Mieter dann will oder nicht will, ist auch egal. Man sieht auf der Abrechnung dann ja, wie hoch die anfallenden Kosten waren und auf dieser Basis könnte man die passende Vorauszahlung auch einklagen.

    Wenn der Mieter grundsätzlich zahlungsfähig ist, kann dir die Vorauszahlung auch weitgehend egal sein - das Geld kommt dann eben bei der Abrechnung. Natürlich ist das etwas riskanter für dich ...
     
  11. Andres

    Andres
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    Ein EFH (noch dazu freistehend) ist für mich kein Vermietungsobjekt. Wer so wohnen will, soll kaufen. Der Ärger ist hausgemacht (Sorry für das Wortspiel :31:).
     
  12. #11 Aktionär, 02.01.2014
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    Kannst du dafür auch eine Begründung nennen, oder ist das nur ein "Bauchgefühl"?

    In meiner Gegend läuft die EFH-Vermietung nämlich sehr gut.
     
  13. Andres

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    Ich kann keine "wasserdichte" Begründung liefern und dass so eine Vermietung natürlich auch gut gehen kann, will ich gar nicht bestreiten.

    Mir fehlt bei einem EFH einfach die Kontrolle, die ich gerne hätte. Es geht praktisch nichts ohne die Zustimmung (und damit verbunden im Regelfall die Anwesenheit) des Mieters: Wartungsarbeiten, Schornsteinfeger, Zählerstände - wenn das jedes Mal so eine Aktion wie hier wird, geht das an die Substanz. An Dauerbrenner wie Gartenpflege oder Winterdienst will ich gar nicht erst denken.

    Ein weiteres erhebliches Risiko, wenn man ein EFH als erstes bzw. einziges Anlageobjekt hat, wäre, dass die Mieteinnahmen zu 100 % von einem einzigen Mieter abhängen. Wenn ich in einem Haus mit mehreren Wohnugen einen Zahlungsausfall habe, trifft mich das wesentlich weniger stark.
     
  14. tzipp

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    gibt es eigentlich einen Paragraphen im deutschen Gesetz der die Mieter zur Nennung der Zählerstände verpflichtet?
     
  15. Andres

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    Nein. Wenn überhaupt, ist das eine vertragliche Pflicht.
     
  16. tzipp

    tzipp Neuer Benutzer

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    ok, Danke Andres.

    Jetzt bleibt mir die Frage, muss ich überhaupt einen zweiten Ablesetermin vereinbaren, wenn mir der Mieter zugesichert hat, dass er mir, falls er zum Termin verhindert ist, den Zählerstand andersweitig mitteilt?
     
  17. #16 Aktionär, 03.01.2014
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    Warum lässt du den Versorger nicht schätzen?
    Geht doch nicht zu Deinen Lasten.
     
  18. tzipp

    tzipp Neuer Benutzer

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    Ja richtig, die Frage finde ich in dem Fall wichtig, wenn ich den Mieter abmahnen will bzw. muss. Die Gefahr von massiven Mehrverbrauch ist hoch und wenn der Versorger schätzt, schätzt er auf haushaltsübliche Vergleichswerte und nicht auf das Verhalten boshafter Mieter
     
  19. #18 prinzregent, 06.01.2014
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    ... das ist eine Ursache fuer Mietnomadentum.
     
  20. #19 immodream, 06.01.2014
    immodream

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    Hallo tzipp ,
    du musst dich bei deinen Gedankengängen mal langsam von dem Lösen, was wir als wohlerzogene, normale Menschen gelernt haben.
    Diese Menschen ticken anders.
    Guckst du kein Hartz4 Fernsehen ?
    Ich bin auch hin und wieder an solche Mietnomaden geraten.
    Auch wenn ich gleich wieder Prügel kriege oder gesperrt werde, hier hilft nur Auge um Auge, Zahn um Zahn.
    Diesen Mietern zeige ich gerne den großen Baseballschläger, den mein ältester Sohn vor Jahren aus USA mitgebracht hat.
    Ich erkläre diesen Menschen klar und deutlich, das ich damit kein Baseball spiele und sie dann selber darüber nachdenken können, was man sonst noch mit einem Baseballschläger machen könnte.
    Die ganze Räumungsklagengeschichte ist für den A....
    Die Titel hab ich abgeheftet und die ehemaligen Mieter nie wieder gefunden.
    Mit diesen Menschen umzugehen ist nicht Jedermanns Sache.
    Wenn man es persönlich nimmt und normal denkt, geht man dabei gesundheitlich und teilweise auch finanziell zu Grunde.
    Da müsst Ihr jetzt durch.
    Wenn Ihr mit diesen Menschen nicht klar kommt, sucht euch wenigstens einen Fachanwalt für Mietrecht.
    Diese Mietnomaden haben ein Gespür für Vermieter, die anständig und naiv sind.
    Viel Erfolg
    Immodream
     
  21. #20 Steppenhund, 07.01.2014
    Steppenhund

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    Genau deshalb habe ich mein Haus zu 3 Wohnungen umgebaut, kostet Geld, bringt nachher aber auch mehr und man hat einen größeren Mieterkreis. Eine 150m² Wohnung kann man gut vermieten, ein Haus meiner Meinung nach fast nicht. Wer so ein Haus will, der baut sich eins, wer die Knete nicht hat, kann es auch kaum mieten.
     
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